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Köln kann inklusive Bildung aber will es das auch?

Ansicht auf Kölner Dom
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Foto: JDPhotography In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

KÖLN (kobinet) Köln kann inklusive Bildung, dessen ist der Verein "mittendrin Köln" überzeugt, fragt aber zugleich ob Köln das auch will. Um das mit allen zu besprechen und jene Eltern zu unterstützen, die konkrete Schritte für die Verbesserung inklusiver Bildung in Köln fordern, lädt "mittendrin" Politik und Stadtgesellschaft zum Gespräch ein. Das findet am 2. März statt, jenem Tag, da Eltern zum 15. Mal vor dem Kölner Schulausschuss – für die Schülerbeförderung im Gemeinsamen Lernen und für die Verbesserung inklusiver Bildung in Köln demonstrieren. Auch Schulen werden zur Demo kommen, weil die Rahmenbedingungen im Gemeinsamen Lernen immer schlechter werden.

Aus Sicht der Eltern ist der Handlungsdruck hoch: Im aktuellen Bericht zur inklusiven Entwicklung an Kölner Schulen zeigt sich in den Zahlen, was Familien seit Langem beklagen – im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung werden wieder mehr Schüler*innen an Förderschulen angemeldet. Als Ursache benennen Eltern die in den vergangenen Jahren deutlich schlechter gewordenen Rahmenbedingungen für inklusive Beschulung.

Vierzehn Mal haben Eltern deshalb schon vor dem Kölner Schulausschuss demonstriert. Seit zwei Jahren warten sie nach eigener Aussage vergeblich auf tragfähige Lösungsvorschläge aus Politik und Verwaltung. Vor diesem Hintergrund laden Eltern am 5. März Politik und Stadtgesellschaft zur öffentlichen Veranstaltung „Köln kann inklusive Bildung! – Neuer Stadtrat: Was jetzt zu tun ist“ ein.

Einen praxisnahen Impuls liefert Meike Wittenberg, Referentin für Inklusion aus Bremen. Sie berichtet, wie es Bremen gelungen ist, den Anteil der Schülerinnen und Schüler an Förderschulen auf 0,8 % zu senken. Zum Vergleich dazu liegt die Exklusionsquote in Köln derzeit bei 3,9 %.

Zentrale Leitfragen der anschließenden Diskussion werden sein:

  • Wie steht es aktuell um die inklusive Bildung in Köln?
  • Welche politischen Entscheidungen sind jetzt nötig?
  • Wie kommen wir von Absichtserklärungen ins Handeln?

Die Veranstaltung knüpft an den ersten Teil der Reihe „Köln kann inklusive Bildung“ an. Dort hatten Lehrerinnen gezeigt, dass Inklusion an manchen Kölner Schulen bereits erfolgreich gelingt und die gesamte Schulgemeinschaft stärkt. Nun soll der nächste Schritt folgen: verbindliche politische Entscheidungen und konkrete Umsetzung. Diskutiert wird mit Kölner Schulpolitikern und Vertretern aus Schule. Die schulpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der vier größten Parteien im Stadtrat haben ihre Teilnahme bereits zugesagt.