Hamburg (kobinet)
Am 5. Mai 2026 gibt es eine Demo in Hamburg.
Demo bedeutet: Viele Menschen gehen zusammen auf die Straße.
Sie zeigen: Wir wollen gleiche Rechte für alle.
Die Demo startet um 17:00 Uhr.
Der Start-Ort ist der Arrivati-Park.
Die Adresse ist: Beim Grünen Jäger 13, Hamburg.
Die Demo geht durch mehrere Straßen in Hamburg.
Sie geht über die Wohlwill-Straße und den Paulinen-Platz.
Dann geht sie über die Budapester Straße.
Danach geht sie über den Millerntor-Platz und die Reeperbahn.
Am Ende gibt es eine Kund-Gebung auf dem Spielbuden-Platz.
Kund-Gebung bedeutet: Menschen halten Reden auf der Straße.
Die Kund-Gebung beginnt um 19:15 Uhr.
Bei der Demo gibt es Gebärden-Sprach-Dolmetscher.
Ein Gebärden-Sprach-Dolmetscher übersetzt gesprochene Sprache in Gebärden-Sprache.
Gebärden-Sprache ist eine Sprache mit Händen und Körper.
So können auch gehörlose Menschen alles verstehen.
Die Demo organisiert die Gruppe SIT'N'SKATE aus Hamburg.
Worum geht es bei der Demo?
Es geht um Barriere-Freiheit.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können überall hin.
Zum Beispiel: Es gibt Rampen statt Treppen.
Oder: Web-Seiten sind für alle nutzbar.
Das ist heute noch nicht immer so.
Es gibt ein Gesetz zur Gleich-Stellung von Menschen mit Behinderung.
Gleich-Stellung bedeutet: Alle Menschen werden gleich behandelt.
Niemand hat Nachteile.
Das Gesetz heißt Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Kurz: BGG.
Dieses Gesetz soll verändert werden.
Am 7. Mai 2026 stimmt der Bundes-Tag darüber ab.
Bundes-Tag bedeutet: Das Parlament in Deutschland.
Parlament bedeutet: Eine Versammlung von Volks-Vertretern.
Die Volks-Vertreter machen dort Gesetze.
Die Organisator-innen der Demo finden den neuen Plan nicht gut.
Organisator-innen sind Menschen, die eine Veranstaltung planen.
Der neue Plan hat zu viele Ausnahmen.
Ausnahmen bedeutet: Manche müssen die Regeln nicht einhalten.
Private Unter-Nehmen müssen kaum Barriere-Freiheit umsetzen.
Das ist nicht gerecht.
Deshalb gehen die Menschen auf die Straße.
David Lebuser von SIT'N'SKATE sagt dazu:
Wir werden seit Jahren vertröstet.
Vertröstet werden bedeutet: Jemand sagt immer wieder: Wir machen das später.
Es passiert aber nichts.
Barriere-Freiheit darf nicht vom guten Willen abhängen.
Wer Menschen ausschließt, muss Folgen spüren.
Es gibt noch ein weiteres Problem.
Viele Hilfen für Menschen mit Behinderung sollen gekürzt werden.
Gekürzt bedeutet: Es gibt weniger Geld und weniger Hilfe.
Das macht das Leben für viele Menschen schwerer.
Die Gruppe ISL warnt davor.
ISL bedeutet: Interessen-Vertretung Selbst-bestimmt Leben in Deutschland.
Eine Interessen-Vertretung spricht für eine Gruppe von Menschen.
Sie kämpft für deren Rechte.
Die Demo wird von Menschen mit Behinderung selbst gestaltet.
Sie sprechen selbst auf der Bühne.
Auch Menschen ohne Behinderung sind eingeladen mitzumachen.
Barriere-Freiheit ist ein Thema für alle Menschen.
Es geht um Grund-Rechte.
Grund-Rechte sind Rechte für alle Menschen.
Es geht auch um Menschen-Würde.
Menschen-Würde bedeutet: Jeder Mensch ist wichtig und wertvoll.
Alle Menschen muss man gut und gleich behandeln.
Das fordern die Menschen bei der Demo:
- Barriere-Freiheit ohne Ausnahmen
- Folgen bei Verstößen gegen Barriere-Freiheit
Ein Verstoß bedeutet: Jemand hält sich nicht an eine Regel. - Stärkere Rechte für Verbände, damit sie klagen können
Verbände sind Gruppen von Menschen mit einem gemeinsamen Ziel.
Klagen bedeutet: Man geht vor Gericht.
Man möchte sein Recht bekommen. - Selbst-Bestimmung und gute Unterstützung für alle
Selbst-Bestimmung bedeutet: Man entscheidet für sich selbst.
Niemand anders entscheidet für einen. - Echte Teil-Habe statt leerer Versprechen
Teil-Habe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Alle sind eingeladen mitzumachen.
Menschen mit Behinderung, Familien, Freunde und Nachbarn.
Gemeinsam gehen wir auf die Straße.
Gemeinsam fordern wir gleiche Rechte für alle.
Kurz-Übersicht:
- Was: Demo zum Europäischen Protest-Tag zur Gleich-Stellung von Menschen mit Behinderung
Am Europäischen Protest-Tag gehen Menschen in vielen Ländern auf die Straße.
Sie fordern gleiche Rechte für Menschen mit Behinderung. - Wann: Dienstag, 5. Mai 2026, 17:00 Uhr
- Wo: Start am Grünen Jäger, Ende am Spielbuden-Platz, Hamburg-St. Pauli

Foto: SIT’N’SKATE gUG
Hamburg (kobinet) Für den 5. Mai 2026 ruft die SIT’N’SKATE gUG in Hamburg zur Demonstration anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf. Start ist um 17:00 Uhr im Arrivatipark, Beim Grünen Jäger 13, in Hamburg. Die Demo führt über die Wohlwillstraße, den Paulinenplatz, die Budapester Straße, den Millerntorplatz und die Reeperbahn. Die abschließende Kundgebung ist für 19:15 Uhr auf dem Spielbudenplatz in Hamburg geplant. Die Veranstaltung wird mit Gebärdensprachdolmetschung begleitet. Inhaltlich richtet sich der Protest gegen eine Politik, die Barrierefreiheit weiter verzögert und gegen die aktuellen Pläne zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), die Barrieren eher absichert als konsequent abbaut. Wir fordern verbindliche Barrierefreiheit, echte Rechte und Teilhabe statt Ausnahmen, Ausreden und Verschiebungen, heißt es in der Ankündigung der SIT’N’SKATE gUG.
Link zu weiteren Infos zur geplanten Demo und Kundgebung
Der Protest steht in diesem Jahr besonders im Zeichen der geplanten Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Aus Sicht der Organisator*innen bleibt der vorliegende Entwurf deutlich hinter dem zurück, was für echte Gleichstellung nötig wäre: Statt klarer Verpflichtungen drohen erneut zu viele Ausnahmen, zu wenig Verbindlichkeit und keine wirksame Pflicht zur Barrierefreiheit im privaten Sektor. Auch die ISL kritisiert, dass es weiterhin an verbindlichen Verpflichtungen der Privatwirtschaft zur Barrierefreiheit fehlt, heißt es in der Presseinformation zur Veranstaltung.
Für die Organisator*innen ist das nicht hinnehmbar. Seit der Reform 2016 werden behinderte Menschen immer wieder vertröstet, wenn es um verbindliche Barrierefreiheit geht. Damals wurde bereits in Aussicht gestellt, dass der private Sektor „beim nächsten Mal“ stärker einbezogen werden solle. Stattdessen droht nun erneut ein Gesetz, das echte Teilhabe weiter verschiebt, statt sie endlich durchzusetzen. Zugleich steht die Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes am 7. Mai 2026 auf dem Ablaufplan des Deutschen Bundestages – die Hamburger Demonstration setzt also bewusst unmittelbar vor der parlamentarischen Debatte ein öffentlich sichtbares Signal.
„Wir werden seit Jahren vertröstet. Barrierefreiheit darf nicht weiter vom guten Willen einzelner Unternehmen oder Behörden abhängen. Wer Menschen mit Behinderung ausschließt, darf damit nicht einfach folgenlos durchkommen.“, sagt David Lebuser von SIT’N’SKATE, einem der Organisator*innen der Demonstration. Zusätzliche Brisanz bekommt der Protest durch die aktuelle sozialpolitische Lage. Bundesweite Behinderten- und Sozialverbände warnen vor drohenden Kürzungen und Verschlechterungen bei Unterstützungsleistungen. Auch die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) spricht von zunehmenden Abwehrkämpfen und warnt davor, lang erkämpfte Rechte wieder verteidigen zu müssen, statt endlich Fortschritte bei Barrierefreiheit und Selbstbestimmung durchzusetzen. „Während Barrierefreiheit weiter verwässert wird, stehen gleichzeitig Leistungen unter Druck, die für Selbstbestimmung und Teilhabe existenziell sind. Das ist ein gefährlicher Kurs. Genau deshalb müssen wir jetzt sichtbar sein und gemeinsam auf die Straße gehen.“
Die Organisator*innen betonen, dass der Protest aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung selbst gestaltet wird. Die Bühne gehört bewusst denjenigen, die Barrieren und Ausschluss im Alltag erleben. Gleichzeitig rufen sie ausdrücklich auch Menschen ohne Behinderung dazu auf, den Protest zu unterstützen. „Wir brauchen Verbündete. Barrierefreiheit und Gleichstellung sind keine Spezialthemen für eine kleine Gruppe, sondern eine Frage von Grundrechten und Menschenwürde. Wer eine gerechte Gesellschaft will, muss sich an diesem Kampf beteiligen.“
Gefordert werden vor allem:
- verbindliche Barrierefreiheit ohne Ausnahmen
- wirksame Konsequenzen bei Verstößen
- stärkere rechtliche Durchsetzung, zum Beispiel durch Verbandsklagerechte
- Selbstbestimmung und personenzentrierte Unterstützung statt weiterer Verschlechterungen
- echte Teilhabe statt Symbolpolitik
Die Organisatorinnen rufen dazu auf, am 5. Mai gemeinsam auf die Straße zu gehen – behinderte Menschen, Angehörige, Freundinnen, Kolleginnen, Nachbarinnen und alle, die sich mit dem Stillstand und den Rückschritten nicht abfinden wollen.
Kurzübersicht
Was: Demo zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
Wann: Dienstag, 5. Mai 2026, 17:00 Uhr
Wo: Start am Grünen Jäger, Abschluss am Spielbudenplatz, Hamburg-St. Pauli

Foto: SIT’N’SKATE gUG
Hamburg (kobinet) Für den 5. Mai 2026 ruft die SIT’N’SKATE gUG in Hamburg zur Demonstration anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf. Start ist um 17:00 Uhr im Arrivatipark, Beim Grünen Jäger 13, in Hamburg. Die Demo führt über die Wohlwillstraße, den Paulinenplatz, die Budapester Straße, den Millerntorplatz und die Reeperbahn. Die abschließende Kundgebung ist für 19:15 Uhr auf dem Spielbudenplatz in Hamburg geplant. Die Veranstaltung wird mit Gebärdensprachdolmetschung begleitet. Inhaltlich richtet sich der Protest gegen eine Politik, die Barrierefreiheit weiter verzögert und gegen die aktuellen Pläne zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), die Barrieren eher absichert als konsequent abbaut. Wir fordern verbindliche Barrierefreiheit, echte Rechte und Teilhabe statt Ausnahmen, Ausreden und Verschiebungen, heißt es in der Ankündigung der SIT’N’SKATE gUG.
Link zu weiteren Infos zur geplanten Demo und Kundgebung
Der Protest steht in diesem Jahr besonders im Zeichen der geplanten Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Aus Sicht der Organisator*innen bleibt der vorliegende Entwurf deutlich hinter dem zurück, was für echte Gleichstellung nötig wäre: Statt klarer Verpflichtungen drohen erneut zu viele Ausnahmen, zu wenig Verbindlichkeit und keine wirksame Pflicht zur Barrierefreiheit im privaten Sektor. Auch die ISL kritisiert, dass es weiterhin an verbindlichen Verpflichtungen der Privatwirtschaft zur Barrierefreiheit fehlt, heißt es in der Presseinformation zur Veranstaltung.
Für die Organisator*innen ist das nicht hinnehmbar. Seit der Reform 2016 werden behinderte Menschen immer wieder vertröstet, wenn es um verbindliche Barrierefreiheit geht. Damals wurde bereits in Aussicht gestellt, dass der private Sektor „beim nächsten Mal“ stärker einbezogen werden solle. Stattdessen droht nun erneut ein Gesetz, das echte Teilhabe weiter verschiebt, statt sie endlich durchzusetzen. Zugleich steht die Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes am 7. Mai 2026 auf dem Ablaufplan des Deutschen Bundestages – die Hamburger Demonstration setzt also bewusst unmittelbar vor der parlamentarischen Debatte ein öffentlich sichtbares Signal.
„Wir werden seit Jahren vertröstet. Barrierefreiheit darf nicht weiter vom guten Willen einzelner Unternehmen oder Behörden abhängen. Wer Menschen mit Behinderung ausschließt, darf damit nicht einfach folgenlos durchkommen.“, sagt David Lebuser von SIT’N’SKATE, einem der Organisator*innen der Demonstration. Zusätzliche Brisanz bekommt der Protest durch die aktuelle sozialpolitische Lage. Bundesweite Behinderten- und Sozialverbände warnen vor drohenden Kürzungen und Verschlechterungen bei Unterstützungsleistungen. Auch die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) spricht von zunehmenden Abwehrkämpfen und warnt davor, lang erkämpfte Rechte wieder verteidigen zu müssen, statt endlich Fortschritte bei Barrierefreiheit und Selbstbestimmung durchzusetzen. „Während Barrierefreiheit weiter verwässert wird, stehen gleichzeitig Leistungen unter Druck, die für Selbstbestimmung und Teilhabe existenziell sind. Das ist ein gefährlicher Kurs. Genau deshalb müssen wir jetzt sichtbar sein und gemeinsam auf die Straße gehen.“
Die Organisator*innen betonen, dass der Protest aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung selbst gestaltet wird. Die Bühne gehört bewusst denjenigen, die Barrieren und Ausschluss im Alltag erleben. Gleichzeitig rufen sie ausdrücklich auch Menschen ohne Behinderung dazu auf, den Protest zu unterstützen. „Wir brauchen Verbündete. Barrierefreiheit und Gleichstellung sind keine Spezialthemen für eine kleine Gruppe, sondern eine Frage von Grundrechten und Menschenwürde. Wer eine gerechte Gesellschaft will, muss sich an diesem Kampf beteiligen.“
Gefordert werden vor allem:
- verbindliche Barrierefreiheit ohne Ausnahmen
- wirksame Konsequenzen bei Verstößen
- stärkere rechtliche Durchsetzung, zum Beispiel durch Verbandsklagerechte
- Selbstbestimmung und personenzentrierte Unterstützung statt weiterer Verschlechterungen
- echte Teilhabe statt Symbolpolitik
Die Organisatorinnen rufen dazu auf, am 5. Mai gemeinsam auf die Straße zu gehen – behinderte Menschen, Angehörige, Freundinnen, Kolleginnen, Nachbarinnen und alle, die sich mit dem Stillstand und den Rückschritten nicht abfinden wollen.
Kurzübersicht
Was: Demo zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
Wann: Dienstag, 5. Mai 2026, 17:00 Uhr
Wo: Start am Grünen Jäger, Abschluss am Spielbudenplatz, Hamburg-St. Pauli




