BERLIN (kobinet)
Mehr als 80 von 100 Menschen mit Behinderungen haben Gewalt erlebt.
Diese Menschen bekommen Hilfe zu Hause.
Das zeigt eine neue Studie.
Bei einer Studie stellen Forscher vielen Menschen Fragen.
So findet man heraus, wie etwas wirklich ist.
Auch in Wohn-Einrichtungen erleben viele Menschen Gewalt.
3 von 4 Menschen dort haben Gewalt erfahren.
Das ist mindestens 1 Mal im Erwachsenen-Leben.
Eine Wohn-Einrichtung ist ein Haus.
Dort wohnen viele Menschen zusammen.
Sie bekommen dabei Hilfe.
In Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gibt es auch Probleme.
Dort erleben 26 von 100 Beschäftigte sexuelle Belästigung.
Das ist fast 3 Mal so häufig wie an anderen Arbeits-Plätzen.
Sexuelle Belästigung bedeutet: Jemand tut oder sagt etwas Sexuelles.
Das will die betroffene Person nicht.
Das ist nicht in Ordnung.
Beschäftigte sind Menschen mit einem Job.
Sie arbeiten bei einer Firma oder einem Betrieb.
Eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen ist ein Arbeits-Ort.
Menschen mit Behinderungen arbeiten dort gemeinsam.
Besonders Frauen mit Behinderungen sind oft betroffen.
Sie erleben viele verschiedene Arten von Gewalt.
Das Deutsche Institut für Menschen-Rechte hat die Daten gesammelt.
Ein Institut ist eine Einrichtung für Fachleute.
Die Fachleute arbeiten dort zu einem bestimmten Thema.
Die Daten zeigen: Der Schutz vor Gewalt muss besser werden.
Schutz bedeutet: Niemand darf dir etwas antun.
Die Politik muss mehr tun.
Zum Beispiel: bessere Gesetze zum Schutz vor Gewalt.
Mehr Informationen gibt es hier:

Foto: Von Institut für Menschenrechte - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0
BERLIN (kobinet) Mehr als 80 Prozent der ambulant unterstützten Menschen mit Behinderungen haben mindestens einmal im Erwachsenenalter Gewalt erfahren. Auch in Wohneinrichtungen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) zeigen aktuelle Studien eine hohe Gewaltbetroffenheit und erhebliche Schutzlücken. Die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte bündelt die empirischen Daten nun in einem neuen Website-Bereich und ordnet sie menschenrechtlich ein. Die Befunde zeigen: Gewaltschutz muss politisch konsequenter umgesetzt werden.
Grundlage für die aktuellen Einschätzungen sind zwei Studien, die im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des damaligen Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) durchgeführt wurden. Ihr zentrales Ergebnis: Die Gewaltbetroffenheit bleibt hoch, die Zahlen haben sich seit der letzten vergleichbaren Erhebung aus dem Jahr 2012 nicht verbessert.
Die Studien zeigen eine hohe Gewaltbetroffenheit in bestimmten Lebens- und Arbeitsbereichen. So haben nicht nur mehr als 80 Prozent der ambulant unterstützten Menschen, sondern auch drei Viertel der in Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe lebenden Menschen mindestens einmal in ihrem Erwachsenenleben Gewalt erfahren.
Auch in WfbM ist das Risiko deutlich erhöht: Beschäftigte erfahren mit 26 Prozent fast dreimal so häufig sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wie Beschäftigte in der Durchschnittsbevölkerung.
Vor allem Frauen mit Behinderungen sind überproportional von mehrfachen Gewalterfahrungen in ihrem Leben betroffen, etwa in allen Kontexten von sexualisierter Gewalt und sexueller Belästigung.

Foto: Von Institut für Menschenrechte - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0
BERLIN (kobinet) Mehr als 80 Prozent der ambulant unterstützten Menschen mit Behinderungen haben mindestens einmal im Erwachsenenalter Gewalt erfahren. Auch in Wohneinrichtungen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) zeigen aktuelle Studien eine hohe Gewaltbetroffenheit und erhebliche Schutzlücken. Die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte bündelt die empirischen Daten nun in einem neuen Website-Bereich und ordnet sie menschenrechtlich ein. Die Befunde zeigen: Gewaltschutz muss politisch konsequenter umgesetzt werden.
Grundlage für die aktuellen Einschätzungen sind zwei Studien, die im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des damaligen Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) durchgeführt wurden. Ihr zentrales Ergebnis: Die Gewaltbetroffenheit bleibt hoch, die Zahlen haben sich seit der letzten vergleichbaren Erhebung aus dem Jahr 2012 nicht verbessert.
Die Studien zeigen eine hohe Gewaltbetroffenheit in bestimmten Lebens- und Arbeitsbereichen. So haben nicht nur mehr als 80 Prozent der ambulant unterstützten Menschen, sondern auch drei Viertel der in Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe lebenden Menschen mindestens einmal in ihrem Erwachsenenleben Gewalt erfahren.
Auch in WfbM ist das Risiko deutlich erhöht: Beschäftigte erfahren mit 26 Prozent fast dreimal so häufig sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wie Beschäftigte in der Durchschnittsbevölkerung.
Vor allem Frauen mit Behinderungen sind überproportional von mehrfachen Gewalterfahrungen in ihrem Leben betroffen, etwa in allen Kontexten von sexualisierter Gewalt und sexueller Belästigung.





Lesermeinungen