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MenschenKind als bundesweites Vorbild

Icon eines Baumes der mit seinen Ästen viele Angebote vernetzt
Netzwerke helfen, Aufgaben zu erledigen
Foto: geralt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

BERLIN (kobinet) Mit dem Angebot von Versorgungskoordination für versorgungsintensive Kinder und Jugendliche (VK KiJu) setzt das Land Berlin ein Zeichen für die Unterstützung von Familien mit versorgungsintensiven Kindern. Das deutschlandweit fast einmalige Angebot stellt betroffene Familien in den Mittelpunkt und sorgt dafür, dass sie nicht alleingelassen werden – mit einer umfassenden, verlässlichen und niedrigschwelligen Hilfe.

Die Herausforderungen sind immens: Familien mit einem schwer erkrankten Kind stehen oft vor einem kaum zu bewältigenden Koordinationsaufwand. Zwar bietet Berlin bereits eine breite Versorgungslandschaft – von der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) über sozialmedizinische Nachsorge, ambulante Kinderhospizdienste und Kinderhospize, Pflegedienste und niedergelassene Kinderärzte bis hin zur Krankenhausversorgung. Doch wer hält inmitten dieser Vielzahl an Akteuren die Fäden in der Hand?

„In der Realität bleibt die Koordination an den Eltern hängen – meist an der Mutter“, sagt Marie Liebig, Koordinatorin von VK KiJu bei MenschenKind. „Das kann zu Überforderung führen und dazu, dass wertvolle Angebote gar nicht genutzt werden. Genau hier setzen wir an.“

Seit 2018 unterstützt VK KiJu Familien ganz praktisch: Case Manager kommen direkt nach Hause, nehmen sich Zeit, hören zu – und vernetzen. Sie koordinieren das Hilfenetz, sorgen für Übersicht, entlasten emotional und organisatorisch. So bleibt mehr Raum für das, was zählt: Zeit miteinander. Das Angebot stößt auf positive Resonanz – im Jahr 2024 wurden 355 und seit Beginn insgesamt 1.750 Familien durch das Case Management begleitet.