Hannover
Morgen ist der Tag der Ersten Hilfe.
An diesem Tag denken wir an die Erste Hilfe.
Erste Hilfe ist sehr wichtig.
Menschen müssen schnell handeln.
Menschen müssen sicher handeln.
Aber Menschen mit Behinderung haben oft Probleme.
Sie können nicht immer Erste Hilfe lernen.
Sie bekommen nicht immer Erste Hilfe.
Der Sozial-Verband Deutschland sagt: Das ist nicht gut.
Ein Sozial-Verband bedeutet: Eine Gruppe von Menschen hilft anderen Menschen.
Sie setzen sich für die Rechte ein.
Zum Beispiel für Menschen mit Behinderung.
Der Sozial-Verband heißt auch SoVD.
Der SoVD ist in Nieder-Sachsen.
Der SoVD will bessere Regeln.
Die Regeln sollen für alle Erste-Hilfe-Kurse gelten.
Dann können alle Menschen mit-machen.
Viele Erste-Hilfe-Kurse haben Probleme.
Dirk Swinke ist der Chef vom SoVD.
Er sagt: Roll-Stuhl-Fahrer können oft nicht rein.
Die Kurs-Räume sind nicht barriere-frei.
Barriere-frei bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Es gibt keine Hindernisse.
Es gibt keine Gebärden-Sprache in den Kursen.
Gebärden-Sprache bedeutet: Man spricht mit den Händen.
Gehör-lose Menschen benutzen diese Sprache.
Es gibt auch keine Leichte Sprache.
Menschen mit geistiger Behinderung brauchen Leichte Sprache.
Die Kurse haben noch mehr Probleme.
Dirk Swinke sagt: Die Kurse erklären nicht alles.
Was macht man mit einer bewusst-losen Roll-Stuhl-Fahrerin?
Bewusst-los bedeutet: Ein Mensch ist nicht wach.
Er kann nicht sprechen.
Er kann sich nicht bewegen.
Wie redet man mit blinden Menschen?
Wie redet man mit gehör-losen Menschen?
Wie hilft man Menschen mit Lähmung?
Lähmung bedeutet: Ein Körper-Teil kann sich nicht bewegen.
Zum Beispiel ein Arm oder ein Bein.
Das lernen die Menschen nicht in den Kursen.
Das ist schlecht für die Helfer.
Die Helfer sind dann unsicher.
Die Helfer brauchen mehr Zeit.
Mehr Zeit ist gefährlich für kranke Menschen.
Der SoVD sagt: Erste Hilfe ist wichtig.
Erste Hilfe ist wichtig für alle Menschen.
Niemand darf vergessen werden.
Niemand darf ausgeschlossen werden.
Es muss neue Regeln geben.
Die Regeln müssen für alle gelten.
Die neuen Regeln sollen viele Dinge regeln.
Die Kurs-Räume müssen barriere-frei sein.
Die Lehr-Materialien müssen für alle Menschen sein.
Lehr-Materialien bedeutet: Sachen zum Lernen.
Das können Bücher sein oder Hefte.
Auch Videos gehören dazu.
Die Internet-Angebote müssen für alle Menschen sein.
Die Kurs-Leiter müssen mehr lernen.
Sie müssen wissen: Wie helfe ich Menschen mit Behinderung?
Der SoVD will auch Geld für Hilfs-Organisationen.
Hilfs-Organisationen bedeutet: Vereine oder Gruppen von Menschen.
Sie helfen anderen Menschen in Not.
Zum Beispiel: Kranken Menschen oder armen Menschen.
Der SoVD will auch Geld für Vereine.
Diese Gruppen machen schon gute inklusive Kurse.
Inklusive Kurse bedeutet: Lern-Gruppen für alle Menschen.
Dort lernen Menschen mit Behinderung.
Dort lernen auch Menschen ohne Behinderung.
Alle können mit-machen.
Mit mehr Geld können sie noch bessere Kurse machen.

Foto: OpenClipart-Vectors In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
HANNOVER (kobinet) Der morgige internationale Tag der Ersten Hilfe erinnert daran, dass es im Notfall entscheidend ist, schnell und sicher zu handeln. Doch Menschen mit Behinderung werden in diesem Bereich oft nicht ausreichend berücksichtigt – sowohl beim Erlernen von Erste-Hilfe-Maßnahmen als auch im Ernstfall, wenn sie selbst Hilfe benötigen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert diese Situation und fordert verbindliche Inklusionsstandards in allen Erste-Hilfe-Kursen, um eine gleichberechtigte Teilhabe und Notfallversorgung von Menschen mit Behinderung zu gewährleisten.
Erste-Hilfe-Kurse sind häufig nicht barrierefrei: „Viele Kursräume sind für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich. Außerdem fehlen Materialien in Gebärdensprache“, erläutert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Auch Informationen in Leichter Sprache, die Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen benötigen, stehen nur selten zur Verfügung. Darüber hinaus sind Menschen mit Behinderung auch im Kursinhalt kaum berücksichtigt. „Was soll ich tun, wenn eine Rollstuhlfahrerin bewusstlos wird? Wie kommuniziere ich im Notfall klar und effektiv mit blinden, sehbehinderten oder gehörlosen Menschen? Wie bringe ich eine Person mit spastischer Lähmung in eine sichere Position? Solche Fragen werden in den meisten Kursen leider nicht behandelt“, kritisiert Swinke. Dies führe dazu, dass Helfende im Ernstfall unsicher seien – und dadurch wichtige Zeit verloren gehen könne.
Für den SoVD ist Erste Hilfe eine Frage der Menschenwürde. „Niemand darf im Notfall zurückgelassen werden. Und niemand darf von Erste-Hilfe-Kursen ausgeschlossen sein“, betont Swinke. Nach Ansicht des Verbands braucht es deshalb verpflichtende Inklusionsstandards. Diese müssen nicht nur die Besonderheiten der Ersten Hilfe bei Menschen mit Behinderung berücksichtigen, sondern auch Kursräume, Lehrmaterialien und digitale Angebote einschließen. Zusätzlich fordert der SoVD Fortbildungen für Kursleitende, damit sie auf vielfältige Bedarfe eingehen können. Auch eine finanzielle Unterstützung für Hilfsorganisationen und Vereine, die bereits innovative inklusive Kursformate entwickeln, könne dazu beitragen, Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe an der Ersten Hilfe zu ermöglichen.

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HANNOVER (kobinet) Der morgige internationale Tag der Ersten Hilfe erinnert daran, dass es im Notfall entscheidend ist, schnell und sicher zu handeln. Doch Menschen mit Behinderung werden in diesem Bereich oft nicht ausreichend berücksichtigt – sowohl beim Erlernen von Erste-Hilfe-Maßnahmen als auch im Ernstfall, wenn sie selbst Hilfe benötigen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert diese Situation und fordert verbindliche Inklusionsstandards in allen Erste-Hilfe-Kursen, um eine gleichberechtigte Teilhabe und Notfallversorgung von Menschen mit Behinderung zu gewährleisten.
Erste-Hilfe-Kurse sind häufig nicht barrierefrei: „Viele Kursräume sind für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich. Außerdem fehlen Materialien in Gebärdensprache“, erläutert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Auch Informationen in Leichter Sprache, die Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen benötigen, stehen nur selten zur Verfügung. Darüber hinaus sind Menschen mit Behinderung auch im Kursinhalt kaum berücksichtigt. „Was soll ich tun, wenn eine Rollstuhlfahrerin bewusstlos wird? Wie kommuniziere ich im Notfall klar und effektiv mit blinden, sehbehinderten oder gehörlosen Menschen? Wie bringe ich eine Person mit spastischer Lähmung in eine sichere Position? Solche Fragen werden in den meisten Kursen leider nicht behandelt“, kritisiert Swinke. Dies führe dazu, dass Helfende im Ernstfall unsicher seien – und dadurch wichtige Zeit verloren gehen könne.
Für den SoVD ist Erste Hilfe eine Frage der Menschenwürde. „Niemand darf im Notfall zurückgelassen werden. Und niemand darf von Erste-Hilfe-Kursen ausgeschlossen sein“, betont Swinke. Nach Ansicht des Verbands braucht es deshalb verpflichtende Inklusionsstandards. Diese müssen nicht nur die Besonderheiten der Ersten Hilfe bei Menschen mit Behinderung berücksichtigen, sondern auch Kursräume, Lehrmaterialien und digitale Angebote einschließen. Zusätzlich fordert der SoVD Fortbildungen für Kursleitende, damit sie auf vielfältige Bedarfe eingehen können. Auch eine finanzielle Unterstützung für Hilfsorganisationen und Vereine, die bereits innovative inklusive Kursformate entwickeln, könne dazu beitragen, Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe an der Ersten Hilfe zu ermöglichen.




