BERLIN (kobinet)
Heute ist Welt-Flüchtlings-Tag.
Flüchtlinge sind Menschen auf der Flucht.
Sie mussten ihr Heimat-Land verlassen.
Sie fliehen vor Kriegen oder anderen Gefahren.
Viele Organisationen haben sich zusammengetan.
Organisationen sind Gruppen von Menschen.
Sie arbeiten zusammen für ein gemeinsames Ziel.
Diese Organisationen setzen sich für Schutz-Suchende ein.
Schutz-Suchende sind Menschen auf der Flucht.
Die Organisationen kommen aus Kirchen und Wohl-Fahrts-Verbänden.
Wohl-Fahrts-Verbände sind Gruppen, die Menschen in Not helfen.
Zum Beispiel das Rote Kreuz.
Auch Gruppen aus der Bürger-Gesellschaft sind dabei.
Bürger-Gesellschaft bedeutet: Menschen arbeiten freiwillig zusammen.
Sie helfen sich ohne Zwang vom Staat.
Ihr gemeinsames Motto lautet: Es geht auch anders!
Ein Motto ist ein wichtiger Spruch einer Gruppe.
Das bedeutet: Flüchtlinge können besser behandelt werden.
Es gibt bessere Wege im Umgang mit Flucht.
Die Organisationen haben ein Memo-randum veröffentlicht.
Ein Memo-randum ist ein wichtiges Schreiben.
Darin steht, was die Organisationen fordern.
Darin steht auch, was sich ändern soll.
Das Memo-randum heißt: Gemeinsam für Schutz und Zusammen-Halt.
Darin steht, wie guter Flüchtlings-Schutz aussehen kann.
Das soll Flüchtlingen und allen Menschen in Deutschland helfen.
Vor 75 Jahren gab es die Genfer Flüchtlings-Konvention.
Eine Konvention ist ein wichtiger Vertrag zwischen Ländern.
Viele Länder haben diesen Vertrag unterschrieben.
Sie versprechen, sich daran zu halten.
Dieser Vertrag schützt Menschen auf der Flucht.
Der Vertrag legt fest: Länder müssen Verantwortung übernehmen.
Verantwortung bedeutet: Ein Land muss sich um seine Aufgaben kümmern.
Es kann sie nicht einfach weitergeben.
Kein Land darf diese Verantwortung weitergeben.
6 große Organisationen haben das Memo-randum herausgegeben.
Dazu gehören Amnesty International und PRO ASYL.
Insgesamt tragen 275 Organisationen das Memo-randum mit.
Auch die Evangelische Kirche in Deutschland ist dabei.
Sie ist eine der größten Kirchen in Deutschland.
Die Organisationen nennen 5 wichtige Handlungs-Felder.
Handlungs-Felder sind Bereiche, in denen etwas geändert werden soll.
In diesen Bereichen soll sich etwas ändern.
Dazu haben die Organisationen genaue Vorschläge gemacht.
Das 1. Handlungs-Feld ist: Schutz für alle Menschen weltweit schaffen.
Das Konzept sicherer Dritt-Staaten soll abgeschafft werden.
Sichere Dritt-Staaten sind Länder, in die Flüchtlinge abgeschoben werden sollen.
Ab-schiebung bedeutet: Eine Person muss Deutschland verlassen.
Sie hat keine Erlaubnis mehr zu bleiben.
Die Organisationen halten diese Praxis für falsch.
Das 2. Handlungs-Feld ist: Sichere Flucht-Wege ermöglichen.
Schutz-Suchende dürfen nicht einfach zurückgewiesen werden.
Der Staat soll alle Menschen aus See-Not retten.
See-Not bedeutet: Ein Mensch ist auf dem Wasser in großer Gefahr.
Er braucht sofort Hilfe.
Das 3. Handlungs-Feld ist: Faire Asyl-Verfahren ermöglichen.
Asyl bedeutet: Ein sicherer Ort für Menschen auf der Flucht.
Ein Asyl-Verfahren ist eine Prüfung durch den Staat.
Der Staat entscheidet, ob ein Mensch Schutz bekommt.
Das 4. Handlungs-Feld ist: Soziale Rechte für alle sichern.
Alle Menschen sollen genug Geld zum Leben bekommen.
Das soll ohne Diskriminierung gelten.
Diskriminierung bedeutet: Eine Person wird ungerecht behandelt.
Sie wird schlechter behandelt als andere Menschen.
Das 5. Handlungs-Feld ist: Teilhabe und Mit-Bestimmung stärken.
Teilhabe bedeutet: Man macht bei etwas mit und gehört dazu.
Mit-Bestimmung bedeutet: Man kann bei Entscheidungen mit-machen.
Das Memo-randum könnt ihr hier lesen und herunterladen:

Foto: Pixabay/497608
BERLIN (kobinet) Zum Weltflüchtlingstag stellt sich ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus Wohlfahrt, Menschenrechtsarbeit, Kirchen und Zivilgesellschaft unter dem Motto "Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt" gegen die Entrechtung von schutzsuchenden Menschen. 75 Jahre nach Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention formulieren sie in einem Memorandum eine Zukunftsvision für einen starken Flüchtlingsschutz, von dem alle profitieren. "Wir zeigen, wie ein Flüchtlingsschutz gelingen kann, der für alle funktioniert: mit legalen Zugangswegen, geteilter internationaler Verantwortung und guten Aufnahmestrukturen. Eine starke Zivilgesellschaft ist dabei unverzichtbar: Beratungs- und Unterstützungsangebote für Geflüchtete geben Orientierung, sichern Rechte und eröffnen Wege in Bildung und Arbeit – so wird Teilhabe von Anfang an möglich", erklärt Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.
Mit Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention vor 75 Jahren wurden die Rechte von Menschen, die Schutz vor Verfolgung suchen, völkerrechtlich verankert. Das bedeutet, Staaten müssen aktiv Verantwortung übernehmen und dürfen diese nicht anderen Ländern aufdrängen.
Das heute veröffentlichte Memorandum „Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt“ wird von Amnesty International, AWO Bundesverband, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Diakonie Deutschland, Handicap International und PRO ASYL herausgegeben und von 275 Organisationen, darunter 68 Bundesorganisationen inklusive der Evangelischen Kirche Deutschland, mitgetragen.
In dem Memorandum entwerfen die Organisationen eine Zukunftsvision für einen starken und solidarischen Flüchtlingsschutz im 21. Jahrhundert: „Verfolgte Menschen finden Schutz. Staatliche Grenzen stehen dem Recht des Einzelnen auf ein Leben in Sicherheit und Würde nicht entgegen. […] Ein Flüchtlingsschutz, der diesem Anspruch gerecht wird, ist möglich. Was dafür gestärkt werden muss, ist das, was uns als Gesellschaft trägt: Solidarität, Respekt im Umgang miteinander und die Bereitschaft, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen. Das ist die Basis für einen Flüchtlingsschutz, der für alle funktioniert und das Zusammenleben insgesamt verbessert.“
In dem Memorandum geben die Organisationen konkrete Impulse, wie ein funktionierender Flüchtlingsschutz gelingen kann. Aufgeteilt auf fünf Handlungsfelder, haben sie Themen identifiziert, über die Politik und Gesellschaft reden sollten:
- Globalen Schutz schaffen, unter anderem das Konzept sicherer Drittstaaten abschaffen sowie den europäischen Solidaritätsmechanismus stärken und ausbauen.
- Gewaltfreie Grenzen und sichere Fluchtwege ermöglichen, unter anderem das Verbot von Zurückweisung von Schutzsuchenden konsequent durchsetzen, eine ausnahmslos auf alle ausgerichtete staatliche Seenotrettung sicherstellen und die aktuell ausgesetzten Resettlement- und Familiennachzugsverfahren wiederaufnehmen.
- Faire Asyl- und Gerichtsverfahren und Aufenthaltsperspektiven bieten, unter anderem jeden Asylantrag gründlich prüfen, eine behördenunabhängige Asylverfahrensberatung schaffen, zivilgesellschaftliche Unterstützungs- und Beratungsangebote bedarfsgerecht finanzieren und ausreichende Möglichkeiten zum Spurwechsel schaffen.
- Gute Startbedingungen durch soziale Rechte ermöglichen, unter anderem das menschenwürdige Existenzminimum für alle effektiv und diskriminierungsfrei von Anfang an gewähren und für alle Zugang zu Integrationskursen und zum Arbeitsmarkt schaffen.
- Teilhabe und Mitbestimmung – Gesellschaft gemeinsam gestalten, unter anderem mindestens das kommunalen Wahlrecht für alle einführen, die sich rechtmäßig seit mindestens fünf Jahren in Deutschland aufhalten, sowie Bundesprogramme wie „Demokratie leben“ und „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ ausreichend finanzieren.
Das Memorandum findet sich als Leseversion und zum Download auf dieser Internetseite.

Foto: Pixabay/497608
BERLIN (kobinet) Zum Weltflüchtlingstag stellt sich ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus Wohlfahrt, Menschenrechtsarbeit, Kirchen und Zivilgesellschaft unter dem Motto "Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt" gegen die Entrechtung von schutzsuchenden Menschen. 75 Jahre nach Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention formulieren sie in einem Memorandum eine Zukunftsvision für einen starken Flüchtlingsschutz, von dem alle profitieren. "Wir zeigen, wie ein Flüchtlingsschutz gelingen kann, der für alle funktioniert: mit legalen Zugangswegen, geteilter internationaler Verantwortung und guten Aufnahmestrukturen. Eine starke Zivilgesellschaft ist dabei unverzichtbar: Beratungs- und Unterstützungsangebote für Geflüchtete geben Orientierung, sichern Rechte und eröffnen Wege in Bildung und Arbeit – so wird Teilhabe von Anfang an möglich", erklärt Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.
Mit Verabschiedung der Genfer Flüchtlingskonvention vor 75 Jahren wurden die Rechte von Menschen, die Schutz vor Verfolgung suchen, völkerrechtlich verankert. Das bedeutet, Staaten müssen aktiv Verantwortung übernehmen und dürfen diese nicht anderen Ländern aufdrängen.
Das heute veröffentlichte Memorandum „Es geht auch anders! Gemeinsam für Schutz und Zusammenhalt“ wird von Amnesty International, AWO Bundesverband, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Diakonie Deutschland, Handicap International und PRO ASYL herausgegeben und von 275 Organisationen, darunter 68 Bundesorganisationen inklusive der Evangelischen Kirche Deutschland, mitgetragen.
In dem Memorandum entwerfen die Organisationen eine Zukunftsvision für einen starken und solidarischen Flüchtlingsschutz im 21. Jahrhundert: „Verfolgte Menschen finden Schutz. Staatliche Grenzen stehen dem Recht des Einzelnen auf ein Leben in Sicherheit und Würde nicht entgegen. […] Ein Flüchtlingsschutz, der diesem Anspruch gerecht wird, ist möglich. Was dafür gestärkt werden muss, ist das, was uns als Gesellschaft trägt: Solidarität, Respekt im Umgang miteinander und die Bereitschaft, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen. Das ist die Basis für einen Flüchtlingsschutz, der für alle funktioniert und das Zusammenleben insgesamt verbessert.“
In dem Memorandum geben die Organisationen konkrete Impulse, wie ein funktionierender Flüchtlingsschutz gelingen kann. Aufgeteilt auf fünf Handlungsfelder, haben sie Themen identifiziert, über die Politik und Gesellschaft reden sollten:
- Globalen Schutz schaffen, unter anderem das Konzept sicherer Drittstaaten abschaffen sowie den europäischen Solidaritätsmechanismus stärken und ausbauen.
- Gewaltfreie Grenzen und sichere Fluchtwege ermöglichen, unter anderem das Verbot von Zurückweisung von Schutzsuchenden konsequent durchsetzen, eine ausnahmslos auf alle ausgerichtete staatliche Seenotrettung sicherstellen und die aktuell ausgesetzten Resettlement- und Familiennachzugsverfahren wiederaufnehmen.
- Faire Asyl- und Gerichtsverfahren und Aufenthaltsperspektiven bieten, unter anderem jeden Asylantrag gründlich prüfen, eine behördenunabhängige Asylverfahrensberatung schaffen, zivilgesellschaftliche Unterstützungs- und Beratungsangebote bedarfsgerecht finanzieren und ausreichende Möglichkeiten zum Spurwechsel schaffen.
- Gute Startbedingungen durch soziale Rechte ermöglichen, unter anderem das menschenwürdige Existenzminimum für alle effektiv und diskriminierungsfrei von Anfang an gewähren und für alle Zugang zu Integrationskursen und zum Arbeitsmarkt schaffen.
- Teilhabe und Mitbestimmung – Gesellschaft gemeinsam gestalten, unter anderem mindestens das kommunalen Wahlrecht für alle einführen, die sich rechtmäßig seit mindestens fünf Jahren in Deutschland aufhalten, sowie Bundesprogramme wie „Demokratie leben“ und „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ ausreichend finanzieren.
Das Memorandum findet sich als Leseversion und zum Download auf dieser Internetseite.





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