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Symposium diskutiert Wege zu mehr sozialer Teilhabe

Mehrere Personen zwischen Ausstellungstafeln im Gespräch
Beim Markt der Teilhabe
Foto: Wahrendorff/Helge Krückeberg

SEHNDE-KÖTHENWALD (kobinet) Experten und Gäste haben beim Wahrendorff Wohnen-Symposium unter dem Titel "Breaking the Chains: Projekte, Perspektiven und Herausforderungen sozialer Teilhabe" lebhaft und interdisziplinär über Inklusion, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Verantwortung diskutiert. Rund 200 Teilnehmer setzten sich mit aktuellen Fragen zur Teilhabe, Inklusion und individuellen Unterstützung für Menschen mit psychischen und intellektuellen Beeinträchtigungen auseinander.

Rund 200 Teilnehmer setzten sich in diesem Symposium mit aktuellen Fragen zur Teilhabe, Inklusion und individuellen Unterstützung für Menschen mit psychischen und intellektuellen Beeinträchtigungen auseinander. Die Veranstaltung bot ein abwechslungsreiches Programm mit Vorträgen, Diskussionsrunden und einem „Markt der Teilhabe“. Ziel war es, gesellschaftliche, strukturelle und persönliche Barrieren zu überwinden, ganz im Sinne des Mottos „Breaking the Chains“, die Ketten zu zerbrechen.

Nach den einleitenden Vorträgen wurde intensiv über die persönliche Bedeutung sozialer Teilhabe, die Voraussetzungen für gelungene Inklusion und die Herausforderungen durch gesellschaftliche Vorurteile diskutiert. „Teilhabe bedeutet für mich, mich als Teil einer Gemeinschaft zu erleben, nicht nur als psychoseerfahrene Person, sondern auch als Mutter, Wissenschaftlerin und Mitgestalterin“, betonte dabei zum Beispiel Thelke Scholz. Eyleen Besser unterstrich die Notwendigkeit, „eine offene, tolerante und menschliche Haltung gegenüber Menschen mit psychischen Erkrankungen zu leben und gesellschaftlich zu verankern“. Für PD Dr. Uta Gühne liegt der Schlüssel zu echter Inklusion „in sektorenübergreifender Zusammenarbeit, barrierefreien Sozialräumen und der Verknüpfung medizinischer und sozialer Angebote“.

Andreas Landmann plädierte dafür, größer zu denken: „Wir brauchen eine wirklich inkludierende Gesellschaft, nicht nur einzelne Systeme. Länder wie Dänemark zeigen, dass solche Prozesse gelingen können und dass mehr Inklusion auch mehr Lebenszufriedenheit bedeutet.“