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BMAB plant bundesweiten „Tag der Amputierten“

Zeichnung mit zwei Frauen, die sich im Park an einer Parkbank treffen. Rechts eine Frau im Rollstuhl, links eine Frau mit Bei#nprothese
Ganz normal - auch wenn mit Prothese
Foto: flutie8211 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

WEDEMARK (kobinet) Der Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputationen (BMAB) will ab dem Jahr 2026 erstmals einen bundesweiten "Tag der Amputierten" etablieren. Der dafür vorgesehene Aktionstag ist Dienstag, den 21. April 2026. Der "Tag der Amputierten" soll künftig jährlich im April stattfinden. Vorbild ist der in den USA etablierte "Limb Loss Awareness Month". Ziel des Aktionstages ist es, Menschen mit Amputationen und ihre besonderen Bedürfnisse stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Neben der Sensibilisierung der Bevölkerung sollen Empathie, Verständnis und gesellschaftliche Aufmerksamkeit für die Lebensrealität von Betroffenen gefördert werden. Während andere Betroffenengruppen – etwa Menschen mit Krebs, Multipler Sklerose oder Querschnittlähmung – durch intensive Öffentlichkeitsarbeit sichtbar sind, bleiben Menschen mit Amputationen im Alltag häufig unerkannt. Moderne kosmetische und technische Versorgungen tragen zwar wesentlich zur Lebensqualität bei, führen jedoch zugleich dazu, dass Amputationen oft erst auf den zweiten Blick wahrgenommen werden.

„Amputierte kommen in politischen Debatten, in der Gesundheitsversorgung und in der öffentlichen Wahrnehmung schlicht zu selten vor“, sagte Dieter Jüptner, Präsident des Bundesverbands für Menschen mit Arm- oder Beinamputationen (BMAB). „Mit dem Tag der Amputierten wollen wir diese Unsichtbarkeit durchbrechen und deutlich machen: Menschen mit Amputationen dürfen kein Randthema sein.“

Nach Angaben des BMAB gibt es in Deutschland jährlich schätzungsweise 40.000 bis 50.000 Neuamputationen. Der Verband sieht daher einen besonderen Handlungsbedarf, diesen Personenkreis stärker in den Fokus von Politik, Gesellschaft und Versorgung zu rücken. Der Aktionstag soll durch Informationsangebote, Aktionen im öffentlichen Raum sowie Beiträge in lokalen und regionalen Medien begleitet werden. Eingebunden werden sollen unter anderem Selbsthilfegruppen, Einrichtungen des Gesundheitswesens und weitere gesellschaftliche Akteure.