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Hamburg Elternverein entsetzt über Sparmaßnahmen der Bunderegierung

Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages
Foto: Deutscher Bundestag / Achim Melde

HAMBURG (kobinet) Anlässlich der aktuellen Sparvorschläge der Bundesregierung im Bereich Pflege, Eingliederungshilfe und Hilfsmittelversorgung zeigten sich die Mitglieder des Leben mit Behinderung Hamburg Elternvereins am 11. Juni auf ihrer Mitgliederversammlung besorgt. Für den Verein, der in diesem Jahr sein 70. Jubiläum feiert, sind die Ankündigungen eine Abkehr von Inklusion und Teilhabe. Vieles was in der Vergangenheit erreicht wurde und zum Teil als rechtssicher galt, wird nun in Frage gestellt. "Unser Aufschrei ist groß und wir werden keine Ruhe geben", so das Resümee von Kerrin Stumpf, der Geschäftsführerin des Elternvereins.

„Der Elternverein von Leben mit Behinderung Hamburg hat sich auf seiner Mitgliederversammlung am 11. Juni 2026 mit den Plänen der Bundesregierung zur Beitragsstabilisierung der Krankenversicherung, den Einsparungen in der Pflegeversicherung und den Kürzungen bei der Assistenz von Menschen mit Behinderung beschäftigt“, berichtet Geschäftsführerin Kerrin Stumpf. „Die Mitglieder, Angehörige von Menschen mit Behinderung, sind entsetzt über die Last, die Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen tragen sollen.“

Die Liste der Einsparungen in der Eingliederungshilfe ist lang. Sie trifft pflegende Angehörige genauso wie die professionellen Dienste und Einrichtungen. Dazu Stumpf: „Schlechte Rollstuhlversorgung, Armut im Alter pflegender Angehörige, geringere Entlastung in der häuslichen Pflege, Gefährdung von Tariflöhnen und die Aberkennung der Selbstbestimmung – das sind die Folgen der Gesetzespläne, die jetzt bekannt werden und im parlamentarischen Verfahren sind.“

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