Magdeburg (kobinet)
Manche Verwaltungen haben zu wenig Mitarbeiter.
Verwaltungen sind Ämter und Behörden.
Sie kümmern sich um wichtige Aufgaben für alle Menschen.
Oder es gibt nicht genug Fach-Leute.
Die Fach-Leute heißen: Gut-achter.
Manchmal sind die Regeln zu kompliziert.
Dann müssen Menschen mit Behinderung lange warten.
Sie warten auf die Bearbeitung von ihren Anträgen.
Das ist zum Beispiel so in vielen Bundes-Ländern.
Es geht um Anträge für die Schwer-behinderung.
In Sachsen-Anhalt ist es besonders schlimm.
Menschen warten sehr lange auf einen Bescheid.
Ein Bescheid ist eine Entscheidung.
Die Entscheidung kommt als Brief.
Sie warten zwischen 9 und 18 Monaten.
Das berichtet der mdr.
Oft sind die Menschen nicht einverstanden.
Dann gibt es Widerspruch oder Klage.
Eine Klage ist ein Antrag bei einem Gericht.
Man will damit sein Recht bekommen.
In dieser Zeit haben viele Menschen Probleme.
Sie haben Geld-Probleme.
Sie haben rechtliche Probleme.
Sie haben psychische Probleme.
Sie bekommen keine Hilfen.
Zum Beispiel: Steuer-Vorteile.
Du musst weniger Geld an den Staat zahlen.
Das heißt: Du darfst mehr Geld für dich behalten.
Oder: Anspruch auf Rente.
Das bedeutet: Du hast ein Recht auf etwas.
Dir steht etwas zu.
Rente ist Geld für alte Menschen.
Sie müssen nicht mehr arbeiten.
Oder: Unterstützung im Alltag durch Assistenz.
Eine Assistenz hilft anderen Menschen.
Die Hilfe ist im Alltag.
Oft wird die Gesundheit schlechter.
Das passiert während der langen Warte-zeit.
Die Landes-Regierung in Sachsen-Anhalt macht etwas.
Die Landes-regierung regiert ein Bundes-land.
Dort arbeiten Minister und Ministerinnen.
Sie verändert die Verwaltung.
Es soll ein neues Landes-amt geben.
Das Amt heißt: Landes-amt für Arbeit, Soziales und Gesundheit.
Das Amt soll schneller arbeiten.
Das Amt will mehr Computer nutzen.
Das nennt man: Digitalisierung.
Digitalisierung bedeutet: Dinge mit dem Computer machen.
Nicht mehr mit Papier arbeiten.
Und: Es soll mehr Gut-achter geben.
Aber: Manche Menschen sind nicht zufrieden.
Sie kritisieren den Plan.
Ob der Plan hilft, ist noch nicht klar.

Foto: gemeinfrei
Magdeburg (kobinet) Wenn Verwaltungen zu wenig Personal haben, es nicht genug Gutachter*innen gibt oder die Regelungen überbürokratisiert sind, zahlen behinderte Menschen meist die Zeche, in dem die Bearbeitung und Bewilligung von Anträgen lange auf sich warten lassen. So in vielen Bundesländern beispielsweise bei der Bearbeitung von Anträgen zur Anerkennung einer Schwerbehinderung. "Wer in Sachsen-Anhalt den Grad der Behinderung feststellen lassen will, braucht derzeit vor allem Geduld. Antragsteller warten aktuell zwischen neun und 18 Monaten auf einen Bescheid. Häufig folgen anschließend Widersprüche und Klagen. In dieser Zeit leben viele Betroffene in finanzieller, rechtlicher und psychischer Unsicherheit. Ihnen fehlen Nachteilsausgleiche, wie steuerliche Vorteile, Rentenansprüche oder Zugang zu Unterstützung im Alltag durch Assistenz. Oft verschlechtert sich der Gesundheitszustand während der langen Wartezeit weiter", heißt es beispielsweise in einem Bericht des mdr. Ob die Neustrukturierung der Verwaltung in Sachsen-Anhalt Verbesserungen bringt, das ist noch offen.
„Um unzumutbar lange Wartezeiten bei der Anerkennung von Schwerbehinderungen abzubauen, strukturiert die Landesregierung in Sachsen-Anhalt die Sozialverwaltung grundlegend um. Ein neues Landesamt für Arbeit, Soziales und Gesundheit soll künftig in der Zuständigkeit des Sozialministeriums arbeiten und Verfahren beschleunigen. Zentrale Hebel sind die Digitalisierung der Verfahren und die Erhöhung des Gutachterpools. Doch an der geplanten Neugründung gibt es auch deutliche Kritik“, heißt es weiter im mdr-Bericht.

Foto: gemeinfrei
Magdeburg (kobinet) Wenn Verwaltungen zu wenig Personal haben, es nicht genug Gutachter*innen gibt oder die Regelungen überbürokratisiert sind, zahlen behinderte Menschen meist die Zeche, in dem die Bearbeitung und Bewilligung von Anträgen lange auf sich warten lassen. So in vielen Bundesländern beispielsweise bei der Bearbeitung von Anträgen zur Anerkennung einer Schwerbehinderung. "Wer in Sachsen-Anhalt den Grad der Behinderung feststellen lassen will, braucht derzeit vor allem Geduld. Antragsteller warten aktuell zwischen neun und 18 Monaten auf einen Bescheid. Häufig folgen anschließend Widersprüche und Klagen. In dieser Zeit leben viele Betroffene in finanzieller, rechtlicher und psychischer Unsicherheit. Ihnen fehlen Nachteilsausgleiche, wie steuerliche Vorteile, Rentenansprüche oder Zugang zu Unterstützung im Alltag durch Assistenz. Oft verschlechtert sich der Gesundheitszustand während der langen Wartezeit weiter", heißt es beispielsweise in einem Bericht des mdr. Ob die Neustrukturierung der Verwaltung in Sachsen-Anhalt Verbesserungen bringt, das ist noch offen.
„Um unzumutbar lange Wartezeiten bei der Anerkennung von Schwerbehinderungen abzubauen, strukturiert die Landesregierung in Sachsen-Anhalt die Sozialverwaltung grundlegend um. Ein neues Landesamt für Arbeit, Soziales und Gesundheit soll künftig in der Zuständigkeit des Sozialministeriums arbeiten und Verfahren beschleunigen. Zentrale Hebel sind die Digitalisierung der Verfahren und die Erhöhung des Gutachterpools. Doch an der geplanten Neugründung gibt es auch deutliche Kritik“, heißt es weiter im mdr-Bericht.




