BERLIN (kobinet)
Der Sozial-Verband Deutschland warnt vor Kürzungen.
Kürzungen bedeutet: Es gibt weniger Geld als vorher.
Der Sozial-Verband Deutschland heißt kurz: SoVD.
Der SoVD warnt vor weniger Hilfe.
Es geht um die Eingliederungs-Hilfe.
Das ist Hilfe für Menschen mit Behinderung.
Diese Hilfe soll ein selbst-bestimmtes Leben ermöglichen.
Politiker reden gerade viel über Spar-Maßnahmen.
Spar-Maßnahmen bedeutet: Es soll weniger Geld ausgegeben werden.
Manche Politiker sagen: Der Staat gibt zu viel Geld aus.
Auch Kanzler Merz sagt das.
Der SoVD sagt: Das ist falsch und gefährlich.
Die Chefin des SoVD heißt Michaela Engelmeier.
Sie sagt: Menschen mit Behinderungen sind keine Spar-Möglichkeit.
Teil-Habe ist ein Grund-Recht.
Teil-Habe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Grund-Rechte gelten immer.
Die Ausgaben für Eingliederungs-Hilfe sind gestiegen.
Menschen mit Behinderungen leben heute länger.
Außerdem sind viele Dinge teurer geworden.
Deshalb kostet die Hilfe mehr Geld.
Das bedeutet nicht, dass die Hilfe zu groß ist.
Michaela Engelmeier erklärt: Es geht nicht um Luxus.
Luxus bedeutet: Sehr teure Dinge, die man nicht zum Leben braucht.
Es geht um Bildung, Wohnen und Hilfe im Alltag.
Wer hier kürzt, verletzt ein Grund-Recht.
Das Grund-Recht heißt: gleichberechtigte Teil-Habe.
Gleichberechtigt bedeutet: Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Die Eingliederungs-Hilfe ist eine Pflicht des Staates.
Pflicht bedeutet: Man muss etwas tun.
Man darf es nicht weglassen.
Das steht im Grund-Gesetz.
Das Grund-Gesetz ist ein Buch mit Regeln für Deutschland.
Alle Menschen müssen sich daran halten.
Das steht auch in der UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Das ist ein Vertrag über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Michaela Engelmeier sagt: Es gibt andere Spar-Möglichkeiten.
Der Staat kann Verwaltungs-Abläufe einfacher machen.
Außerdem gibt es zu viel Bürokratie.
Bürokratie bedeutet: Es gibt viele Regeln und Formulare.
Das kostet viel Zeit und Geld.
Diese Bürokratie kann abgebaut werden.
Heute gibt es ein Treffen im Kanzler-Amt.
Dort wird über Spar-Maßnahmen geredet.
Es geht um die Eingliederungs-Hilfe und um Hilfe für Kinder.
Michaela Engelmeier warnt: Nicht bei Betroffenen sparen.
Betroffene sind Menschen mit Behinderungen.
Sie brauchen diese Hilfe.
Der SoVD wird gegen alle Kürzungen kämpfen.

Foto: Gerhard Bartz
BERLIN (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) warnt vor drohenden Leistungskürzungen bei der Eingliederungshilfe (EGH) für Menschen mit Behinderungen. In der aktuellen Debatte um angeblich "ausufernde" Sozialausgaben wird – nicht zuletzt von Kanzler Merz selbst – erneut suggeriert, der Sozialstaat sei zu teuer. Dabei geraten zunehmend die steigenden Kosten der EGH ins Visier. Der SoVD stellt klar: Diese Argumentation greift zu kurz und ist gefährlich. SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier stellt in diesem Zusammenhang fest: "Menschen mit Behinderungen dürfen nicht zum Steinbruch der Haushaltspolitik werden. Teilhabe ist ein Grundrecht – und Grundrechte stehen nicht unter Haushaltsvorbehalt."
Zwar sind die Ausgaben in der Eingliederungshilfe gestiegen, das liegt nach Einschätzung des Sozialverbandes allerdings vor allem an der gestiegenen Lebenserwartung von Menschen mit Behinderungen sowie an den massiven Preissteigerungen der vergangenen Jahre. Wer daraus jedoch den Schluss zieht, Leistungen zu kürzen, verkennt nach den Worten der SoVD-Vorstandsvorsitzenden den Kern der EGH und nimmt soziale Einschnitte bewusst in Kauf. „Hier geht es nicht um Luxus oder Sonderrechte. Es geht um elementare Teilhabe: um Bildung, um Wohnen, um Unterstützung im Alltag. Wer hier kürzt, greift das Recht auf gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe frontal an“, erklärt SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier.
Die Eingliederungshilfe ist kein freiwilliges Entgegenkommen des Staates, sondern Verpflichtung aus dem Grundgesetz und der UN-Behindertenrechtskonvention. Sie sichert Millionen Menschen ein selbstbestimmtes Leben. Einschnitte würden diese Rechte substanziell aushöhlen. „Einsparpotenziale liegen nicht bei den Leistungsberechtigten, sondern im System selbst. Wer ernsthaft sparen will, muss die Verwaltungsverfahren vereinfachen, überbordende Bürokratie abbauen und komplizierte Doppelstrukturen abschaffen“, so Engelmeier.
Nach Insiderinformationen ist für den heutigen Donnerstag ein Spitzentreffen im Kanzleramt zu Einsparungen bei Eingliederungshilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe angesetzt. Michaela Engelmeier warnt eindringlich davor, die Reformdebatte zur Sparrunde auf dem Rücken der Betroffenen zu machen. „Menschen mit Behinderungen dürfen nicht zum Steinbruch der Haushaltspolitik werden. Der SoVD wird jede Form von Leistungskürzungen entschieden bekämpfen. Teilhabe ist ein Grundrecht – und Grundrechte stehen nicht unter Haushaltsvorbehalt.“

Foto: Gerhard Bartz
BERLIN (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) warnt vor drohenden Leistungskürzungen bei der Eingliederungshilfe (EGH) für Menschen mit Behinderungen. In der aktuellen Debatte um angeblich "ausufernde" Sozialausgaben wird – nicht zuletzt von Kanzler Merz selbst – erneut suggeriert, der Sozialstaat sei zu teuer. Dabei geraten zunehmend die steigenden Kosten der EGH ins Visier. Der SoVD stellt klar: Diese Argumentation greift zu kurz und ist gefährlich. SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier stellt in diesem Zusammenhang fest: "Menschen mit Behinderungen dürfen nicht zum Steinbruch der Haushaltspolitik werden. Teilhabe ist ein Grundrecht – und Grundrechte stehen nicht unter Haushaltsvorbehalt."
Zwar sind die Ausgaben in der Eingliederungshilfe gestiegen, das liegt nach Einschätzung des Sozialverbandes allerdings vor allem an der gestiegenen Lebenserwartung von Menschen mit Behinderungen sowie an den massiven Preissteigerungen der vergangenen Jahre. Wer daraus jedoch den Schluss zieht, Leistungen zu kürzen, verkennt nach den Worten der SoVD-Vorstandsvorsitzenden den Kern der EGH und nimmt soziale Einschnitte bewusst in Kauf. „Hier geht es nicht um Luxus oder Sonderrechte. Es geht um elementare Teilhabe: um Bildung, um Wohnen, um Unterstützung im Alltag. Wer hier kürzt, greift das Recht auf gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe frontal an“, erklärt SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier.
Die Eingliederungshilfe ist kein freiwilliges Entgegenkommen des Staates, sondern Verpflichtung aus dem Grundgesetz und der UN-Behindertenrechtskonvention. Sie sichert Millionen Menschen ein selbstbestimmtes Leben. Einschnitte würden diese Rechte substanziell aushöhlen. „Einsparpotenziale liegen nicht bei den Leistungsberechtigten, sondern im System selbst. Wer ernsthaft sparen will, muss die Verwaltungsverfahren vereinfachen, überbordende Bürokratie abbauen und komplizierte Doppelstrukturen abschaffen“, so Engelmeier.
Nach Insiderinformationen ist für den heutigen Donnerstag ein Spitzentreffen im Kanzleramt zu Einsparungen bei Eingliederungshilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe angesetzt. Michaela Engelmeier warnt eindringlich davor, die Reformdebatte zur Sparrunde auf dem Rücken der Betroffenen zu machen. „Menschen mit Behinderungen dürfen nicht zum Steinbruch der Haushaltspolitik werden. Der SoVD wird jede Form von Leistungskürzungen entschieden bekämpfen. Teilhabe ist ein Grundrecht – und Grundrechte stehen nicht unter Haushaltsvorbehalt.“




