DÜSSELDORF (kobinet)
Am 14. September 2025 sind Kommunal-Wahlen.
Die Menschen wählen ihre Vertreter in der Stadt.
Oder im Land-Kreis.
Die Vertreter entscheiden dann über wichtige Dinge vor Ort.
Das ist nächste Woche.
Dann wählen die Menschen in Nordrhein-Westfalen.
Sie wählen neue Vertreter für ihre Gemeinden.
Sie wählen neue Vertreter für ihre Städte.
Sie wählen neue Vertreter für ihre Kreise.
Nach den Wahlen wird sich vieles ändern.
Was genau sich ändert ist noch nicht klar.
Eine Sache ist aber sehr wahrscheinlich.
Es wird weiter wenig barriere-freie Wohnungen geben.
Der Mieter-Verein Düsseldorf hat Fragen gestellt.
Die Fragen gingen an 6 Kandidaten und Parteien.
Das sind Menschen bei einer Wahl.
Sie wollen gewählt werden.
Die Menschen können für sie stimmen.
Die Fragen waren über das Thema Wohnen.
Die Fragen waren über das Thema Mieten.
Die Antworten waren sehr unterschiedlich.
Manche sagten: Das Thema ist sehr wichtig.
Andere sagten: Dafür bin ich nicht zuständig.
Alle sind sich aber einig.
Es wird zu wenig für gute Wohnungen getan.
Der Mieter-Verein Düsseldorf hat 6 wichtige Fragen gestellt.
Die Fragen gingen an CDU, Grüne, SPD, FDP, Linke und Volt.
Hans-Jochem Witzke ist der Chef vom Mieter-Verein.
Er sagt: Das Thema Wohnen ist sehr wichtig geworden.
Die Mieten werden immer teurer.
Bezahl-bare Wohnungen werden immer weniger.
Die Stadt macht zu wenig.
Nur 4 von 100 Wohnungen werden vom Staat gefördert.
Jemand bekommt Hilfe.
Zum Beispiel Geld oder Unterstützung.
Der Staat hilft.
So wird die Miete billiger.
Jeder 2. Haushalt hätte eigentlich Anspruch darauf.
Du hast ein Recht auf etwas.
Zum Beispiel Recht auf Geld vom Staat.
Das steht im Gesetz.
Aber es gibt zu wenige solche Wohnungen.
Der jetzige Ober-Bürgermeister will mehr für Wohnraum-Schutz tun.
Das ist der Chef einer großen Stadt.
Er bestimmt was in der Stadt passiert.
Clara Gerlach ist von den Grünen.
Sie glaubt das nicht.
Sie will: Die Stadt soll viel mehr machen.
Die Stadt soll mit Genossen-schaften arbeiten.
Das sind Gruppen von Menschen.
Sie arbeiten zusammen.
Sie teilen sich Kosten und Gewinn.
Alle haben die gleichen Rechte.
So können sie gegen Spekulanten kämpfen.
Das sind Menschen die Häuser kaufen.
Sie wollen nur Geld verdienen.
Sie interessieren sich nicht für die Mieter.
Fabian Zachel ist von der SPD.
Er will eine Mieter-schutz-Einheit bei der Stadt.
Diese soll Mieter beraten.
Das soll kostenlos sein.
Sie soll auch gegen Miet-Wucher kämpfen.
Die Miete ist viel zu hoch.
Der Vermieter verlangt zu viel Geld.
Das ist nicht fair.
Das ist auch nicht erlaubt.
Zachel will jedes Jahr 150 Millionen Euro ausgeben.
Das Geld ist für Grund-stücke.
Auf den Grund-stücken sollen bezahl-bare Wohnungen gebaut werden.
Die Städtische Wohnungs-gesellschaft soll 500 neue Wohnungen pro Jahr bauen.
Das ist eine Firma der Stadt.
Die FDP sieht das anders.
Sie ist gegen die Miet-preis-bremse.
Das ist ein Gesetz.
Es sagt: Wohnungen dürfen nicht zu teuer werden.
Die FDP ist auch gegen soziale Erhaltungs-satzungen.
Das sind Regeln zum Schutz von Mietern.
Die FDP sagt: Das hilft nicht wirklich.
Man muss einfach mehr Wohnungen bauen.
Dann werden die Mieten billiger.
Die Linke sieht das ganz anders.
Sie sagt: Neue Wohnungen allein helfen nicht.
Neue Wohnungen sind oft teuer.
Man braucht auch Schutz für alte Wohnungen.
Man braucht einen Mieten-stopp.
Die Partei Volt will vieles machen.
Sie will mehr Wohn-gebiete mit besonderen Regeln.
Sie will das kommunale Vor-kaufs-recht nutzen.
Die Stadt kann Häuser kaufen bevor andere sie kaufen.
Sie will Luxus-Modernisierungen verhindern.
Die Stadt soll keine Grund-stücke mehr verkaufen.
Sie soll Erb-bau-recht nutzen.
Du kaufst das Land nicht.
Du mietest das Land für lange Zeit.
Du darfst auf dem Land bauen.
Du zahlst dafür jeden Monat Geld.
3 wichtige Fragen sind noch offen:

Foto: Gemeinfrei, public domain
DÜSSELDORF (kobinet) In der kommenden Woche, am 14. September 2025, finden in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen statt. Dann werden die Volksvertretungen auf der Ebene der Gemeinden, Städte und Kreise im ganzen Bundesland neu gewählt. Wir stehen also vor einer politisch spannenden Woche, und im Ergebnis der Wahlen werden gewiss die Weichen wieder neu gestellt. Was sich verändern wird, ist schwer vorauszusagen. Nur wenige Ergebnisse lassen sich erahnen – zum Beispiel ist wohl die Vermutung berechtigt, dass kaum mehr barrierefreier Wohnraum entstehen wird.
Der Mieterverein Düsseldorf hat von sechs Kandidaten und Parteien Antworten auf sechs Fragen zum Wahlkampfthema Wohnen und Mieten erhalten. Darin zeigt sich, dass diese Antworten viele Facetten von „höchster Priorität“ bis zu fehlender Zuständigkeit anschaulich machen. In einem scheint man sich jedoch einig zu sein: „Es wird seit Jahren viel zu wenig getan.“ Das sagen alle Kritiker der städtischen Bau- und Wohnungspolitik.
In seinen „Wahlprüfsteinen“ hat der Mieterverein Düsseldorf e. V. die Kandidierenden mit sechs kritischen Fragen zum Kommunalwahlthema Nummer eins, Wohnen und Mieten, konfrontiert. Um Antwort gebeten wurden CDU, Grüne, SPD, FDP, die Linke und Volt. Mietervereins-Vorsitzender Hans-Jochem Witzke stellt mit dem Blick auf die Antworten fest: „Es wird deutlich, welchen hohen Stellenwert das Thema inzwischen bekommen hat. Die Mieten und die damit verbundenen Mietbelastungsquoten steigen immer weiter. Immer mehr bezahlbarer Wohnraum geht verloren, sei es durch das Auslaufen der Sozialbindung oder durch Entmietung. Daran wird auch deutlich, welche Versäumnisse die städtische Politik zu verantworten hat. Noch nicht einmal vier Prozent aller Wohnungen sind noch öffentlich gefördert. Jeder zweite Haushalt hat theoretisch einen Anspruch darauf.“
Der gegenwärtige Oberbürgermeister will seinen Fokus auf den Wohnraumschutz legen. Das bezweifeln andere OB-Kandidatinnen und OB-Kandidaten. Clara Gerlach (Grüne) erklärt: „Mein Ziel ist, dass die Stadt viel aktiver wird.“ Gemeinsam mit Genossenschaften „muss die Stadt den Spekulanten und Miethaien zuvorkommen und Wohnhäuser für die Mieterinnen und für bezahlbare Mieten sichern.“ Nach Wiener Vorbild solle Düsseldorf eine viel größere Rolle auf dem Wohnungsmarkt spielen, so Gerlach.
Die SPD und ihr OB-Kandidat Fabian Zachel verlangen eine „proaktiv agierende Mieterschutzeinheit“ der Stadtverwaltung, die viel Beratung kostenlos anbietet und Mietwucher aktiv ahndet. Zachel will jährlich 150 Millionen Euro für Grundstücke bereitstellen, auf denen bezahlbarer Wohnraum entsteht. 500 Wohnungen soll allein die Städtische Wohnungsgesellschaft pro Jahr errichten, die zusätzliche Instrumente für mehr Tempo an die Hand bekommt.
Die FDP lehnt die Mietpreisbremse ebenso total ab wie soziale Erhaltungssatzungen. Statt solcher „Symptombehandlungen“ sei das einzige Rezept: „Nur mehr Wohnungsbau schützt dauerhaft vor übermäßiger Mietbelastung.“ Nur schnellere Genehmigungen, Flächenaktivierung, Aufstockung und Werkswohnungen führten demnach zum Ziel.
Das sieht die Linke völlig anders: „Mit dem Neubau wird die Bezahlbarkeit des Wohnens nicht gesichert.“ Neubau sei zwar notwendig, aber nur in Kombination mit Bestandsschutz und Mietenstopp.
Die Partei Volt ist moderater, will aber auch von allem mehr: mehr Wohngebiete mit Erhaltungssatzungen, mehr kommunales Vorkaufsrecht nutzen, Luxusmodernisierungen verhindern, Mindeststandards mit Verzicht auf Tiefgaragen, eine „scharfe“ Zweckentfremdungssatzung. „Die Stadt darf keine Grundstücke mehr verkaufen“, sondern soll konsequent auf Erbbaurecht setzen.
Bei allen interessanten Antworten der Kandidaten und ihrer Parteien bleiben dennoch vor allem drei Fragen unbeantwortet:
1. Wie viele Wohnungen werden nun wirklich entstehen?
2. Was eigentlich ist „bezahlbarer“ Wohnraum?
3. Wie viele der Wohnungen werden dann in Zukunft barrierefrei sein?

Foto: Gemeinfrei, public domain
DÜSSELDORF (kobinet) In der kommenden Woche, am 14. September 2025, finden in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen statt. Dann werden die Volksvertretungen auf der Ebene der Gemeinden, Städte und Kreise im ganzen Bundesland neu gewählt. Wir stehen also vor einer politisch spannenden Woche, und im Ergebnis der Wahlen werden gewiss die Weichen wieder neu gestellt. Was sich verändern wird, ist schwer vorauszusagen. Nur wenige Ergebnisse lassen sich erahnen – zum Beispiel ist wohl die Vermutung berechtigt, dass kaum mehr barrierefreier Wohnraum entstehen wird.
Der Mieterverein Düsseldorf hat von sechs Kandidaten und Parteien Antworten auf sechs Fragen zum Wahlkampfthema Wohnen und Mieten erhalten. Darin zeigt sich, dass diese Antworten viele Facetten von „höchster Priorität“ bis zu fehlender Zuständigkeit anschaulich machen. In einem scheint man sich jedoch einig zu sein: „Es wird seit Jahren viel zu wenig getan.“ Das sagen alle Kritiker der städtischen Bau- und Wohnungspolitik.
In seinen „Wahlprüfsteinen“ hat der Mieterverein Düsseldorf e. V. die Kandidierenden mit sechs kritischen Fragen zum Kommunalwahlthema Nummer eins, Wohnen und Mieten, konfrontiert. Um Antwort gebeten wurden CDU, Grüne, SPD, FDP, die Linke und Volt. Mietervereins-Vorsitzender Hans-Jochem Witzke stellt mit dem Blick auf die Antworten fest: „Es wird deutlich, welchen hohen Stellenwert das Thema inzwischen bekommen hat. Die Mieten und die damit verbundenen Mietbelastungsquoten steigen immer weiter. Immer mehr bezahlbarer Wohnraum geht verloren, sei es durch das Auslaufen der Sozialbindung oder durch Entmietung. Daran wird auch deutlich, welche Versäumnisse die städtische Politik zu verantworten hat. Noch nicht einmal vier Prozent aller Wohnungen sind noch öffentlich gefördert. Jeder zweite Haushalt hat theoretisch einen Anspruch darauf.“
Der gegenwärtige Oberbürgermeister will seinen Fokus auf den Wohnraumschutz legen. Das bezweifeln andere OB-Kandidatinnen und OB-Kandidaten. Clara Gerlach (Grüne) erklärt: „Mein Ziel ist, dass die Stadt viel aktiver wird.“ Gemeinsam mit Genossenschaften „muss die Stadt den Spekulanten und Miethaien zuvorkommen und Wohnhäuser für die Mieterinnen und für bezahlbare Mieten sichern.“ Nach Wiener Vorbild solle Düsseldorf eine viel größere Rolle auf dem Wohnungsmarkt spielen, so Gerlach.
Die SPD und ihr OB-Kandidat Fabian Zachel verlangen eine „proaktiv agierende Mieterschutzeinheit“ der Stadtverwaltung, die viel Beratung kostenlos anbietet und Mietwucher aktiv ahndet. Zachel will jährlich 150 Millionen Euro für Grundstücke bereitstellen, auf denen bezahlbarer Wohnraum entsteht. 500 Wohnungen soll allein die Städtische Wohnungsgesellschaft pro Jahr errichten, die zusätzliche Instrumente für mehr Tempo an die Hand bekommt.
Die FDP lehnt die Mietpreisbremse ebenso total ab wie soziale Erhaltungssatzungen. Statt solcher „Symptombehandlungen“ sei das einzige Rezept: „Nur mehr Wohnungsbau schützt dauerhaft vor übermäßiger Mietbelastung.“ Nur schnellere Genehmigungen, Flächenaktivierung, Aufstockung und Werkswohnungen führten demnach zum Ziel.
Das sieht die Linke völlig anders: „Mit dem Neubau wird die Bezahlbarkeit des Wohnens nicht gesichert.“ Neubau sei zwar notwendig, aber nur in Kombination mit Bestandsschutz und Mietenstopp.
Die Partei Volt ist moderater, will aber auch von allem mehr: mehr Wohngebiete mit Erhaltungssatzungen, mehr kommunales Vorkaufsrecht nutzen, Luxusmodernisierungen verhindern, Mindeststandards mit Verzicht auf Tiefgaragen, eine „scharfe“ Zweckentfremdungssatzung. „Die Stadt darf keine Grundstücke mehr verkaufen“, sondern soll konsequent auf Erbbaurecht setzen.
Bei allen interessanten Antworten der Kandidaten und ihrer Parteien bleiben dennoch vor allem drei Fragen unbeantwortet:
1. Wie viele Wohnungen werden nun wirklich entstehen?
2. Was eigentlich ist „bezahlbarer“ Wohnraum?
3. Wie viele der Wohnungen werden dann in Zukunft barrierefrei sein?




