Berlin (kobinet)
Der VdK kritisiert ein neues Gesetz.
Der VdK ist ein Sozial-Verband.
Ein Sozial-Verband ist eine große Gruppe von Menschen.
Diese Menschen setzen sich gemeinsam für die Rechte anderer ein.
Das Gesetz heißt: GKV-Beitrags-Stabilisierungs-Gesetz.
GKV bedeutet: Gesetzliche Kranken-Versicherung.
Die Kranken-Versicherung bezahlt Arzt-Kosten für dich.
Ein Beitrag ist Geld, das du jeden Monat zahlst.
Du zahlst dieses Geld an deine Kranken-Kasse.
Beitrags-Stabilisierung bedeutet: Die Beiträge sollen nicht stark steigen.
Der VdK lehnt wichtige Teile dieses Gesetzes ab.
VdK-Präsidentin Verena Bentele ist die Chefin des Verbandes.
Sie spricht für alle Mitglieder des VdK.
Sie sagt: Das Gesetz spart an den falschen Stellen.
Es belastet Menschen mit wenig Geld.
Das betrifft Gering-Verdiener und kranke Menschen.
Das betrifft auch Familien mit nur einem Einkommen.
Das ist nicht solidarisch.
Solidarisch bedeutet: Menschen helfen sich gegenseitig.
Zum Beispiel helfen sie sich bei Krankheit.
Der VdK fordert mehr Geld vom Bund.
Der Bund ist die Regierung für ganz Deutschland.
Der Bund soll alle Kosten für bestimmte Leistungen zahlen.
Diese Leistungen sind keine reinen Versicherungs-Leistungen.
Dazu gehören auch familien-politische Leistungen.
Das sind Leistungen für Familien mit Kindern.
Der Staat zahlt diese Leistungen für alle Menschen.
Das Gesetz reicht nicht aus.
Der Bund gibt zwar mehr Geld für Grund-Sicherungs-Empfänger.
Grund-Sicherung ist Geld vom Staat für Menschen ohne Geld.
Gleichzeitig sinkt der allgemeine Bundes-Zuschuss stark.
Ein Bundes-Zuschuss ist Geld, das der Bund extra zahlt.
Verena Bentele sagt: Die Versicherten müssen die Lücken füllen.
Versicherte zahlen jeden Monat Geld an eine Kranken-Kasse.
Sie zahlen höhere Beiträge und Zusatz-Beiträge.
Ein Zusatz-Beitrag ist extra Geld für die Kranken-Kasse.
Gleichzeitig bekommen sie weniger Leistungen.
Das ist ungerecht.
Viele Menschen verlieren das Vertrauen in die Kranken-Versicherung.
Sie zahlen mehr und bekommen weniger.
Ab 2028 soll ein neuer Beitrags-Zuschlag kommen.
Ein Beitrags-Zuschlag ist ein extra Betrag zum normalen Beitrag.
Mit-versicherte Ehe-Partner sollen 2,5 Prozent mehr zahlen.
Viele Familien haben eine bestimmte Familien-Struktur.
Familien-Struktur beschreibt, wie eine Familie zusammen lebt.
Zum Beispiel: Wer arbeitet und wer die Kinder betreut.
Viele Familien leben seit Jahr-zehnten so.
Eine Person verdient das Geld.
Die andere Person pflegt und betreut die Familie.
Verena Bentele sagt: Besonders Frauen werden dadurch bestraft.
Viele Frauen betreuen ihre Kinder zu Hause.
Viele pflegen auch Angehörige zu Hause.
Diese Arbeit nennt man Care-Arbeit.
Care-Arbeit ist Pflege- und Fürsorge-Arbeit.
Dazu gehört Kinder betreuen oder kranke Angehörige pflegen.
Für diese Arbeit werden sie jetzt finanziell bestraft.
Der VdK hat 3 Forderungen.
Erstens: Der VdK fordert eine längere Übergangs-Phase.
Eine Übergangs-Phase ist eine Zeit des Wechsels.
In dieser Zeit können sich Menschen auf neue Regeln vorbereiten.
Betroffene Familien sollen sich vorbereiten können.
Zweitens: Der VdK fordert einen Bestands-Schutz für Familien-Modelle.
Bestands-Schutz bedeutet: Wer etwas schon hat, darf es behalten.
Neue Regeln gelten dann nicht für diese Menschen.
Dieser Schutz muss vom Gesetz erlaubt sein.
Das nennt man: rechtssicher.
Drittens: Der VdK fordert bessere soziale Absicherung.
Absicherung bedeutet: Du schützt dich vor Problemen.
Du zahlst jeden Monat Geld ein.
Dann bekommst du Hilfe, wenn etwas Schlimmes passiert.
Das soll Haushalte mit kleinen Einkommen schützen.
Das Gesetz sieht auch höhere Zu-Zahlungen vor.
Zu-Zahlungen sind Beträge, die du selbst beim Arzt zahlst.
Die Kranken-Versicherung zahlt den Rest.
Zu-Zahlungen für Medikamente sollen um 50 Prozent steigen.
Das gilt auch für Heil-Mittel.
Heil-Mittel sind Behandlungen zum Gesund-werden.
Dazu gehören zum Beispiel Kranken-Gymnastik oder Massagen.
Der VdK lehnt diese Erhöhungen entschieden ab.
Verena Bentele sagt: Das ist eine ungerechte Steuer auf Krankheit.
Schon heute zahlen Menschen 5 bis 10 Euro pro Medikament.
Das ist viel Geld für sie.
Das gilt besonders für Menschen mit kleinen Renten.
Das gilt auch für Gering-Verdienende.
Niemand soll wählen müssen: Essen oder Medikamente.
Besonders chronisch Kranke wären betroffen.
Chronisch bedeutet: Eine Krankheit dauert sehr lange.
Die Krankheit geht nicht von selbst weg.
Höhere Eigen-Anteile führen dazu: Menschen brechen Therapien ab.
Eigen-Anteile sind Kosten, die du selbst bezahlen musst.
Den Rest bezahlt die Kranken-Kasse.
Viele nehmen ihre Medikamente dann nicht mehr richtig ein.
Das macht sie kränker.
Das führt zu teuren Kranken-Haus-Aufenthalten.
Der VdK fordert: Zu-Zahlungen abschaffen – nicht erhöhen.
Außerdem sollen die Fest-Zuschüsse für Zahn-Ersatz nicht sinken.
Fest-Zuschüsse sind feste Geld-Beträge der Kranken-Kasse.
Zahn-Ersatz ersetzt einen fehlenden oder kaputten Zahn.
Zum Beispiel eine künstliche Krone oder ein Implantat.
Die GKV muss notwendigen Zahn-Ersatz vollständig bezahlen.

Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK lehnt wesentliche Regelungen des geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes, das die Solidarität in der Krankenversicherung gefährde, ab. "Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz spart an den falschen Ecken. Statt einer solidarischen Finanzierung belastet es gezielt jene, die ohnehin wenig haben – wie Geringverdiener, Alleinverdiener-Familien und chronisch Kranke", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Der VdK fordert vom Bund einen Bundeszuschuss für versicherungsfremde und familienpolitische Leistungen, der alle Kosten abdeckt. Die geplanten Maßnahmen greifen zu kurz: Zwar werden die Bundesmittel für Grundsicherungsempfänger bis 2030 erhöht, gleichzeitig sinkt aber der allgemeine Bundeszuschuss erheblich.
„Die Löcher müssen die gesetzlich Versicherten stopfen – mit höheren Beitragssätzen, Zusatzbeiträgen und weniger Leistungen. Das ist ungerecht. Damit schwächt der Bund das Vertrauen der Versicherten in die GKV, statt sich angemessen finanziell zu beteiligen und in die Stabilität der Krankenversicherung zu investieren“, so Bentele. Auch die geplante Einführung eines Beitragszuschlags von 2,5 Prozent für mitversicherte Ehepartner ab 2028 bedeutet einen erheblichen Eingriff in Familienstrukturen, die über Jahrzehnte gewachsen sind. Lange Zeit haben verschiedene Bundesregierungen gezielt ein Familienmodell gefördert, in dem eine Person als Hauptverdiener fungiert, während die andere sich vorrangig um die Betreuung von Familienangehörigen kümmert. Dazu erklärte V
Verena Bentele: „Besonders Frauen, die wegen der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen nicht arbeiten können, werden für ihre Care-Arbeit finanziell abgestraft.“ Der VdK fordert dringend eine deutlich längere Übergangsphase, einen rechtssicheren Bestandsschutz für bestehende Familiensysteme und eine bessere soziale Abfederung für Haushalte mit kleinen Einkommen und besonderen Bedarfen.
Die geplanten Erhöhungen von Zuzahlungen auf Medikamente, Heilmittel und weitere Leistungen um 50 Prozent sowie deren Dynamisierung lehnt der VdK entschieden ab. „Das ist eine unsoziale Zusatzsteuer auf Krankheit. Schon heute sind fünf bis zehn Euro pro Medikament für Menschen mit kleinen Renten und Geringverdienende eine enorme Belastung. Es darf nicht dazu kommen, dass Versicherte am Ende des Monats entscheiden müssen, ob sie Geld für Lebensmittel oder Medikamente ausgeben. Dann hat das Gesundheitssystem seinen Schutzauftrag verfehlt“, warnt Bentele.
Besonders betroffen wären chronisch Kranke. Höhere Eigenanteile würden dazu führen, dass notwendige Therapien aus Kostengründen abgebrochen oder Medikamente nicht vorschriftsmäßig eingenommen werden – mit unweigerlichen gesundheitlichen Verschlechterungen und vermeidbaren, teuren Krankenhausaufenthalten. Zuzahlungen müssen abgeschafft, nicht erhöht werden. Der VdK spricht sich auch gegen die geplante Absenkung der Festzuschüsse für Zahnersatz als deutliche Leistungskürzung aus. Medizinisch notwendiger Zahnersatz muss vollständig von der GKV übernommen werden.

Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK lehnt wesentliche Regelungen des geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes, das die Solidarität in der Krankenversicherung gefährde, ab. "Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz spart an den falschen Ecken. Statt einer solidarischen Finanzierung belastet es gezielt jene, die ohnehin wenig haben – wie Geringverdiener, Alleinverdiener-Familien und chronisch Kranke", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Der VdK fordert vom Bund einen Bundeszuschuss für versicherungsfremde und familienpolitische Leistungen, der alle Kosten abdeckt. Die geplanten Maßnahmen greifen zu kurz: Zwar werden die Bundesmittel für Grundsicherungsempfänger bis 2030 erhöht, gleichzeitig sinkt aber der allgemeine Bundeszuschuss erheblich.
„Die Löcher müssen die gesetzlich Versicherten stopfen – mit höheren Beitragssätzen, Zusatzbeiträgen und weniger Leistungen. Das ist ungerecht. Damit schwächt der Bund das Vertrauen der Versicherten in die GKV, statt sich angemessen finanziell zu beteiligen und in die Stabilität der Krankenversicherung zu investieren“, so Bentele. Auch die geplante Einführung eines Beitragszuschlags von 2,5 Prozent für mitversicherte Ehepartner ab 2028 bedeutet einen erheblichen Eingriff in Familienstrukturen, die über Jahrzehnte gewachsen sind. Lange Zeit haben verschiedene Bundesregierungen gezielt ein Familienmodell gefördert, in dem eine Person als Hauptverdiener fungiert, während die andere sich vorrangig um die Betreuung von Familienangehörigen kümmert. Dazu erklärte V
Verena Bentele: „Besonders Frauen, die wegen der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen nicht arbeiten können, werden für ihre Care-Arbeit finanziell abgestraft.“ Der VdK fordert dringend eine deutlich längere Übergangsphase, einen rechtssicheren Bestandsschutz für bestehende Familiensysteme und eine bessere soziale Abfederung für Haushalte mit kleinen Einkommen und besonderen Bedarfen.
Die geplanten Erhöhungen von Zuzahlungen auf Medikamente, Heilmittel und weitere Leistungen um 50 Prozent sowie deren Dynamisierung lehnt der VdK entschieden ab. „Das ist eine unsoziale Zusatzsteuer auf Krankheit. Schon heute sind fünf bis zehn Euro pro Medikament für Menschen mit kleinen Renten und Geringverdienende eine enorme Belastung. Es darf nicht dazu kommen, dass Versicherte am Ende des Monats entscheiden müssen, ob sie Geld für Lebensmittel oder Medikamente ausgeben. Dann hat das Gesundheitssystem seinen Schutzauftrag verfehlt“, warnt Bentele.
Besonders betroffen wären chronisch Kranke. Höhere Eigenanteile würden dazu führen, dass notwendige Therapien aus Kostengründen abgebrochen oder Medikamente nicht vorschriftsmäßig eingenommen werden – mit unweigerlichen gesundheitlichen Verschlechterungen und vermeidbaren, teuren Krankenhausaufenthalten. Zuzahlungen müssen abgeschafft, nicht erhöht werden. Der VdK spricht sich auch gegen die geplante Absenkung der Festzuschüsse für Zahnersatz als deutliche Leistungskürzung aus. Medizinisch notwendiger Zahnersatz muss vollständig von der GKV übernommen werden.





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