Weimar (kobinet)
Die Lebens-Hilfe hat im November 2025 etwas beschlossen.
Sie will nicht mehr sagen: geistige Behinderung.
Eine Behinderung macht Sachen schwierig.
Manche Dinge gehen nicht so leicht.
Sie will jetzt sagen: Menschen mit Unterstützungs-Bedarf.
Jetzt hat noch ein Verband etwas beschlossen.
Der Verband heißt: BAG HEP.
Das ist die Bundes-Arbeits-Gemeinschaft der Ausbildungs-Stätten für Heil-Erziehungs-Pflege.
Die BAG HEP hat sich im November 2025 getroffen.
Das war in Weimar.
Sie haben über den Berufs-Namen abgestimmt.
Der alte Name war: Heil-Erziehungs-Pfleger.
Der neue Name soll sein: Teilhabe-Pädagoge.
Teilhabe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man darf dabei sein und mit-machen.
Pädagogik bedeutet: Lernen wie man unterrichtet.
Pädagogik bedeutet auch: Lernen wie Erziehung funktioniert.
Das haben die meisten gewählt.
Es gab noch einen anderen Vorschlag.
Der war: Inklusions- und Teilhabe-Pädagoge.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen gehören dazu.
Niemand wird ausgeschlossen.
Der kam auf Platz 2.
Was machen diese Fach-Kräfte?
Sie begleiten Menschen mit Unterstützungs-Bedarf.
Das ist im ganzen Alltag.
Sie helfen bei der Teil-Habe.
Sie helfen bei der Bildung.
Sie helfen bei der Pflege.
Das Ziel ist: Die Menschen sollen gut leben können.
Warum der neue Name?
Viele Menschen mögen den alten Namen nicht.
Das Wort "heilen" passt nicht.
Das Wort "erziehen" passt auch nicht.
Besonders Selbst-Vertreter finden das nicht gut.
Selbst-Vertreter sind Menschen mit Behinderung.
Sie sprechen für sich selbst.
Sie sagen ihre eigene Meinung.
Die BAG HEP hat schon 2024 Vorschläge gemacht.
Sie haben 3 neue Namen vorgeschlagen.
Viele Menschen haben ihre Meinung dazu gesagt.
Die BAG HEP hat mit vielen Gruppen gesprochen.
Zum Beispiel mit Fach-Verbänden.
Fach-Verbände sind Gruppen von Fach-Leuten.
Die Fach-Leute kennen sich gut aus.
Sie arbeiten zusammen.
Und mit Selbst-Vertretern.
Die meisten fanden: Ein neuer Name ist gut.
Eine Selbst-Vertreterin hat gesagt:
Teilhabe-Pädagogik bringt es auf den Punkt.
Da ist alles drin.
Bleibt die Pflege wichtig?
Ja, die Pflege bleibt wichtig.
Die Pflege ist Teil von der Ausbildung.
Und Teil von der Arbeit.
Ohne Pflege gibt es keine Teil-Habe.
Was bedeutet Pädagogik hier?
Pädagogik heißt: Menschen unterstützen.
Das gilt für alle Alter.
Jeder Mensch ist anders.
Jeder hat andere Bedürfnisse.
Die Unterstützung passt sich daran an.
Wie geht es weiter?
Die BAG HEP hat einstimmig abgestimmt.
Einstimmig bedeutet: Alle waren dafür.
Niemand war dagegen.
Das war ein wichtiger Schritt.
Jetzt muss der Name offiziell geändert werden.
Der Vorstand kümmert sich darum.
Mehr als die Hälfte aller HEP-Schulen sind in der BAG HEP.
HEP-Schulen bilden die Fach-Kräfte aus.
Die BAG HEP sagt jetzt:
Teilhabe-Pädagogik ist die neue Heil-Erziehungs-Pflege.
Was ist die BAG HEP?
BAG HEP ist eine Abkürzung.
Sie steht für: Bundes-Arbeits-Gemeinschaft der Ausbildungs-Stätten für Heil-Erziehungs-Pflege.
Das sind die Fach-Schulen zusammen.
Sie setzen sich für gute Ausbildung ein.
Sie arbeiten für das Berufs-Bild.

Foto: BAG HEP
Weimar (kobinet) Nachdem die Bundesvereinigung Lebenshilfe bei ihrer Mitgliederversammlung am 15. November 2025 in Berlin beschlossen hat, den von ihr bisher verwandten Begriff "geistige Behinderung" nun in "Menschen mit Unterstützungsbedarf" zu verändern, hat ein weiterer Verband einen Beschluss zur Änderung der kritisierten Begriffe gefasst. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilerziehungspflege in Deutschland (BAG HEP) hat auf ihrer Mitgliederversammlung im November 2025 in Weimar einen aus ihrer Sicht wegweisenden Beschluss gefasst: Die Berufsbezeichnung "Heilerziehungspfleger:in" soll künftig durch "Teilhabepädagog:in" ersetzt werden. Auf Platz zwei der Abstimmung folgte der Begriff "Inklusions- und Teilhabepädagog:in".
Heilerziehungspfleger:innen begleiten Menschen mit Unterstützungsbedarf in allen Bereichen des täglichen Lebens. Ihr professionelles Handeln zielt darauf ab, Lebensqualität zu verbessern, Selbstbestimmung zu fördern und Teilhabe in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Dafür werden die Bereiche Teilhabe, Bildung und Pflege eng miteinander verknüpft, heißt es in einer entsprechenden Presseinformation des Verbands.
Die bisherige Berufsbezeichnung „Heilerziehungspfleger:in“ wird seit vielen Jahren kritisch diskutiert. Begriffe wie „heilen“ oder „erziehen“ gelten heute als missverständlich oder werden – insbesondere von Selbstvertreter:innen – abgelehnt. Zudem macht die Berufsbezeichnung nicht deutlich, was den Beruf tatsächlich ausmacht. Bereits 2024 entwickelte die BAG HEP drei Vorschläge für eine neue Berufsbezeichnung und stellte sie öffentlich auf ihrer Website zur Diskussion. Die große Resonanz zeigte eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung. Parallel dazu fanden Gespräche mit Fachverbänden, dem Berufsverband HEP, Selbstvertreter:innen sowie weiteren relevanten Gruppen statt, berichtet der Verband. Eine klare Mehrheit der Rückmeldungen befürwortete eine Neubenennung. „Teilhabepädagogik bringt es auf den Punkt – da ist alles drin“, bündelte eine Selbstvertreterin die Perspektive vieler Beteiligter.
Auch mit der neuen Berufsbezeichnung bleibe Pflege selbstverständlich ein zentrales Element der Ausbildung und beruflichen Tätigkeit. Sie gelte als Voraussetzung für Teilhabe und bleibe unverzichtbar im Berufsprofil. Der Begriff „Pädagogik“ werde von der BAG HEP breit verstanden: Er umfasse die professionelle Unterstützung von Menschen jeden Alters, orientiert an ihren individuellen Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten. Die Assistenz zur Teilhabe bleibe dabei der Kern des Berufs.
Nächste Schritte
Mit dem einstimmigen Beschluss sieht die BAG HEP, in der mehr als die Hälfte aller HEP-Schulen Deutschlands vertreten sind, einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur offiziellen Teilhabepädagog:in Namensänderung erreicht. Der Vorstand, wurde beauftragt, den Vorschlag nun in die fachliche und politische Weiterarbeit zu führen. Teilhabepädagogik sei nun die neue Heilerziehungspflege.
Über die BAG HEP
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilerziehungspflege in Deutschland ist der Zusammenschluss der Fachschulen für Heilerziehungspflege in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der Ausbildungsstätten, fördert die Weiterentwicklung des Berufsbildes und setzt sich für eine qualitativ hochwertige Ausbildung zukünftiger Fachkräfte ein.

Foto: BAG HEP
Weimar (kobinet) Nachdem die Bundesvereinigung Lebenshilfe bei ihrer Mitgliederversammlung am 15. November 2025 in Berlin beschlossen hat, den von ihr bisher verwandten Begriff "geistige Behinderung" nun in "Menschen mit Unterstützungsbedarf" zu verändern, hat ein weiterer Verband einen Beschluss zur Änderung der kritisierten Begriffe gefasst. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilerziehungspflege in Deutschland (BAG HEP) hat auf ihrer Mitgliederversammlung im November 2025 in Weimar einen aus ihrer Sicht wegweisenden Beschluss gefasst: Die Berufsbezeichnung "Heilerziehungspfleger:in" soll künftig durch "Teilhabepädagog:in" ersetzt werden. Auf Platz zwei der Abstimmung folgte der Begriff "Inklusions- und Teilhabepädagog:in".
Heilerziehungspfleger:innen begleiten Menschen mit Unterstützungsbedarf in allen Bereichen des täglichen Lebens. Ihr professionelles Handeln zielt darauf ab, Lebensqualität zu verbessern, Selbstbestimmung zu fördern und Teilhabe in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Dafür werden die Bereiche Teilhabe, Bildung und Pflege eng miteinander verknüpft, heißt es in einer entsprechenden Presseinformation des Verbands.
Die bisherige Berufsbezeichnung „Heilerziehungspfleger:in“ wird seit vielen Jahren kritisch diskutiert. Begriffe wie „heilen“ oder „erziehen“ gelten heute als missverständlich oder werden – insbesondere von Selbstvertreter:innen – abgelehnt. Zudem macht die Berufsbezeichnung nicht deutlich, was den Beruf tatsächlich ausmacht. Bereits 2024 entwickelte die BAG HEP drei Vorschläge für eine neue Berufsbezeichnung und stellte sie öffentlich auf ihrer Website zur Diskussion. Die große Resonanz zeigte eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung. Parallel dazu fanden Gespräche mit Fachverbänden, dem Berufsverband HEP, Selbstvertreter:innen sowie weiteren relevanten Gruppen statt, berichtet der Verband. Eine klare Mehrheit der Rückmeldungen befürwortete eine Neubenennung. „Teilhabepädagogik bringt es auf den Punkt – da ist alles drin“, bündelte eine Selbstvertreterin die Perspektive vieler Beteiligter.
Auch mit der neuen Berufsbezeichnung bleibe Pflege selbstverständlich ein zentrales Element der Ausbildung und beruflichen Tätigkeit. Sie gelte als Voraussetzung für Teilhabe und bleibe unverzichtbar im Berufsprofil. Der Begriff „Pädagogik“ werde von der BAG HEP breit verstanden: Er umfasse die professionelle Unterstützung von Menschen jeden Alters, orientiert an ihren individuellen Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten. Die Assistenz zur Teilhabe bleibe dabei der Kern des Berufs.
Nächste Schritte
Mit dem einstimmigen Beschluss sieht die BAG HEP, in der mehr als die Hälfte aller HEP-Schulen Deutschlands vertreten sind, einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur offiziellen Teilhabepädagog:in Namensänderung erreicht. Der Vorstand, wurde beauftragt, den Vorschlag nun in die fachliche und politische Weiterarbeit zu führen. Teilhabepädagogik sei nun die neue Heilerziehungspflege.
Über die BAG HEP
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilerziehungspflege in Deutschland ist der Zusammenschluss der Fachschulen für Heilerziehungspflege in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der Ausbildungsstätten, fördert die Weiterentwicklung des Berufsbildes und setzt sich für eine qualitativ hochwertige Ausbildung zukünftiger Fachkräfte ein.





Die Berufsbezeichnung „Teilhabepädagog:in“ klingt ambitioniert, beschreibt aber nicht die Realität vieler Arbeitsfelder. In Einrichtungen wie Wohngruppen oder Werkstätten wird pädagogisch gearbeitet, und es wird gepflegt. Beides gehört selbstverständlich zum Beruf. Aber „Teilhabe“ findet dort im eigentlichen Sinn nicht statt. Diese Räume sind Sonderwelten, sie sichern Betreuung und Struktur – nicht gleichberechtigte gesellschaftliche Teilnahme.
Ein ehrlicher Begriff müsste deshalb beide realen Kernaufgaben sichtbar lassen. „Pflegepädagogin“ / „Pflegepädagoge“ trifft das besser als jede sprachpolitische Neubenennung: eine Fachkraft, die pflegend und pädagogisch arbeitet. Nicht mehr, nicht weniger.