Nürnberg (kobinet)
Die Wirtschaft macht viele Vorschläge.
Auch die CDU macht viele Vorschläge.
Auch die CSU macht viele Vorschläge.
Wirtschaft bedeutet: Menschen kaufen Sachen mit Geld.
Menschen verkaufen Sachen für Geld.
Die CDU ist eine Partei in Deutschland.
CDU bedeutet: Christlich Demokratische Union Deutschlands.
Die CSU ist eine Partei.
CSU bedeutet: Christlich-Soziale Union in Bayern.
Die Vorschläge kommen fast jeden Tag.
In den Vorschlägen steht: Die Menschen sollen mehr arbeiten.
Die Menschen sollen länger am Tag arbeiten.
Die Menschen sollen weniger in Teil-zeit arbeiten.
Du arbeitest weniger Stunden als andere Menschen.
Du hast mehr Frei·zeit.
Die Kranken-Versicherung soll weniger bezahlen.
Eine Kranken·versicherung bezahlt den Arzt für dich.
Eine Kranken·versicherung nennt man auch Kranken·kasse.
Die Menschen sollen länger bis zur Rente arbeiten.
Rente ist Geld für alte Menschen.
Sie müssen nicht mehr arbeiten.
Aber niemand redet darüber: Wie die Wirtschaft mehr Arbeits-Plätze schafft.
Niemand redet darüber: Wie die Arbeits-Plätze besser zu den Menschen passen.
Das wäre aber sehr wichtig.
Im Januar 2025 gibt es sehr viele arbeits-lose Menschen.
Arbeits-lose Menschen sind Menschen ohne Arbeit.
Sie suchen eine neue Arbeit.
Es sind über 3 Millionen Menschen ohne Arbeit.
Das ist der höchste Stand seit 12 Jahren.
Besonders schlimm ist es für Menschen mit Behinderung.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
192.327 schwer-behinderte Menschen haben keine Arbeit.
Das ist ein trauriger Rekord.
Rekordhoch bedeutet: Das ist das Größte bisher.
So viel gab es noch nie vorher.
So viele waren es noch nie seit dem Jahr 2007.
Im Januar 2024 waren es noch 7.000 Menschen weniger.
Vor der Corona-Zeit war es noch besser.
Das Corona·virus ist ein Virus.
Es kann Menschen krank machen.
Im Januar 2020 waren 161.075 Menschen ohne Arbeit.
Das waren über 30.000 Menschen weniger als heute.
Der Anstieg ist sehr stark.
Die Wirtschaft muss jetzt handeln.
Die Politik muss jetzt handeln.
Es braucht Programme für Menschen mit Behinderung.
Ein Computer·programm hilft dir am Computer.
Damit kannst du verschiedene Sachen machen.
Es braucht mehr Arbeits-Plätze für diese Menschen.
In Werk-stätten für Menschen mit Behinderung arbeiten viele.
Ein Atelier ist ein Arbeits-raum für Künstler.
Dort macht der Künstler seine Kunst.
Es sind über 300.000 Menschen.
Diese Menschen bekommen sehr wenig Geld.
Sie bekommen etwa 226 Euro im Monat.
Das ist viel weniger als der Mindest-Lohn.
Mindest-lohn bedeutet: Das ist das wenigste Geld für Arbeit.
Weniger Geld darf es nicht sein.
Nur sehr wenige kommen aus der Werk-statt heraus.
Nur 0,35 Prozent bekommen einen normalen Arbeits-Platz.
Das ist viel zu wenig.
Das muss sich ändern.
Die LIGA Selbst-Vertretung stellt viele Fragen:
Wo sind die Programme für schwer-behinderte Menschen?
Wo ist die Reform für einen besseren Arbeits-Markt?
Reform bedeutet: Man ändert etwas.
Man macht etwas besser.
Wo ist der Plan für mehr Inklusion?
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Diese Fragen sind sehr wichtig.

Foto: BA
Nürnberg (kobinet) Vertreter*innen der Wirtschaft und der CDU/CSU überschlagen sich fast täglich mit Vorschlägen, dass Arbeitnehmer*innen mehr arbeiten sollen, dass die wöchentliche Arbeitszeit erhöht und die tägliche Arbeitszeit von acht Stunden flexibilisiert werden soll, das Recht auf Teilzeitarbeit aufgeweicht gehört, dass Leistungen der Krankenversicherung gekürzt oder gar gestrichen und die Lebensarbeitszeit bis zur Rente verlängert werden soll. Was man jedoch wenig hört ist, wie die Wirtschaft mehr Arbeitsplätze schafft und diese vor allem auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer*innen besser anpasst. Und genau das wäre dringender nötig denn je. Nicht nur, dass die Arbeitslosigkeit im Januar den höchsten Stand seit 12 Jahren erreicht und die Marke von 3 Millionen überschritten hat, so gibt es auch bei der Zahl der gemeldeten schwerbehinderten Arbeitslosen einen traurigen Rekord zu vermelden. Erstmals in der von der Agentur für Arbeit seit Januar 2007 geführten Liste zur Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen wurde die Zahl von 190.000 überschritten. Im Januar waren sogar 192.327 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Ein Anstieg gegenüber dem Januar von 2025 von über 7.000. Damals waren 185.168 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.
Blickt man in der Statistik zurück auf die Zeit vor der Corona-Pandemie wird der massive Anstieg der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen noch deutlicher. Im Januar 2000 waren 161.075 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, das waren über 30.000 weniger als derzeit im Januar 2025.
Ein solch massiver Anstieg der Arbeitslosígkeit generell fordert weniger Gepolter vonseiten derjenigen, die eigentlich Job schaffen sollen bzw. für die Arbeitsmarktpolitik verantwortlich sind, sondern konkretes Handeln, vor allem auch im Hinblick auf die enorm hohe Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen. Und dabei sind noch gar nicht die über 300.000 behinderten Menschen mitgezählt, die in Werkstätten für behinderte Menschen bei einer jährlichen Vermittlungsquote von ca. 0,35 Prozent kaum eine Chance auf Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt haben und weit unter dem Mindestlohn für duchschnittlich ca. 226 Euro im Monat arbeiten. Wo sind die wirksamen Beschäftigungsprogramme zur gezielten Förderung schwerbehinderter Arbeitsuchender? Wo ist die Reform für einen inklusiveren Arbeitsmarkt, die schon seit langem auf die lange Bank geschoben wird? Wo bleibt die Strategie und ein gezielter Aktionsplan von der Exklusion zur Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt? Diese und viele andere Fragen stellen sich Verbände wie die LIGA Selbstvertretung angesichts der neuen Zahlen im Hinblick auf die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen.

Foto: BA
Nürnberg (kobinet) Vertreter*innen der Wirtschaft und der CDU/CSU überschlagen sich fast täglich mit Vorschlägen, dass Arbeitnehmer*innen mehr arbeiten sollen, dass die wöchentliche Arbeitszeit erhöht und die tägliche Arbeitszeit von acht Stunden flexibilisiert werden soll, das Recht auf Teilzeitarbeit aufgeweicht gehört, dass Leistungen der Krankenversicherung gekürzt oder gar gestrichen und die Lebensarbeitszeit bis zur Rente verlängert werden soll. Was man jedoch wenig hört ist, wie die Wirtschaft mehr Arbeitsplätze schafft und diese vor allem auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer*innen besser anpasst. Und genau das wäre dringender nötig denn je. Nicht nur, dass die Arbeitslosigkeit im Januar den höchsten Stand seit 12 Jahren erreicht und die Marke von 3 Millionen überschritten hat, so gibt es auch bei der Zahl der gemeldeten schwerbehinderten Arbeitslosen einen traurigen Rekord zu vermelden. Erstmals in der von der Agentur für Arbeit seit Januar 2007 geführten Liste zur Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen wurde die Zahl von 190.000 überschritten. Im Januar waren sogar 192.327 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Ein Anstieg gegenüber dem Januar von 2025 von über 7.000. Damals waren 185.168 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.
Blickt man in der Statistik zurück auf die Zeit vor der Corona-Pandemie wird der massive Anstieg der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen noch deutlicher. Im Januar 2000 waren 161.075 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, das waren über 30.000 weniger als derzeit im Januar 2025.
Ein solch massiver Anstieg der Arbeitslosígkeit generell fordert weniger Gepolter vonseiten derjenigen, die eigentlich Job schaffen sollen bzw. für die Arbeitsmarktpolitik verantwortlich sind, sondern konkretes Handeln, vor allem auch im Hinblick auf die enorm hohe Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen. Und dabei sind noch gar nicht die über 300.000 behinderten Menschen mitgezählt, die in Werkstätten für behinderte Menschen bei einer jährlichen Vermittlungsquote von ca. 0,35 Prozent kaum eine Chance auf Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt haben und weit unter dem Mindestlohn für duchschnittlich ca. 226 Euro im Monat arbeiten. Wo sind die wirksamen Beschäftigungsprogramme zur gezielten Förderung schwerbehinderter Arbeitsuchender? Wo ist die Reform für einen inklusiveren Arbeitsmarkt, die schon seit langem auf die lange Bank geschoben wird? Wo bleibt die Strategie und ein gezielter Aktionsplan von der Exklusion zur Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt? Diese und viele andere Fragen stellen sich Verbände wie die LIGA Selbstvertretung angesichts der neuen Zahlen im Hinblick auf die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen.




