Berlin (kobinet)
Es gibt Neuigkeiten aus Berlin.
Menschen haben ein Gebäude besetzt.
Besetzung bedeutet: Menschen gehen in ein Gebäude.
Sie bleiben dort.
Sie wollen etwas erreichen.
Die Menschen brauchen Persönliche Assistenz.
Persönliche Assistenz bedeutet: Ein Mensch hilft im Alltag.
Zum Beispiel beim Anziehen.
Oder beim Einkaufen.
Das Gebäude gehört zum Senat.
Der Senat ist die Regierung von Berlin.
Der Senat entscheidet wichtige Dinge.
Die Menschen wollen faire Löhne.
Das heißt: gute Bezahlung für Assistenten.
Jasper Dombrowski hat einen Text geschrieben.
Der Text steht auf change.org.
Dort gibt es eine Petition.
Eine Petition ist eine Bitte.
Man schreibt auf: Das wünsche ich mir.
Viele Menschen können unterschreiben.
Die Petition fordert faire Löhne.
Jasper Dombrowski schreibt:
Vielen Dank an alle.
Die Besetzung war am Mittwoch.
Und am Donnerstag.
Viele Menschen haben geholfen.
Es gab Kund-Gebungen.
Bei einer Kund-Gebung treffen sich viele Menschen.
Sie zeigen zusammen ihre Meinung auf der Straße.
Menschen haben Beiträge geschrieben.
Das war in sozialen Medien.
So eine Besetzung gab es noch nie.
Die Besetzung dauerte 27 Stunden.
Ein Bündnis hat das gemacht.
Ein Bündnis ist eine Gruppe.
Mehrere Menschen arbeiten zusammen.
Sie haben ein gemeinsames Ziel.
Das Bündnis heißt: Selbstbestimmt Leben.
Das sind behinderte Menschen.
Die Besetzung hatte Erfolg.
Es gab ein Gespräch.
Das Gespräch war mit Frau Kiziltepe.
Sie ist die Sozial-Senatorin.
Die Sozial-Senatorin ist eine Politikerin.
Sie arbeitet für Berlin.
Sie ist zuständig für soziale Themen.
Herr Evers war auch dabei.
Er ist der Finanz-Senator.
Der Finanz-Senator kümmert sich um das Geld.
Er plant die Ausgaben von Berlin.
Vorher wollten sie nicht reden.
Die Polizei wollte die Besetzung räumen.
Aber dann gab es das Gespräch.
Die Senatoren haben nette Worte gesagt.
Sie haben eine Zusage gemacht.
Bis zum Sommer soll es gleiche Bezahlung geben.
Die Bezahlung soll nach Tarif-Vertrag sein.
Tarif-Vertrag ist eine Preis-Liste.
Dort stehen Löhne und Gehälter drin.
Deshalb wurde die Besetzung beendet.
Die Teilnehmer haben das selbst entschieden.
Das Bündnis berichtet:
Alle Parteien im Senat wollen helfen.
Sie wollen die Assistenz finanzieren.
Am Mittwoch ist eine wichtige Sitzung.
Das ist am 12. November 2025.
Die Sitzung ist im Abgeordneten-Haus.
Das Abgeordneten-Haus ist das Parlament von Berlin.
Dort arbeiten gewählte Vertreter.
Sie machen Gesetze für Berlin.
Dort wird über den Tarif-Vertrag beraten.
Die Assistenz-Nehmer werden dort sein.
Ihre Unterstützer auch.
Das Bündnis sagt:
Der Kampf ist noch nicht vorbei.
Sie kämpfen weiter für faire Löhne.

Foto: Uta Lauer
Berlin (kobinet) Wie es mit der Besetzung eines Senatsgebäudes von Nutzer*innen Persönlicher Assistenz in Berlin für faire Löhne weitergegangen ist, geht aus einer Nachricht von Jasper Dombrowski auf der Plattform change.org, wo eine entsprechende Petition für faire Löhne von Persönlichen Assistent*innen in Berlin eingestellt wurde, hervor. Dort heißt es: "Liebe Unterstützer*innen, großen Dank an alle, die die Besetzung der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales am Mittwoch und Donnerstag mit spontanen Kundgebungen und Social Media Posts unterstützt haben. So eine Besetzung einer Senatsverwaltung hat es wahrscheinlich noch nicht gegeben. Die Besetzung vom 'Bündnis Selbstbestimmt Leben behinderter Menschen' wurde 27 Stunden aufrechterhalten. Mit der Besetzung wurde ein direktes Gespräch für eine andere Gruppe mit Frau Kiziltepe (Sozialsenatorin) und Herrn Evers (Finanzsenator) erzwungen. Solch ein Gespräch wurde vorher immer wieder verweigert. Auch eine Räumung stand kurz bevor. Es gab wohl nette Worte und eine sprachliche Zusage bis Sommer die Assistenzperson gleich zu bezahlen anhand des bestehenden Tarifvertrags. Daher wurde die Besetzung von den Teilnehmer*innen selbst aufgelöst."
„Im Ergebnis wollen sich alle Parteien, die den Senat tragen, um die Finanzierung der persönlichen Assistenz bemühen“, berichtet das Bündnis. Am kommenden Mittwoch, also am 12. November 2025, wird im Abgeordnetenhaus erneut über die Umsetzung des Tarifvertrages beraten. Die Assistenznehmer:innen und Unterstützer:innen haben schon ihr Kommen angekündigt. „Die Auseinandersetzung ist noch nicht zu Ende“, erklärt das „Bündnis Selbstbestimmt Leben behinderter Menschen“.
Link zur Information über den Fortgang der Besetzung und zur Petition mit Links zu Presseberichten

Foto: Uta Lauer
Berlin (kobinet) Wie es mit der Besetzung eines Senatsgebäudes von Nutzer*innen Persönlicher Assistenz in Berlin für faire Löhne weitergegangen ist, geht aus einer Nachricht von Jasper Dombrowski auf der Plattform change.org, wo eine entsprechende Petition für faire Löhne von Persönlichen Assistent*innen in Berlin eingestellt wurde, hervor. Dort heißt es: "Liebe Unterstützer*innen, großen Dank an alle, die die Besetzung der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales am Mittwoch und Donnerstag mit spontanen Kundgebungen und Social Media Posts unterstützt haben. So eine Besetzung einer Senatsverwaltung hat es wahrscheinlich noch nicht gegeben. Die Besetzung vom 'Bündnis Selbstbestimmt Leben behinderter Menschen' wurde 27 Stunden aufrechterhalten. Mit der Besetzung wurde ein direktes Gespräch für eine andere Gruppe mit Frau Kiziltepe (Sozialsenatorin) und Herrn Evers (Finanzsenator) erzwungen. Solch ein Gespräch wurde vorher immer wieder verweigert. Auch eine Räumung stand kurz bevor. Es gab wohl nette Worte und eine sprachliche Zusage bis Sommer die Assistenzperson gleich zu bezahlen anhand des bestehenden Tarifvertrags. Daher wurde die Besetzung von den Teilnehmer*innen selbst aufgelöst."
„Im Ergebnis wollen sich alle Parteien, die den Senat tragen, um die Finanzierung der persönlichen Assistenz bemühen“, berichtet das Bündnis. Am kommenden Mittwoch, also am 12. November 2025, wird im Abgeordnetenhaus erneut über die Umsetzung des Tarifvertrages beraten. Die Assistenznehmer:innen und Unterstützer:innen haben schon ihr Kommen angekündigt. „Die Auseinandersetzung ist noch nicht zu Ende“, erklärt das „Bündnis Selbstbestimmt Leben behinderter Menschen“.
Link zur Information über den Fortgang der Besetzung und zur Petition mit Links zu Presseberichten





Endlich mal kein symbolischer Protest, sondern echte Selbstvertretung. 27 Stunden Besetzung, getragen von Menschen, die sich nicht mehr vertrösten lassen. Kein Bühnenprogramm, keine vorbereiteten Reden, sondern ein unmittelbarer Akt zivilen Ungehorsams. Dafür gebührt Respekt.
Danke an alle, die dort standen, verhandelt, gewartet und ausgehalten haben. Ihr habt gezeigt, dass Teilhabe kein Antrag ist, sondern Handlung. Dass Selbstbestimmung nicht verhandelt, sondern gelebt wird.
Seit Jahren wird über Teilhabe geredet, verhandelt, beraten, alles im Ton der Vernunft, im Rahmen der Möglichkeiten. Doch Möglichkeiten entstehen nicht aus Dialog, sondern aus Druck. Und genau diesen Druck habt ihr aufgebaut.
Ihr habt sichtbar gemacht, was Politik gern übersieht: dass Menschen mit Assistenz nicht Objekte von Fürsorge, sondern politische Subjekte sind. Ihr habt die Machtverhältnisse kurzzeitig verschoben und damit mehr erreicht als tausend Podien mit wohlmeinenden Reden.
Vielleicht war das erst der Anfang. Solche Momente sind selten, aber sie zeigen, dass es noch Bewegung gibt, wenn man den Mut hat, zu bleiben.