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Senioren-Union fordert verbindliche und umfassende Barrierefreiheit

Mann mit weißem Haar im dunklen Anzug mit weißem Hemd und schwarzem Schlips
Pressefoto von Hubert Hüppe
Foto: René Golz

Berlin (kobinet) Die Senioren-Union der CDU Deutschlands fordert zu dem Beschluss des Bundeskabinetts zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes mehr verbindliche Barrierefreiheit auch im privaten und vor allem im Gesundheitsbereich. Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe, erklärte hierzu: "Die Novellierung des Behindertengleichstellungsgestzes (BGG) ist ein wichtiger und längst überfälliger Schritt – aber sie darf nicht bei guten Absichtserklärungen stehen bleiben. In einer älter werdenden Gesellschaft ist Barrierefreiheit eine Frage des Menschenrechtes auf Teilhabe. Der Zugang zu allen öffentlichen Einrichtungen sowie zu Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen jeder Art muss ausnahmslos und flächendeckend barrierefrei sein. Aber auch der private Bereich darf faktisch nicht völlig außen vor bleiben. Es ist nicht hinnehmbar, dass Menschen weiterhin an Stufen, fehlenden Aufzügen oder unverständlicher Kommunikation scheitern."

Gerade im öffentlich zugänglichen Raum sieht die Senioren-Union erheblichen Nachholbedarf. „Von Behörden über Bahnhöfe und Haltestellen bis hin zu sämtlichen Einrichtungen mit Publikumsverkehr muss Barrierefreiheit endlich konsequent zur Selbstverständlichkeit werden. Hier erwarten wir mehr Tempo und mehr Verbindlichkeit – auch für den privaten Sektor“, so Hubert Hüppe. Barrierefreiheit schütze auch davor, dass Menschen zu früh in stationäre Einrichtungen gehen müssen. Angesichts der Demographie sei jeder Euro, der in Barrierefreiheit investiert wird, ein Zukunftsinvestition. Zwar begrüßt die Senioren-Union das Ziel, Barrieren im Zuständigkeitsbereich des Bundes bis 2035 abzubauen. Gleichzeitig stellt Hüppe klar: „Barrierefreiheit ist eine gesamtgesellschaftliche Pflicht. Alle Einrichtungen – insbesondere im Gesundheits-, Pflege- und Dienstleistungsbereich – müssen stärker in die Verantwortung genommen werden. Dafür braucht es klare gesetzliche Vorgaben, wirksame Anreize und praktikable Förderinstrumente. Teilhabe darf nicht an Eigentumsverhältnissen scheitern.“

Die Senioren-Union wird das weitere Gesetzgebungsverfahren aufmerksam begleiten und darauf drängen, dass Barrierefreiheit verbindlich geregelt, ausreichend finanziert und zügig umgesetzt wird, heißt es in der Presseinformation der Senioren Union der CDU.

Lesermeinungen

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1 Lesermeinung
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Bernd Kittendorf
15.02.2026 02:39

„In einer älter werdenden Gesellschaft ist Barrierefreiheit eine Frage des Menschenrechtes auf Teilhabe“ steht im Artikel. Nun, das gilt losgelöst von der Frage mit dem älter werden, dürften jüngere Menschen mit Behinderungen einwenden. Auch für die wird mit diesem Gesetzentwurf in Sachen Barrierefreiheit und Inklusion nichts so, wie es ihnen in der UN-BRK seit langer Zeit versprochen wird. Doch da ist die Senioren-Union nicht zuständig. Von welchen Parteien ist dieser von vielen Seiten gescholtene Entwurf eigentlich auf den Weg gebracht und bisher abgenickt worden?! Halb so schlimm, wenn die Abgeordneten im weiteren Verfahren noch die Kurve kriegen und aus dem schlechten Entwurf mit entscheidenden Verbesserungen gar ein gutes Gesetz wird. Kritikpunkte als Anhalt, was dazu alles anders gelöst werden muß, kann man ja problemlos an vielen Stellen nachlesen. Könnte und sollte man, wenn man Barrierefreiheit und Inklusion tatsächlich erreichen möchte. Mit dem vorgelegten Entwurf kann das nicht gelingen, der hat offenbar andere Ziele. Am Ergebnis und beim Abstimmungsverhalten werden nicht nur die selbst Betroffenen ablesen können, wie die Überzeugungen der gewählten Abgeordneten tatsächlich aussehen.