FRECHEN (kobinet)
Das deutsche Roll-Stuhl-Fecht-Team war sehr erfolgreich.
Das war bei der Welt-Meisterschaft.
Welt-Meisterschaft bedeutet: Das ist ein großer Sport-Wettkampf.
Viele Länder machen mit.
Die besten Sportler der Welt kämpfen dort.
Die Welt-Meisterschaft war in Iksan.
Iksan ist in Süd-Korea.
8 deutsche Sportler waren dabei.
Das war eine große Gruppe.
Lange Zeit war das deutsche Team nicht so groß.
Die deutschen Männer gewannen Bronze.
Das war im Team-Wettbewerb.
Team-Wettbewerb bedeutet: Mehrere Personen machen zusammen Sport.
Sie sind ein Team.
Das Team kämpft gegen andere Teams.
Sie fochten mit dem Säbel.
Säbel bedeutet: Das ist eine Sport-Waffe beim Fechten.
Der Säbel ist wie ein langes Messer.
Fechter kämpfen damit gegeneinander.
Es war die erste Team-Medaille seit vielen Jahren.
Das war sehr besonders.
Maurice Schmidt ist Paralympics-Sieger.
Er gewann in Paris 2024.
Paralympics bedeutet: Das sind Sport-Wettkämpfe für Menschen mit Behinderung.
Diese Wettkämpfe finden alle 4 Jahre statt.
Er verlor schon früh im Einzel-Wettbewerb.
Einzel-Wettbewerb bedeutet: Eine Person kämpft alleine.
Jeder macht den Sport für sich.
Es gibt kein Team.
Das war enttäuschend.
Julius Haupt war dagegen sehr gut.
Er wurde Achter in seinem Wettbewerb.
Im Team-Wettbewerb war Deutschland sehr stark.
Julius Haupt focht mit.
Maurice Schmidt focht mit.
Balwinder Cheema focht mit.
Dimitrij Rout focht mit.
Sie gewannen gegen Ungarn.
Das Ergebnis war 45:36.
Sie gewannen auch gegen Frankreich.
Das Ergebnis war 45:31.
Im Halb-Finale verloren sie gegen die Ukraine.
Halb-Finale bedeutet: Es ist fast das Ende von einem Wettbewerb.
Nur noch wenige können gewinnen.
Wer das Halb-Finale gewinnt, kommt ins Finale.
Das Ergebnis war 30:45.
Dann kämpften sie um Bronze gegen China.
China ist sehr stark im Roll-Stuhl-Fechten.
China führte lange Zeit im Kampf.
Maurice Schmidt focht als letzter Deutscher.
China führte schon mit 40:28.
China brauchte nur noch 5 Treffer für den Sieg.
Aber Schmidt kämpfte sehr gut.
Er holte 17 Punkte auf.
Deutschland gewann mit 45:43.
Das war sehr spannend.
Es gab noch einen zweiten Team-Wettbewerb.
Diesmal fochten sie mit dem Florett.
Florett bedeutet: Das ist eine Waffe zum Sport.
Das Florett ist dünn und biegsam.
Es hat eine stumpfe Spitze.
Das ist eine andere Waffe beim Fechten.
Clemens Cursiefen war im Team.
Felix Schrader war im Team.
Julius Haupt war im Team.
Dimitrij Rout war im Team.
Sie gewannen gegen die USA mit 45:31.
Sie verloren gegen Groß-Britannien mit 37:45.
Dann fochten sie gegen Thailand um Platz 6.
Julius Haupt focht wieder als letzter Deutscher.
Deutschland war zurück mit 30:40.
Aber Haupt holte wieder auf.
Deutschland gewann mit 45:44.
Das war nur ein Punkt Unterschied.
Die Welt-Meisterschaft war sehr gut für Deutschland.
Viele deutsche Sportler waren unter den besten 8.
Bei der letzten Welt-Meisterschaft war nur ein deutscher Sportler dabei.
Jetzt waren 8 Sportler dabei.
Das zeigt gute Arbeit im deutschen Roll-Stuhl-Fechten.

Foto: fencingstories In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
FRECHEN (kobinet) Lange war das deutsche Nationalteam im Rollstuhlfechten nicht mehr mit so vielen Athletinnen und Athleten zu Weltmeisterschaften gereist wie jetzt nach Iksan (Südkorea). Umso erfreulicher waren die vielen Top-Acht-Platzierungen und die starken Leistungen, vor allem auch durch den Nachwuchs. Großes Highlight: Die deutschen Herren gewannen im Mannschaftswettbewerb mit dem Säbel Bronze – es war die erste Teammedaille seit Jahrzehnten.
Acht Rollstuhlfechterinnen und Rollstuhlfechter hatten die Reise nach Südkorea angetreten. Das größte Augenmerk lag im Vorfeld sicher auf Maurice Schmidt, dem Paralympics-Sieger von Paris 2024. Am ersten Tag war mit dem Säbel – ausgerechnet dem Wettbewerb, in dem Schmidt vor einem Jahr in Paris Gold gewonnen hatte – bereits im Achtelfinale der Kategorie A gegen den Chinesen Hao Li Schluss. Erfreulicher lief es dagegen in derselben Kategorie für Julius Haupt. Der 25-Jährige setzte sich mit 15:3 deutlich gegen den Japaner Shintaro Kano durch und verlor erst im Viertelfinale gegen den Italiener Edoardo Giordan. Am Ende stand ein starker achter Platz zu Buche.
Mit unterschiedlichen Eindrücken gingen die deutschen Athleten somit in den Team-Wettbewerb im Säbel am darauffolgenden Tag. Julius Haupt, Maurice Schmidt, Balwinder Cheema und Dimitrij Rout stellten die deutsche Mannschaft, die ihre ersten beiden Duelle gegen Ungarn (45:36) und Frankreich (45:31) souverän bestritt. Im Halbfinale wartete mit der Ukraine dann ein richtig harter Gegner auf das deutsche Team – mit 30:45 wurde der Einzug ins Finale verpasst. Das Match um Bronze drohte mindestens genauso schwierig zu werden, schließlich ging es gegen den aktuellen Paralympics-Sieger aus China. Nach einem ausgeglichenen Start wurde dieser immer dominanter und baute einen scheinbar uneinholbaren Vorsprung auf die deutsche Mannschaft auf. Als Maurice Schmidt zum letzten Duell in diesem Match antrat, lag China bereits mit 40:28 vorne und brauchte nur fünf Treffer für Bronze. Doch Schmidt startete eine fulminante Aufholjagd, holte 17 Punkte, ließ nur drei Treffer zu und sorgte so für den umjubelten 45:43-Sieg der deutschen Mannschaft und damit für die erste WM-Teammedaille seit Jahrzehnten.
Zum Abschluss der Weltmeisterschaften stand ein weiterer Team-Wettbewerb an, diesmal im Florett. Clemens Cursiefen, Felix Schrader, Julius Haupt und Dimitrij Rout besiegten zunächst die USA deutlich (45:31), verpassten dann aber mit einer Niederlage gegen Großbritannien (37:45) den Einzug ins Halbfinale knapp. Das Platzierungsduell gegen Thailand um Rang sechs entwickelte sich zu einem ebenso spannenden Krimi wie der Kampf um Bronze im Säbel. Erneut musste mit Julius Haupt der letzte deutsche Fechter einen großen Rückstand (30:40) wettmachen – und erneut gelang dieses Kunststück. Diesmal war es sogar noch ein bisschen knapper, am Ende siegte Deutschland mit einem Punkt Vorsprung (45:44).
Die Bilanz für Iksan fällt damit positiv aus. Heraus sticht die Bronze-Medaille im Team, doch für die Zukunft dürften ebenso die mehrfachen Top-Acht-Platzierungen Hoffnung machen. Schließlich war bei der vergangenen WM im Rollstuhlfechten nur ein deutscher Sportler vertreten gewesen.

Foto: fencingstories In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
FRECHEN (kobinet) Lange war das deutsche Nationalteam im Rollstuhlfechten nicht mehr mit so vielen Athletinnen und Athleten zu Weltmeisterschaften gereist wie jetzt nach Iksan (Südkorea). Umso erfreulicher waren die vielen Top-Acht-Platzierungen und die starken Leistungen, vor allem auch durch den Nachwuchs. Großes Highlight: Die deutschen Herren gewannen im Mannschaftswettbewerb mit dem Säbel Bronze – es war die erste Teammedaille seit Jahrzehnten.
Acht Rollstuhlfechterinnen und Rollstuhlfechter hatten die Reise nach Südkorea angetreten. Das größte Augenmerk lag im Vorfeld sicher auf Maurice Schmidt, dem Paralympics-Sieger von Paris 2024. Am ersten Tag war mit dem Säbel – ausgerechnet dem Wettbewerb, in dem Schmidt vor einem Jahr in Paris Gold gewonnen hatte – bereits im Achtelfinale der Kategorie A gegen den Chinesen Hao Li Schluss. Erfreulicher lief es dagegen in derselben Kategorie für Julius Haupt. Der 25-Jährige setzte sich mit 15:3 deutlich gegen den Japaner Shintaro Kano durch und verlor erst im Viertelfinale gegen den Italiener Edoardo Giordan. Am Ende stand ein starker achter Platz zu Buche.
Mit unterschiedlichen Eindrücken gingen die deutschen Athleten somit in den Team-Wettbewerb im Säbel am darauffolgenden Tag. Julius Haupt, Maurice Schmidt, Balwinder Cheema und Dimitrij Rout stellten die deutsche Mannschaft, die ihre ersten beiden Duelle gegen Ungarn (45:36) und Frankreich (45:31) souverän bestritt. Im Halbfinale wartete mit der Ukraine dann ein richtig harter Gegner auf das deutsche Team – mit 30:45 wurde der Einzug ins Finale verpasst. Das Match um Bronze drohte mindestens genauso schwierig zu werden, schließlich ging es gegen den aktuellen Paralympics-Sieger aus China. Nach einem ausgeglichenen Start wurde dieser immer dominanter und baute einen scheinbar uneinholbaren Vorsprung auf die deutsche Mannschaft auf. Als Maurice Schmidt zum letzten Duell in diesem Match antrat, lag China bereits mit 40:28 vorne und brauchte nur fünf Treffer für Bronze. Doch Schmidt startete eine fulminante Aufholjagd, holte 17 Punkte, ließ nur drei Treffer zu und sorgte so für den umjubelten 45:43-Sieg der deutschen Mannschaft und damit für die erste WM-Teammedaille seit Jahrzehnten.
Zum Abschluss der Weltmeisterschaften stand ein weiterer Team-Wettbewerb an, diesmal im Florett. Clemens Cursiefen, Felix Schrader, Julius Haupt und Dimitrij Rout besiegten zunächst die USA deutlich (45:31), verpassten dann aber mit einer Niederlage gegen Großbritannien (37:45) den Einzug ins Halbfinale knapp. Das Platzierungsduell gegen Thailand um Rang sechs entwickelte sich zu einem ebenso spannenden Krimi wie der Kampf um Bronze im Säbel. Erneut musste mit Julius Haupt der letzte deutsche Fechter einen großen Rückstand (30:40) wettmachen – und erneut gelang dieses Kunststück. Diesmal war es sogar noch ein bisschen knapper, am Ende siegte Deutschland mit einem Punkt Vorsprung (45:44).
Die Bilanz für Iksan fällt damit positiv aus. Heraus sticht die Bronze-Medaille im Team, doch für die Zukunft dürften ebenso die mehrfachen Top-Acht-Platzierungen Hoffnung machen. Schließlich war bei der vergangenen WM im Rollstuhlfechten nur ein deutscher Sportler vertreten gewesen.




