HANNOVER (kobinet)
Der Sozial-Verband Deutschland heißt kurz: SoVD.
Ein Sozial-Verband ist eine Gruppe von Menschen.
Die Gruppe hilft anderen Menschen bei Problemen.
Der SoVD ist in Niedersachsen.
Am 27. Januar denkt der SoVD an die Opfer vom Holocaust.
Holocaust bedeutet: Massen-Mord an Juden im National-Sozialismus.
Der National-Sozialismus war von 1933 bis 1945 in Deutschland.
Der SoVD erinnert besonders an vergessene Opfer.
Das waren Menschen mit Behinderung.
Das waren Menschen mit psychischen Krankheiten.
Manche Menschen sind in ihrem Kopf krank.
Sie denken oder fühlen anders als andere Menschen.
Das waren Menschen mit Pflege-Bedarf.
Die National-Sozialisten nannten das: Euthanasie-Programm.
So nannte man früher einen schlimmen Plan.
Menschen mit Behinderung wurden getötet.
Etwa 300-tausend Menschen wurden ermordet.
Darunter waren 5-tausend Babys und Kinder.
Auch in Niedersachsen gab es diese Verbrechen.
In Lüneburg gab es eine Heil-Anstalt und Pflege-Anstalt.
Das ist ein altes Wort für Kranken-Haus.
Dort wurden kranke Menschen behandelt.
Dort wurden etwa 2-tausend Patienten ermordet.
Dirk Kortylak ist der Chef vom SoVD in Niedersachsen.
Er sagt: Diese Geschichte zeigt etwas Wichtiges.
Wenn Menschen ausgegrenzt werden ist das gefährlich.
Ausgegrenzt bedeutet: Jemand darf nicht mit-machen.
Die Person wird von anderen Menschen ausgeschlossen.
Wenn schwache Menschen nicht geschützt werden ist das gefährlich.
Das darf nie wieder passieren.
Heute gibt es wieder extreme Ideen.
Das sind sehr starke Meinungen.
Diese Meinungen sind oft gefährlich für andere Menschen.
Deshalb ist Teilhabe wichtig.
Teilhabe bedeutet: Alle Menschen gehören dazu.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Inklusion muss es überall geben.
Besonders in der Bildung und bei der Arbeit.
Kortylak sagt: Alle Menschen müssen mitmachen können.
Egal ob sie eine Behinderung haben.
Egal ob sie eine Krankheit haben.
Manche wollen weniger Inklusion.
Dagegen müssen wir kämpfen.
Der SoVD fordert auch: Gedenk-Orte brauchen Geld.
Gedenk-Orte sind zum Beispiel in Lüneburg und Oldenburg.
Dort wird an die ermordeten Kranken erinnert.
Diese Orte brauchen sichere Finanzierung.
Finanzierung bedeutet: Geld geben für etwas.
Kortylak sagt: Die Opfer dürfen nicht vergessen werden.
Das Erinnern ist wichtig für immer.
Deshalb muss es genug Geld dafür geben.

Foto: Dieter_G In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
HANNOVER (kobinet) Auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen wird am 27. Januar der Millionen Opfer des Holocaust gedenken. In diesem Zusammenhang macht der größte Sozialverband Niedersachsens auch auf die lange vergessenen Opfergruppen der Menschen mit Behinderung, psychischen Erkrankungen und Pflegebedarf aufmerksam. Den sogenannten "Euthanasie-Programmen" fielen während der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten Schätzungen zufolge 300.000 Menschen zum Opfer – darunter 5.000 Säuglinge und Kinder. Auch in Niedersachsen geschahen diese Verbrechen: In der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg wurden rund 2.000 Patientinnen und Patienten ermordet.
„Dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte zeigt mit aller Deutlichkeit, welche schrecklichen Folgen gesellschaftliche Gleichgültigkeit, Ausgrenzung und fehlender Schutz von vulnerablen Gruppen haben können. Das darf nie wieder passieren“, betont Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Gerade in Zeiten zunehmender extremer Ideologien sei es unabdingbar, dass Menschen an der Gesellschaft teilhaben können und sich zugehörig fühlen. „Deshalb brauchen wir auch mehr anstatt weniger Inklusion in allen Bereichen, insbesondere aber in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt. Alle Menschen, egal, ob sie eine Behinderung oder eine Krankheit haben, müssen überall teilhaben können. Kräften, die das Rad der Inklusion zurückdrehen möchten, müssen wir entschieden entgegentreten“, fordert Kortylak.
Zudem ist es nach Auffassung des SoVD wichtig, dass Gedenk- und Dokumentationsorte zu den Krankenmorden der Nationalsozialisten – etwa in Lüneburg und Oldenburg – eine verlässliche und konsequente Finanzierung erhalten. „Die NS-Opfer dürfen nicht vergessen werden. Die Erinnerung an sie ist eine dauerhafte gesellschaftliche Aufgabe und das muss sich auch in der finanziellen Absicherung widerspiegeln“, so Kortylak.

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HANNOVER (kobinet) Auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen wird am 27. Januar der Millionen Opfer des Holocaust gedenken. In diesem Zusammenhang macht der größte Sozialverband Niedersachsens auch auf die lange vergessenen Opfergruppen der Menschen mit Behinderung, psychischen Erkrankungen und Pflegebedarf aufmerksam. Den sogenannten "Euthanasie-Programmen" fielen während der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten Schätzungen zufolge 300.000 Menschen zum Opfer – darunter 5.000 Säuglinge und Kinder. Auch in Niedersachsen geschahen diese Verbrechen: In der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg wurden rund 2.000 Patientinnen und Patienten ermordet.
„Dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte zeigt mit aller Deutlichkeit, welche schrecklichen Folgen gesellschaftliche Gleichgültigkeit, Ausgrenzung und fehlender Schutz von vulnerablen Gruppen haben können. Das darf nie wieder passieren“, betont Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Gerade in Zeiten zunehmender extremer Ideologien sei es unabdingbar, dass Menschen an der Gesellschaft teilhaben können und sich zugehörig fühlen. „Deshalb brauchen wir auch mehr anstatt weniger Inklusion in allen Bereichen, insbesondere aber in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt. Alle Menschen, egal, ob sie eine Behinderung oder eine Krankheit haben, müssen überall teilhaben können. Kräften, die das Rad der Inklusion zurückdrehen möchten, müssen wir entschieden entgegentreten“, fordert Kortylak.
Zudem ist es nach Auffassung des SoVD wichtig, dass Gedenk- und Dokumentationsorte zu den Krankenmorden der Nationalsozialisten – etwa in Lüneburg und Oldenburg – eine verlässliche und konsequente Finanzierung erhalten. „Die NS-Opfer dürfen nicht vergessen werden. Die Erinnerung an sie ist eine dauerhafte gesellschaftliche Aufgabe und das muss sich auch in der finanziellen Absicherung widerspiegeln“, so Kortylak.




