BERLIN (kobinet)
In Berlin gibt es 3 Träger.
Eine Organisation bietet Hilfe an.
Der 1. Träger ist aktion weitblick.
Der 2. Träger ist die Lebens-Hilfe Berlin.
Der 3. Träger ist die Fürst Donnersmarck-Stiftung.
Die 3 Träger sagen:
Das Projekt Lotse Berlin macht Ende 2025 zu.
Lotse Berlin gibt es seit 1997.
Das sind 27 Jahre.
Lotse Berlin ist eine Beratungs-Stelle.
Dort arbeiten Menschen.
Sie helfen bei Fragen.
Sie geben Tipps.
Die Beratungs-Stelle hilft Menschen mit Behinderung.
Zum Beispiel Menschen mit körper-licher Behinderung.
Der Körper funktioniert anders.
Zum Beispiel die Beine oder Arme.
Das macht manche Dinge schwerer.
Oder Menschen mit geistiger Behinderung.
Das Lernen ist schwerer.
Das Verstehen dauert länger.
Oder Menschen mit Sinnes-Behinderung.
Ein Sinn funktioniert nicht gut.
Zum Beispiel Sehen oder Hören.
Oder Menschen mit Mehrfach-Behinderung.
Eine Person hat mehrere Behinderungen.
Zum Beispiel: Die Person kann nicht sehen und nicht hören.
Lotse Berlin hilft beim Wohnen.
Und Lotse Berlin hilft bei der Assistenz.
Jemand hilft im Alltag.
Lotse Berlin berät die Menschen.
Und Lotse Berlin vermittelt Wohn-Plätze.
Lotse Berlin kennt alle Angebote in Berlin.
Lotse Berlin schreibt auch Berichte.
Die Berichte sind wichtig.
Sie zeigen: Was brauchen Menschen mit Behinderung?
Sie zeigen: Wo können Menschen mit Behinderung wohnen?
Ab 2026 gibt es Lotse Berlin nicht mehr.
Der Grund ist: Es gibt nicht genug Geld.
Das Land Berlin gibt nicht genug Geld.
Die 3 Träger mussten selbst viel Geld bezahlen.
Jedes Jahr wurde es mehr Geld.
Die Träger haben mit dem Land gesprochen.
Aber es gab keine Lösung.
Gabriele Bäumker leitet das Projekt.
Sie arbeitet für aktion weitblick.
Sie sagt: Das Ende ist sehr schade.
Menschen mit Behinderung verlieren Hilfe.
Sie brauchen die Beratung.
Für mehr Selbst-Bestimmung.
Man entscheidet für sich selbst.
Man bestimmt sein Leben selbst.
Und für mehr Teil-Habe.
Du machst bei etwas mit.
Du bist dabei und kannst mit-bestimmen.
Über 1.000 Menschen kamen jedes Jahr.
Sie haben Rat gesucht.
Ab 2026 fehlt diese Hilfe.
Besonders Menschen mit viel Unterstützungs-Bedarf.
Sie finden dann schwerer Hilfe.
Das ist schlecht für die Lebens-Qualität.
Wie gut dein Leben ist.
Zum Beispiel: Hast du eine schöne Wohnung.
Leopold von Bredow ist Chef der Fürst Donnersmarck-Stiftung.
Er sagt: Ab jetzt muss das Land helfen.
Und die Bezirke müssen helfen.
Sie müssen passende Angebote suchen.
Ein Projekt wie Lotse Berlin gibt es dann nicht mehr.

Foto: Conzales In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
BERLIN (kobinet) Wie die drei Projektträger – die aktion weitblick, die Lebenshilfe Berlin und die Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin – in einer gemeinsamen Erklärung informieren, wird das Projekt Lotse Berlin nach über 27 Jahren Tätigkeit zum Ende des Jahres 2025 eingestellt. Lotse Berlin wurde 1997 als trägerübergreifende, unabhängige Beratungsstelle gegründet, um Menschen mit körperlicher, geistiger, Sinnes- oder Mehrfachbehinderung bei der Suche nach einer geeigneten Wohn- und Assistenzform zu unterstützen. Das Projekt bot Beratung, Orientierung und Vermittlung zu allen betreuten Wohnmöglichkeiten in Berlin an und fungierte als zentrale Anlaufstelle, die entsprechende Versorgungsleistungen aller Berliner Anbieter koordinierte. Die Jahresberichte von Lotse Berlin waren wichtige Beiträge zur Wohn- und Bedarfssituation von Menschen mit Behinderung.
Das umfassende Beratungsangebot wird also ab dem neuen Jahr nicht mehr fortgesetzt. Eine wesentliche Ursache für die Einstellung des Projektes war die fehlende ausreichende Finanzierung durch die öffentliche Hand. Lotse Berlin war seit seiner Gründung mit hohen, kontinuierlich steigenden Eigenanteilen für alle Projektträger verbunden. Nachdem aufgrund der aktuellen Haushaltssituation des Landes Berlin weiterhin keine ausreichende Förderung garantiert werden konnte, mussten sich die Träger nach erfolglosen Verhandlungen dazu entscheiden, das Projekt zu beenden.
„Wir bedauern das Ende von Lotse Berlin sehr“, sagt Gabriele Bäumker, die für aktion weitblick das Projekt leitete. „Mit dem Wegfall dieser Beratungsstelle verlieren Menschen mit Behinderung eine wichtige Unterstützung bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes und auf ihrem Weg zu mehr Selbstbestimmung und Inklusion.“ Durch die Schließung fällt für die Ratsuchenden, mehr als 1.000 Menschen jährlich, eine zentrale Orientierungshilfe auf dem oft unübersichtlichen Feld der Eingliederungshilfe weg. Gerade Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf stehen daher künftig ohne die gezielte Beratung und die Möglichkeit einer Vermittlung durch Lotse Berlin da. Das lässt befürchten, dass individuelle Bedarfe nicht mehr erkannt und gedeckt werden können – mit negativen Folgen für die Teilhabe und Lebensqualität der Betroffenen.
„In Zukunft haben das Land und die Bezirke die Aufgabe, ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen und passende Unterstützungs- und Assistenzangebote für die leistungsberechtigten Berlinerinnen und Berliner zu suchen. Ein vergleichbares Projekt wie Lotse Berlin wird aller Voraussicht nach nicht mehr so schnell entstehen“, erklärt Leopold von Bredow, Geschäftsführer der Fürst Donnersmarck-Stiftung.

Foto: Conzales In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
BERLIN (kobinet) Wie die drei Projektträger – die aktion weitblick, die Lebenshilfe Berlin und die Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin – in einer gemeinsamen Erklärung informieren, wird das Projekt Lotse Berlin nach über 27 Jahren Tätigkeit zum Ende des Jahres 2025 eingestellt. Lotse Berlin wurde 1997 als trägerübergreifende, unabhängige Beratungsstelle gegründet, um Menschen mit körperlicher, geistiger, Sinnes- oder Mehrfachbehinderung bei der Suche nach einer geeigneten Wohn- und Assistenzform zu unterstützen. Das Projekt bot Beratung, Orientierung und Vermittlung zu allen betreuten Wohnmöglichkeiten in Berlin an und fungierte als zentrale Anlaufstelle, die entsprechende Versorgungsleistungen aller Berliner Anbieter koordinierte. Die Jahresberichte von Lotse Berlin waren wichtige Beiträge zur Wohn- und Bedarfssituation von Menschen mit Behinderung.
Das umfassende Beratungsangebot wird also ab dem neuen Jahr nicht mehr fortgesetzt. Eine wesentliche Ursache für die Einstellung des Projektes war die fehlende ausreichende Finanzierung durch die öffentliche Hand. Lotse Berlin war seit seiner Gründung mit hohen, kontinuierlich steigenden Eigenanteilen für alle Projektträger verbunden. Nachdem aufgrund der aktuellen Haushaltssituation des Landes Berlin weiterhin keine ausreichende Förderung garantiert werden konnte, mussten sich die Träger nach erfolglosen Verhandlungen dazu entscheiden, das Projekt zu beenden.
„Wir bedauern das Ende von Lotse Berlin sehr“, sagt Gabriele Bäumker, die für aktion weitblick das Projekt leitete. „Mit dem Wegfall dieser Beratungsstelle verlieren Menschen mit Behinderung eine wichtige Unterstützung bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes und auf ihrem Weg zu mehr Selbstbestimmung und Inklusion.“ Durch die Schließung fällt für die Ratsuchenden, mehr als 1.000 Menschen jährlich, eine zentrale Orientierungshilfe auf dem oft unübersichtlichen Feld der Eingliederungshilfe weg. Gerade Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf stehen daher künftig ohne die gezielte Beratung und die Möglichkeit einer Vermittlung durch Lotse Berlin da. Das lässt befürchten, dass individuelle Bedarfe nicht mehr erkannt und gedeckt werden können – mit negativen Folgen für die Teilhabe und Lebensqualität der Betroffenen.
„In Zukunft haben das Land und die Bezirke die Aufgabe, ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen und passende Unterstützungs- und Assistenzangebote für die leistungsberechtigten Berlinerinnen und Berliner zu suchen. Ein vergleichbares Projekt wie Lotse Berlin wird aller Voraussicht nach nicht mehr so schnell entstehen“, erklärt Leopold von Bredow, Geschäftsführer der Fürst Donnersmarck-Stiftung.




