Staufen (kobinet)
Die USA wollen ihr Verteidigungs-Ministerium umbenennen.
Das ist ein Amt in der Regierung für Soldaten und Schutz.
Es soll jetzt Kriegs-Ministerium heißen.
Das Pentagon ist das Gebäude von diesem Ministerium.
Das ist ein großes Gebäude mit 5 Ecken in Amerika.
Diese Umbenennung ist schon lange nötig.
Auch Deutschland sollte das machen.
Ein deutsches Kriegs-Ministerium wäre ehrlicher.
Ein Historiker hat etwas Wichtiges gesagt.
Das ist ein Mensch, der über frühere Zeiten forscht.
Moshe Zimmermann kommt aus Israel.
Er sagt: Die Regierung von Netanyahu arbeitet mit der Hamas zusammen.
Netanyahu ist der Chef-Minister von Israel.
Hamas ist eine Organisation im Gaza-Streifen gegen Israel.
Das ist ein Geheimnis.
Beide wollen den Krieg weiter-führen.
Für einen Krieg braucht man 2 Seiten.
Das gleiche passiert im Ukraine-Krieg.
Die Politiker auf beiden Seiten wollen kämpfen.
Sie sagen: Wir verteidigen unser Land.
Aber sie wollen alle den Krieg.
Sie arbeiten wie Komplizen zusammen.
Das sind Menschen, die zusammen schlechte Taten machen.
Die Politiker reden sehr kriegerisch.
Sie sagen: Wir verteidigen jeden Zentimeter.
Oder: Wir befreien die Ukraine.
Das sind nur Ausreden für den Krieg.
Niemand stoppt diese Politiker.
Netanyahu will kämpfen.
Trump will kämpfen.
Putin will kämpfen.
Auch deutsche Politiker reden vom Krieg.
Ursula von der Leyen ist die Chef-Frau der EU.
Sie leitet die Europäische Union mit vielen Ländern.
Sie hat eine Rede gehalten.
In der Rede redet sie viel vom Kampf.
Sie sagt: Europa muss jetzt kämpfen.
Die Rede war sehr kriegerisch.
Von der Leyen sagt: Das ist Russlands Krieg.
Russland soll dafür bezahlen.
Europa muss bessere Waffen bauen.
Kampf-Drohnen gegen Kampf-Drohnen.
Das sind Flug-Geräte ohne Pilot mit Waffen.
Das nennt sie Menschen-Erfinder-Geist.
Menschen denken sich neue Dinge aus und bauen sie.
Während ich schreibe heulen die Sirenen.
Das ist nur ein Test-Alarm.
Aber ich denke an von der Leyens Rede.
Ihre Worte machen mir Angst.
Vielleicht ist der nächste Alarm echt.
Ich denke an uns Menschen mit Behinderung.
Was passiert mit uns im Krieg?
Blinde Menschen tasten mit dem Stock.
Menschen im Roll-Stuhl suchen Schutz.
Aber es gibt keine barriere-freien Bunker.
Das bedeutet: Alle Menschen können sie benutzen ohne Hindernisse.
Die Kampf-Drohnen kommen schon näher.

Foto: ht
Staufen (kobinet) Unschwer zu erraten ist es natürlich die Umbenennung des US-Verteidigungsministeriums, des Pentagon, in Kriegsministerium. Eine seit Langem überfällige Korrektur. Eine Richtigstellung, die auch dem hiesigen Kriegsminister gut anstünde. Ein deutsches Kriegsministerium reimte sich gleich viel besser auf die geforderte Kriegstüchtigkeit. Warum mit der Wahrheit noch länger hinterm Berg halten?
Eine weitere Nachricht. In der ein von den gegenwärtig sich Bekriegenden peinlich gehütetes Geheimnis offengelegt wird. Von einer an der Fortsetzung ihrer Feindseligkeiten interessierten „Zusammenarbeit der Netanyahu-Regierung mit der Hamas“ hat der israelische Historiker Moshe Zimmermann kürzlich im Deutschlandfunk gesprochen. Eine ebenso mutige wie erschreckend wahre Feststellung. It takes two to tango – zum Kriegführen, nötigenfalls bis zur gegenseitigen Vernichtung, braucht es zwei gleichermaßen entschlossene Mitspieler, Kriegsparteien oder Feinde genannt. – Moshe Zimmermanns Beobachtung frappiert mich umso mehr, als ich unlängst selbst mit Blick auf den Ukrainekrieg und dessen drohende Ausweitung zu einem großen, ganz Europa erfassenden Krieg von „Komplizenschaft“ gesprochen habe. Die regierenden „Masters of War“ auf beiden Seiten gebärden sich wie zum Äußersten entschlossene Komplizen. Gleichsam Verschwörende des von ihren entfesselten Kriegsmaschinerien verursachten Infernos (ob zu Angriffs- oder Verteidigungszwecken ist in diesem Fall einerlei). Gerechtfertigt hier wie dort mit kraftmeierischen Sprechblasen, „jeden Quadratzentimeter NATO-Territorium verteidigen“, „die Ukraine vollständig entnazifizieren“.
In Anbetracht dieser Nachrichtenlage stellt sich einem vernunftbegabten Wesen vor allem die eine Frage: Wer fällt den politisch Machtbesessenen in den Arm und hindert sie am Durchdrehen? Die Antwort, die sich mir aufdrängt: niemand. Niemand hält die rasenden Netanyahu, Trump, Putin, Xi, Kim und Konsorten auf, niemand hindert die Zweitligisten von der Leyen, Merz, Tusk, Kaja Kallas et tutti quanti daran, großmäulig Öl ins Feuer zu gießen. „Whatever it takes“, so tönen sie, einmal auf der abschüssigen Bahn ihrer unseligen Feindrhetorik gibt es auf dem Weg in den Abgrund, in den sie uns alle mit hineinreißen, für sie anscheinend kein Halten mehr.
Dies bestätigt mir die vorerst letzte, mich erschütternde Wochennachricht. Einer Flamme gleich züngelt sie aus dem Mund der EU-Frontfrau von der Leyen und verkündet triumphierend, was die Stunde geschlagen hat. Und was die Osteuropäer am unmittelbarsten spüren, „they can feel the ground shifting beneath them“, sie fühlen bereits, wie ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Und als könnte sie es gar nicht erwarten, dass auch die Letzten hierzulande das zu spüren bekommen, dreht sie den verbalen Flammenwerfer bis zum Anschlag auf. Das Wort „fight“, Kampf, steht über allem und sie wiederholt es gebetsmühlenartig. Drohung und Befehl in einem. „Make no mistake, this is a fight for our future“. Europa müsse kämpfen, jetzt! Es fallen die Adjektive „unerbittlich“ und „gnadenlos“. Denn „die Frontlinien für eine neue, auf Macht basierende Weltordnung werden jetzt gezogen“. Und mit der Machttrunkenheit der gnadenlos Machtbesessenen setzt sie ihrer Zuhörerschaft die Pistole auf die Brust: Hat Europa den Mut zu diesem Kampf? Haben wir die nötige Geschlossenheit und spüren wir die Dringlichkeit, den politischen Willen und das Geschick, um sie zu finden?
Diese „State of the Union Speech“, eine veritable Brandrede, ist ein einziges uns Einschwören auf Krieg, das sich einer raffinierten Rhetorik bedient. Das enthusiastische Ja zu Kampf und Krieg unter Berufung auf das „Friedensprojekt Europa“. Dem der Feind keine Alternative zum Kriegführen lässt, keine andere Wahl, als mitzuspielen. Wörtlich: „Dies ist Russlands Krieg und es soll dafür bezahlen.“ Kampfdrohne mit Kampfdrohne vergelten. Bei deren Herstellung, der Raffinesse ihrer tödlichen Technik – Frau von der Leyen beschwört zu diesem Zweck unseren großartigen menschlichen Erfindergeist – wir Europäer besser sein müssen als die Russen.
Während ich dies schreibe, heulen draußen die Sirenen zum Probealarm. Von der Leyens kaum verhüllte „Endkampf-Rhetorik“ löst einmal mehr meine Endzeitstimmung aus. Ihr martialischer Auftritt steht exemplarisch für eine mittlerweile irreversibel verblendete Politik. Die geradezu danach giert, ihre gewaltaffine Phraseologie, ihr unablässig projiziertes Feindbild bestätigt zu erhalten. Was meine Endzeitstimmung nur allzu realistisch erscheinen lässt. Sodass ich mich tatsächlich frage, ob das Sirenengeheul beim nächsten Mal nicht schon den Ernstfall bedeuten wird.
Wie verhalten wir uns dann, wir Behinderten, an die von der Leyens Rede schließlich ebenso adressiert ist? Werden wir mit unserem Blindenstock die Straße entlang tasten, im Rollstuhl panisch umherirren, auf der Suche nach einem barrierefreien Bunker oder Schutzraum? Die Kampfdrohnen, dieses Wunderwerk menschlicher Erfindungsgabe, längst im Anflug …

Foto: ht
Staufen (kobinet) Unschwer zu erraten ist es natürlich die Umbenennung des US-Verteidigungsministeriums, des Pentagon, in Kriegsministerium. Eine seit Langem überfällige Korrektur. Eine Richtigstellung, die auch dem hiesigen Kriegsminister gut anstünde. Ein deutsches Kriegsministerium reimte sich gleich viel besser auf die geforderte Kriegstüchtigkeit. Warum mit der Wahrheit noch länger hinterm Berg halten?
Eine weitere Nachricht. In der ein von den gegenwärtig sich Bekriegenden peinlich gehütetes Geheimnis offengelegt wird. Von einer an der Fortsetzung ihrer Feindseligkeiten interessierten „Zusammenarbeit der Netanyahu-Regierung mit der Hamas“ hat der israelische Historiker Moshe Zimmermann kürzlich im Deutschlandfunk gesprochen. Eine ebenso mutige wie erschreckend wahre Feststellung. It takes two to tango – zum Kriegführen, nötigenfalls bis zur gegenseitigen Vernichtung, braucht es zwei gleichermaßen entschlossene Mitspieler, Kriegsparteien oder Feinde genannt. – Moshe Zimmermanns Beobachtung frappiert mich umso mehr, als ich unlängst selbst mit Blick auf den Ukrainekrieg und dessen drohende Ausweitung zu einem großen, ganz Europa erfassenden Krieg von „Komplizenschaft“ gesprochen habe. Die regierenden „Masters of War“ auf beiden Seiten gebärden sich wie zum Äußersten entschlossene Komplizen. Gleichsam Verschwörende des von ihren entfesselten Kriegsmaschinerien verursachten Infernos (ob zu Angriffs- oder Verteidigungszwecken ist in diesem Fall einerlei). Gerechtfertigt hier wie dort mit kraftmeierischen Sprechblasen, „jeden Quadratzentimeter NATO-Territorium verteidigen“, „die Ukraine vollständig entnazifizieren“.
In Anbetracht dieser Nachrichtenlage stellt sich einem vernunftbegabten Wesen vor allem die eine Frage: Wer fällt den politisch Machtbesessenen in den Arm und hindert sie am Durchdrehen? Die Antwort, die sich mir aufdrängt: niemand. Niemand hält die rasenden Netanyahu, Trump, Putin, Xi, Kim und Konsorten auf, niemand hindert die Zweitligisten von der Leyen, Merz, Tusk, Kaja Kallas et tutti quanti daran, großmäulig Öl ins Feuer zu gießen. „Whatever it takes“, so tönen sie, einmal auf der abschüssigen Bahn ihrer unseligen Feindrhetorik gibt es auf dem Weg in den Abgrund, in den sie uns alle mit hineinreißen, für sie anscheinend kein Halten mehr.
Dies bestätigt mir die vorerst letzte, mich erschütternde Wochennachricht. Einer Flamme gleich züngelt sie aus dem Mund der EU-Frontfrau von der Leyen und verkündet triumphierend, was die Stunde geschlagen hat. Und was die Osteuropäer am unmittelbarsten spüren, „they can feel the ground shifting beneath them“, sie fühlen bereits, wie ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Und als könnte sie es gar nicht erwarten, dass auch die Letzten hierzulande das zu spüren bekommen, dreht sie den verbalen Flammenwerfer bis zum Anschlag auf. Das Wort „fight“, Kampf, steht über allem und sie wiederholt es gebetsmühlenartig. Drohung und Befehl in einem. „Make no mistake, this is a fight for our future“. Europa müsse kämpfen, jetzt! Es fallen die Adjektive „unerbittlich“ und „gnadenlos“. Denn „die Frontlinien für eine neue, auf Macht basierende Weltordnung werden jetzt gezogen“. Und mit der Machttrunkenheit der gnadenlos Machtbesessenen setzt sie ihrer Zuhörerschaft die Pistole auf die Brust: Hat Europa den Mut zu diesem Kampf? Haben wir die nötige Geschlossenheit und spüren wir die Dringlichkeit, den politischen Willen und das Geschick, um sie zu finden?
Diese „State of the Union Speech“, eine veritable Brandrede, ist ein einziges uns Einschwören auf Krieg, das sich einer raffinierten Rhetorik bedient. Das enthusiastische Ja zu Kampf und Krieg unter Berufung auf das „Friedensprojekt Europa“. Dem der Feind keine Alternative zum Kriegführen lässt, keine andere Wahl, als mitzuspielen. Wörtlich: „Dies ist Russlands Krieg und es soll dafür bezahlen.“ Kampfdrohne mit Kampfdrohne vergelten. Bei deren Herstellung, der Raffinesse ihrer tödlichen Technik – Frau von der Leyen beschwört zu diesem Zweck unseren großartigen menschlichen Erfindergeist – wir Europäer besser sein müssen als die Russen.
Während ich dies schreibe, heulen draußen die Sirenen zum Probealarm. Von der Leyens kaum verhüllte „Endkampf-Rhetorik“ löst einmal mehr meine Endzeitstimmung aus. Ihr martialischer Auftritt steht exemplarisch für eine mittlerweile irreversibel verblendete Politik. Die geradezu danach giert, ihre gewaltaffine Phraseologie, ihr unablässig projiziertes Feindbild bestätigt zu erhalten. Was meine Endzeitstimmung nur allzu realistisch erscheinen lässt. Sodass ich mich tatsächlich frage, ob das Sirenengeheul beim nächsten Mal nicht schon den Ernstfall bedeuten wird.
Wie verhalten wir uns dann, wir Behinderten, an die von der Leyens Rede schließlich ebenso adressiert ist? Werden wir mit unserem Blindenstock die Straße entlang tasten, im Rollstuhl panisch umherirren, auf der Suche nach einem barrierefreien Bunker oder Schutzraum? Die Kampfdrohnen, dieses Wunderwerk menschlicher Erfindungsgabe, längst im Anflug …




