Berlin (kobinet)
Viele Menschen mit Behinderung sind wütend.
Politiker sagen oft: Barrieren im Kopf müssen weg.
Barriere bedeutet: Das ist ein Hindernis.
Die Barriere ist im Weg.
Barrieren im Kopf bedeutet: Vor-Urteile gegen Menschen mit Behinderung.
Aber die Politiker tun selbst wenig dafür.
Anfang der Woche gab es einen Beschluss.
Beschluss bedeutet: Das ist eine Entscheidung von einer Gruppe.
Es geht um ein neues Gesetz.
Das Gesetz heißt: Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Gleichstellung bedeutet: Alle Menschen werden gleich behandelt.
Niemand hat Nachteile.
Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz bedeutet: Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte.
Das neue Gesetz ist schlecht.
Das sagt Ottmar Miles-Paul.
Er arbeitet für die LIGA Selbst-Vertretung.
LIGA Selbst-Vertretung ist eine Gruppe.
Menschen mit Behinderung sprechen dort für sich selbst.
Die LIGA setzt sich für Menschen mit Behinderung ein.
Ottmar Miles-Paul hat einen Text geschrieben.
Der Text steht in der Zeitung taz.
Ottmar Miles-Paul sagt:
Das neue Gesetz schützt die falschen Menschen.
Das Gesetz schützt nicht Menschen mit Behinderung.
Das Gesetz schützt Firmen.
Firmen müssen keine Barrieren abbauen.
Barrieren abbauen bedeutet: Hindernisse für Menschen mit Behinderung entfernen.
Das ist falsch.
Ottmar Miles-Paul fordert:
Die Abgeordneten im Bundes-Tag müssen das Gesetz ändern.
Abgeordnete bedeutet: Abgeordnete vertreten die Bürger in der Politik.
Sie arbeiten für eine Stadt oder für ein Land.
Bundes-Tag bedeutet: Der Bundestag ist eine Gruppe von Politikern.
Die Menschen in Deutschland wählen diese Politiker.
Das Gesetz muss viel besser werden.
Sonst ändert sich nichts in Deutschland.
Sonst bleiben die Barrieren.
Hier kannst du den Text von Ottmar Miles-Paul lesen.
Der Text ist vom 12. Februar 2026.
Hier kannst du das neue Gesetz lesen.
Das Gesetz wurde am 11. Februar 2026 beschlossen.

Foto: taz
Berlin (kobinet) "Viele behinderte Menschen können es nicht mehr hören, wenn Vertreter*innen der Politik oder Verwaltung schwadronieren, wie wichtig der Abbau der Barrieren in den Köpfen ist. Spätestens seit dem Beschluss des Gesetzentwurfs zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) Anfang der Woche ist klar, wo die größten Barrieren in den Köpfen bestehen. Und vor allem, dass umfassende Barrierefreiheit derzeit von der Bundesregierung nicht gewollt ist." So fasst der Sprecher der LIGA Selbstvertretung Ottmar Miles-Paul seine Meinung zum Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) in einem Gastkommentar in der taz zusammen und betont: "Der Gesetzentwurf zur Änderung des BGG schützt Diskriminierer und nicht Diskriminierte. Dazu werden Unternehmen auch noch aus der Pflicht zur Barrierefreiheit entlassen."
Seine Schlussforderung angesichts des wachsweichen und zum Teil kontraproduktiven Gesetzentwurds ist: „Wenn die Bundestagsabgeordneten diesen Gesetzentwurf nicht entscheidend verbessern, wird sich in Deutschland in Sachen Barrierefreiheit kaum etwas bewegen.“
Link zum Gastkommentar von Ottmar Miles-Paul in der taz vom 12. Februar 2026

Foto: taz
Berlin (kobinet) "Viele behinderte Menschen können es nicht mehr hören, wenn Vertreter*innen der Politik oder Verwaltung schwadronieren, wie wichtig der Abbau der Barrieren in den Köpfen ist. Spätestens seit dem Beschluss des Gesetzentwurfs zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) Anfang der Woche ist klar, wo die größten Barrieren in den Köpfen bestehen. Und vor allem, dass umfassende Barrierefreiheit derzeit von der Bundesregierung nicht gewollt ist." So fasst der Sprecher der LIGA Selbstvertretung Ottmar Miles-Paul seine Meinung zum Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) in einem Gastkommentar in der taz zusammen und betont: "Der Gesetzentwurf zur Änderung des BGG schützt Diskriminierer und nicht Diskriminierte. Dazu werden Unternehmen auch noch aus der Pflicht zur Barrierefreiheit entlassen."
Seine Schlussforderung angesichts des wachsweichen und zum Teil kontraproduktiven Gesetzentwurds ist: „Wenn die Bundestagsabgeordneten diesen Gesetzentwurf nicht entscheidend verbessern, wird sich in Deutschland in Sachen Barrierefreiheit kaum etwas bewegen.“
Link zum Gastkommentar von Ottmar Miles-Paul in der taz vom 12. Februar 2026




