BERLIN (kobinet)
Anne Lütkes hat einen neuen Job.
Sie ist jetzt Präsidentin vom Deutschen Kinder-Hilfs-Werk.
Präsidentin bedeutet: Sie ist die Chefin.
Das Deutsche Kinder-Hilfs-Werk ist eine Organisation.
Eine Organisation ist eine Gruppe von Menschen.
Die Menschen arbeiten zusammen.
Die Organisation hilft Kindern.
Sie setzt sich für Kinder-Rechte ein.
Anne Lütkes hat das Amt von Thomas Krüger übernommen.
Thomas Krüger war 30 Jahre lang Präsident.
Jetzt wollte er aufhören.
Anne Lütkes ist Anwältin.
Sie kennt sich gut mit Familien-Recht aus.
Seit 2006 arbeitet sie im Vorstand.
Der Vorstand ist eine Gruppe von Chef-Personen.
Sie treffen wichtige Entscheidungen.
Zuletzt war sie Vize-Präsidentin.
Vize-Präsidentin bedeutet: Sie war die Stell-Vertreterin vom Chef.
Anne Lütkes war früher auch Ministerin.
Ein Minister arbeitet in der Regierung.
Minister helfen beim Regieren von Deutschland.
Das war in Schleswig-Holstein.
Sie war von 2000 bis 2005 Ministerin.
Sie war zuständig für Justiz.
Justiz bedeutet: Alle Gerichte in Deutschland.
Die Gerichte entscheiden bei Streit.
Und sie war zuständig für Familien und Jugend.
Von 2010 bis 2017 hatte sie noch einen Job.
Sie war Regierungs-Präsidentin in Düsseldorf.
Eine Regierungs-Präsidentin leitet ein Amt.
Das Amt hilft der Landes-Regierung.
Anne Lütkes sagt:
Wir arbeiten weiter an wichtigen Themen.
Zum Beispiel an Kinder-Rechten in Deutschland.
Es gibt die UN-Kinder-Rechts-Konvention.
Die UN-Kinder-Rechts-Konvention ist ein Vertrag.
Viele Länder haben unterschrieben.
Der Vertrag sagt: Kinder haben besondere Rechte.
Deutschland hält sich nicht immer daran.
Das Kinder-Hilfs-Werk hat einen Kinder-Rechte-Index gemacht.
Ein Index ist eine Übersicht.
Die Übersicht zeigt Informationen zu einem Thema.
Der Index zeigt viele Probleme.
Der Staat muss mehr für Kinder tun.
Wichtig sind diese Themen:
Kinder sollen mehr mit-bestimmen können.
Das nennt man: Kinder-Beteiligung.
Dafür braucht es gute Strukturen.
Strukturen bedeutet: Wie etwas aufgebaut ist.
Die Ordnung von etwas.
Die Strukturen müssen lange bestehen bleiben.
Ein anderes Thema ist Kinder-Armut.
Viele Kinder in Deutschland sind arm.
Das muss sich ändern.
Auch Kinder-Schutz in den Medien ist wichtig.
Medien sind zum Beispiel Internet und Fernsehen.
Kinder müssen dort gut geschützt werden.
Anne Lütkes sagt:
Kind-gerechte Justiz ist sehr wichtig.
Viele Studien zeigen ein Problem.
Kinder werden bei Gerichten oft schlecht behandelt.
Das ist nicht richtig.
Der Europa-Rat hat Regeln gemacht.
Der Europarat ist eine Gruppe von Ländern.
Die Länder arbeiten zusammen für Menschen-Rechte.
Die Regeln heißen: Leit-Linien für kind-gerechte Justiz.
Deutschland hält sich oft nicht daran.
Bildungs-Chancen für Kinder sind auch wichtig.
Das Kinder-Hilfs-Werk macht dazu einen Bericht.
Der Bericht heißt: Kinder-Report 2026.
Er kommt im Sommer heraus.
Anne Lütkes sagt noch:
Demokratie-Bildung ist wichtig.
Demokratie bedeutet: Herrschaft des Volkes.
Das Volk entscheidet über wichtige Dinge.
Kinder sollen früh lernen: Was ist Demokratie?
Das soll schon im Kindes-Alter passieren.
Dafür braucht es eine gute Struktur.
Diese Themen sind uns sehr wichtig.

Foto: Pixabay/geralt
BERLIN (kobinet) Anne Lütkes ist neue Präsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes. Sie folgt auf Thomas Krüger, der nach einer langen Amtszeit von 30 Jahren auf der Mitgliederversammlung der Kinderrechtsorganisation nicht erneut kandidiert hatte. Anne Lütkes ist Fachanwältin für Familienrecht und seit 2006 im Vorstand des Deutschen Kinderhilfswerkes, zuletzt als Vizepräsidentin. Sie war von 2000 bis 2005 Ministerin für Justiz, Frauen, Jugend und Familie sowie Stellvertreterin der Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein. Von 2010 bis 2017 amtierte sie als Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Düsseldorf.
Kurz gesagt ()
Anne Lütkes übernimmt als neue Präsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes und will sich auf zentrale Schwachstellen bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention konzentrieren. Ihre Prioritäten: Kinder- und Jugendbeteiligung stärken, Kinderarmut bekämpfen, eine kindgerechte Justiz etablieren sowie Bildungschancen und Demokratiebildung fördern. Der aktuelle Kinderrechte-Index zeigt deutlich: Deutschland braucht dringend ressortübergreifende Strategien und langfristige Beteiligungsstrukturen für junge Menschen.
„Unsere Arbeit wird auch in den nächsten Jahren insbesondere die Defizite bei der konsequenten Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland in den Blick nehmen. Eine starke Stimme für die Interessen und Rechte von jungen Menschen brauchen wir mehr denn je: Der von uns vor kurzem vorgestellte Kinderrechte-Index hat deutlich gezeigt, dass es auf allen staatlichen Ebenen eine ressortübergreifende Kinder- und Jugendpolitik und damit einhergehend Strategien für die Umsetzung der Kinderrechte braucht. Das gilt insbesondere für die Kinder- und Jugendbeteiligung und die langfristige Förderung von Beteiligungsstrukturen, aber auch für die Bekämpfung der Kinderarmut in unserem Land oder die Herausforderungen im Bereich des Kinder- und Jugendmedienschutzes“, so Lütkes weiter.
„Weiterer Arbeitsschwerpunkt wird das Thema Kindgerechte Justiz sein. Denn zahlreiche Studien zeigen auf, dass die Situation von Kindern und Jugendlichen in behördlichen und gerichtlichen Verfahren in Deutschland oftmals weder den internationalen menschenrechtlichen Anforderungen noch den Leitlinien des Europarates für eine kindgerechte Justiz entspricht. Zudem werden wir uns verstärkt dem Thema Bildungschancen von Kindern widmen, zu dem wir im Sommer den Kinderreport 2026 vorlegen werden“, sagt Anne Lütkes.
Und auch die Demokratiebildung im Kindesalter und die Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur in diesem Bereich werden, so sagt Anne Lütkes, auf unserer Agenda ganz oben stehen.

Foto: Pixabay/geralt
BERLIN (kobinet) Anne Lütkes ist neue Präsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes. Sie folgt auf Thomas Krüger, der nach einer langen Amtszeit von 30 Jahren auf der Mitgliederversammlung der Kinderrechtsorganisation nicht erneut kandidiert hatte. Anne Lütkes ist Fachanwältin für Familienrecht und seit 2006 im Vorstand des Deutschen Kinderhilfswerkes, zuletzt als Vizepräsidentin. Sie war von 2000 bis 2005 Ministerin für Justiz, Frauen, Jugend und Familie sowie Stellvertreterin der Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein. Von 2010 bis 2017 amtierte sie als Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Düsseldorf.
Kurz gesagt ()
Anne Lütkes übernimmt als neue Präsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes und will sich auf zentrale Schwachstellen bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention konzentrieren. Ihre Prioritäten: Kinder- und Jugendbeteiligung stärken, Kinderarmut bekämpfen, eine kindgerechte Justiz etablieren sowie Bildungschancen und Demokratiebildung fördern. Der aktuelle Kinderrechte-Index zeigt deutlich: Deutschland braucht dringend ressortübergreifende Strategien und langfristige Beteiligungsstrukturen für junge Menschen.
„Unsere Arbeit wird auch in den nächsten Jahren insbesondere die Defizite bei der konsequenten Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland in den Blick nehmen. Eine starke Stimme für die Interessen und Rechte von jungen Menschen brauchen wir mehr denn je: Der von uns vor kurzem vorgestellte Kinderrechte-Index hat deutlich gezeigt, dass es auf allen staatlichen Ebenen eine ressortübergreifende Kinder- und Jugendpolitik und damit einhergehend Strategien für die Umsetzung der Kinderrechte braucht. Das gilt insbesondere für die Kinder- und Jugendbeteiligung und die langfristige Förderung von Beteiligungsstrukturen, aber auch für die Bekämpfung der Kinderarmut in unserem Land oder die Herausforderungen im Bereich des Kinder- und Jugendmedienschutzes“, so Lütkes weiter.
„Weiterer Arbeitsschwerpunkt wird das Thema Kindgerechte Justiz sein. Denn zahlreiche Studien zeigen auf, dass die Situation von Kindern und Jugendlichen in behördlichen und gerichtlichen Verfahren in Deutschland oftmals weder den internationalen menschenrechtlichen Anforderungen noch den Leitlinien des Europarates für eine kindgerechte Justiz entspricht. Zudem werden wir uns verstärkt dem Thema Bildungschancen von Kindern widmen, zu dem wir im Sommer den Kinderreport 2026 vorlegen werden“, sagt Anne Lütkes.
Und auch die Demokratiebildung im Kindesalter und die Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur in diesem Bereich werden, so sagt Anne Lütkes, auf unserer Agenda ganz oben stehen.




