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Hans-Willis Top-Nachricht der Woche

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Foto: ht

Staufen (kobinet) ist diesmal das "Wochenendjournal" des Deutschlandfunk von Samstag, dem 15. November.

Zum Thema „Inklusion“ am Beispiel des Behindertendorfes Neuerkerode im Landkreis Wolfenbüttel bei Braunschweig. Eingeleitet fürs allgemeine Hörerpublikum des Senders mit den Worten: Dass es um „ganz normale Bürger Deutschlands“ gehe. „Alle in unserer Gesellschaft sollen gleichberechtigt und selbständig mitmachen können. Beim Lernen, beim Arbeiten, in der politischen Teilhabe, das ist das Ziel von Inklusion. Von der Realität wird hier immer wieder über Möglichkeiten und Grenzen davon diskutiert und darüber, ob Inklusion wirklich stattfindet. Das Dorf Neuerkerode in der Nähe von Braunschweig ist ein Ort, wo Inklusion wirklich gelebt wird. Hier leben, wohnen und arbeiten 630 Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung, sie bekommen Unterstützung, wo sie es brauchen und leben in einer Struktur, die ihnen hilft, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Vorgestellt werden Wohngruppen und Arbeitsstätten, eine Kunstwerkstatt, die Wäscherei, der Geflügelbetrieb mit 250 Hühnern, der dorfeigene Kaufladen mit Imbiss, Kiosk genannt. Die eingespielten O-Töne der Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung spiegeln Zufriedenheit und eine positive Stimmung. An nichtbehinderten Menschen auf dem Gelände begegnen ausschließlich Mitarbeitende des Fach- und Betreuungspersonals. Nur beim Sommerfest und dem Weihnachtsmarkt kommen auch Menschen aus der „Normalbevölkerung“ der Umgebung ins Dorf. Dann gleich „zu Tausenden“, heißt es.

Stellt sich am Ende die Frage: Trägt das Behindertendorf Neuerkerode (Träger des seit 150 Jahren bestehenden Projekts ist eine evangelische Stiftung der Diakonie) zurecht das Aushängeschild „Inklusion“? Mir scheint es eher eine Behindertenenklave, zwar inmitten, jedoch getrennt von der der umgebenden „Normalgesellschaft“ nichtbehinderter Menschen. Was ist euer Eindruck?

https://www.deutschlandfunk.de/leben-und-teilhabe-das-inklusive-dorf-neuerkerode-100.html