Gestern war ein besonderer Tag.
Es gab die Aktion Schicht-Wechsel.
Schicht-Wechsel bedeutet: Menschen tauschen ihre Arbeits-Plätze.
Menschen mit Behinderung arbeiten einen Tag woanders.
Menschen ohne Behinderung arbeiten einen Tag woanders.
So lernen alle voneinander.
Der Landes-Wohlfahrts-Verband Hessen hat mitgemacht.
Landes-Wohlfahrts-Verband bedeutet: Eine große Gruppe hilft Menschen in einem Land.
Den Landes-Wohlfahrts-Verband nennen wir LWV.
10 Menschen aus Werkstätten kamen zum LWV.
Werkstatt bedeutet: Ein Ort zum Arbeiten für Menschen mit Behinderung.
6 Menschen gingen nach Kassel.
2 Menschen gingen nach Darmstadt.
2 Menschen gingen nach Wiesbaden.
11 LWV-Mitarbeiter gingen in die Werkstätten.
Sie gingen zur Hephata Diakonie.
Hephata Diakonie ist eine Werkstatt.
Sie gingen zum Lebenshilfe-Werk.
Lebenshilfe-Werk ist auch eine Werkstatt.
Sie gingen zum Behinderten-Werk Main-Kinzig.
Susanne Simmler ist die LWV-Landes-Direktorin.
Landes-Direktorin bedeutet: Die Chef-Frau von einem ganzen Land.
Sie war in einer Werkstatt in Schwalmstadt-Treysa.
Dort gibt es eine Bürsten-Macherei.
Bürsten-Macherei bedeutet: Ein Ort wo Bürsten gemacht werden.
Dort gibt es auch eine Gärtnerei.
Susanne Simmler sagte: Der Schicht-Wechsel hat mich beeindruckt.
Es ist anders als nur darüber zu reden.
Susanne Simmler schaute den Werkstatt-Mitarbeitern zu.
Dann machte sie selbst mit.
Sie machte einen Back-Pinsel.
Sie sagte: Menschen mit Behinderung arbeiten sehr gut.
Daniel Schäfer und Sabrina Dudek waren beim LWV.
Sie arbeiten normalerweise bei Hephata.
Dort arbeiten sie in der Industrie-Montage.
Industrie-Montage bedeutet: Teile zusammen-bauen in einer Fabrik.
Beim LWV schauten sie sich die Post-Stelle an.
Dort gibt es eine Frankier-Maschine.
Frankier-Maschine bedeutet: Eine Maschine druckt Brief-Marken auf Briefe.
Michael Geister erklärte die Maschine.
Daniel Schäfer durfte sie bedienen.
Er sagte: Ich finde die Aktion gut.
Ich kann mal einen normalen Job anschauen.
Daniel Schäfer fährt Rollstuhl.
Er freute sich über die Barriere-Freiheit beim LWV.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.

Foto: Lebenshilfe-Werk
KASSEL / WIESBADEN /DARMSTADT (kobinet) Bei der Aktion "Schichtwechsel" tauschen Menschen mit und ohne Behinderung für einen Tag ihre Arbeitsplätze. Am bundesweiten Aktionstag gestern nahm auch der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen zum wiederholten Mal teil. Zehn Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) kamen zum Job-Tausch: sechs von ihnen in die Hauptverwaltung des LWV in Kassel, je zwei in die Regionalverwaltungen in Darmstadt und Wiesbaden. Im Gegenzug gingen elf LWV-Beschäftigte in die Werkstätten – dorthin, wo ihre Tauschpartner arbeiten: zur Hephata Diakonie im Schwalm-Eder-Kreis, zum Lebenshilfe-Werk Kreis Waldeck-Frankenberg, zum Behinderten-Werk Main-Kinzig und zum Evangelischen Verein für Innere Mission in Nassau (EVIM) in Wiesbaden.
Kurz gesagt ()
Zehn Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen tauschten beim Aktionstag "Schichtwechsel" mit elf LWV-Mitarbeitenden ihre Arbeitsplätze. LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler zeigte sich nach ihrem Einsatz in der Bürstenmacherei beeindruckt: "Diese Begegnungen verändern den Blick, weil man erkennt, dass nicht die Einschränkung im Vordergrund steht, sondern die Möglichkeiten." Die Aktion ermöglichte beiden Seiten wertvolle Einblicke – von der Frankiermaschine bis zur handwerklichen Präzision in den Werkstätten.
„Der Schichtwechsel hat mich tief beeindruckt. Es ist etwas völlig anderes, nicht nur über etwas zu lesen oder zu sprechen, sondern selbst mitzumachen, anzupacken und so die Vielfalt an Fähigkeiten und Talenten unmittelbar zu erleben“, sagte LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler. Im Rahmen des „Schichtwechsels“ war sie in der Bürstenmacherei und der Gärtnerei der Hephata-Werkstätten in Schwalmstadt-Treysa zu Gast. „Ich durfte selbst sehen, mit wie viel Engagement, Sorgfalt und Kreativität Menschen mit Behinderungen arbeiten und welche tollen Produkte und Dienstleistungen hier entstehen.“ Erst schaute Susanne Simmler den Werkstatt-Beschäftigten Kristin Sakarjan und Arbeitsgruppenleiterin Merve Hamel über die Schulter, dann packte sie selbst zu und fertigte einen Backpinsel. „Diese Begegnungen verändern den Blick eines jeden Menschen, weil man erkennt, dass hier nicht die Einschränkung im Vordergrund steht, sondern die Möglichkeiten, die entstehen und die jeder Einzelne mitbringt“, so Simmlers Erfahrung.
Viele neue Eindrücke sammelten im Gegenzug auch die Tauschpartner, die von der Hephata Diakonie und vom Lebenshilfe-Werk Kreis Waldeck-Frankenberg nach Kassel in die LWV-Hauptverwaltung gekommen waren. Daniel Schäfer und Sabrina Dudek, die beide normalerweise bei Hephata im Werkstattbereich Industriemontage und Verpackung in Schwalmstadt arbeiten, staunten über die Frankiermaschine in der LWV-Poststelle. Nach den Erklärungen durch Mitarbeiter Michael Geister war es Schäfers Aufgabe, auf dem Touchscreen den Frankiervorgang in Gang zu setzen. „Ich finde es gut, dass ich bei dieser Aktion überhaupt einmal die Möglichkeit bekomme, in einen normalen Job hineinzuschauen“, sagte er, der sich als Rollstuhlfahrer sehr freute, beim LWV barrierefrei am „Schichtwechsel“ teilnehmen zu können.

Foto: Lebenshilfe-Werk
KASSEL / WIESBADEN /DARMSTADT (kobinet) Bei der Aktion "Schichtwechsel" tauschen Menschen mit und ohne Behinderung für einen Tag ihre Arbeitsplätze. Am bundesweiten Aktionstag gestern nahm auch der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen zum wiederholten Mal teil. Zehn Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) kamen zum Job-Tausch: sechs von ihnen in die Hauptverwaltung des LWV in Kassel, je zwei in die Regionalverwaltungen in Darmstadt und Wiesbaden. Im Gegenzug gingen elf LWV-Beschäftigte in die Werkstätten – dorthin, wo ihre Tauschpartner arbeiten: zur Hephata Diakonie im Schwalm-Eder-Kreis, zum Lebenshilfe-Werk Kreis Waldeck-Frankenberg, zum Behinderten-Werk Main-Kinzig und zum Evangelischen Verein für Innere Mission in Nassau (EVIM) in Wiesbaden.
Kurz gesagt ()
Zehn Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen tauschten beim Aktionstag "Schichtwechsel" mit elf LWV-Mitarbeitenden ihre Arbeitsplätze. LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler zeigte sich nach ihrem Einsatz in der Bürstenmacherei beeindruckt: "Diese Begegnungen verändern den Blick, weil man erkennt, dass nicht die Einschränkung im Vordergrund steht, sondern die Möglichkeiten." Die Aktion ermöglichte beiden Seiten wertvolle Einblicke – von der Frankiermaschine bis zur handwerklichen Präzision in den Werkstätten.
„Der Schichtwechsel hat mich tief beeindruckt. Es ist etwas völlig anderes, nicht nur über etwas zu lesen oder zu sprechen, sondern selbst mitzumachen, anzupacken und so die Vielfalt an Fähigkeiten und Talenten unmittelbar zu erleben“, sagte LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler. Im Rahmen des „Schichtwechsels“ war sie in der Bürstenmacherei und der Gärtnerei der Hephata-Werkstätten in Schwalmstadt-Treysa zu Gast. „Ich durfte selbst sehen, mit wie viel Engagement, Sorgfalt und Kreativität Menschen mit Behinderungen arbeiten und welche tollen Produkte und Dienstleistungen hier entstehen.“ Erst schaute Susanne Simmler den Werkstatt-Beschäftigten Kristin Sakarjan und Arbeitsgruppenleiterin Merve Hamel über die Schulter, dann packte sie selbst zu und fertigte einen Backpinsel. „Diese Begegnungen verändern den Blick eines jeden Menschen, weil man erkennt, dass hier nicht die Einschränkung im Vordergrund steht, sondern die Möglichkeiten, die entstehen und die jeder Einzelne mitbringt“, so Simmlers Erfahrung.
Viele neue Eindrücke sammelten im Gegenzug auch die Tauschpartner, die von der Hephata Diakonie und vom Lebenshilfe-Werk Kreis Waldeck-Frankenberg nach Kassel in die LWV-Hauptverwaltung gekommen waren. Daniel Schäfer und Sabrina Dudek, die beide normalerweise bei Hephata im Werkstattbereich Industriemontage und Verpackung in Schwalmstadt arbeiten, staunten über die Frankiermaschine in der LWV-Poststelle. Nach den Erklärungen durch Mitarbeiter Michael Geister war es Schäfers Aufgabe, auf dem Touchscreen den Frankiervorgang in Gang zu setzen. „Ich finde es gut, dass ich bei dieser Aktion überhaupt einmal die Möglichkeit bekomme, in einen normalen Job hineinzuschauen“, sagte er, der sich als Rollstuhlfahrer sehr freute, beim LWV barrierefrei am „Schichtwechsel“ teilnehmen zu können.





Hier schießt sich kobinet ein Eigentor: dieser Titel der Meldung passt gar nicht zum folgenden Kommentar: https://kobinet-nachrichten.org/2025/09/24/bringt-schichtwechsel-arbeitsplatzwechsel-oder-propaganda-fuer-aussonderung-unter-mindestlohn/