BERLIN (kobinet)
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk hat eine Forderung.
Die Forderung geht an den Bund.
Der Bund bedeutet: Die Regierung von ganz Deutschland.
Die Forderung geht an die Länder.
Die Länder sind zum Beispiel Bayern oder Sachsen.
Die Forderung geht an die Kommunen.
Kommune bedeutet: Eine Stadt oder Gemeinde.
Die Forderung lautet: Bekämpft die Kinder-Armut in Deutschland!
Das Statistische Bundes-Amt hat neue Zahlen veröffentlicht.
Das Statistische Bundes-Amt zählt wichtige Dinge in Deutschland.
Die Zahlen zeigen: Kinder-Armut ist ein großes Problem.
Die bisherigen Hilfen reichen nicht aus.
Die Armuts-Gefahr ist sogar gestiegen.
Das bedeutet: Noch mehr Kinder sind von Armut bedroht.
Holger Hofmann ist Bundes-Geschäfts-Führer.
Er arbeitet beim Deutschen Kinder-Hilfs-Werk.
Er leitet die Arbeit in ganz Deutschland.
Er sagt: Wir müssen die Kinder-Armut bekämpfen.
Das muss jetzt eine wichtige Aufgabe sein.
Kein Kind darf zurück-gelassen werden.
Alle Kinder sollen gut aufwachsen können.
Alle Kinder sollen gesund aufwachsen können.
Wichtig ist: Der Wohn-Ort darf keine Rolle spielen.
Die soziale Herkunft darf keine Rolle spielen.
Soziale Herkunft bedeutet: Aus welcher Familie kommt ein Kind.
Das bedeutet: Egal wo ein Kind wohnt.
Egal aus welcher Familie ein Kind kommt.
Alle Kinder sollen die gleichen Chancen haben.
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk hat Vorschläge.
Erster Vorschlag: Kinder brauchen eigenes Geld.
Das Geld soll nur für sie sein.
Zweiter Vorschlag: Kinder brauchen gute Bildungs-Angebote.
Die Angebote müssen leicht zugänglich sein.
Leicht zugänglich bedeutet: Jeder kann sie nutzen.
Dritter Vorschlag: Kinder brauchen Teil-Habe-Angebote.
Teil-Habe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Die Angebote sollen in der Nähe sein.
Also dort, wo die Kinder wohnen.
Sport und Spiel sind wichtig.
Mit-Bestimmung ist wichtig.
Holger Hofmann sagt: Die Bundes-Regierung muss handeln.
Die Bundes-Regierung arbeitet für ganz Deutschland.
Das Geld im Haushalt ist knapp.
Haushalt bedeutet: Das Geld vom Staat.
Trotzdem muss etwas passieren.
Sonst werden noch mehr Kinder abgehängt.
Abgehängt bedeutet: Sie haben keine guten Chancen mehr.
Kinder-Armut hat schlimme Folgen.
Je länger Kinder in Armut leben, desto schlimmer wird es.
Sie können nicht gut lernen.
Sie können nicht überall mit-machen.
Das schadet ihrer Entwicklung.
Das schadet ihren beruflichen Chancen später.
Holger Hofmann berichtet von den Kinder-Häusern.
Kinder-Häuser sind Einrichtungen für Kinder.
Dort arbeiten Fach-Kräfte.
Fach-Kräfte haben eine besondere Ausbildung für ihre Arbeit.
Früher haben sie Bildungs-Angebote gemacht.
Früher haben sie Freizeit-Angebote gemacht.
Heute müssen sie sich um die Versorgung kümmern.
Das bedeutet: Die Kinder haben nicht genug zu essen.
Die Kinder haben nicht genug zum Anziehen.
Viele Kinder gehen zu den Tafeln.
Die Tafeln geben Essen an arme Menschen.
30 von 100 Menschen bei den Tafeln sind Kinder.
Das ist viel mehr als normal.
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk fordert: Alle müssen zusammen-arbeiten.
Der Bund muss mit-machen.
Die Länder müssen mit-machen.
Die Kommunen müssen mit-machen.
Sie müssen mehr Geld bereit-stellen.
Das Geld soll die Kinder-Armut verringern.
Das Geld soll die soziale Infrastruktur stärken.
Soziale Infrastruktur bedeutet: Wichtige Dinge zum Leben.
Zum Beispiel Schulen und Kinder-Gärten.
Zum Beispiel: Schulen, Kinder-Gärten, Jugend-Zentren.
Diese Investitionen sind wichtig.
Investition bedeutet: Geld ausgeben für die Zukunft.
Das Geld zahlt sich später aus.
Es führt zu mehr Wachstum.
Es führt zu mehr Zusammen-Halt in der Gesellschaft.
Holger Hofmann sagt: In Deutschland gibt es ein Problem.
Die soziale Herkunft entscheidet über die Zukunft.
Der Wohn-Ort entscheidet über die Zukunft.
Das ist nicht gerecht.
Das muss sich ändern.
Es braucht große Reformen.
Reform bedeutet: Veränderungen von Regeln oder Gesetzen.
Die Reformen müssen den Kindern helfen.
Die Reformen müssen den Jugendlichen helfen.
Denn es brennt an allen Ecken und Enden.
Das bedeutet: Es gibt viele Probleme.
Deutschland braucht mehr Geld für Bildung.
Deutschland braucht mehr Geld für die öffentliche Infrastruktur.
Deutschland braucht mehr Geld gegen Kinder-Armut.
Deutschland braucht mehr Medien-Bildung.
Medien-Bildung bedeutet: Lernen über Internet und Computer.
Deutschland braucht mehr Fach-Kräfte im Bildungs-System.
Bildungs-System bedeutet: Alle Schulen und Kinder-Gärten in Deutschland.
Wichtig ist auch: Kinder und Jugendliche müssen mit-reden können.
Das nennt man: Beteiligung.
Beteiligung bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Ihre Interessen sind wichtig.
Ihre Bedürfnisse sind wichtig.
Man darf nicht über ihre Köpfe hinweg entscheiden.
Das bedeutet: Man darf nicht ohne sie entscheiden.
Holger Hofmann sagt: Beteiligung ist ein wichtiger Wert.
Sie gehört zu unserer Demokratie.
Demokratie bedeutet: Das Volk entscheidet über wichtige Dinge.
Auch Kinder und Jugendliche müssen mit-bestimmen können.

Foto: Pixabay/geralt
BERLIN (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert von Bund, Ländern und Kommunen konkrete sozialpolitische Schritte, um endlich die Kinderarmut in Deutschland wirkungsvoll zu bekämpfen. "Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zeigen eindeutig, dass die bisherigen sozialpolitischen Ansätze zur Reduzierung der Kinderarmut nicht wirken. Im Vergleich zum Vorjahr ist die relative Armutsgefährdung sogar gestiegen. Deshalb muss aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes die Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland endlich priorisiert werden. Kein Kind zurücklassen bedeutet in diesem Zusammenhang, allen Kindern ein gutes und gesundes Aufwachsen sowie gleichwertige Lebensverhältnisse unabhängig von ihrem Wohnort und ihrer sozialen Herkunft zu ermöglichen. Dies kann aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes nur durch das Zusammenspiel einer eigenständigen finanziellen Leistung für Kindern und Jugendliche mit einer gleichzeitigen Absicherung ihrer Bildungs- und Teilhabebedarfe durch ein chancengerechtes, leicht zugängliches und armutspräventives Angebot in ihrem Lebensumfeld gelingen.
Zudem müssen wir ihre Resilienz durch Angebote der Mitbestimmung, durch Sport und Spiel stärken. Hierzu braucht es trotz schwieriger Haushaltslagen endlich ein klares Bekenntnis der Bundesregierung und vor allem konkrete Maßnahmen, die Kinderarmut wirksam bekämpfen und dadurch verhindern, dass noch mehr Kinder abgehängt werden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
„Je länger Kinder in Armut aufwachsen und unter Teilhabe- und Bildungsbenachteiligungen leiden, desto weitreichender sind die Langzeitfolgen für ihre Entwicklung und beruflichen Perspektiven. Demgegenüber brauchen wir nicht nur die Ausstattung von Kindern mit dem Allernötigsten, sondern für alle Kinder muss gesellschaftliche Teilhabe ausreichend möglich sein. In unseren Kinderhäusern müssen sich die Fachkräfte zunehmend um die Versorgung der Kinder anstatt um Bildungs- und Freizeitangebote kümmern. Schon jetzt sind rund 30 Prozent der Kundinnen und Kunden der Tafeln Kinder, bei einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von rund 17 Prozent. Auch das zeigt, dass hier vieles im Argen liegt“, so Hofmann weiter.
Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes müssen Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen und zusätzliche Finanzspielräume schaffen, damit die Kinderarmut in Deutschland signifikant reduziert und die soziale Infrastruktur insgesamt massiv gestärkt werden kann. Diese Investitionen für Kinder und ihre Familien werden sich langfristig auszahlen, denn sie führen zu mehr Wachstum und mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt. In Deutschland entscheiden noch immer die soziale Herkunft und der Wohnort maßgeblich über Teilhabemöglichkeiten und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen. „Hier braucht es durchgreifende Reformen zugunsten von Kindern und Jugendlichen. Denn wenn es um ihre Zukunftschancen geht, brennt es an allen Ecken und Enden. Wir müssen deutlich mehr finanzielle Mittel als bisher für die öffentliche Infrastruktur, für die Bildung, für die Bekämpfung der Kinderarmut, für mehr Medienbildung oder für die Beseitigung des Fachkräftemangels im Bildungssystem aufbringen. All das muss eingebettet sein in einen breiten Beteiligungsprozess, der Kinder und Jugendliche mit ihren Interessen und Bedürfnissen ernst nimmt und nicht über ihre Köpfe hinweg entscheidet, denn die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist ein zentraler Wert unserer demokratischen Gesellschaft“, sagt Holger Hofmann.

Foto: Pixabay/geralt
BERLIN (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert von Bund, Ländern und Kommunen konkrete sozialpolitische Schritte, um endlich die Kinderarmut in Deutschland wirkungsvoll zu bekämpfen. "Die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zeigen eindeutig, dass die bisherigen sozialpolitischen Ansätze zur Reduzierung der Kinderarmut nicht wirken. Im Vergleich zum Vorjahr ist die relative Armutsgefährdung sogar gestiegen. Deshalb muss aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes die Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland endlich priorisiert werden. Kein Kind zurücklassen bedeutet in diesem Zusammenhang, allen Kindern ein gutes und gesundes Aufwachsen sowie gleichwertige Lebensverhältnisse unabhängig von ihrem Wohnort und ihrer sozialen Herkunft zu ermöglichen. Dies kann aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes nur durch das Zusammenspiel einer eigenständigen finanziellen Leistung für Kindern und Jugendliche mit einer gleichzeitigen Absicherung ihrer Bildungs- und Teilhabebedarfe durch ein chancengerechtes, leicht zugängliches und armutspräventives Angebot in ihrem Lebensumfeld gelingen.
Zudem müssen wir ihre Resilienz durch Angebote der Mitbestimmung, durch Sport und Spiel stärken. Hierzu braucht es trotz schwieriger Haushaltslagen endlich ein klares Bekenntnis der Bundesregierung und vor allem konkrete Maßnahmen, die Kinderarmut wirksam bekämpfen und dadurch verhindern, dass noch mehr Kinder abgehängt werden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
„Je länger Kinder in Armut aufwachsen und unter Teilhabe- und Bildungsbenachteiligungen leiden, desto weitreichender sind die Langzeitfolgen für ihre Entwicklung und beruflichen Perspektiven. Demgegenüber brauchen wir nicht nur die Ausstattung von Kindern mit dem Allernötigsten, sondern für alle Kinder muss gesellschaftliche Teilhabe ausreichend möglich sein. In unseren Kinderhäusern müssen sich die Fachkräfte zunehmend um die Versorgung der Kinder anstatt um Bildungs- und Freizeitangebote kümmern. Schon jetzt sind rund 30 Prozent der Kundinnen und Kunden der Tafeln Kinder, bei einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von rund 17 Prozent. Auch das zeigt, dass hier vieles im Argen liegt“, so Hofmann weiter.
Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes müssen Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen und zusätzliche Finanzspielräume schaffen, damit die Kinderarmut in Deutschland signifikant reduziert und die soziale Infrastruktur insgesamt massiv gestärkt werden kann. Diese Investitionen für Kinder und ihre Familien werden sich langfristig auszahlen, denn sie führen zu mehr Wachstum und mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt. In Deutschland entscheiden noch immer die soziale Herkunft und der Wohnort maßgeblich über Teilhabemöglichkeiten und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen. „Hier braucht es durchgreifende Reformen zugunsten von Kindern und Jugendlichen. Denn wenn es um ihre Zukunftschancen geht, brennt es an allen Ecken und Enden. Wir müssen deutlich mehr finanzielle Mittel als bisher für die öffentliche Infrastruktur, für die Bildung, für die Bekämpfung der Kinderarmut, für mehr Medienbildung oder für die Beseitigung des Fachkräftemangels im Bildungssystem aufbringen. All das muss eingebettet sein in einen breiten Beteiligungsprozess, der Kinder und Jugendliche mit ihren Interessen und Bedürfnissen ernst nimmt und nicht über ihre Köpfe hinweg entscheidet, denn die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist ein zentraler Wert unserer demokratischen Gesellschaft“, sagt Holger Hofmann.




