STUTTGART (kobinet)
Es gibt eine neue Studie.
Studie bedeutet: Eine Untersuchung.
Fach-Leute schauen sich etwas genau an.
Sie wollen etwas Neues heraus-finden.
Die Studie ist von der Bertelsmann-Stiftung.
Die Bertelsmann-Stiftung ist eine Organisation.
Sie forscht zu wichtigen Themen.
Sie will die Gesellschaft besser machen.
Die Studie zeigt: Viele Menschen in Baden-Württemberg sind einsam.
Einsamkeit bedeutet: Man fühlt sich allein.
Man hat zu wenig Kontakt zu anderen Menschen.
Das tut weh.
Das betrifft alle Menschen.
Junge Menschen und alte Menschen.
Menschen auf dem Land und in der Stadt.
Woran liegt die Einsamkeit?
Die Einsamkeit hat verschiedene Gründe:
Soziale Gründe bedeutet: Gründe zwischen Menschen.
Zum Beispiel: Zu wenig Freunde.
Oder: Familie wohnt weit weg.
Wirtschaft-liche Gründe bedeutet: Gründe die mit Geld zu tun haben.
Zum Beispiel: Keine Arbeit haben.
Oder: Zu wenig Geld haben.
Der Wohn-Ort ist nicht so wichtig.
Die Landes-Regierung will etwas tun.
Die Landes-Regierung leitet das Bundes-Land.
Minister arbeiten dort.
Sie entscheiden wichtige Sachen für Baden-Württemberg.
Sie plant neue Projekte.
Sie macht Ideen-Wettbewerbe.
Ideen-Wettbewerb bedeutet: Viele Menschen zeigen ihre Ideen.
Die beste Idee gewinnt einen Preis.
Sie fördert Treff-Punkte für Menschen.
Wichtig ist: Gute Kontakte zu anderen Menschen.
Zum Beispiel zu Nachbarn.
Oder zu Freunden und Familie.
Menschen mit guten Kontakten sind weniger einsam.
Auch wichtig sind Treff-Punkte.
Zum Beispiel:
Menschen mit guten Treff-Punkten sind weniger einsam.
Professor-in Maike Luhmann sagt:
Einsamkeit ist ein Problem für alle.
Alle müssen helfen.
Professor-in Luhmann hat die Studie geschrieben.
Sie forscht über Einsamkeit.
Einsame Menschen haben oft Probleme.
Sie finden keine Hilfe-Angebote.
Sie nutzen weniger Angebote.
Sie machen weniger bei Politik mit.
Sie nutzen mehr digitale Medien.
Die Studie zeigt auch:
Gesundheit ist wichtig.
Optimismus ist wichtig.
Optimismus bedeutet: Hoffnung haben.
Man glaubt: Es wird gut werden.
Man denkt positiv über die Zukunft.
Vertrauen in die Demokratie ist wichtig.
Demokratie bedeutet auf Deutsch: Herrschaft des Volkes.
Das Volk bestimmt mit.
Menschen mit positiver Einstellung sind weniger einsam.
Das gilt für alle Alters-Gruppen.
Die Studie empfiehlt deshalb:
Man muss Resilienz fördern.
Resilienz bedeutet: Stark sein bei Problemen.
Man kann schwere Zeiten gut überstehen.
Man erholt sich schnell.
Man muss psychische Gesundheit fördern.
Psychische Gesundheit bedeutet: Wie es dir in deinem Kopf geht.
Wie du dich fühlst.
Bist du glücklich oder traurig?
Man muss Teilhabe fördern.
Teilhabe bedeutet: Du machst bei etwas mit.
Du bist dabei und kannst mit-bestimmen.
Die Bertelsmann-Stiftung hat schon früher geforscht.
Damals ging es um Corona.
Und um den Zusammen-Halt in Baden-Württemberg.
Zusammen-Halt bedeutet: Menschen halten zusammen.
Sie helfen sich gegen-seitig.
Sie sind füreinander da.
Der Land-Tag von Baden-Württemberg arbeitet auch am Thema.
Es gibt eine Enquete-Kommission.
Enquete-Kommission bedeutet: Eine Arbeits-Gruppe im Land-Tag.
Politiker und Fach-Leute arbeiten zusammen.
Sie untersuchen ein wichtiges Thema genau.
Die Arbeits-Gruppe heißt: Krisen-feste Gesellschaft.
Krisen-fest bedeutet: Stark in schweren Zeiten.
Eine krisen-feste Gesellschaft bleibt stark.
Auch wenn schwere Zeiten kommen.
Sie sagt: Der Kampf gegen Einsamkeit ist wichtig.
Das macht das Land stärker.

Foto: Pixabay/Greyerbaby
STUTTGART (kobinet) Einsamkeit ist in Baden-Württemberg, wie eine neue landesweite Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, weit verbreitet. Das betrifft Menschen aller Altersgruppen, Lebenssituationen und Regionen. Nach dieser Studie hängen Einsamkeitserfahrungen weniger mit geografischen als vielmehr mit sozialen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Faktoren zusammen. Die Landesregierung reagiert mit Ideenwettbewerben, neuen Projekten und gezielter Förderung sozialer Begegnungsräume, um dem besorgniserregenden Trend entgegenzuwirken.
Entscheidend für das Erleben von Einsamkeit ist, wie diese Studie nachweist, der Grad an sozialer Zugehörigkeit, insbesondere zur unmittelbaren Nachbarschaft und zu persönlichen Netzwerken. Menschen, die sich gut in ihre Umgebung eingebunden fühlen, erleben deutlich weniger Einsamkeit. Eine positive Bewertung sozialer Infrastruktur, etwa von Treffpunkten im Quartier, Beratungsstellen oder Gemeinschaftszentren, führt zu einem geringeren Einsamkeitsgefühl. „Wir müssen Einsamkeit als gesamtgesellschaftliches Problem verstehen, das nur gelöst werden kann, wenn alle gesellschaftlichen Akteure Verantwortung übernehmen“, betonte Prof. Dr. Maike Luhmann, eine der Autorinnen der Studie und renommierte Forscherin im Bereich Einsamkeit in Deutschland.
Einsame Menschen berichten hingegen häufiger über fehlende Anlaufstellen, nutzen soziale Angebote seltener und sind politisch weniger aktiv. Auch die Mediennutzung unterscheidet sich leicht: Einsame Personen verbringen mehr Zeit mit digitalen Medien.
Ein enger Zusammenhang besteht nach der Studie zwischen gesundheitlicher Verfassung, Zukunftsoptimismus und Vertrauen in demokratische Prozesse. Menschen mit einer positiven Lebenseinstellung fühlen sich, unabhängig vom Alter, weniger einsam. Die Studie empfiehlt deshalb, Resilienz, psychische Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe gezielt zu fördern.
Die aktuelle Studie knüpft an eine frühere Arbeit der Bertelsmann Stiftung an, die die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Baden-Württemberg thematisiert hatte. Auch die Enquete-Kommission „Krisenfeste Gesellschaft“ des Landtags von Baden-Württemberg benennt den Kampf gegen Einsamkeit als wichtiges Thema für die Resilienz des Landes.

Foto: Pixabay/Greyerbaby
STUTTGART (kobinet) Einsamkeit ist in Baden-Württemberg, wie eine neue landesweite Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, weit verbreitet. Das betrifft Menschen aller Altersgruppen, Lebenssituationen und Regionen. Nach dieser Studie hängen Einsamkeitserfahrungen weniger mit geografischen als vielmehr mit sozialen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Faktoren zusammen. Die Landesregierung reagiert mit Ideenwettbewerben, neuen Projekten und gezielter Förderung sozialer Begegnungsräume, um dem besorgniserregenden Trend entgegenzuwirken.
Entscheidend für das Erleben von Einsamkeit ist, wie diese Studie nachweist, der Grad an sozialer Zugehörigkeit, insbesondere zur unmittelbaren Nachbarschaft und zu persönlichen Netzwerken. Menschen, die sich gut in ihre Umgebung eingebunden fühlen, erleben deutlich weniger Einsamkeit. Eine positive Bewertung sozialer Infrastruktur, etwa von Treffpunkten im Quartier, Beratungsstellen oder Gemeinschaftszentren, führt zu einem geringeren Einsamkeitsgefühl. „Wir müssen Einsamkeit als gesamtgesellschaftliches Problem verstehen, das nur gelöst werden kann, wenn alle gesellschaftlichen Akteure Verantwortung übernehmen“, betonte Prof. Dr. Maike Luhmann, eine der Autorinnen der Studie und renommierte Forscherin im Bereich Einsamkeit in Deutschland.
Einsame Menschen berichten hingegen häufiger über fehlende Anlaufstellen, nutzen soziale Angebote seltener und sind politisch weniger aktiv. Auch die Mediennutzung unterscheidet sich leicht: Einsame Personen verbringen mehr Zeit mit digitalen Medien.
Ein enger Zusammenhang besteht nach der Studie zwischen gesundheitlicher Verfassung, Zukunftsoptimismus und Vertrauen in demokratische Prozesse. Menschen mit einer positiven Lebenseinstellung fühlen sich, unabhängig vom Alter, weniger einsam. Die Studie empfiehlt deshalb, Resilienz, psychische Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe gezielt zu fördern.
Die aktuelle Studie knüpft an eine frühere Arbeit der Bertelsmann Stiftung an, die die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Baden-Württemberg thematisiert hatte. Auch die Enquete-Kommission „Krisenfeste Gesellschaft“ des Landtags von Baden-Württemberg benennt den Kampf gegen Einsamkeit als wichtiges Thema für die Resilienz des Landes.




