BERLIN (kobinet)
Der Paritätische Gesamt-Verband ist ein großer Sozial-Verband.
Das ist eine Gruppe von Menschen.
Die Gruppe hilft anderen Menschen.
Zum Beispiel bei Problemen mit Geld.
Oder bei Problemen mit der Gesundheit.
Der Verband warnt vor einem neuen Plan.
Es geht um die Grund-Sicherung.
Das ist Geld vom Staat.
Für Menschen ohne Geld.
Die Regierung will neue Regeln machen.
Diese Regeln sind sehr streng.
Die neuen Regeln sollen so sein:
Das Amt kann das Geld für die Wohnung streichen.
Das kann passieren bei Pflicht-Verstößen.
Jemand hält sich nicht an Regeln.
Die Person tut etwas nicht.
Aber die Person muss es tun.
Ein Beispiel für einen Pflicht-Verstoß:
Jemand kommt nicht zum Termin im Job-Center.
Das ist ein Amt.
Das Amt hilft Menschen ohne Arbeit.
Das Amt gibt Geld zum Leben.
Dann bekommt die Person kein Geld mehr für die Wohnung.
Viele Verbände sind gegen diesen Plan.
Das sind Mieter-Verbände und Sozial-Verbände.
Auch die Gewerkschaft ver.di ist dabei.
Das ist wie ein Verein.
Sie redet mit Firmen-Chefs über Lohn.
Sie haben einen offenen Brief geschrieben.
Der Brief geht an die Abgeordneten im Bundes-Tag.
Abgeordnete sind Menschen in der Politik.
Sie vertreten die Bürger.
Sie arbeiten für eine Stadt oder für ein Land.
Der Bundes-Tag ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen vertreten die Bürger von Deutschland.
Die Verbände sagen: Stoppt diesen Plan!
Besonders schlimm wäre der Plan für diese Menschen:
Familien mit Kindern
Schwangere Frauen
Menschen mit Behinderungen
Menschen mit Pflege-Bedarf
Ein Mensch braucht Hilfe im Alltag.
Zum Beispiel beim Waschen oder beim Anziehen.
Diese Menschen brauchen besonders ihre Wohnung.
Dr. Joachim Rock ist Chef vom Paritätischen Gesamt-Verband.
Er sagt:
Ohne Wohnung haben Menschen keine Sicherheit.
Ohne Wohnung haben Menschen keine Würde mehr.
Ohne Wohnung haben Menschen keine Perspektive.
Das ist sozial-politisch falsch.
Das ist moralisch nicht richtig.
Die Verbände warnen auch vor einem anderen Problem:
Viele Vermieter bekommen ihr Geld vom Amt.
Das ist sicher für die Vermieter.
Mit den neuen Regeln ist das nicht mehr sicher.
Dann vermieten Vermieter nicht mehr an arme Menschen.
Schon heute ist es sehr schwer:
Menschen mit Bürger-Geld finden kaum eine Wohnung.
Das ist Geld von der Regierung.
Man bekommt es jeden Monat.
Die Wohnungen sind zu teuer.
Die neuen Regeln machen alles noch schwerer.
Die Bundes-Regierung hat ein Ziel:
Bis 2030 soll es keine Wohnungs-Losigkeit mehr geben.
Ein Mensch hat keine Wohnung.
Der Mensch hat kein Zuhause.
Der Mensch lebt vielleicht auf der Straße.
Der Paritätische Gesamt-Verband sagt:
Die neuen Pläne machen das Gegen-Teil.
Die neuen Pläne machen mehr Menschen wohnungs-los.

Foto: paulaquiyahora In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
BERLIN (kobinet) Der Paritätische Gesamtverband warnt mit Nachdruck vor den geplanten Verschärfungen in der Grundsicherung, die ermöglichen sollen, die Kosten der Unterkunft (KdU) bei Pflichtverstößen vollständig zu streichen. Mit einem breiten Bündnis aus Mieter-, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie der Gewerkschaft ver.di wendet sich der Verband deshalb in einem offenen Brief an die Abgeordneten der demokratischen Fraktionen des Deutschen Bundestages. Das Bündnis appelliert eindringlich, die geplante Verschärfung zu stoppen und zu verhindern, dass Menschen durch politische Entscheidungen ihr Zuhause verlieren.
Nach den aktuellen Plänen des Koalitionsausschusses soll es möglich sein, sämtliche Leistungen einschließlich der Kosten der Unterkunft komplett einzustellen, wenn Menschen ihrer Mitwirkungspflicht im Jobcenter nicht nachkommen. Besonders dramatisch wäre eine solche Regelung für Familien mit Kindern, Schwangere, Menschen mit Behinderungen oder Pflegebedürftige. „Wer den Menschen das Zuhause entzieht, entzieht ihnen Sicherheit, Würde und jede Perspektive auf Stabilität. Das ist sozialpolitisch verantwortungslos und moralisch nicht zu rechtfertigen“, erklärt Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.
Die Verbände warnen davor, dass die Streichung der Unterkunftskosten nicht nur einzelne Betroffene, sondern ganze Familien in akute Notlagen bringen würde. Zudem entfiele die bislang bestehende Sicherheit für Vermieter, dass Mieten von Leistungsberechtigten zuverlässig übernommen werden. Schon heute ist es für Menschen im Bürgergeld-Bezug vielerorts nahezu unmöglich, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Die geplanten Regelungen würden die Situation weiter verschärfen.
Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, Wohnungslosigkeit bis 2030 zu beenden. Der Paritätische mahnt, dass die aktuellen Pläne dieses Ziel ins Gegenteil verkehren würden.

Foto: paulaquiyahora In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
BERLIN (kobinet) Der Paritätische Gesamtverband warnt mit Nachdruck vor den geplanten Verschärfungen in der Grundsicherung, die ermöglichen sollen, die Kosten der Unterkunft (KdU) bei Pflichtverstößen vollständig zu streichen. Mit einem breiten Bündnis aus Mieter-, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden sowie der Gewerkschaft ver.di wendet sich der Verband deshalb in einem offenen Brief an die Abgeordneten der demokratischen Fraktionen des Deutschen Bundestages. Das Bündnis appelliert eindringlich, die geplante Verschärfung zu stoppen und zu verhindern, dass Menschen durch politische Entscheidungen ihr Zuhause verlieren.
Nach den aktuellen Plänen des Koalitionsausschusses soll es möglich sein, sämtliche Leistungen einschließlich der Kosten der Unterkunft komplett einzustellen, wenn Menschen ihrer Mitwirkungspflicht im Jobcenter nicht nachkommen. Besonders dramatisch wäre eine solche Regelung für Familien mit Kindern, Schwangere, Menschen mit Behinderungen oder Pflegebedürftige. „Wer den Menschen das Zuhause entzieht, entzieht ihnen Sicherheit, Würde und jede Perspektive auf Stabilität. Das ist sozialpolitisch verantwortungslos und moralisch nicht zu rechtfertigen“, erklärt Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.
Die Verbände warnen davor, dass die Streichung der Unterkunftskosten nicht nur einzelne Betroffene, sondern ganze Familien in akute Notlagen bringen würde. Zudem entfiele die bislang bestehende Sicherheit für Vermieter, dass Mieten von Leistungsberechtigten zuverlässig übernommen werden. Schon heute ist es für Menschen im Bürgergeld-Bezug vielerorts nahezu unmöglich, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Die geplanten Regelungen würden die Situation weiter verschärfen.
Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, Wohnungslosigkeit bis 2030 zu beenden. Der Paritätische mahnt, dass die aktuellen Pläne dieses Ziel ins Gegenteil verkehren würden.




