Köln (kobinet)
Das Land Nord-rhein-West-falen hat zu wenig Geld.
Die Hoch-schulen müssen deshalb sparen.
Hoch-Schulen sind zum Beispiel Uni-versitäten.
Sie müssen 120 Millionen Euro sparen.
Die Uni-versität Köln muss 10 Millionen Euro sparen.
Die Uni-versität streicht deshalb viele Studien-gänge.
Die Uni-versität streicht auch eine Professur.
Eine Professur ist eine Arbeits-Stelle an einer Hoch-Schule.
Die Person dort lehrt und forscht.
Die Professur heißt: Disability Studies.
Das bedeutet: Behinderten-Forschung.
Die Stelle ist gerade frei.
Niemand arbeitet dort.
Die Streichung ist trotzdem ein Problem.
Viele Studierende sind dagegen.
Sie haben über 550 Post-karten geschrieben.
Die Post-karten gingen an den Rektor.
Der Rektor ist der Chef von einer Hoch-Schule.
Und die Post-karten gingen an den Land-rat.
Der Land-rat leitet einen Land-kreis.
Die Bürger wählen den Land-rat.
Das Rektorat hat am 10. Dezember entschieden.
Das Rektorat leitet eine Hoch-Schule.
Die Streichungen bleiben.
Die Studierenden kämpfen weiter.
Das sind Studierende der Heil-pädagogik.
Heil-Pädagogik unterstützt Menschen mit Behinderung.
Und Studierende mit Behinderung kämpfen mit.
Sie fordern: Die Kürzungen müssen weg.
Der Land-tag entscheidet heute am 17. Dezember.
Im Land-tag arbeiten Politiker aus einem Bundes-land.
Sie machen Gesetze.
Die Professur muss bleiben.
Onyx Beha sagt etwas dazu.
Er ist von der Fach-schaft Heil-pädagogik.
Eine Fach-Schaft ist eine Gruppe von Studenten.
Sie lernen alle das gleiche Fach.
Menschen mit Behinderung sind eine Rand-gruppe.
Eine Rand-Gruppe ist eine kleine Gruppe in der Gesellschaft.
An Bildung zu sparen ist falsch.
An Forschung zu sparen ist falsch.
Die Professur ist wichtiger denn je.
Pauline Lilienthal sagt auch etwas.
Sie studiert an der Uni-versität Köln.
Menschen mit Behinderung brauchen diese Forschung.
Die Forschung geht um unsere Lebens-realität.
Lebens-Realität bedeutet: So lebt ein Mensch wirklich im Alltag.
Wir werden immer hinten-an-gestellt.
Das ist nicht fair.
Deniz Ciftci sagt auch etwas.
Er studiert Heil-pädagogik in Köln.
Disability Studies ist sehr wichtig.
Das Fach zeigt etwas Wichtiges.
Die Gesellschaft muss sich ändern.
Menschen mit Behinderung haben oft Nachteile.
Die Uni-versität soll sich schämen.
Diese Arbeit ist wertvoll.
Was sind Disability Studies?
Das ist Forschung über Behinderung.
Menschen mit Behinderung forschen selbst.
Das ist wichtig für die Teil-habe.
Teil-habe bedeutet: Du machst bei etwas mit.
Und wichtig für die Mit-gestaltung.
Mit-gestaltung in der Gesellschaft.
Die Streichung hat viele Nach-teile.
Es gibt weniger Forschung zu sozialer Un-gleichheit.
Manche Menschen haben mehr Geld und bessere Chancen.
Andere Menschen haben weniger Geld und schlechtere Chancen.
Es gibt weniger Forschung zu Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen gehören dazu.
Alle Menschen können überall mit-machen.
Es gibt weniger Forschung zu Teil-habe.
Und zu sozialer Gerechtigkeit.
Alle Menschen sollen die gleichen Chancen haben.
Niemand soll benachteiligt werden.
In ganz Deutschland gibt es wenige Forschungs-orte.
Für Disability Studies.
Wenn Köln weg-fällt ist das sehr schlecht.
Hoch-schulen brauchen verschiedene Sicht-weisen.
Das ist wichtig für gute Forschung.
Die Studierenden wollen mehr Forschung.
Nicht weniger.
Sie wollen verschiedene Sicht-weisen.
Das ist wichtig für Behinderung.
Das ist wichtig für Vielfalt.
Das ist wichtig für Inklusion.
Und das ist wichtig für Teil-habe.
Die UN-Behinderten-rechts-konvention fordert das auch.
Das ist ein Vertrag zwischen vielen Ländern.
Menschen mit Behinderung haben Rechte.
Es gibt einen früheren Bericht.
Der Bericht ist vom 7. Dezember 2025.
Dort steht mehr über die Streichung.

Foto: Anastasia
Köln (kobinet) Das Land Nordrhein-Westfalen kürzt in seinem Haushaltsentwurf massiv an den Hochschulen. Neben mehreren Studiengängen streicht die Universität Köln deshalb die aktuell unbesetzte Professur "Disability Studies". Trotz einer lautstarken Gegenwehr der Studierenden mit über 550 Postkarten an den Rektor und den Landrat bestätigte das Rektorat am 10. Dezember 2025 den Plan für die Streichungen an der Lehre. Eine Gruppierung aus Studierenden der Fachschaft Heilpädagogik und Studierenden mit Behinderung der Universität Köln wollen sich weiter dagegen wehren. Sie fordern eine Rücknahme der Kürzungen vom Land Nordrhein-Westfalen vor dem endgültigen Beschluss des Haushaltes am heutigen 17. Dezember 2025, um die Professur zu erhalten. "In Anblick des gegenwärtigen gesellschaftlichen Klimas an der Bildung und der Forschung zu einer marginalisierten Randgruppe zu sparen, sendet ein völlig falsches Signal. Der Erhalt ist wichtiger denn je", erklärte Onyx Beha von der Fachschaftsvertretung Heilpädagogik der Universität zu Köln.
„Es kann doch nicht sein, dass uns Menschen mit Behinderungen die Forschung über unsere Lebensrealitäten genommen wird! Wir haben es nicht verdient, ständig hinten angestellt zu werden“, erklärte Pauline Lilienthal, Studentin an der Universität zu Köln. „Das Fach Disability Studies zeigt, wie wichtig es ist, einen kritischen Blick auf defizitär angelegte gesellschaftliche Machtverhältnisse zu werfen. Die Universität sollte sich in Grund und Boden schämen, diese wertvolle wissenschaftliche Arbeit zu streichen“, betonte Deniz Ciftci, der Heilpädagogik an der Universität zu Köln studiert.
Insgesamt kürzen die Hochschulen nach Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen 120 Millionen Euro, an der Universität zu Köln allein entfallen zehn Millionen Euro. Die kürzungsbedingten Streichungen betreffen unter anderem die Disability Studies. Dabei ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Themengebiet Behinderung aus Betroffenenperspektiven unersetzlich für die Partizipation und Mitgestaltung von Menschen mit Behinderung in Forschung, Lehre und Gesellschaft. Zudem gefährdet der Abbau der Disability Studies die kritische Auseinandersetzung mit sozialer Ungleichheit und gesellschaftlichem Wandel im Kontext von Inklusion, Partizipation und sozialer Gerechtigkeit. Eine reduzierte Präsenz und ein Wegfall der wenigen bundesweiten Forschungsstandorte der Disability Studies schwächt ebenfalls die Vielfalt fachlicher Perspektiven und untergräbt die Hochschulen und Universitäten in ihrer Rolle als Orte kritischer und pluralistischer Reflexion, heißt es in einer Presseinformation der Studierenden.
Die Studierenden wünschen sich mehr und nicht weniger interdisziplinäre und kritische Perspektiven, die für das Verständnis von Behinderung, Diversität, Inklusion und Partizipation im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention entscheidend sind.

Foto: Anastasia
Köln (kobinet) Das Land Nordrhein-Westfalen kürzt in seinem Haushaltsentwurf massiv an den Hochschulen. Neben mehreren Studiengängen streicht die Universität Köln deshalb die aktuell unbesetzte Professur "Disability Studies". Trotz einer lautstarken Gegenwehr der Studierenden mit über 550 Postkarten an den Rektor und den Landrat bestätigte das Rektorat am 10. Dezember 2025 den Plan für die Streichungen an der Lehre. Eine Gruppierung aus Studierenden der Fachschaft Heilpädagogik und Studierenden mit Behinderung der Universität Köln wollen sich weiter dagegen wehren. Sie fordern eine Rücknahme der Kürzungen vom Land Nordrhein-Westfalen vor dem endgültigen Beschluss des Haushaltes am heutigen 17. Dezember 2025, um die Professur zu erhalten. "In Anblick des gegenwärtigen gesellschaftlichen Klimas an der Bildung und der Forschung zu einer marginalisierten Randgruppe zu sparen, sendet ein völlig falsches Signal. Der Erhalt ist wichtiger denn je", erklärte Onyx Beha von der Fachschaftsvertretung Heilpädagogik der Universität zu Köln.
„Es kann doch nicht sein, dass uns Menschen mit Behinderungen die Forschung über unsere Lebensrealitäten genommen wird! Wir haben es nicht verdient, ständig hinten angestellt zu werden“, erklärte Pauline Lilienthal, Studentin an der Universität zu Köln. „Das Fach Disability Studies zeigt, wie wichtig es ist, einen kritischen Blick auf defizitär angelegte gesellschaftliche Machtverhältnisse zu werfen. Die Universität sollte sich in Grund und Boden schämen, diese wertvolle wissenschaftliche Arbeit zu streichen“, betonte Deniz Ciftci, der Heilpädagogik an der Universität zu Köln studiert.
Insgesamt kürzen die Hochschulen nach Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen 120 Millionen Euro, an der Universität zu Köln allein entfallen zehn Millionen Euro. Die kürzungsbedingten Streichungen betreffen unter anderem die Disability Studies. Dabei ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Themengebiet Behinderung aus Betroffenenperspektiven unersetzlich für die Partizipation und Mitgestaltung von Menschen mit Behinderung in Forschung, Lehre und Gesellschaft. Zudem gefährdet der Abbau der Disability Studies die kritische Auseinandersetzung mit sozialer Ungleichheit und gesellschaftlichem Wandel im Kontext von Inklusion, Partizipation und sozialer Gerechtigkeit. Eine reduzierte Präsenz und ein Wegfall der wenigen bundesweiten Forschungsstandorte der Disability Studies schwächt ebenfalls die Vielfalt fachlicher Perspektiven und untergräbt die Hochschulen und Universitäten in ihrer Rolle als Orte kritischer und pluralistischer Reflexion, heißt es in einer Presseinformation der Studierenden.
Die Studierenden wünschen sich mehr und nicht weniger interdisziplinäre und kritische Perspektiven, die für das Verständnis von Behinderung, Diversität, Inklusion und Partizipation im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention entscheidend sind.




