KÖLN (kobinet)
Erwachsene Menschen mit Behinderung leben oft bei den Eltern.
Der Landschafts-Verband Rheinland hat dazu eine Studie gemacht.
Landschafts-Verband bedeutet: Eine große Verwaltung.
Sie kümmert sich um viele Städte.
Sie hilft bei wichtigen Aufgaben.
Studie bedeutet: Eine Untersuchung.
Menschen wollen etwas heraus-finden.
Sie stellen Fragen und sammeln Antworten.
LVR ist die Abkürzung für Landschafts-Verband Rheinland.
Die Studie heißt: Lebens-Modell Eltern-Haus?
Die Forscher haben 276 Familien befragt.
Forscher bedeutet: Menschen die neue Sachen heraus-finden wollen.
Sie stellen viele Fragen.
Befragt bedeutet: Jemand stellt Fragen.
Eine andere Person antwortet.
In diesen Familien leben erwachsene Menschen mit Behinderung.
Diese Menschen sind mindestens 25 Jahre alt.
Sie wohnen noch bei der Familie.
Die Politiker vom LVR wollten wissen: Warum ist das so?
Politiker bedeutet: Ein Politiker arbeitet in der Politik.
Die Bürger wählen die Politiker.
Warum ziehen Menschen mit Behinderung nicht aus?
Deshalb haben sie die Studie gemacht.
Die meisten befragten Menschen sind zufrieden.
Zufrieden bedeutet: Alles ist gut.
Man ist glücklich.
90 von 100 Menschen leben bei den Eltern.
9 von 100 Menschen leben bei Geschwistern.
Meistens hilft die Mutter am meisten.
Viele Menschen wählen das Leben zu Hause bewusst.
Bewusst bedeutet: Du machst etwas mit Absicht.
Du denkst vorher darüber nach.
Es ist keine Not-Lösung für sie.
Not-Lösung bedeutet: Eine schnelle Hilfe für ein Problem.
Die Lösung ist nicht perfekt.
Das Leben zu Hause gibt ihnen Sicherheit.
Es gibt ihnen auch emotionale Nähe.
Emotionale Nähe bedeutet: Du fühlst dich einem Menschen verbunden.
Ihr versteht euch gut.
Aber es gibt auch Probleme.
Viele Eltern arbeiten sehr viel für ihr Kind.
Besonders die Mütter fühlen sich belastet.
Belastet bedeutet: Du hast viele Sorgen.
Diese Sorgen machen dich müde.
Sie haben Angst vor dem eigenen Alter.
Jüngere Eltern denken anders als ältere Eltern.
Jüngere Menschen mit Behinderung denken auch anders.
Sie finden einen Auszug nicht so schlimm.
Ältere Eltern über 70 Jahre mögen das nicht.
Nur wenige wollen wirklich ausziehen.
18 von 100 Menschen mit Behinderung wollen das.
27 von 100 Angehörige wollen das auch.
Angehörige bedeutet: Menschen aus der Familie.
Zum Beispiel Eltern oder Geschwister.
Frühe Planung ist sehr wichtig.
Menschen mit Behinderung sollen nicht in Krisen geraten.
Das passiert wenn Eltern sterben.
Oder wenn Eltern nicht mehr helfen können.
Die meisten Familien haben keine Pläne gemacht.
Sie haben auch keine Beratung genutzt.
Beratung bedeutet: Eine Beratung ist ein Hilfe-Gespräch.
Jemand gibt Rat und Tipps.
Das ist ein Problem.
Die Unterlagen zur Studie gibt es hier: LVR Studien-Seite.

Foto: Pixabay/renma
KÖLN (kobinet) Wie leben erwachsene Menschen mit Behinderung, die bei ihren Eltern oder Geschwistern wohnen? Dieser Frage ist der Landschaftsverband Rheinland (LVR) in einer groß angelegten Befragung nachgegangen. Die heute im Sozialausschuss vorgestellte Studie "Lebensmodell Elternhaus?" des LVR-Dezernats Soziales liefert erstmals umfassende Daten aus dem Rheinland.
Zu dieser Studie wurden 276 Familien mit erwachsenen Angehörigen mit Behinderung befragt, die mindestens 25 Jahre alt sind. Die politische Vertretung des LVR hatte die Studie in Auftrag gegeben. Hintergrund war die Klärung der Motive und Gründe für das Verbleiben behinderter Menschen in ihrer Herkunftsfamilie auch im Erwachsenenalter.
Die Ergebnisse zeigen: Die große Mehrheit der Befragten ist mit dem Zusammenleben in der Familie sehr zufrieden.
90 Prozent leben mit den mitunter schon recht betagten Eltern, neun Prozent bei einem Bruder oder einer Schwester. Hauptunterstützungsperson ist mehrheitlich die Mutter. Für viele ist das Leben im Elternhaus keine Notlösung, sondern eine bewusst gewählte Lebensform, die Sicherheit, Stabilität und emotionale Nähe bietet.
Gleichzeitig offenbart die Untersuchung deutliche Ambivalenzen: Viele Eltern – vor allem Mütter – leisten viele Stunden Unterstützung, fühlen sich belastet und sorgen sich, mit zunehmendem eigenen Alter die Unterstützung des Familienmitglieds nicht mehr leisten zu können.
Auffällig ist zudem: Die jüngere Elterngeneration steht ebenso wie jüngere Menschen mit Behinderung einem Auszug des behinderten „Kindes“ deutlich positiver gegenüber als Eltern über 70. Insgesamt äußern jedoch nur 18 Prozent der Menschen mit Behinderung und 27 Prozent der Angehörigen den Wunsch nach einem zeitnahen oder späteren Auszug des Familienmitglieds mit Behinderung.
Deutlich wird auch: Eine frühzeitige Zukunftsplanung ist entscheidend, damit Menschen mit Behinderung nicht unvorbereitet in Krisensituationen geraten, wenn der betreuende Elternteil verstirbt oder die Unterstützung nicht mehr leisten kann. Von den befragten Familien hatte jedoch nur eine Minderheit konkrete Pläne entwickelt oder Beratungsangebote genutzt.
Die Unterlagen zu dieser Studie sind auf dieser Seite nachzulesen.

Foto: Pixabay/renma
KÖLN (kobinet) Wie leben erwachsene Menschen mit Behinderung, die bei ihren Eltern oder Geschwistern wohnen? Dieser Frage ist der Landschaftsverband Rheinland (LVR) in einer groß angelegten Befragung nachgegangen. Die heute im Sozialausschuss vorgestellte Studie "Lebensmodell Elternhaus?" des LVR-Dezernats Soziales liefert erstmals umfassende Daten aus dem Rheinland.
Zu dieser Studie wurden 276 Familien mit erwachsenen Angehörigen mit Behinderung befragt, die mindestens 25 Jahre alt sind. Die politische Vertretung des LVR hatte die Studie in Auftrag gegeben. Hintergrund war die Klärung der Motive und Gründe für das Verbleiben behinderter Menschen in ihrer Herkunftsfamilie auch im Erwachsenenalter.
Die Ergebnisse zeigen: Die große Mehrheit der Befragten ist mit dem Zusammenleben in der Familie sehr zufrieden.
90 Prozent leben mit den mitunter schon recht betagten Eltern, neun Prozent bei einem Bruder oder einer Schwester. Hauptunterstützungsperson ist mehrheitlich die Mutter. Für viele ist das Leben im Elternhaus keine Notlösung, sondern eine bewusst gewählte Lebensform, die Sicherheit, Stabilität und emotionale Nähe bietet.
Gleichzeitig offenbart die Untersuchung deutliche Ambivalenzen: Viele Eltern – vor allem Mütter – leisten viele Stunden Unterstützung, fühlen sich belastet und sorgen sich, mit zunehmendem eigenen Alter die Unterstützung des Familienmitglieds nicht mehr leisten zu können.
Auffällig ist zudem: Die jüngere Elterngeneration steht ebenso wie jüngere Menschen mit Behinderung einem Auszug des behinderten „Kindes“ deutlich positiver gegenüber als Eltern über 70. Insgesamt äußern jedoch nur 18 Prozent der Menschen mit Behinderung und 27 Prozent der Angehörigen den Wunsch nach einem zeitnahen oder späteren Auszug des Familienmitglieds mit Behinderung.
Deutlich wird auch: Eine frühzeitige Zukunftsplanung ist entscheidend, damit Menschen mit Behinderung nicht unvorbereitet in Krisensituationen geraten, wenn der betreuende Elternteil verstirbt oder die Unterstützung nicht mehr leisten kann. Von den befragten Familien hatte jedoch nur eine Minderheit konkrete Pläne entwickelt oder Beratungsangebote genutzt.
Die Unterlagen zu dieser Studie sind auf dieser Seite nachzulesen.




