Berlin (kobinet)
Bundes-Gesundheits-Ministerin Nina Warken hat einen Plan vorgestellt.
Der Plan heißt Pflege-Reform.
Eine Pflege-Reform ist ein neuer Plan.
Damit soll die Pflege in Deutschland besser werden.
Dr. Joachim Rock ist Chef des Paritätischen Gesamt-Verbandes.
Das ist ein großer Verein, der Menschen in Not hilft.
Dr. Rock kritisiert den Plan von Ministerin Warken.
Er sagt: Der Plan schadet Menschen, die Pflege brauchen.
Die Pflege-Kosten steigen seit vielen Jahren.
Viele Menschen haben deshalb zu wenig Geld.
Dr. Rock fordert einen Wechsel im Pflege-System.
Das Pflege-System umfasst alles rund um die Pflege.
Dazu gehören Pflege-Heime, Pflege-Kräfte und die Pflege-Versicherung.
Er will eine solidarische Voll-Versicherung.
Das bedeutet: Alle Menschen zahlen gemeinsam ein.
Dann sind alle Pflege-Kosten für jeden gedeckt.
So gerät niemand in Armut wegen Pflege.
Armut bedeutet: Menschen haben zu wenig Geld für das tägliche Leben.
Auch Simone Fischer kritisiert den Plan von Ministerin Warken.
Simone Fischer ist Mitglied des Bundes-Tags.
Der Bundes-Tag ist das Parlament in Deutschland.
Die Menschen wählen die Mitglieder des Bundes-Tags.
Sie gehört zur Partei Bündnis 90 / Die Grünen.
Sie spricht für ihre Partei über das Thema Pflege.
Viele Menschen wohnen in einem Pflege-Heim.
Ein Pflege-Heim ist ein Haus, in dem Menschen wohnen.
Diese Menschen brauchen täglich Hilfe und Pflege.
Diese Menschen zahlen selbst einen Teil der Kosten.
Dieser Teil heißt Eigen-Anteil.
Das ist der Teil, den man selbst zahlt.
Den Rest zahlt zum Beispiel die Versicherung.
Der Eigen-Anteil wird jedes Jahr höher.
Der Staat gibt einen Zuschuss dazu.
Zuschuss bedeutet: Der Staat gibt Geld dazu.
So können Menschen die Kosten besser bezahlen.
Ministerin Warken will diesen Zuschuss weniger wachsen lassen.
Das bedeutet: Menschen müssen mehr selbst zahlen.
Das betrifft vor allem die ersten Jahre im Pflege-Heim.
Simone Fischer sagt: Das ist das Gegenteil vom Versprechen.
Ministerin Warken hatte im Januar noch etwas anderes gesagt.
Auch im Koalitions-Vertrag steht etwas anderes.
Ein Koalitions-Vertrag ist ein Vertrag zwischen Parteien.
Darin stehen die gemeinsamen Pläne der Regierung.
Im Koalitions-Vertrag haben die Regierungs-Parteien einen Plan aufgeschrieben.
Regierungs-Parteien sind Parteien, die gemeinsam das Land leiten.
In diesem Plan steht: Die Eigen-Anteile sollen begrenzt werden.
Begrenzt bedeutet: Die Eigen-Anteile sollen nicht weiter steigen.
Simone Fischer sagt: Dieser Wechsel macht Menschen unsicher.
Menschen und Familien wissen nicht mehr, worauf sie vertrauen können.
Simone Fischer fordert klare Ziele für die Pflege.
Die Eigen-Anteile sollen planbar sein.
Planbar bedeutet: Menschen wissen vorher, wie viel sie zahlen müssen.
Die Eigen-Anteile sollen auch tragbar sein.
Tragbar bedeutet: Menschen können die Kosten bezahlen.
Simone Fischer hat weitere Forderungen.
Sie will mehr Geld für Vorbeugung.
Das nennt man Prävention.
Prävention bedeutet: Man handelt vorher.
So passiert nichts Schlimmes.
Sie will auch mehr Geld für Wieder-Herstellung der Gesundheit.
Das nennt man Rehabilitation.
Rehabilitation bedeutet: Die Gesundheit wird wieder so gut wie vorher.
Das Ziel ist: Weniger Menschen brauchen Pflege.
Außerdem soll die Pflege zu Hause besser unterstützt werden.
Das hilft den betroffenen Menschen und dem ganzen System.
Simone Fischer sagt: Es gibt bessere Wege für die Pflege-Versicherung.
Die Pflege-Versicherung ist eine Kasse.
Viele Menschen zahlen dort ein.
Wenn jemand Pflege braucht, zahlt die Kasse einen Teil der Kosten.
Zum Beispiel soll der Staat bestimmte Kosten übernehmen.
Außerdem sollen mehr Menschen in die Pflege-Versicherung einzahlen.
So kommt mehr Geld in die Kasse.
Dann müssen Pflege-Bedürftige nicht mehr so viel zahlen.
Pflege-Bedürftige sind Menschen, die täglich Hilfe brauchen.
Sie können bestimmte Dinge nicht mehr alleine tun.
Simone Fischer ist sicher: Diese Lösungen sind möglich.

Foto: Paritätischer Gesamtverband
Berlin (kobinet) Aus Anlass der bekannt gewordenen Pläne von Bundesgesundheitsministerin Warken für eine Pflegereform hat sich Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, wie folgt mit einem Statement zu Wort gemeldet: "Die Pläne sind ein Schlag ins Gesicht aller, die Pflege brauchen. Die Pflegekosten steigen seit Jahren und treiben immer mehr Menschen in die Armut. Statt gegenzusteuern, würde die Reform diese Entwicklung weiter verschärfen und die Probleme im System auf die Betroffenen abwälzen. Um die Pflegekrise wirksam zu bekämpfen, braucht es endlich einen Systemwechsel hin zu einer solidarischen Vollversicherung." Auch von Simone Fischer von den Grünen hagelt es Kritik an den Plänen.
Zum Vorhaben von Ministerin Warken, die gestaffelten Zuschüsse zu den Eigenanteilen der Pflegeheimbewohner*innen künftig langsamer anwachsen zu lassen, nahm Simone Fischer, pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, wie folgt Stellung: „Jahr für Jahr steigen die Eigenanteile für Pflegeheimbewohner*innen. Noch im Januar hatte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken angekündigt, hier gegensteuern zu wollen und eine Dynamisierung der Leistungen ins Spiel gebracht. Auch der Koalitionsvertrag und der Arbeitsauftrag an die Bund-Länder-Arbeitsgruppe sind eindeutig: Die pflegebedingten Eigenanteile sollen begrenzt werden. Umso irritierender ist der jetzige Kurswechsel. Statt Entlastung droht eine zusätzliche Belastung für Pflegebedürftige – und zwar ausgerechnet in den ersten Jahren ihres Heimaufenthalts. Das ist das Gegenteil dessen, was politisch versprochen wurde und stellt damit die Verlässlichkeit politischer Zusagen grundsätzlich infrage. Wer Erwartungen weckt und sie kurz darauf wieder relativiert, sorgt für Verunsicherung bei den pflegebedürftigen Menschen und ihren Familien.“
„Für mich ist entscheidend, dass wir bei allen Maßnahmen zur Stabilisierung der Pflegeversicherung die Perspektive dieser Menschen im Blick behalten. Ziel muss sein, die Eigenanteile planbar und dauerhaft tragbar zu machen“, betonte Simone Fischer und ergänzte: „Dazu gehört, stärker in Prävention und Rehabilitation zu investieren, um Pflegebedürftigkeit möglichst zu vermeiden oder hinauszuzögern, und gleichzeitig die häusliche Pflege sowie Entlastungsangebote verlässlich zu stärken. Das entlastet die Betroffenen und stabilisiert das System insgesamt. Zugleich gibt es Wege, die Pflegeversicherung finanziell zu stabilisieren, ohne die Pflegebedürftigen zusätzlich zu belasten – etwa durch die Übernahme versicherungsfremder Leistungen und perspektivisch durch eine breitere Finanzierungsbasis. Ich bin überzeugt: Wenn wir diese Schritte zusammen denken, können wir die Pflegeversicherung zukunftsfest aufstellen und die Menschen spürbar entlasten. Eine Verschiebung der Zuschüsse zulasten der pflegebedürftigen Bürger*innen ist der falsche Weg. Es gibt bessere Lösungen – man muss sie nur umsetzen wollen.“

Foto: Paritätischer Gesamtverband
Berlin (kobinet) Aus Anlass der bekannt gewordenen Pläne von Bundesgesundheitsministerin Warken für eine Pflegereform hat sich Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, wie folgt mit einem Statement zu Wort gemeldet: "Die Pläne sind ein Schlag ins Gesicht aller, die Pflege brauchen. Die Pflegekosten steigen seit Jahren und treiben immer mehr Menschen in die Armut. Statt gegenzusteuern, würde die Reform diese Entwicklung weiter verschärfen und die Probleme im System auf die Betroffenen abwälzen. Um die Pflegekrise wirksam zu bekämpfen, braucht es endlich einen Systemwechsel hin zu einer solidarischen Vollversicherung." Auch von Simone Fischer von den Grünen hagelt es Kritik an den Plänen.
Zum Vorhaben von Ministerin Warken, die gestaffelten Zuschüsse zu den Eigenanteilen der Pflegeheimbewohner*innen künftig langsamer anwachsen zu lassen, nahm Simone Fischer, pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, wie folgt Stellung: „Jahr für Jahr steigen die Eigenanteile für Pflegeheimbewohner*innen. Noch im Januar hatte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken angekündigt, hier gegensteuern zu wollen und eine Dynamisierung der Leistungen ins Spiel gebracht. Auch der Koalitionsvertrag und der Arbeitsauftrag an die Bund-Länder-Arbeitsgruppe sind eindeutig: Die pflegebedingten Eigenanteile sollen begrenzt werden. Umso irritierender ist der jetzige Kurswechsel. Statt Entlastung droht eine zusätzliche Belastung für Pflegebedürftige – und zwar ausgerechnet in den ersten Jahren ihres Heimaufenthalts. Das ist das Gegenteil dessen, was politisch versprochen wurde und stellt damit die Verlässlichkeit politischer Zusagen grundsätzlich infrage. Wer Erwartungen weckt und sie kurz darauf wieder relativiert, sorgt für Verunsicherung bei den pflegebedürftigen Menschen und ihren Familien.“
„Für mich ist entscheidend, dass wir bei allen Maßnahmen zur Stabilisierung der Pflegeversicherung die Perspektive dieser Menschen im Blick behalten. Ziel muss sein, die Eigenanteile planbar und dauerhaft tragbar zu machen“, betonte Simone Fischer und ergänzte: „Dazu gehört, stärker in Prävention und Rehabilitation zu investieren, um Pflegebedürftigkeit möglichst zu vermeiden oder hinauszuzögern, und gleichzeitig die häusliche Pflege sowie Entlastungsangebote verlässlich zu stärken. Das entlastet die Betroffenen und stabilisiert das System insgesamt. Zugleich gibt es Wege, die Pflegeversicherung finanziell zu stabilisieren, ohne die Pflegebedürftigen zusätzlich zu belasten – etwa durch die Übernahme versicherungsfremder Leistungen und perspektivisch durch eine breitere Finanzierungsbasis. Ich bin überzeugt: Wenn wir diese Schritte zusammen denken, können wir die Pflegeversicherung zukunftsfest aufstellen und die Menschen spürbar entlasten. Eine Verschiebung der Zuschüsse zulasten der pflegebedürftigen Bürger*innen ist der falsche Weg. Es gibt bessere Lösungen – man muss sie nur umsetzen wollen.“




