BERLIN (kobinet)
Armut ist nicht nur eine Zahl.
Armut betrifft echte Menschen.
Zum Beispiel: Kinder haben keine Winter-Jacke.
Familien können die Heizung nicht bezahlen.
Menschen gehen nicht zum Zahn-Arzt.
Arme Menschen haben große Sorgen.
Armut bedeutet: Menschen haben zu wenig Geld.
Sie können nicht alles zum Leben kaufen.
Sie haben Angst um ihre Wohnung.
Sie fühlen sich oft allein.
Viele werden krank.
Katja Kipping arbeitet beim Paritätischen Gesamt-Verband.
Der Paritätische Gesamt-Verband ist ein Verein.
Der Verein hilft vielen Menschen in Deutschland.
Katja Kipping sagt: 300.000 Menschen mehr sind jetzt arm.
Das sind so viele wie eine ganze Stadt.
Das Statistische Bundes-Amt hat neue Zahlen bekannt gegeben.
Das Statistische Bundes-Amt zählt viele Dinge in Deutschland.
Zum Beispiel: Wie viele Menschen leben hier.
Die Zahlen zeigen: Die Armut steigt.
Früher waren 15,5 Prozent der Menschen arm.
Prozent ist ein Teil von 100.
50 Prozent bedeutet: die Hälfte.
Jetzt sind 16,1 Prozent arm.
Das sind 13,3 Millionen Menschen.
Katja Kipping sagt: Die Regierung muss jetzt handeln.
Eine Regierung leitet ein Land.
Die Regierung besteht aus Politikern und einem Chef.
Die Regierung muss Armut bekämpfen.
Jede neue Regel muss geprüft werden.
Die Frage ist: Macht die Regel mehr Armut?
Dann darf die Regel nicht kommen.
Besonders schlimm: Viele Allein-Erziehende sind arm.
Allein-Erziehende sind Mütter oder Väter.
Sie kümmern sich alleine um ihre Kinder.
28,7 Prozent von ihnen sind arm.
Das ist mehr als jede 4.
Person.
Es gibt den Unterhalts-Vorschuss.
Unterhalts-Vorschuss ist Geld vom Staat.
Das Geld bekommen Kinder von Allein-Erziehenden.
Das Geld ist wichtig für Allein-Erziehende.
Jetzt will die Regierung den Unterhalts-Vorschuss ändern.
Katja Kipping sagt: Das ist gefährlich.
Die Regierung muss Allein-Erziehende schützen.
Sie dürfen nicht weniger Geld bekommen.
Sie brauchen mehr Schutz vor Armut.

Foto: Pixabay/anaterate
BERLIN (kobinet) Armut ist nicht nur eine abstrakte Zahl. Für die Betroffenen bedeutet Armut: Kinder ohne Winterjacke, Familien, die bei der Heizung sparen müssen, Menschen, die den Zahnarztbesuch aufschieben. Armut bedeutet Existenzängste, die Sorge um den möglichen Verlust der Wohnung, Vereinsamung und zunehmende gesundheitliche Probleme. Die Geschäftsführerin beim Paritätischen Gesamtverband, Katja Kipping, verweist mit Blick auf die heute verkündeten vorläufigen Armutszahlen des Statistischen Bundesamtes darauf, dass innerhalb nur eines Jahres rund 300.000 Menschen mehr von Armut betroffen sind. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl einer Stadt wie Karlsruhe oder Mannheim. Die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen: Die Armut in Deutschland steigt von 15,5 auf 16,1 Prozent und von knapp 13 Millionen auf 13,3 Millionen Armutsbetroffene.
Armut ist nicht nur eine abstrakte Zahl. „Diese Zahlen sind deshalb ein Handlungsauftrag für die Regierung.“, so Kipping. „Die Regierung steht“, wie die Geschäftsführerin beim Paritätischen Gesamtverband betont, „in der Pflicht, Armut abzubauen und nicht zu verschärfen. Jede sozialpolitische Reform muss deshalb einem Armutsvermeidungs-Check unterzogen werden. Heißt: Jede geplante Maßnahme, die droht Armut zu verschärfen, ist zu unterlassen. Sozialleistungen sind stattdessen armutsfest auszugestalten.“
„Besonders alarmierend: 28,7 Prozent der Alleinerziehenden sind von Armut bedroht. Mehr als jede vierte alleinerziehende Person. Ausgerechnet jetzt diskutiert die Kommission zur Sozialstaatsreform auch Veränderungen beim Unterhaltsvorschuss. Diese Leistung ist gerade für Alleinerziehende eine wichtige Stütze. Angesichts der besonderen Verletzlichkeit dieser Gruppe steht die Regierung hier besonders in der Pflicht sicherzustellen, dass Alleinerziehende nicht schlechter gestellt werden, sondern zukünftig besser vor Armut geschützt werden.“ konstatiert Katja Kipping.

Foto: Pixabay/anaterate
BERLIN (kobinet) Armut ist nicht nur eine abstrakte Zahl. Für die Betroffenen bedeutet Armut: Kinder ohne Winterjacke, Familien, die bei der Heizung sparen müssen, Menschen, die den Zahnarztbesuch aufschieben. Armut bedeutet Existenzängste, die Sorge um den möglichen Verlust der Wohnung, Vereinsamung und zunehmende gesundheitliche Probleme. Die Geschäftsführerin beim Paritätischen Gesamtverband, Katja Kipping, verweist mit Blick auf die heute verkündeten vorläufigen Armutszahlen des Statistischen Bundesamtes darauf, dass innerhalb nur eines Jahres rund 300.000 Menschen mehr von Armut betroffen sind. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl einer Stadt wie Karlsruhe oder Mannheim. Die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen: Die Armut in Deutschland steigt von 15,5 auf 16,1 Prozent und von knapp 13 Millionen auf 13,3 Millionen Armutsbetroffene.
Armut ist nicht nur eine abstrakte Zahl. „Diese Zahlen sind deshalb ein Handlungsauftrag für die Regierung.“, so Kipping. „Die Regierung steht“, wie die Geschäftsführerin beim Paritätischen Gesamtverband betont, „in der Pflicht, Armut abzubauen und nicht zu verschärfen. Jede sozialpolitische Reform muss deshalb einem Armutsvermeidungs-Check unterzogen werden. Heißt: Jede geplante Maßnahme, die droht Armut zu verschärfen, ist zu unterlassen. Sozialleistungen sind stattdessen armutsfest auszugestalten.“
„Besonders alarmierend: 28,7 Prozent der Alleinerziehenden sind von Armut bedroht. Mehr als jede vierte alleinerziehende Person. Ausgerechnet jetzt diskutiert die Kommission zur Sozialstaatsreform auch Veränderungen beim Unterhaltsvorschuss. Diese Leistung ist gerade für Alleinerziehende eine wichtige Stütze. Angesichts der besonderen Verletzlichkeit dieser Gruppe steht die Regierung hier besonders in der Pflicht sicherzustellen, dass Alleinerziehende nicht schlechter gestellt werden, sondern zukünftig besser vor Armut geschützt werden.“ konstatiert Katja Kipping.




