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Deutscher Verein: Eingliederungshilfe verlässlich und wirksam gestalten

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Die Eingliederungshilfe steht unter erheblichen Druck. In einem Dialogprozess und in Gesprächen im Bundeskanzleramt wurden die Weiterentwicklung und mögliche Kosteneinsparungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen verhandelt. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge hat Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen vorgelegt.

Nicht nur der gestiegene bürokratische Aufwand bei den Verwaltungsverfahren, sondern auch der Arbeits- und Fachkräftemangel und der mit den steigenden Ausgaben in der Eingliederungshilfe verbundene Kostendruck in den Kommunen und Ländern – auch aufgrund prekärer Haushalte – stellen die durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) reformierte Eingliederungshilfe aktuell vor enorme Herausforderungen. Aus diesem Grund sind aus Sicht des Deutschen Vereins Weiterentwicklungen der Strukturen der Eingliederungshilfe nach SGB IX notwendig und sinnvoll.

„Neben der Identifikation von Potenzialen zum Bürokratieabbau bei den Verwaltungsverfahren sollte auch Ziel sein, alternative Finanzierungsmodelle wie Trägerbudgets zu fördern, Vernetzungsstrukturen zu stärken sowie den Einsatz digitaler und KI-gestützter Technologien auszubauen“, betont Dr. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Für eine bedarfsdeckende Angebotslandschaft in der Eingliederungshilfe sei es zudem von grundlegender Bedeutung, dass ausreichend Fach- und Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Der Deutsche Verein bietet daher Vorschläge, um den Personalmangel in der Eingliederungshilfe zu begegnen. Zudem spricht er Empfehlungen zur Anwendung des Leistungserbringungsrechts im SGB IX, zur Einführung eines Bundesteilhabegeldes, zur Sicherstellung der Refinanzierung der Wohnkosten für Menschen mit Behinderungen und zur Sicherung der pflegerischen Versorgung von Menschen mit Behinderungen aus, wie es in einer Presseinformation heißt.

Die Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen sind unter https://www.deutscher-verein.de/fileadmin/user_upload/dv/pdfs/Empfehlungen_Stellungnahmen/2026/DV-12-25_Empfehlungen_Weiterentwicklung_der_Eingliederungshilfe.pdf abrufbar.

Über den Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge ist das gemeinsame Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer, der privatgewerblichen Anbieter sozialer Dienste und von den Vertretern der Wissenschaft für alle Bereiche der Sozialpolitik, des Sozialrechts und der Sozialen Arbeit. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrung die Entwicklungen u.a. der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme, der Pflege und Rehabilitation sowie der Migration und Integration.