SAARBRÜCKEN (kobinet)
Bald finden die Special Olympics Nationalen Spiele 2026 im Saarland statt.
Special Olympics ist ein Sport-Wett-bewerb für Menschen mit Behinderung.
Nationale Spiele sind Sport-Wett-bewerbe für ein ganzes Land.
Alle Bundes-Länder nehmen teil.
Die Spiele finden in Saar-brücken statt.
Anke Rehlinger ist die Minis-ter-präsi-dentin vom Saarland.
Minis-ter-präsi-dentin bedeutet: Sie ist die Chefin der Landes-Regierung.
Anke Rehlinger hat einem Reporter ein Interview gegeben.
Interview bedeutet: Ein Gespräch mit Fragen und Antworten.
Was bedeuten die Spiele für das Saarland?
Die Spiele sind eine große Ehre für uns.
Über 4.000 Sport-lerinnen und Sportler kommen ins Saarland.
Viele Kommunen und Vereine haben sich vorbereitet.
Kommunen bedeutet: Städte und Gemeinden.
Die Spiele sollen Inklusion stärken.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Warum sind Sie Schirm-herrin der Spiele?
Schirm-herrin bedeutet: Anke Rehlinger unterstützt die Spiele öffentlich.
Ich bin stolz auf unser Saarland als Gast-geber.
Die Special Olympics stehen für Fairness und Respekt.
Diese Werte sind mir wichtig.
Alle sollen dazu-gehören.
Das macht unsere Gesellschaft stärker.
Gesellschaft bedeutet: Alle Menschen, die zusammen leben.
Sie waren selbst Leistungs-sportlerin.
Leistungs-sportlerin bedeutet: Sie hat Sport sehr ernsthaft betrieben.
Sie hat viel trainiert und an Wett-bewerben teilgenommen.
Was ist besonders an den Special Olympics?
Bei den Special Olympics geht es um Freude am Sport.
Die Sport-lerinnen und Sportler feiern sich gegenseitig.
Sie freuen sich auch über den Erfolg der anderen.
Das ist das Besondere an diesen Spielen.
Worauf können sich die Gäste freuen?
Das Saarland empfängt alle herzlich.
Die Wett-bewerbe finden im ganzen Saarland statt.
Auch in Frank-reich finden Wett-bewerbe statt.
Das ist das erste Mal bei Nationalen Spielen.
Viele Kommunen machen beim Host Town Program mit.
Host Town Program bedeutet: Gäste aus anderen Ländern besuchen Orte im Saarland.
Gast-freund-schaft wird im Saarland groß-geschrieben.
Gast-freund-schaft bedeutet: Man heißt Gäste herzlich willkommen.
Was heißt das?
Im Saarland lernen Gäste schnell neue Menschen kennen.
Die Menschen im Saarland sind offen und freundlich.
Wir wollen Begegnungen möglich machen.
Begegnung bedeutet: Menschen treffen sich.
Sie reden miteinander und lernen sich kennen.
Das passt gut zu den Special Olympics.
Welche Wett-bewerbe besuchen Sie?
Ich bin bei der Eröffnungs-feier dabei.
Eröffnungs-feier bedeutet: Eine große Feier zum Start der Spiele.
Bei dieser Feier beginnen die Spiele offiziell.
Ich besuche möglichst viele Wett-bewerbe.
Besonders freue ich mich auf die Leicht-athletik.
Leicht-athletik ist eine Sport-art.
Dazu gehören zum Beispiel Laufen, Springen und Werfen.
Mir sind auch die Begegnungen mit den Menschen wichtig.
Wie steht das Saarland bei Inklusion und Teil-habe?
Teil-habe bedeutet: Alle Menschen können mitmachen.
Alle können mit-entscheiden.
Viele Menschen erleben Inklusion jetzt stärker im Alltag.
Aber Inklusion ist ein langer Prozess.
Prozess bedeutet: Etwas braucht Zeit.
Es verändert sich langsam.
Alle Menschen sollen überall dazu-gehören.
Im Sport, in der Schule und im Arbeits-leben.
Werden die Spiele etwas nachhaltig verändern?
Nachhaltig bedeutet: Eine Veränderung bleibt lange bestehen.
Ja, davon bin ich überzeugt.
Die Spiele schaffen Begegnungen zwischen Menschen.
Begegnungen helfen, Menschen besser zu verstehen.
Vereine, Schulen und Kommunen vernetzen sich neu.
Vernetzen bedeutet: Menschen bauen Kontakt auf.
Sie tauschen Informationen aus.
Ein Verein ist eine Gruppe von Menschen.
Die Menschen arbeiten zusammen für ein gemeinsames Ziel.
Außerdem hat das Saarland viele Sport-stätten barriere-frei gemacht.
Sport-stätten sind Orte für Sport.
Zum Beispiel Hallen, Stadien oder Schwimm-bäder.
Barriere-frei bedeutet: Alle Menschen können diese Orte gut nutzen.
Welche saarländischen Aus-drücke kommen gut an?
Anke Rehlinger nennt 3 Aus-drücke.
Unn?
Das bedeutet: Hallo, wie geht's?
Das ist eine kurze, freundliche Begrüßung.
Hauptsach gudd gess.
Das bedeutet: Haupt-sache, es hat gut geschmeckt.
Gutes Essen ist im Saarland sehr wichtig.
Alleh hopp!
Das bedeutet: Los geht's, packen wir es an!
Das passt gut zu den Special Olympics.

Foto: Staatskanzlei des Saarlandes
SAARBRÜCKEN (kobinet) Im Zusammenhang mit der Eröffnung der Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2026 hat die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger dem SOD-Vertreter Hartmut Augustin ein Interview gegeben und darin zum Engagement Ihres Bundeslandes für die Special Olympics Nationalen Spiele 2026 Stellung genommen. Anke Rehlinger unterstreicht darin den Gedanken, als Gesellschaft Inklusion in allen Lebensbereichen mitdenken zu müssen. Die kobinet-Redaktion veröffentlicht dieses Interview im Folgendem im Wortlaut.
Frage: Frau Ministerpräsidentin, in wenigen Tagen werden die Special Olympics Nationalen Spiele in Saarbrücken eröffnet. Das größte inklusive Multisport-Event Deutschlands findet in diesem Jahr im Saarland statt. Was bedeutet das für Ihr Bundesland?
Anke Rehlinger: Die Special Olympics Nationalen Spiele sind für das Saarland eine große Ehre und eine besondere Chance. Wir freuen uns darauf, Gastgeber für tausende Athletinnen und Athleten sowie Gäste aus ganz Deutschland zu sein. Die Spiele stehen für Leistung, Gemeinschaft und gelebte Inklusion – Werte, die uns im Saarland wichtig sind. Gleichzeitig wollen wir zeigen, was unser Land auszeichnet: kurze Wege, großes ehrenamtliches Engagement und eine herzliche Gastfreundschaft. Viele Kommunen, Vereine, Schulen und Organisationen haben sich mit großem Einsatz auf die Spiele vorbereitet. Ich bin überzeugt, dass die Nationalen Spiele nicht nur sportliche Höhepunkte schaffen, sondern auch nachhaltige Impulse für mehr Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen werden – weit über die Wettbewerbe hinaus.
Frage: Sie engagieren sich persönlich als Schirmherrin für die Spiele. Warum?
Anke Rehlinger: Als Saarländerin bin ich unglaublich stolz darauf, dass unser Land Gastgeber dieses besonderen Sportfestes sein darf. Zusammenhalt gehört zur DNA der Saarländerinnen und Saarländer. Und die Special Olympics stehen für Fairness, Respekt und ein gutes Miteinander – Werte, die mir am Herzen liegen und die für unsere Gesellschaft wichtig sind. Die Special Olympics zeigen uns, wie vielfältig und stark unsere Gesellschaft ist, wenn alle dazugehören können. Sie passen perfekt in das schönste Bundesland der Welt, das Saarland.
Frage: Als ehemalige Leistungssportlerin halten Sie weiterhin den saarländischen Rekord im Kugelstoßen. Was ist für Sie das Besondere an Special-Olympics-Wettbewerben?
Anke Rehlinger: Natürlich geht es auch bei den Special Olympics um Leistung, Ehrgeiz und sportliche Entwicklung. Aber sie erinnern uns zugleich daran, worum es beim Sport im Wesentlichen geht: um Freude, Gemeinschaft und darum, im gegenseitigen Respekt über sich hinauszuwachsen. Mich beeindruckt die Begeisterung der Athletinnen und Athleten, auch füreinander: Man feiert nicht nur die eigenen Erfolge, sondern auch die der anderen. Das ist eine tolle Inspiration. Diese Einstellung wünsche ich mir auch ein bisschen für andere Bereiche unseres Lebens – sei es im Job oder im täglichen Miteinander.
Frage: Ihr Bundesland hat sich sehr intensiv auf die Spiele vorbereitet. Viele Kommunen sind eingebunden. Worauf können sich die Athletinnen und Athleten, Familien und anderen Gäste Mitte Juni im Saarland freuen?
Anke Rehlinger: Auf herzliche Gastgeberinnen und Gastgeber, kurze Wege und ein ganzes Bundesland, das sich auf dieses Ereignis freut. Über 4.000 Athletinnen und Athleten werden bei den Spielen an den Start gehen, dazu kommen Familien, Betreuerinnen und Betreuer, Volunteers und Gäste aus dem In- und Ausland. Die Wettbewerbe finden an zahlreichen Standorten im ganzen Saarland statt – und sogar in Frankreich. Damit sind wir der erste Gastgeber, der die Spiele auch grenzüberschreitend ausrichtet. Besonders freut mich, dass sich viele Kommunen aktiv einbringen. Mit dem Host Town Program entstehen schon vor den Wettbewerben Begegnungen zwischen internationalen Delegationen und den Menschen vor Ort. Genau daraus wachsen am Ende doch echte Verbindungen und nachhaltige Freundschaften!
Frage: Gastfreundschaft wird im Saarland großgeschrieben. Das heißt…
Anke Rehlinger: …dass man bei uns nicht lange fremd bleibt. Aus willkommen wird oft auch „will bleiben“. Die Menschen im Saarland sind offen, freundlich und unkompliziert – und schließen Gäste schnell ins Herz. Gastfreundschaft bedeutet für uns nicht nur eine gute Organisation der Spiele. Sie bedeutet vor allem, Menschen willkommen zu heißen, Interesse füreinander zu zeigen und Begegnungen möglich zu machen. Genau das passt hervorragend zum Geist der Special Olympics. Es heißt übrigens nicht umsonst über das Saarland: „Wer uns findet, findet uns gut!“
Frage: Welche Wettbewerbe und Veranstaltungen der Nationalen Spiele werden Sie sich ansehen?
Anke Rehlinger: Ich werde natürlich bei der Eröffnungsfeier dabei sein und möglichst viele Wettbewerbe besuchen. Gerade die Vielfalt der Sportarten macht für mich den besonderen Reiz der Spiele aus. Als ehemalige Leichtathletin schlägt mein Sportlerinnen-Herz natürlich vor allem für die Leichtathletik-Wettbewerbe. Aber genauso wichtig sind für mich die Begegnungen am Rande der Wettbewerbe mit Athletinnen und Athleten, Familien, Volunteers und den vielen Menschen, die diese Spiele möglich machen.
Frage: Special Olympics Deutschland setzt sich für das Sporttreiben von Menschen mit einer geistigen Behinderung ein, außerdem für mehr Inklusion und mehr Teilhabe dieser Menschen an der Gesellschaft. Wo steht das Saarland bei den Themen?
Anke Rehlinger: Wir haben im Saarland in den vergangenen Jahren vieles auf den Weg gebracht. Inklusion ist heute in Schulen, Vereinen, Kommunen und vielen gesellschaftlichen Bereichen deutlich sichtbarer als noch vor einigen Jahren. Gleichzeitig wissen wir: Inklusion ist ein Prozess, der wohl nie ganz zu Ende ist. Als Gesellschaft müssen wir Inklusion in allen Lebensbereichen mitdenken. Deshalb sind die Nationalen Spiele auch kein Zielpunkt, sondern ein wichtiger Schritt auf einem längeren Weg. Entscheidend ist, dass alle Menschen überall selbstverständlich dazugehören – im Sport, in der Bildung, im Arbeitsleben und im gesellschaftlichen Alltag.
Frage: Was denken Sie, werden die Nationalen Spiele bei den Themen Inklusion und Teilhabe im Saarland etwas nachhaltig ändern? Und – wenn ja – wie und wo wird sich das in der Gesellschaft zeigen?
Anke Rehlinger: Davon bin ich überzeugt. Wir haben an vielen Infrastrukturen nachhaltige Verbesserungen umsetzen können. Solche Großereignisse schaffen Aufmerksamkeit, aber sie schaffen vor allem Begegnungen. Und Begegnungen verändern Einstellungen oft stärker als jede politische Debatte. Viele Menschen werden während der Spiele unmittelbar erleben, wie selbstverständlich Inklusion funktionieren kann. Gleichzeitig entstehen neue Netzwerke zwischen Vereinen, Kommunen, Schulen und sozialen Einrichtungen. Das Host Town Program, die vielen ehrenamtlichen Projekte und die Investitionen in barrierefreie Sportstätten werden ebenfalls weit über die Spiele hinauswirken.
Frage: Zum Abschluss noch etwas Praktisches: Nennen Sie bitte die drei wichtigsten saarländischen Begriffe oder Redewendungen, mit denen Gäste immer gut bei Einheimischen ankommen?
Anke Rehlinger: 1. „Unn?“ Das ist wahrscheinlich die kürzeste saarländische Begrüßung – und trotzdem kann darin eine ganze Unterhaltung stecken. Einfach mal ausprobieren bei der ersten Begegnung im Saarland.
2. „Hauptsach gudd gess.“ Gutes Essen und Kulinarik gehören zur saarländischen Lebensart einfach dazu. Ob im Restaurant, an der Imbissbude oder beim Bäcker: mit diesem Satz hat man viele Sympathien auf seiner Seite.
3. „Alleh hopp!“ Sagt man hier nicht nur zur Faschingszeit, sondern das ganze Jahr und heißt so viel wie: Los geht’s, packen wir’s an! Und das passt eigentlich perfekt zu den Special Olympics. Oder, um es ganz saarländisch zu sagen: „Dabeisein ist Saarland.“

Foto: Staatskanzlei des Saarlandes
SAARBRÜCKEN (kobinet) Im Zusammenhang mit der Eröffnung der Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2026 hat die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger dem SOD-Vertreter Hartmut Augustin ein Interview gegeben und darin zum Engagement Ihres Bundeslandes für die Special Olympics Nationalen Spiele 2026 Stellung genommen. Anke Rehlinger unterstreicht darin den Gedanken, als Gesellschaft Inklusion in allen Lebensbereichen mitdenken zu müssen. Die kobinet-Redaktion veröffentlicht dieses Interview im Folgendem im Wortlaut.
Frage: Frau Ministerpräsidentin, in wenigen Tagen werden die Special Olympics Nationalen Spiele in Saarbrücken eröffnet. Das größte inklusive Multisport-Event Deutschlands findet in diesem Jahr im Saarland statt. Was bedeutet das für Ihr Bundesland?
Anke Rehlinger: Die Special Olympics Nationalen Spiele sind für das Saarland eine große Ehre und eine besondere Chance. Wir freuen uns darauf, Gastgeber für tausende Athletinnen und Athleten sowie Gäste aus ganz Deutschland zu sein. Die Spiele stehen für Leistung, Gemeinschaft und gelebte Inklusion – Werte, die uns im Saarland wichtig sind. Gleichzeitig wollen wir zeigen, was unser Land auszeichnet: kurze Wege, großes ehrenamtliches Engagement und eine herzliche Gastfreundschaft. Viele Kommunen, Vereine, Schulen und Organisationen haben sich mit großem Einsatz auf die Spiele vorbereitet. Ich bin überzeugt, dass die Nationalen Spiele nicht nur sportliche Höhepunkte schaffen, sondern auch nachhaltige Impulse für mehr Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen werden – weit über die Wettbewerbe hinaus.
Frage: Sie engagieren sich persönlich als Schirmherrin für die Spiele. Warum?
Anke Rehlinger: Als Saarländerin bin ich unglaublich stolz darauf, dass unser Land Gastgeber dieses besonderen Sportfestes sein darf. Zusammenhalt gehört zur DNA der Saarländerinnen und Saarländer. Und die Special Olympics stehen für Fairness, Respekt und ein gutes Miteinander – Werte, die mir am Herzen liegen und die für unsere Gesellschaft wichtig sind. Die Special Olympics zeigen uns, wie vielfältig und stark unsere Gesellschaft ist, wenn alle dazugehören können. Sie passen perfekt in das schönste Bundesland der Welt, das Saarland.
Frage: Als ehemalige Leistungssportlerin halten Sie weiterhin den saarländischen Rekord im Kugelstoßen. Was ist für Sie das Besondere an Special-Olympics-Wettbewerben?
Anke Rehlinger: Natürlich geht es auch bei den Special Olympics um Leistung, Ehrgeiz und sportliche Entwicklung. Aber sie erinnern uns zugleich daran, worum es beim Sport im Wesentlichen geht: um Freude, Gemeinschaft und darum, im gegenseitigen Respekt über sich hinauszuwachsen. Mich beeindruckt die Begeisterung der Athletinnen und Athleten, auch füreinander: Man feiert nicht nur die eigenen Erfolge, sondern auch die der anderen. Das ist eine tolle Inspiration. Diese Einstellung wünsche ich mir auch ein bisschen für andere Bereiche unseres Lebens – sei es im Job oder im täglichen Miteinander.
Frage: Ihr Bundesland hat sich sehr intensiv auf die Spiele vorbereitet. Viele Kommunen sind eingebunden. Worauf können sich die Athletinnen und Athleten, Familien und anderen Gäste Mitte Juni im Saarland freuen?
Anke Rehlinger: Auf herzliche Gastgeberinnen und Gastgeber, kurze Wege und ein ganzes Bundesland, das sich auf dieses Ereignis freut. Über 4.000 Athletinnen und Athleten werden bei den Spielen an den Start gehen, dazu kommen Familien, Betreuerinnen und Betreuer, Volunteers und Gäste aus dem In- und Ausland. Die Wettbewerbe finden an zahlreichen Standorten im ganzen Saarland statt – und sogar in Frankreich. Damit sind wir der erste Gastgeber, der die Spiele auch grenzüberschreitend ausrichtet. Besonders freut mich, dass sich viele Kommunen aktiv einbringen. Mit dem Host Town Program entstehen schon vor den Wettbewerben Begegnungen zwischen internationalen Delegationen und den Menschen vor Ort. Genau daraus wachsen am Ende doch echte Verbindungen und nachhaltige Freundschaften!
Frage: Gastfreundschaft wird im Saarland großgeschrieben. Das heißt…
Anke Rehlinger: …dass man bei uns nicht lange fremd bleibt. Aus willkommen wird oft auch „will bleiben“. Die Menschen im Saarland sind offen, freundlich und unkompliziert – und schließen Gäste schnell ins Herz. Gastfreundschaft bedeutet für uns nicht nur eine gute Organisation der Spiele. Sie bedeutet vor allem, Menschen willkommen zu heißen, Interesse füreinander zu zeigen und Begegnungen möglich zu machen. Genau das passt hervorragend zum Geist der Special Olympics. Es heißt übrigens nicht umsonst über das Saarland: „Wer uns findet, findet uns gut!“
Frage: Welche Wettbewerbe und Veranstaltungen der Nationalen Spiele werden Sie sich ansehen?
Anke Rehlinger: Ich werde natürlich bei der Eröffnungsfeier dabei sein und möglichst viele Wettbewerbe besuchen. Gerade die Vielfalt der Sportarten macht für mich den besonderen Reiz der Spiele aus. Als ehemalige Leichtathletin schlägt mein Sportlerinnen-Herz natürlich vor allem für die Leichtathletik-Wettbewerbe. Aber genauso wichtig sind für mich die Begegnungen am Rande der Wettbewerbe mit Athletinnen und Athleten, Familien, Volunteers und den vielen Menschen, die diese Spiele möglich machen.
Frage: Special Olympics Deutschland setzt sich für das Sporttreiben von Menschen mit einer geistigen Behinderung ein, außerdem für mehr Inklusion und mehr Teilhabe dieser Menschen an der Gesellschaft. Wo steht das Saarland bei den Themen?
Anke Rehlinger: Wir haben im Saarland in den vergangenen Jahren vieles auf den Weg gebracht. Inklusion ist heute in Schulen, Vereinen, Kommunen und vielen gesellschaftlichen Bereichen deutlich sichtbarer als noch vor einigen Jahren. Gleichzeitig wissen wir: Inklusion ist ein Prozess, der wohl nie ganz zu Ende ist. Als Gesellschaft müssen wir Inklusion in allen Lebensbereichen mitdenken. Deshalb sind die Nationalen Spiele auch kein Zielpunkt, sondern ein wichtiger Schritt auf einem längeren Weg. Entscheidend ist, dass alle Menschen überall selbstverständlich dazugehören – im Sport, in der Bildung, im Arbeitsleben und im gesellschaftlichen Alltag.
Frage: Was denken Sie, werden die Nationalen Spiele bei den Themen Inklusion und Teilhabe im Saarland etwas nachhaltig ändern? Und – wenn ja – wie und wo wird sich das in der Gesellschaft zeigen?
Anke Rehlinger: Davon bin ich überzeugt. Wir haben an vielen Infrastrukturen nachhaltige Verbesserungen umsetzen können. Solche Großereignisse schaffen Aufmerksamkeit, aber sie schaffen vor allem Begegnungen. Und Begegnungen verändern Einstellungen oft stärker als jede politische Debatte. Viele Menschen werden während der Spiele unmittelbar erleben, wie selbstverständlich Inklusion funktionieren kann. Gleichzeitig entstehen neue Netzwerke zwischen Vereinen, Kommunen, Schulen und sozialen Einrichtungen. Das Host Town Program, die vielen ehrenamtlichen Projekte und die Investitionen in barrierefreie Sportstätten werden ebenfalls weit über die Spiele hinauswirken.
Frage: Zum Abschluss noch etwas Praktisches: Nennen Sie bitte die drei wichtigsten saarländischen Begriffe oder Redewendungen, mit denen Gäste immer gut bei Einheimischen ankommen?
Anke Rehlinger: 1. „Unn?“ Das ist wahrscheinlich die kürzeste saarländische Begrüßung – und trotzdem kann darin eine ganze Unterhaltung stecken. Einfach mal ausprobieren bei der ersten Begegnung im Saarland.
2. „Hauptsach gudd gess.“ Gutes Essen und Kulinarik gehören zur saarländischen Lebensart einfach dazu. Ob im Restaurant, an der Imbissbude oder beim Bäcker: mit diesem Satz hat man viele Sympathien auf seiner Seite.
3. „Alleh hopp!“ Sagt man hier nicht nur zur Faschingszeit, sondern das ganze Jahr und heißt so viel wie: Los geht’s, packen wir’s an! Und das passt eigentlich perfekt zu den Special Olympics. Oder, um es ganz saarländisch zu sagen: „Dabeisein ist Saarland.“





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