Berlin / Düsseldorf (kobinet)
Am 11. Februar 2026 gab es einen Plan.
Der Plan ist für ein neues Gesetz.
Das Gesetz heißt: Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Das ist ein Gesetz für Menschen mit Behinderung.
Die Abkürzung ist: BGG.
Viele Menschen finden den Plan nicht gut.
Dennis Sonne ist Politiker in Nord-Rhein-Westfalen.
Er arbeitet im Land-Tag.
Im Land-Tag arbeiten Politiker aus einem Bundes-Land.
Sie machen Gesetze.
Dennis Sonne ist von der Partei: Bündnis 90 Die Grünen.
Er sagt: Der Plan reicht nicht aus.
Menschen mit Behinderung brauchen mehr Hilfe im Alltag.
Der Plan hat ein Problem.
Private Firmen müssen nicht barriere-frei sein.
Barriere-frei bedeutet: Alle Menschen können überall hin.
Auch Menschen mit Behinderung.
Auch Menschen mit Roll-Stuhl.
Dennis Sonne sagt: Ämter müssen barriere-frei sein.
Das ist seit vielen Jahren so.
Das ist nichts Neues.
Im Jahr 2026 ist das normal.
Das Gesetz muss mehr tun.
Die echten Probleme sind woanders.
Zum Beispiel in Restaurants.
Oder in Geschäften.
Oder in Sport-Hallen.
Dort gibt es oft Hindernisse für Menschen mit Behinderung.
Dennis Sonne sagt: Private Firmen müssen auch barriere-frei sein.
Das muss im Gesetz stehen.
Das muss eine klare Regel sein.
Sonst ändert sich nichts.
Dann entscheidet jede Firma selbst.
Der Plan hat noch ein Problem.
Es gibt viele Ausnahmen.
Eine Firma kann sagen: Das ist zu teuer.
Dann muss die Firma nichts ändern.
Dennis Sonne findet das falsch.
Er sagt: Barriere-Freiheit ist ein Menschen-Recht.
Das steht in der UN-Konvention.
Die UN-Behinderten-Konvention ist ein Vertrag.
Viele Länder haben den Vertrag unterschrieben.
Darin stehen die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Deutschland hat den Vertrag unterschrieben.
Barriere-Freiheit ist kein Extra-Service.
Dennis Sonne sagt noch etwas Wichtiges.
Barriere-Freiheit hilft allen Menschen.
Menschen mit und ohne Behinderung können sich treffen.
Sie lernen sich kennen.
Das ist gut für das Zusammen-Leben.
Vor-Urteile entstehen durch Abstand.
Man denkt schlecht über Menschen.
Man kennt die Menschen gar nicht.
Wenn Menschen sich treffen: Vor-Urteile verschwinden.
Aber Menschen mit Behinderung können oft nicht überall hin.
Dann bleiben die Vor-Urteile.
Deutschland wird älter.
Immer mehr alte Menschen leben hier.
Alte Menschen brauchen auch Barriere-Freiheit.
Zum Beispiel: Rampen statt Treppen.
Oder: Einfache Sprache in Texten.
Wir müssen jetzt handeln.
Barriere-Freiheit hilft vielen Menschen.
Nicht nur Menschen mit Behinderung.
Auch Eltern mit Kinder-Wagen.
Oder Menschen mit gebrochenem Bein.
Oder Menschen mit schwerem Gepäck.
Dennis Sonne spricht auch über die Wirtschaft.
In Deutschland fehlen Arbeits-Kräfte.
Das sind Menschen, die arbeiten.
Viele Firmen suchen Mitarbeiter.
Aber Menschen mit Behinderung finden oft keine Arbeit.
Er sagt: Firmen nutzen nicht alle Talente.
Talente sind Fähigkeiten von Menschen.
Menschen mit Behinderung haben viele Fähigkeiten.
Sie können gut arbeiten.
Aber oft gibt es Hindernisse.
Barriere-Freiheit hilft der Wirtschaft.
Dennis Sonne fordert: Das Gesetz muss besser werden.
Es braucht klare Regeln.
Es braucht feste Termine.
Bis wann muss etwas barriere-frei sein?
Das muss im Gesetz stehen.
Auch private Firmen müssen mitmachen.
Das muss Pflicht sein.
Es braucht auch Kontrollen.
Wer kontrolliert die Firmen?
Was passiert bei Verstößen?
Jemand hält sich nicht an Regeln.
Dennis Sonne sagt zum Schluss:
Barriere-Freiheit darf keine freiwillige Sache sein.
Sie muss Pflicht werden.
Überall.
In Ämtern.
In Firmen.
Im ganzen Alltag.
Dennis Sonne hat seine Meinung auf Facebook geschrieben.
Hier ist der Link zu Facebook.

Foto: Dennis Sonne
Berlin / Düsseldorf (kobinet) Der am 11. Februar 2026 vorgestellte Entwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) stößt nicht nur auf Bundesebene auf deutliche Kritik. Der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Dennis Sonne (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnete die Pläne als "nicht ausreichend, um echte Gleichstellung im Alltag herzustellen". Zwar enthalte der Entwurf Verbesserungen für Bundesbehörden, doch bleibe er bei der entscheidenden Frage verbindlicher Verpflichtungen für die Privatwirtschaft hinter den Erwartungen zurück.
„Dass der Bund seine eigenen Behörden barrierefrei gestalten soll, darf im Jahr 2026 kein Reform-Highlight mehr sein“, erklärte Dennis Sonne. Die eigentlichen Barrieren entstünden im Alltag, in Restaurants, Geschäften, Sportstätten oder Freizeiteinrichtungen. Genau dort fehle jedoch eine klare, durchsetzbare Verpflichtung zur Barrierefreiheit. „Solange private Anbieter nicht verbindlich in die Pflicht genommen werden, bleibt Gleichstellung vom guten Willen Einzelner abhängig.“
Besonders problematisch sei aus seiner Sicht, dass Ausnahmeregelungen und Zumutbarkeitsprüfungen dazu führen könnten, dass notwendige Anpassungen unterbleiben. „Barrierefreiheit darf nicht an wirtschaftlichen Erwägungen scheitern. Sie ist ein Menschenrecht und kein optionales Serviceangebot“, so Dennis Sonne. Neben der rechtlichen Dimension betont der Abgeordnete auch die gesellschaftliche Bedeutung von Barrierefreiheit. Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung seien entscheidend für den Abbau von Vorurteilen. „Vorurteile entstehen durch Distanz. Sie verschwinden durch Begegnung. Wenn Menschen mit Behinderungen nicht selbstverständlich überall teilhaben können, fehlen genau diese Begegnungen“, erklärte er. Barrierefreiheit sei daher auch eine Voraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Mit Blick auf den demografischen Wandel warnt Sonne zudem vor weiterem Zögern. Deutschland altere rasant, in den kommenden Jahren werde ein immer größerer Teil der Bevölkerung auf barrierefreie Strukturen angewiesen sein. „Der demografische Wandel lässt uns keine Zeit für halbherzige Lösungen“, so der Politiker. Barrierefreiheit komme nicht nur Menschen mit Behinderungen zugute, sondern ebenso älteren Menschen, Familien mit Kinderwagen oder Personen mit temporären Einschränkungen.
Auch wirtschaftspolitisch sieht Sonne dringenden Handlungsbedarf. Angesichts des Fachkräftemangels sei ein inklusiver Arbeitsmarkt ein entscheidender Standortfaktor. „Wir sprechen über fehlende Fachkräfte, schließen aber gleichzeitig Potenziale aus. Inklusion stärkt unsere Wirtschaft. Wer Barrieren abbaut, erschließt Talente“, erklärte er. Abschließend forderte Sonne Nachbesserungen am Gesetzentwurf. Notwendig seien klare Fristen, verbindliche Verpflichtungen für private Anbieter und wirksame Kontrollmechanismen. „Barrierefreiheit darf kein ‚Kann‘ bleiben. Sie muss ein ‚Muss‘ werden – im öffentlichen Raum ebenso wie im privaten Alltag.“

Foto: Dennis Sonne
Berlin / Düsseldorf (kobinet) Der am 11. Februar 2026 vorgestellte Entwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) stößt nicht nur auf Bundesebene auf deutliche Kritik. Der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Dennis Sonne (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnete die Pläne als "nicht ausreichend, um echte Gleichstellung im Alltag herzustellen". Zwar enthalte der Entwurf Verbesserungen für Bundesbehörden, doch bleibe er bei der entscheidenden Frage verbindlicher Verpflichtungen für die Privatwirtschaft hinter den Erwartungen zurück.
„Dass der Bund seine eigenen Behörden barrierefrei gestalten soll, darf im Jahr 2026 kein Reform-Highlight mehr sein“, erklärte Dennis Sonne. Die eigentlichen Barrieren entstünden im Alltag, in Restaurants, Geschäften, Sportstätten oder Freizeiteinrichtungen. Genau dort fehle jedoch eine klare, durchsetzbare Verpflichtung zur Barrierefreiheit. „Solange private Anbieter nicht verbindlich in die Pflicht genommen werden, bleibt Gleichstellung vom guten Willen Einzelner abhängig.“
Besonders problematisch sei aus seiner Sicht, dass Ausnahmeregelungen und Zumutbarkeitsprüfungen dazu führen könnten, dass notwendige Anpassungen unterbleiben. „Barrierefreiheit darf nicht an wirtschaftlichen Erwägungen scheitern. Sie ist ein Menschenrecht und kein optionales Serviceangebot“, so Dennis Sonne. Neben der rechtlichen Dimension betont der Abgeordnete auch die gesellschaftliche Bedeutung von Barrierefreiheit. Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung seien entscheidend für den Abbau von Vorurteilen. „Vorurteile entstehen durch Distanz. Sie verschwinden durch Begegnung. Wenn Menschen mit Behinderungen nicht selbstverständlich überall teilhaben können, fehlen genau diese Begegnungen“, erklärte er. Barrierefreiheit sei daher auch eine Voraussetzung für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Mit Blick auf den demografischen Wandel warnt Sonne zudem vor weiterem Zögern. Deutschland altere rasant, in den kommenden Jahren werde ein immer größerer Teil der Bevölkerung auf barrierefreie Strukturen angewiesen sein. „Der demografische Wandel lässt uns keine Zeit für halbherzige Lösungen“, so der Politiker. Barrierefreiheit komme nicht nur Menschen mit Behinderungen zugute, sondern ebenso älteren Menschen, Familien mit Kinderwagen oder Personen mit temporären Einschränkungen.
Auch wirtschaftspolitisch sieht Sonne dringenden Handlungsbedarf. Angesichts des Fachkräftemangels sei ein inklusiver Arbeitsmarkt ein entscheidender Standortfaktor. „Wir sprechen über fehlende Fachkräfte, schließen aber gleichzeitig Potenziale aus. Inklusion stärkt unsere Wirtschaft. Wer Barrieren abbaut, erschließt Talente“, erklärte er. Abschließend forderte Sonne Nachbesserungen am Gesetzentwurf. Notwendig seien klare Fristen, verbindliche Verpflichtungen für private Anbieter und wirksame Kontrollmechanismen. „Barrierefreiheit darf kein ‚Kann‘ bleiben. Sie muss ein ‚Muss‘ werden – im öffentlichen Raum ebenso wie im privaten Alltag.“




