BERLIN (kobinet)
Das Bundes-Amt für Migration und Flüchtlinge heißt kurz: BAMF.
Migration bedeutet: Menschen ziehen um.
Sie gehen an einen anderen Ort.
Sie suchen ein neues Zuhause.
Ein Flüchtling ist eine Person.
Die Person verlässt ihr Heimat-Land.
Dort ist es gefährlich.
Das BAMF hat etwas Neues gesagt.
Das BAMF stoppt Integrations-Kurse.
Integration bedeutet: Menschen kommen zusammen.
Sie werden eine Gruppe.
Alle können mit-machen.
Integrations-Kurse sind Kurse.
Dort lernt man Deutsch.
Dort lernt man auch über Deutschland.
Diese Menschen dürfen nicht mehr teil-nehmen:
Asyl bedeutet: Ein sicherer Ort.
Menschen fliehen dorthin.
Asyl-Suchende bitten um diesen Schutz.
EU bedeutet: Europäische Union.
Das sind 27 Länder in Europa.
Sie arbeiten zusammen.
Geflüchtete sind Menschen.
Sie mussten ihr Land verlassen.
Dort war Krieg oder Gefahr.
Geduldete Menschen haben keine Aufenthalts-Erlaubnis.
Aufenthalts-Erlaubnis ist eine Erlaubnis.
Man bekommt sie vom Amt.
Damit darf man in Deutschland bleiben.
Sie dürfen aber trotzdem bleiben.
Das BAMF erwartet 130.000 Menschen.
Diese Menschen wollen einen Kurs machen.
Sie bekommen keinen Kurs-Platz.
Der Paritätische kritisiert das.
Der Paritätische ist ein Wohl-Fahrts-Verband.
Wohl-Fahrts-Verband bedeutet: Eine Gruppe von Vereinen.
Sie helfen Menschen in Not.
Dr. Joachim Rock leitet den Paritätischen.
Er sagt: Das ist sehr schlecht.
Die Entscheidung muss weg.
Das muss sofort passieren.
Integrations-Kurse sind wichtig.
Die Kurse sind nicht nur Deutsch-Unterricht.
Die Kurse helfen bei der Teil-Habe.
Teil-Habe bedeutet: Mit-Machen.
Man gehört dazu.
Man ist Teil der Gesellschaft.
Die Kurse helfen beim Finden von Arbeit.
Ohne die Kurse gibt es Probleme.
Die Menschen können nicht selbst-bestimmt leben.
Selbst-bestimmt bedeutet: Du entscheidest selbst.
Niemand sagt dir was du tun sollst.
Sie bekommen nur schlecht bezahlte Arbeit.
Das gilt auch für gut ausgebildete Menschen.
Die Entscheidung ist auch schlecht für Kurs-Anbieter.
Kurs-Anbieter haben die Kurse.
Die Teil-Nehmer-Zahl sinkt um 50 Prozent.
Das bedeutet: Die Hälfte der Plätze bleibt leer.
Viele Kurse können nicht starten.
Die gemieteten Räume stehen leer.
Die Mit-Arbeiter verlieren ihre Arbeit.
Entlassen bedeutet: Jemand verliert seine Arbeit.
Der Chef sagt: Du musst gehen.
Manche Menschen haben ein Recht auf einen Kurs.
Aber auch sie bekommen oft keinen Platz.
Joachim Rock sagt: Diese Politik kostet viel Geld.
Die Folgen kosten mehr Geld.
Das ist mehr als das gesparte Geld.

Foto: Alexandra_Koch In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
BERLIN (kobinet) Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat angekündigt, Zulassungen zu Integrationskursen für Asylsuchende, EU-Bürgern, Geflüchtete aus der Ukraine sowie Geduldete zu stoppen. Das wird durch den Paritätischen vehement kritisiert, denn dies bedeutet konkret, dass rund 130.000 potentielle Teilnehmende, die das BAMF für dieses Jahr erwartet, keinen Zugang zu den Angeboten haben werden. "Das ist eine katastrophale integrationspolitische Fehlentscheidung, die sofort zurückgenommen werden muss. Integrationskurse sind weit mehr als Deutschunterricht. Sie sind die Grundlage dafür, dass zugewanderte Menschen Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe und Arbeit erhalten. Wer ihnen diese Kurse verweigert, verbaut ihnen den Weg in ein selbstbestimmtes Leben und drängt sie in den Niedriglohnsektor, unabhängig von ihren mitgebrachten Qualifikationen., erklärt Dr. Joachim Rock, der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes zu dieser Ankündigung.
Zugleich ist das, wie Joachim Rock betont, für die Kursträger existenzbedrohend. Wird sie umgesetzt, dann sinkt die Teilnehmerzahl von heute auf morgen um fast fünfzig Prozent. Kurse können nicht starten, angemietete Räume stehen leer, Personal muss entlassen werden und selbst Zugewanderte mit einem Rechtsanspruch auf einen Kurs können diesen vielerorts aktuell nicht beginnen. „Die Folgen dieser Politik“ so der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, „werden ein Vielfaches dessen kosten, was jetzt vermeintlich eingespart wird.“

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BERLIN (kobinet) Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat angekündigt, Zulassungen zu Integrationskursen für Asylsuchende, EU-Bürgern, Geflüchtete aus der Ukraine sowie Geduldete zu stoppen. Das wird durch den Paritätischen vehement kritisiert, denn dies bedeutet konkret, dass rund 130.000 potentielle Teilnehmende, die das BAMF für dieses Jahr erwartet, keinen Zugang zu den Angeboten haben werden. "Das ist eine katastrophale integrationspolitische Fehlentscheidung, die sofort zurückgenommen werden muss. Integrationskurse sind weit mehr als Deutschunterricht. Sie sind die Grundlage dafür, dass zugewanderte Menschen Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe und Arbeit erhalten. Wer ihnen diese Kurse verweigert, verbaut ihnen den Weg in ein selbstbestimmtes Leben und drängt sie in den Niedriglohnsektor, unabhängig von ihren mitgebrachten Qualifikationen., erklärt Dr. Joachim Rock, der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes zu dieser Ankündigung.
Zugleich ist das, wie Joachim Rock betont, für die Kursträger existenzbedrohend. Wird sie umgesetzt, dann sinkt die Teilnehmerzahl von heute auf morgen um fast fünfzig Prozent. Kurse können nicht starten, angemietete Räume stehen leer, Personal muss entlassen werden und selbst Zugewanderte mit einem Rechtsanspruch auf einen Kurs können diesen vielerorts aktuell nicht beginnen. „Die Folgen dieser Politik“ so der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, „werden ein Vielfaches dessen kosten, was jetzt vermeintlich eingespart wird.“




