Kassel (kobinet)
Am 28. und 29. April 2026 findet ein Fach-Gespräch statt.
Ein Fach-Gespräch ist eine Veranstaltung für Fach-Leute.
Sie sprechen über ein wichtiges Thema.
Das Fach-Gespräch findet in Kassel statt.
Das Thema ist: Reha und Pflege gemeinsam.
Reha bedeutet: Hilfe, damit Menschen wieder gesund werden.
Uwe Frevert spricht bei diesem Fach-Gespräch.
Uwe Frevert ist Mitglied der ISL.
ISL bedeutet: Interessen-Vertretung Selbst-Bestimmt Leben in Deutschland.
Eine Interessen-Vertretung spricht für eine Gruppe von Menschen.
Sie setzt sich für faire Behandlung ein.
Selbst-Bestimmt Leben bedeutet: Menschen entscheiden selbst über ihr Leben.
Sie bekommen Unterstützung, aber keine Bevormundung.
Die ISL setzt sich für Menschen mit Behinderung ein.
Uwe Frevert fordert eine schnelle Lösung für die Pflege.
Er möchte weniger Bürokratie.
Bürokratie bedeutet: viele komplizierte Regeln und Formulare.
Das Ziel ist bessere Pflege zu Hause.
Uwe Frevert nennt wichtige Zahlen zur Pflege:
86 Prozent der Pflege-Bedürftigen leben zu Hause.
Pflege-Bedürftige sind Menschen, die Hilfe im Alltag brauchen.
67 Prozent davon haben keinen Pflege-Dienst.
Ein Pflege-Dienst kommt nach Hause.
Fach-Kräfte helfen dort bei der Pflege.
Nur 33 Prozent des Geldes fließt in die selbst organisierte Pflege.
2024 bekamen 5,6 Millionen Menschen Geld aus der Pflege-Versicherung.
Die Pflege-Versicherung zahlt Geld, wenn jemand Pflege braucht.
Alle Arbeit-Nehmenden zahlen jeden Monat einen Beitrag dafür.
2014 waren es halb so viele Menschen.
Bei sehr hohem Pflege-Bedarf leben viele Menschen im Heim.
Der Pflege-Grad zeigt, wie viel Hilfe ein Mensch braucht.
Es gibt die Stufen 1 bis 5.
Stufe 5 bedeutet: sehr viel Hilfe nötig.
Bei Pflege-Grad 4 leben fast 88 Prozent im Heim.
Bei Pflege-Grad 5 leben fast alle im Heim.
Das schlägt Uwe Frevert vor:
Pflege-Stützpunkte sind Beratungs-Stellen für Pflege.
Dort bekommt ihr Hilfe und Informationen rund um das Thema Pflege.
Die Pflege-Stützpunkte sollen Pflege-Kräfte vermitteln.
Pflege-Kräfte sind Menschen mit einer Ausbildung in der Pflege.
Sie helfen kranken oder alten Menschen im Alltag.
Die Pflege-Kräfte sollen nah am Wohnort arbeiten.
So werden weniger Fahrten nötig.
Das spart Geld und Zeit.
Außerdem sollen feste Arbeits-Stellen entstehen.
Pflege-Kräfte bekommen dann einen festen Arbeits-Vertrag.
Sie sind dann sozial-versichert.
Sozial-Versicherung bedeutet: Schutz bei Krankheit und im Alter.
Du zahlst jeden Monat Geld dafür.
So fließt mehr Geld in die Sozial-Kassen.
Sozial-Kassen sammeln Geld von vielen Menschen.
Mit diesem Geld werden Hilfe-Leistungen bezahlt, zum Beispiel Kranken-Geld.
Uwe Frevert nennt 2 erfolgreiche Beispiele:
Das erste Beispiel ist die Vereinigung Integrations-Förderung in München.
Integrations-Förderung bedeutet: Menschen werden unterstützt, damit sie gut zusammen leben können.
Diese Vereinigung heißt auch VIF e.V.
e.V. bedeutet: eingetragener Verein.
Das ist eine Gruppe von Menschen mit einem gemeinsamen Ziel.
Schon 1982 organisierten dort 9 bezahlte Fach-Kräfte die Pflege-Hilfe.
So entstanden 58.000 Einsatz-Stunden pro Jahr.
Einsatz-Stunden sind Stunden, in denen jemand aktiv hilft.
Zum Beispiel: eine Pflege-Kraft hilft 10 Stunden pro Woche.
Das zweite Beispiel ist ein Test in verschiedenen Wahl-Bezirken.
Wahl-Bezirke sind kleinere Gebiete in einer Stadt oder Region.
In nur 7 Monaten entstanden 80.000 Einsatz-Stunden.
Das zeigt: Die Idee funktioniert sehr gut.
Das fordert Uwe Frevert:
Menschen sollen ihre Pflege selbst organisieren können.
Die Mini-Job-Zentrale soll dabei helfen.
Die Mini-Job-Zentrale ist eine offizielle Stelle für kleine Jobs.
Sie kümmert sich um Anmeldung und Regeln für Mini-Jobs.
So entstehen mehr feste Arbeits-Stellen in Privat-Haushalten.
Das Ziel ist: gute Pflege ohne Bürokratie.
Pflege-Bedürftige sollen mehr Selbst-Bestimmung bekommen.

Foto: Franziska Vu ISL
Kassel (kobinet) Anlässlich des Fachgesprächs der Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation (BAR), das am 28. und 29. April 2026 in Kassel unter dem Motto "Reha trifft Pflege: Gemeinsam für eine ganzheitliche Versorgung" stattfindet, fordert Uwe Frevert, Vorstandsmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), eine schnelle und unbürokratische Lösung für die Pflegekräftevermittlung in den einzelnen Regionen. Ziel ist es, die häusliche Pflege zu stärken und den eklatanten Pflegenotstand abzumildern.
Uwe Frevert nennt dabei folgende Fakten:
- 86 % der Pflegebedürftigen leben zu Hause – 67 % ohne ambulante Pflegedienste
- aber 33 % der finanziellen Ressourcen fließen in die selbst organisierte Pflege
- 5,6 Millionen Menschen erhielten 2024 Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung – doppelt so viele wie 2014
- Bei Pflegegrad 4 und 5 werden 87,8 % bzw. 99,7 % der Betroffenen stationär versorgt
Der Vorschlag von Uwe Frevert lautet:
Pflegestützpunkte sollen Pflegekräfte direkt innerhalb der Wahlbezirke vermitteln. Das reduziert Leerzeiten der teuren Pflegedienste und hohe Kosten für Fuhrparks. Gleichzeitig sollen hiermit statt des Einsatzes von ehrenamtlichen Pflegepersonen Arbeitsverhältnisse etabliert werden – ein wichtiger Schritt, um die Sozialversicherungsbeiträge zu refinanzieren.
Als erfolgreiche Beispiele nennt Uwe Frevert:
- Die Vereinigung Integrations Förderung (VIF e.V.) in München zeigte bereits 1982: 58.000 Einsatzstunden konnten pro Jahr durch Zivildienstleistende und FSJ-Helfer mit 9 Hauptamtlichen in der Regie organisiert werden.
- Aber in einer Testphase wurden in nur 7 Monaten durch diese Helfervermittlung in den Wahlbezirken 80.000 Einsatzstunden erreicht werden.
Deshalb fordert Uwe Frevert:
„Wir brauchen bessere Angebote zur Selbstorganisation von Pflegehilfen. Die Mini-Job-Zentrale kann hier unterstützen, um mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse in den Privathaushalten zu fördern. Nur so gelingt eine nachhaltige und menschenwürdige Pflege – ohne Bürokratie und mit mehr Selbstbestimmung“, betont Uwe Frevert.

Foto: Franziska Vu ISL
Kassel (kobinet) Anlässlich des Fachgesprächs der Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation (BAR), das am 28. und 29. April 2026 in Kassel unter dem Motto "Reha trifft Pflege: Gemeinsam für eine ganzheitliche Versorgung" stattfindet, fordert Uwe Frevert, Vorstandsmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), eine schnelle und unbürokratische Lösung für die Pflegekräftevermittlung in den einzelnen Regionen. Ziel ist es, die häusliche Pflege zu stärken und den eklatanten Pflegenotstand abzumildern.
Uwe Frevert nennt dabei folgende Fakten:
- 86 % der Pflegebedürftigen leben zu Hause – 67 % ohne ambulante Pflegedienste
- aber 33 % der finanziellen Ressourcen fließen in die selbst organisierte Pflege
- 5,6 Millionen Menschen erhielten 2024 Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung – doppelt so viele wie 2014
- Bei Pflegegrad 4 und 5 werden 87,8 % bzw. 99,7 % der Betroffenen stationär versorgt
Der Vorschlag von Uwe Frevert lautet:
Pflegestützpunkte sollen Pflegekräfte direkt innerhalb der Wahlbezirke vermitteln. Das reduziert Leerzeiten der teuren Pflegedienste und hohe Kosten für Fuhrparks. Gleichzeitig sollen hiermit statt des Einsatzes von ehrenamtlichen Pflegepersonen Arbeitsverhältnisse etabliert werden – ein wichtiger Schritt, um die Sozialversicherungsbeiträge zu refinanzieren.
Als erfolgreiche Beispiele nennt Uwe Frevert:
- Die Vereinigung Integrations Förderung (VIF e.V.) in München zeigte bereits 1982: 58.000 Einsatzstunden konnten pro Jahr durch Zivildienstleistende und FSJ-Helfer mit 9 Hauptamtlichen in der Regie organisiert werden.
- Aber in einer Testphase wurden in nur 7 Monaten durch diese Helfervermittlung in den Wahlbezirken 80.000 Einsatzstunden erreicht werden.
Deshalb fordert Uwe Frevert:
„Wir brauchen bessere Angebote zur Selbstorganisation von Pflegehilfen. Die Mini-Job-Zentrale kann hier unterstützen, um mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse in den Privathaushalten zu fördern. Nur so gelingt eine nachhaltige und menschenwürdige Pflege – ohne Bürokratie und mit mehr Selbstbestimmung“, betont Uwe Frevert.




