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Lange Wartezeiten auf Schwerbehindertenausweis in Sachsen-Anhalt

Flagge Bundesland Sachsen-Anhalt
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Foto: gemeinfrei

Magdeburg (kobinet) Wenn Verwaltungen zu wenig Personal haben, es nicht genug Gutachter*innen gibt oder die Regelungen überbürokratisiert sind, zahlen behinderte Menschen meist die Zeche, in dem die Bearbeitung und Bewilligung von Anträgen lange auf sich warten lassen. So in vielen Bundesländern beispielsweise bei der Bearbeitung von Anträgen zur Anerkennung einer Schwerbehinderung. "Wer in Sachsen-Anhalt den Grad der Behinderung feststellen lassen will, braucht derzeit vor allem Geduld. Antragsteller warten aktuell zwischen neun und 18 Monaten auf einen Bescheid. Häufig folgen anschließend Widersprüche und Klagen. In dieser Zeit leben viele Betroffene in finanzieller, rechtlicher und psychischer Unsicherheit. Ihnen fehlen Nachteilsausgleiche, wie steuerliche Vorteile, Rentenansprüche oder Zugang zu Unterstützung im Alltag durch Assistenz. Oft verschlechtert sich der Gesundheitszustand während der langen Wartezeit weiter", heißt es beispielsweise in einem Bericht des mdr. Ob die Neustrukturierung der Verwaltung in Sachsen-Anhalt Verbesserungen bringt, das ist noch offen.

„Um unzumutbar lange Wartezeiten bei der Anerkennung von Schwerbehinderungen abzubauen, strukturiert die Landesregierung in Sachsen-Anhalt die Sozialverwaltung grundlegend um. Ein neues Landesamt für Arbeit, Soziales und Gesundheit soll künftig in der Zuständigkeit des Sozialministeriums arbeiten und Verfahren beschleunigen. Zentrale Hebel sind die Digitalisierung der Verfahren und die Erhöhung des Gutachterpools. Doch an der geplanten Neugründung gibt es auch deutliche Kritik“, heißt es weiter im mdr-Bericht.

Link zum mdr-Bericht über die Situation in Sachsen-Anhalt