MÜNCHEN (kobinet)
Im Jahr 2024 gab es sehr viele Opfer durch Land-Minen.
Land-Minen sind gefährliche Bomben.
Diese Bomben liegen in der Erde versteckt.
Wenn jemand darauf tritt, explodieren sie.
Menschen können dabei sterben.
Oder sie werden schwer verletzt.
Das zeigt ein neuer Bericht.
Der Bericht heißt: Land-Minen-Monitor 2025.
Er wurde in Genf veröffentlicht.
Veröffentlicht bedeutet: Etwas wird bekannt gemacht.
Zum Beispiel in der Zeitung.
Oder im Internet.
Dann können alle Menschen das lesen.
Mindestens 6.279 Menschen wurden verletzt.
Oder getötet.
Das sind sehr viele Menschen.
So viele wie seit 2020 nicht mehr.
90 von 100 Opfern waren normale Bürger.
Sie waren keine Soldaten.
Die Hilfs-Organisation Handicap International ist besorgt.
Eine Hilfs-Organisation hilft Menschen in Not.
Die Menschen dort arbeiten oft ohne Bezahlung.
Sie helfen zum Beispiel nach Kriegen.
Oder nach Katastrophen.
Das nennt man auch Hilfs-Verein.
Die kurze Form ist: HI.
HI sagt: Es wird zu wenig Geld gegeben.
Zu wenig Geld für die Räumung von Minen.
Räumung bedeutet: Etwas wird weg-gemacht.
Zum Beispiel werden Land-Minen aus der Erde geholt.
Dann ist das Gebiet wieder sicher.
Menschen können dort wieder leben.
Und zu wenig Geld für die Hilfe für Opfer.
6 Länder wollen aus einem Vertrag austreten.
Ein Vertrag ist ein wichtiges Papier.
Zum Beispiel eine Vereinbarung zwischen Ländern.
Oder ein Dokument mit Regeln.
Der Vertrag verbietet Land-Minen.
Er heißt: Ottawa-Konvention.
Die Ottawa-Konvention ist ein Vertrag zwischen Ländern.
In dem Vertrag steht: Land-Minen sind verboten.
Viele Länder haben diesen Vertrag unterschrieben.
Der Vertrag wurde in der Stadt Ottawa gemacht.
HI findet das sehr schlecht.
Der Land-Minen-Monitor prüft die Ottawa-Konvention.
Er prüft: Halten sich die Länder an die Regeln?
Die Konvention verbietet viele Dinge.
Zum Beispiel: Den Einsatz von Land-Minen.
Einsatz bedeutet: Man nutzt etwas für eine Aufgabe.
Zum Beispiel: Ein Feuerwehr-Mann ist im Einsatz.
Er löscht ein Feuer.
Oder: Die Herstellung von Land-Minen.
Herstellung bedeutet: Man macht etwas Neues.
Zum Beispiel: Eine Fabrik stellt Autos her.
Die Autos werden gebaut.
Die Konvention sagt auch: Minen müssen geräumt werden.
Und: Opfer müssen Hilfe bekommen.
Der Bericht zeigt Zahlen aus dem Jahr 2024.
Manche Informationen sind auch von 2025.
Von Januar bis Oktober 2025.
Das sind wichtige Ergebnisse:
6.279 Menschen wurden getötet.
Oder verletzt.
1.945 Menschen starben.
4.325 Menschen wurden verletzt.
Die Zahlen sind seit 10 Jahren sehr hoch.
Das liegt an vielen Kriegen.
Zum Beispiel in der Ukraine.
Oder in Myanmar.
90 von 100 Opfern waren normale Bürger.
Fast die Hälfte waren Kinder.
Genau: 46 von 100 Opfern.
In 52 Ländern gab es Opfer.
Die meisten Opfer gab es in Myanmar.
Dort waren es 2.029 Menschen.
Dann kam Syrien mit 1.015 Opfern.
Dann Afghanistan mit 624 Opfern.
Dann die Ukraine mit 293 Opfern.
Und der Jemen mit 247 Opfern.
Die echten Zahlen sind wohl noch höher.
Besonders in Kriegs-Gebieten.
Ein Kriegs-Gebiet ist ein Ort, wo Krieg ist.
Dort kämpfen Soldaten.
Es ist sehr gefährlich.
Viele Menschen sterben dort.
Dort weiß man nicht alles genau.
Einige Länder setzen immer noch Land-Minen ein.
Das sind: Iran, Myanmar und Nord-Korea.
Auch Russland setzt seit 2022 viele Minen ein.
Vielleicht auch die Ukraine.
Aber das ist nicht ganz klar.
HI sagt: Der Einsatz von Land-Minen ist immer falsch.
Es gibt keine Ausnahmen.
Aber der Vertrag gegen Minen ist in Gefahr.
Diese Länder wollen aus dem Vertrag austreten:
Estland, Finnland, Lettland, Litauen und Polen.
Sie haben das im Juni 2025 angekündigt.
Auch die Ukraine will den Vertrag aussetzen.
Aussetzen bedeutet: Man macht eine Pause.
Man hört für eine Zeit auf.
Später macht man vielleicht weiter.
Außerdem gibt es weniger Geld.
Weniger Geld für Hilfe.
Viele Länder geben weniger Geld.
Weniger Geld für die Räumung von Minen.
Und weniger Geld für die Hilfe für Opfer.

Foto: movprint In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
MÜNCHEN (kobinet) Der heute in Genf veröffentlichte Landminen-Monitor 2025 belegt alarmierend hohe Zivilopfer Zahlen. Mindestens 6.279 Menschen wurden durch Antipersonen-Minen, selbstgebaute Minen sowie explosive Kriegsreste im Jahr 2024 verletzt oder getötet. Dies ist die höchste Zahl seit 2020. 90 Prozent der registrierten Opfer stammen aus der Zivilbevölkerung. Angesichts der alarmierenden Zahlen verurteilt die Hilfsorganisation Handicap International (HI) die Reduzierung der Unterstützung für Minenräumung und Opferhilfe sowie die angekündigten Austritte von sechs Vertragsstaaten aus dem Landminen-Verbotsvertrag.
Der Landminen-Monitor 2025 erfasst die Umsetzung der sogenannten Ottawa-Konvention, die den Einsatz, die Herstellung, die Weitergabe und die Lagerung von Antipersonen-Minen verbietet sowie die Räumung und Vernichtung von Minen und die Unterstützung der Opfer regelt. Er veröffentlicht Daten für das Kalenderjahr 2024 und enthält Informationen bis Oktober 2025 (wo möglich).
Hier einige Ergebnisse aus dem Landminen-Monitor 2025:
- Im Jahr 2024 wurden 6.279 Menschen durch Landminen und explosive Kriegsreste getötet oder verletzt (1.945 Tote und 4.325 Verletzte).
- Zum zehnten Mal in Folge bleibt die Zahl der Opfer erschreckend hoch – vor allem aufgrund zunehmender bewaffneter Konflikte wie in der Ukraine und Myanmar und der vielen Blindgänger in Ländern wie Syrien.
- Zivilisten machten 90 % aller registrierten Opfer aus, bei denen der militärische oder zivile Status bekannt war. Kinder stellten fast die Hälfte (46 %) der zivilen Opfer, sofern das Alter erfasst wurde.
- Es wurden Opfer in 52 Ländern und Gebieten registriert. Die Länder mit den höchsten Opferzahlen waren: Myanmar (2.029), Syrien (1.015), Afghanistan (624), Ukraine (293) und Jemen (247). Die Dunkelziffer, insbesondere in aktuellen Konfliktregionen, ist jedoch hoch.
- Zwischen Mitte 2024 und Oktober 2025 wurden Antipersonen-Minen von Iran, Myanmar und Nordkorea eingesetzt. Auch Russland setzt seit Februar 2022 in großem Umfang Landminen ein. Es gibt außerdem zunehmend Hinweise auf einen Einsatz durch die Ukraine, dessen Ausmaß jedoch unklar ist.
Angesichts dieser Opferzahlen muss der Einsatz von Landminen, so fordert HI, ohne Ausnahme verurteilt werden. Demgegenüber ist der Minenverbotsvertrag jedoch in Gefahr. Estland, Finnland, Lettland, Litauen und Polen haben den Prozess zum Austritt aus dem Minenverbotsvertrag von 1997 im Juni 2025 eingeleitet. Auch die Ukraine hat angekündigt, den Ottawa-Vertrag auszusetzen. Zudem werden Mittel für Entwicklung und humanitäre Hilfe weltweit gekürzt, und staatliche Geber verringern ihre Unterstützung für die Minenräumung und für die Opferhilfe.

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MÜNCHEN (kobinet) Der heute in Genf veröffentlichte Landminen-Monitor 2025 belegt alarmierend hohe Zivilopfer Zahlen. Mindestens 6.279 Menschen wurden durch Antipersonen-Minen, selbstgebaute Minen sowie explosive Kriegsreste im Jahr 2024 verletzt oder getötet. Dies ist die höchste Zahl seit 2020. 90 Prozent der registrierten Opfer stammen aus der Zivilbevölkerung. Angesichts der alarmierenden Zahlen verurteilt die Hilfsorganisation Handicap International (HI) die Reduzierung der Unterstützung für Minenräumung und Opferhilfe sowie die angekündigten Austritte von sechs Vertragsstaaten aus dem Landminen-Verbotsvertrag.
Der Landminen-Monitor 2025 erfasst die Umsetzung der sogenannten Ottawa-Konvention, die den Einsatz, die Herstellung, die Weitergabe und die Lagerung von Antipersonen-Minen verbietet sowie die Räumung und Vernichtung von Minen und die Unterstützung der Opfer regelt. Er veröffentlicht Daten für das Kalenderjahr 2024 und enthält Informationen bis Oktober 2025 (wo möglich).
Hier einige Ergebnisse aus dem Landminen-Monitor 2025:
- Im Jahr 2024 wurden 6.279 Menschen durch Landminen und explosive Kriegsreste getötet oder verletzt (1.945 Tote und 4.325 Verletzte).
- Zum zehnten Mal in Folge bleibt die Zahl der Opfer erschreckend hoch – vor allem aufgrund zunehmender bewaffneter Konflikte wie in der Ukraine und Myanmar und der vielen Blindgänger in Ländern wie Syrien.
- Zivilisten machten 90 % aller registrierten Opfer aus, bei denen der militärische oder zivile Status bekannt war. Kinder stellten fast die Hälfte (46 %) der zivilen Opfer, sofern das Alter erfasst wurde.
- Es wurden Opfer in 52 Ländern und Gebieten registriert. Die Länder mit den höchsten Opferzahlen waren: Myanmar (2.029), Syrien (1.015), Afghanistan (624), Ukraine (293) und Jemen (247). Die Dunkelziffer, insbesondere in aktuellen Konfliktregionen, ist jedoch hoch.
- Zwischen Mitte 2024 und Oktober 2025 wurden Antipersonen-Minen von Iran, Myanmar und Nordkorea eingesetzt. Auch Russland setzt seit Februar 2022 in großem Umfang Landminen ein. Es gibt außerdem zunehmend Hinweise auf einen Einsatz durch die Ukraine, dessen Ausmaß jedoch unklar ist.
Angesichts dieser Opferzahlen muss der Einsatz von Landminen, so fordert HI, ohne Ausnahme verurteilt werden. Demgegenüber ist der Minenverbotsvertrag jedoch in Gefahr. Estland, Finnland, Lettland, Litauen und Polen haben den Prozess zum Austritt aus dem Minenverbotsvertrag von 1997 im Juni 2025 eingeleitet. Auch die Ukraine hat angekündigt, den Ottawa-Vertrag auszusetzen. Zudem werden Mittel für Entwicklung und humanitäre Hilfe weltweit gekürzt, und staatliche Geber verringern ihre Unterstützung für die Minenräumung und für die Opferhilfe.




