Lüneburg (kobinet)
Eine Gruppe hat einen Brief geschrieben.
Die Gruppe heißt: anti-ableistische Aktion Lüneburg.
Ableismus bedeutet: Menschen mit Behinderung werden schlechter behandelt.
Die Aktion setzt sich dafür ein: Alle Menschen sollen gleich viel wert sein.
Der Brief geht an Claudia Kalisch.
Claudia Kalisch ist die Ober-Bürger-Meisterin von Lüneburg.
In dem Brief steht:
Menschen mit Geh-Behinderung können nicht ins Sport-Bad.
Das Sport-Bad heißt SaLü.
Das ist nicht gerecht.
Die Gruppe hat das Problem untersucht.
Es gibt viele Barrieren im Sport-Bad.
Eine Barriere ist etwas, das im Weg ist.
Zum Beispiel eine Stufe.
Oder eine Schranke.
Menschen mit Geh-Behinderung können dort nicht schwimmen.
Der Behinderten-Beirat hat eine Idee.
Ein Beirat ist eine Gruppe von Menschen.
Sie beraten ein Projekt.
Die Gruppe hofft auf schnelle Hilfe.
Die Barrieren müssen weg.
Die Gruppe fordert eine Übergangs-Lösung.
Eine Lösung für kurze Zeit.
Sie gilt nur so lange.
Dann kommt eine bessere Lösung.
Das bedeutet: Hilfe bis zur dauerhaften Lösung.
Die Stadt soll die Taxi-Kosten bezahlen.
Betroffene können dann nach Uelzen fahren.
In Uelzen gibt es ein barriere-freies Sport-Bad.
Die Kosten-Übernahme soll einfach sein.
Man braucht nur einen Schwer-Behinderten-Ausweis.
Oder ein Arzt-Attest über die Geh-Behinderung.
Und den Beleg vom Taxi.
Mehr soll nicht nötig sein.
Die Eingliederungs-Hilfe ist zu langsam.
Eingliederungs-Hilfe bedeutet: Du bekommst Hilfe vom Staat.
Die Hilfe ist für Menschen mit Behinderung.
Das dauert oft Monate oder Jahre.
Das ist zu kompliziert.
Das grenzt Menschen aus.
Es geht um Freizeit und Teil-Habe.
Teil-Habe bedeutet: Alle Menschen können überall mitmachen.
Menschen mit Behinderung auch.
Alle Menschen sollen frei entscheiden können.
Claudia Kalisch schreibt auf ihrer Internet-Seite:
Alle Menschen sollen gleich-berechtigt sein.
Sie kämpft gegen Diskriminierung.
Diskriminierung bedeutet: Jemand wird ungerecht behandelt.
Die Person wird benachteiligt.
Sport ist dabei wichtig.
Sport-Förderung ist Teil ihrer Politik.
Die Gruppe hofft auf eine positive Antwort.
Para-Schwimmen soll gefördert werden.
Para-Schwimmen bedeutet: Schwimmen für Menschen mit Behinderung.
Es soll eine Übergangs-Lösung geben.
Bis das SaLü barriere-frei ist.
Die Antwort soll bis zum 10. Dezember 2025 kommen.
Mehr Informationen gibt es hier:

Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)
Lüneburg (kobinet) Mit einem offenem Brief hat sich die anti-ableistische Aktion Lüneburg an die Oberbürgermeisterin von Lüneburg Claudia Kalisch gewandt. Gehbehinderte Menschen fordern demit den barrierefreien Zugang zum Sportbad in Lüneburg ein. "Wir, die Gruppe anti-ableistische Aktion Lüneburg, nehmen Bezug auf die Berichte über die (Nicht)Barrierefreiheit der Salztherme Lüneburg 'SaLü' im Lüne-Blog, im bundesweiten behindertenpolitischen Nachrichtenmagazin kobinet Nachrichten und in der Zeitschrift Graswurzelrevolution. Die Recherche hat zahlreiche Barrieren aufgezeigt. Besonders bitter sind diese Barrieren im Sportbad, das für Gehbehinderte überhaupt nicht erreichbar ist. Im Artikel wird vom Behindertenbeirat ein Lösungsansatz benannt. Wir hoffen, dass sich durch Ihre Mithilfe in der Sache nun schnell etwas bewegt und eine dauerhafte Lösung umgesetzt wird", heißt es u.a. im offenen Brief der Gruppe.
Und weiter heißt es in dem offenen Brief:
„Für die Übergangszeit bis gehbehinderte Menschen einen Zugang zum Lüneburger Sportbad erhalten, fordern wir eine Übergangslösung für Betroffene:
– Die Stadt übernimmt die (Rollstuhl)Taxikosten zum nächstgelegenen für Gehbehinderte erreichbaren Sportbad in Uelzen (in den Monaten, in denen das Freibad geschlossen hat), bis ein barrierefreier Zugang zum SaLü Sportbad geschaffen worden ist.
– Die Übernahme der Kosten erfolgt ohne große Erschwernisse, gegen Vorlage des Schwerbehindertenausweises (oder anderer geeigneter Nachweise, z. B. Arztattest zur Einschränkung der Gehfähigkeit) und des Taxi-Zahlungsbelegs, ohne weiteren Hürden.
Der Weg über die Eingliederungshilfe ist hierfür nicht geeignet, da dort Bearbeitungszeiten von mehreren Monaten bis Jahren zu erwarten sind (dies entspricht leider der Erfahrung von behinderten Menschen in unserer Initiative). Dieser Weg würde eine immense bürokratische Hürde darstellen und ausgrenzen.
Es geht zudem nicht um Bedarfsermittlung oder Dergleichen. Es geht um Freizeit und Teilhabemöglichkeiten, die längst selbstverständlich sein sollten. Bürger*innen entscheiden frei, wann und welchen Sport sie treiben. Das gilt für alle, ob behinderte oder nicht-behinderte Menschen.
Sie selbst schreiben zutreffend auf Ihrer Homepage:
‚Kernpunkt grüner Politik ist seit jeher die Gleichberechtigung aller Menschen und die Arbeit gegen jegliche Form von Diskriminierung. Alltagsdiskriminierung begegnet vielen Menschen auch in Lüneburg: Frauen, Menschen mit Behinderung, LGBTQ*-Personen, People of Colour und weiteren. Ich werde für eine offene, tolerante und vielfältige Kommune eintreten und jeder Art von Diskriminierung entgegenwirken. Die Gemeinwesenarbeit ist weiter auszubauen und neben der Perspektive der Senioren auch die der Jugend in die politischen Beratungen mit einzubeziehen. […] Bei allen oben genannten Aspekten kann der Sport eine wesentliche Rolle spielen. Die Förderung des Sports ist ein zentraler Punkt meiner Politik. Weiteres bei Echt. Lebendige Stadt.‘
Wir hoffen insofern auf eine positive Antwort, dass Paraschwimmen gefördert wird und es für den benachteiligenden Missstand endlich eine Übergangslösung gibt, bis das SaLü gleichbereichtigt barrierefrei nutzbar ist und wir keine weiten Extrawege mehr auf uns nehmen müssen oder die sportliche Betätigung des Schwimmens uns ganz verweigert wird. Wir bitten um Rückmeldung bis zum bis zum 10.12.2025
Vielen Dank für Ihre Bemühungen im Vorhinein.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Anti-Ableistische Aktion Lüneburg
https://www.graswurzel.net/gwr/category/ausgaben/502-oktober-2025/ ; https://kobinet-nachrichten.org/2025/10/16/salue-kein-sportbad-fuer-behinderte-menschen/ ; https://luene-blog.de/salztherme-lueneburg-barrierefreiheit-im-schwimmsport-gefordert/

Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)
Lüneburg (kobinet) Mit einem offenem Brief hat sich die anti-ableistische Aktion Lüneburg an die Oberbürgermeisterin von Lüneburg Claudia Kalisch gewandt. Gehbehinderte Menschen fordern demit den barrierefreien Zugang zum Sportbad in Lüneburg ein. "Wir, die Gruppe anti-ableistische Aktion Lüneburg, nehmen Bezug auf die Berichte über die (Nicht)Barrierefreiheit der Salztherme Lüneburg 'SaLü' im Lüne-Blog, im bundesweiten behindertenpolitischen Nachrichtenmagazin kobinet Nachrichten und in der Zeitschrift Graswurzelrevolution. Die Recherche hat zahlreiche Barrieren aufgezeigt. Besonders bitter sind diese Barrieren im Sportbad, das für Gehbehinderte überhaupt nicht erreichbar ist. Im Artikel wird vom Behindertenbeirat ein Lösungsansatz benannt. Wir hoffen, dass sich durch Ihre Mithilfe in der Sache nun schnell etwas bewegt und eine dauerhafte Lösung umgesetzt wird", heißt es u.a. im offenen Brief der Gruppe.
Und weiter heißt es in dem offenen Brief:
„Für die Übergangszeit bis gehbehinderte Menschen einen Zugang zum Lüneburger Sportbad erhalten, fordern wir eine Übergangslösung für Betroffene:
– Die Stadt übernimmt die (Rollstuhl)Taxikosten zum nächstgelegenen für Gehbehinderte erreichbaren Sportbad in Uelzen (in den Monaten, in denen das Freibad geschlossen hat), bis ein barrierefreier Zugang zum SaLü Sportbad geschaffen worden ist.
– Die Übernahme der Kosten erfolgt ohne große Erschwernisse, gegen Vorlage des Schwerbehindertenausweises (oder anderer geeigneter Nachweise, z. B. Arztattest zur Einschränkung der Gehfähigkeit) und des Taxi-Zahlungsbelegs, ohne weiteren Hürden.
Der Weg über die Eingliederungshilfe ist hierfür nicht geeignet, da dort Bearbeitungszeiten von mehreren Monaten bis Jahren zu erwarten sind (dies entspricht leider der Erfahrung von behinderten Menschen in unserer Initiative). Dieser Weg würde eine immense bürokratische Hürde darstellen und ausgrenzen.
Es geht zudem nicht um Bedarfsermittlung oder Dergleichen. Es geht um Freizeit und Teilhabemöglichkeiten, die längst selbstverständlich sein sollten. Bürger*innen entscheiden frei, wann und welchen Sport sie treiben. Das gilt für alle, ob behinderte oder nicht-behinderte Menschen.
Sie selbst schreiben zutreffend auf Ihrer Homepage:
‚Kernpunkt grüner Politik ist seit jeher die Gleichberechtigung aller Menschen und die Arbeit gegen jegliche Form von Diskriminierung. Alltagsdiskriminierung begegnet vielen Menschen auch in Lüneburg: Frauen, Menschen mit Behinderung, LGBTQ*-Personen, People of Colour und weiteren. Ich werde für eine offene, tolerante und vielfältige Kommune eintreten und jeder Art von Diskriminierung entgegenwirken. Die Gemeinwesenarbeit ist weiter auszubauen und neben der Perspektive der Senioren auch die der Jugend in die politischen Beratungen mit einzubeziehen. […] Bei allen oben genannten Aspekten kann der Sport eine wesentliche Rolle spielen. Die Förderung des Sports ist ein zentraler Punkt meiner Politik. Weiteres bei Echt. Lebendige Stadt.‘
Wir hoffen insofern auf eine positive Antwort, dass Paraschwimmen gefördert wird und es für den benachteiligenden Missstand endlich eine Übergangslösung gibt, bis das SaLü gleichbereichtigt barrierefrei nutzbar ist und wir keine weiten Extrawege mehr auf uns nehmen müssen oder die sportliche Betätigung des Schwimmens uns ganz verweigert wird. Wir bitten um Rückmeldung bis zum bis zum 10.12.2025
Vielen Dank für Ihre Bemühungen im Vorhinein.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Anti-Ableistische Aktion Lüneburg
https://www.graswurzel.net/gwr/category/ausgaben/502-oktober-2025/ ; https://kobinet-nachrichten.org/2025/10/16/salue-kein-sportbad-fuer-behinderte-menschen/ ; https://luene-blog.de/salztherme-lueneburg-barrierefreiheit-im-schwimmsport-gefordert/




