BERLIN (kobinet)
Am 27. Januar ist ein besonderer Tag.
An diesem Tag denken wir an die Opfer vom National-Sozialismus.
National-Sozialismus ist eine Menschen-feindliche Welt-Ansicht.
Nazis glaubten an den National-Sozialismus.
Der Deutsche Behinderten-Rat erinnert an die Verbrechen.
Die Verbrechen waren gegen Menschen mit Behinderungen.
Und gegen Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Manche Menschen sind krank in ihrem Kopf.
Das nennt man: psychische Erkrankung.
Heute gibt es wieder mehr Ausgrenzung.
Mobbing bedeutet: Jemand wird absichtlich verletzt durch gemeine Worte.
Das passiert immer wieder.
Es gibt mehr soziale Spaltung.
Die Menschen in einem Land streiten sehr viel.
Manche Menschen hassen andere Menschen.
Und es gibt mehr demokratie-feindliche Tendenzen.
Manche Menschen wollen keine Demokratie mehr.
Demokratie bedeutet: Alle Menschen dürfen mit-bestimmen.
Der Deutsche Behinderten-Rat sagt: Das ist gefährlich.
Wir müssen aus der Geschichte lernen.
Am Mittwoch, den 28. Januar legt der Deutsche Behinderten-Rat einen Kranz nieder.
Das ist in Berlin.
An einem Gedenk-Ort für die Opfer der Morde.
Die Nazis nannten die Morde Euthanasie-Morde.
Die Nazis haben kranke Menschen ermordet.
Die Nazis haben behinderte Menschen ermordet.
An diesem Ort wurde die Aktion T4 geplant.
Das war ein Plan von den Nazis.
Die Nazis haben viele kranke Menschen getötet.
Das war in der NS-Zeit.
Bis zu 300.000 Menschen wurden ermordet.
Das waren Menschen mit geistigen Behinderungen.
Oder mit psychischen Behinderungen.
Oder mit körperlichen Behinderungen.
Viele Menschen wurden vorher zwangs-sterilisiert.
Zwangs-sterilisiert bedeutet: Jemand wird gegen seinen Willen unfruchtbar gemacht.
Das heißt: Die Person kann dann keine Kinder mehr bekommen.
Viele wurden für medizinische Versuche missbraucht.
Michaela Engelmeier ist Vorstands-Vorsitzende vom SoVD.
Die Vorstands-Vorsitzende ist die wichtigste Person in der Leitung.
Sie bestimmt mit anderen zusammen, was in der Gruppe passiert.
Sie ist auch Sprecherin für den Deutschen Behinderten-Rat.
Sie sagt: Das Erinnern an die Opfer ist wichtig.
Es ist eine Mahnung für heute.
Heute gibt es wieder mehr Druck auf sozial schwächere Menschen.
Es gibt mehr Druck auf marginalisierte Gruppen.
Marginalisiert bedeutet: ausgegrenzt.
Das passiert durch soziale Verunsicherung.
Und durch abwertende Debatten.
Manche politische Kräfte stellen Solidarität infrage.
Solidarität bedeutet: Zusammen-Halt.
Manche Menschen messen den Wert eines Menschen an seiner Leistung.
Das ist falsch.
Das verstößt gegen unsere demokratische Grund-Ordnung.
Demokratische Grund-Ordnung bedeutet: Wichtige Regeln für das Zusammen-Leben.
Diese Regeln schützen die Freiheit und Rechte von allen Menschen.
Die demokratische Grund-Ordnung hat wichtige Prinzipien:
Menschenwürde, Gleichheit, Freiheit, Gerechtigkeit und Rechts-Staatlichkeit.
Auch heute werden Menschen abgewertet und ausgegrenzt.
Zum Beispiel wegen einer Behinderung.
Oder wegen einer Krankheit.
Oder wegen ihrer Herkunft.
Oder wegen ihrer Religion.
Oder wegen ihres Geschlechts.
Michaela Engelmeier sagt: Die Geschichte zeigt uns:
Ablehnung und Vorurteile sind gefährlich.
Verachtung ist gefährlich.
Das kann zu schlimmen Dingen führen.

Foto: H. Smikac
BERLIN (kobinet) Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert der Deutsche Behindertenrat (DBR) an die Verbrechen an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Gleichzeitig mahnt der DBR eindringlich, gerade in Zeiten, in denen Ausgrenzung, soziale Spaltung und demokratiefeindliche Tendenzen wieder spürbar zunehmen, die Lehren aus der Geschichte nicht zu ignorieren. Anlässlich des Gedenktages wird der Deutsche Behindertenrat am Mittwoch, den 28. Januar am Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"- Morde in Berlin einen Kranz niederlegen.
Von hier aus wurde während der NS-Zeit die sogenannte „Aktion T4“ geplant und koordiniert. Bis zu 300.000 Menschen mit geistigen, psychischen oder körperlichen Behinderungen wurden systematisch ermordet, viele zuvor zwangssterilisiert oder für medizinische Zwecke missbraucht.
„Das Erinnern an die Opfer ist keine Gewohnheit, sondern eine Mahnung für die Gegenwart“, betont Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des SoVD und Sprecherin für den Deutschen Behindertenrat. „Wir erleben derzeit, wie der Druck auf sozial schwächere und marginalisierte Gruppen wächst – durch soziale Verunsicherung, durch abwertende Debatten und durch politische Kräfte, die Solidarität infrage stellen. Wer den Wert eines Menschen an seiner Leistungsfähigkeit misst, verlässt den Boden unserer demokratischen Grundordnung und damit die fundamentalen Prinzipien, die sich auf Menschenwürde, Gleichheit, Freiheit, Gerechtigkeit und Rechtsstattlichkeit stützen.“ Auch heute werden Menschen aufgrund von Behinderung, Krankheit, Herkunft, Religion oder Geschlecht abgewertet und ausgegrenzt. „Die Geschichte zeigt uns unmissverständlich, wohin Ablehnung, Vorurteile und Verächtlichmachung führen können“, so Engelmeier weiter.

Foto: H. Smikac
BERLIN (kobinet) Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert der Deutsche Behindertenrat (DBR) an die Verbrechen an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Gleichzeitig mahnt der DBR eindringlich, gerade in Zeiten, in denen Ausgrenzung, soziale Spaltung und demokratiefeindliche Tendenzen wieder spürbar zunehmen, die Lehren aus der Geschichte nicht zu ignorieren. Anlässlich des Gedenktages wird der Deutsche Behindertenrat am Mittwoch, den 28. Januar am Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen "Euthanasie"- Morde in Berlin einen Kranz niederlegen.
Von hier aus wurde während der NS-Zeit die sogenannte „Aktion T4“ geplant und koordiniert. Bis zu 300.000 Menschen mit geistigen, psychischen oder körperlichen Behinderungen wurden systematisch ermordet, viele zuvor zwangssterilisiert oder für medizinische Zwecke missbraucht.
„Das Erinnern an die Opfer ist keine Gewohnheit, sondern eine Mahnung für die Gegenwart“, betont Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des SoVD und Sprecherin für den Deutschen Behindertenrat. „Wir erleben derzeit, wie der Druck auf sozial schwächere und marginalisierte Gruppen wächst – durch soziale Verunsicherung, durch abwertende Debatten und durch politische Kräfte, die Solidarität infrage stellen. Wer den Wert eines Menschen an seiner Leistungsfähigkeit misst, verlässt den Boden unserer demokratischen Grundordnung und damit die fundamentalen Prinzipien, die sich auf Menschenwürde, Gleichheit, Freiheit, Gerechtigkeit und Rechtsstattlichkeit stützen.“ Auch heute werden Menschen aufgrund von Behinderung, Krankheit, Herkunft, Religion oder Geschlecht abgewertet und ausgegrenzt. „Die Geschichte zeigt uns unmissverständlich, wohin Ablehnung, Vorurteile und Verächtlichmachung führen können“, so Engelmeier weiter.




