Berlin (kobinet)
Corinna Rüffer ist Politikerin.
Sie ist von den Grünen.
Sie macht Politik für Menschen mit Behinderung.
Sie hat eine Presse-Info geschrieben.
Eine Presse-Info ist ein Text für Zeitungen.
Firmen schreiben solche Texte.
Ämter schreiben auch solche Texte.
In dem Text steht: Das ist neu.
Das ist wichtig.
Zeitungen können dann darüber schreiben.
In der Presse-Info kritisiert sie die Bundes-Regierung.
Es geht um Assistenz-Hunde.
Assistenz-Hunde sind besonders ausgebildete Hunde.
Sie helfen Menschen mit Behinderungen.
Die Hunde können wichtige Sachen machen.
Sie öffnen Türen.
Sie bringen Medikamente.
Sie warnen vor Gefahren.
Seit über einem Jahr gibt es ein Problem.
In Deutschland können keine neuen Assistenz-Hunde geprüft werden.
Das heißt: Es gibt keine Prüfungen für neue Hunde.
Corinna Rüffer sagt: Das ist schlecht.
Sie macht 2 Minister verantwortlich.
Das ist Innen-Minister Dobrindt.
Das ist auch Wirtschafts-Ministerin Reiche.
Beide sind von der CDU.
Corinna Rüffer sagt: Sie verhindern die Lösung.
Seit Juni 2024 gibt es neue Regeln.
Nur bestimmte Hunde-Schulen dürfen ausbilden.
Die Schulen brauchen ein Zertifikat.
Ein Zertifikat ist ein Papier.
Das Papier zeigt: Du kannst etwas gut.
Zum Beispiel: Du kannst gut Auto fahren.
Dann bekommst du den Führer-Schein.
Das ist ein Zertifikat.
Aber es gibt ein Problem.
Es gibt keine Fach-Stelle für die Zertifikate.
Eine Fach-Stelle ist ein Büro mit Experten.
Die Experten kennen sich gut aus.
Sie helfen bei schweren Fragen.
Zum Beispiel bei Fragen über Geld.
Oder bei Fragen über Gesetze.
Die alte Fach-Stelle hat im April 2024 aufgehört.
Eine neue Fach-Stelle gibt es noch nicht.
Das Sozial-Ministerium will helfen.
Das Sozial-Ministerium ist ein Amt.
Das Amt kümmert sich um Menschen mit Problemen.
Zum Beispiel um Menschen ohne Arbeit.
Oder um kranke Menschen.
Das Ministerium macht Regeln für Hilfen.
Es will die alten Regeln wieder nehmen.
Aber nur für kurze Zeit.
Das soll so bleiben bis es eine neue Fach-Stelle gibt.
Das Problem hängt an einem Gesetz.
Das Gesetz heißt: Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Das Gesetz hilft Menschen mit Behinderung.
Es soll Gleichstellung schaffen.
Die Regierung wollte das Gesetz in 100 Tagen ändern.
Diese Zeit ist schon vorbei.
Aber es ist noch nichts passiert.
Die Behinderten-Verbände sind unzufrieden.
Behinderten-Verbände sind Gruppen von Menschen.
Diese Menschen haben eine Behinderung.
Sie arbeiten zusammen für ihre Rechte.
Sie wollen: Das Leben soll besser werden für Menschen mit Behinderung.
Sie kritisieren das stark.

Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Zu einer Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage zur Ausbildung von Assistenzhunden hat sich Corinna Rüffer, die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen, mittels einer Presseinformation zu Wort gemeldet. Sie kritisiert, dass seit mehr als einem Jahr in Deutschland keine Prüfungen für neue Assistenzhunde mehr abgelegt werden können. Diese Hängepartie gehe nach Angaben der Bundesregierung auf die Grünen-Anfrage hin weiter, weil Innenminister Dobrindt und Wirtschaftsministerin Reiche von der CDU sich als Blockierer hervortun.
„Assistenzhunde sind für viele Menschen mit Beeinträchtigungen weit mehr als nur Haustiere – sie sind lebenswichtige Helfer, die Sicherheit, Selbstständigkeit und neue Freiheit schenken. Sie öffnen Türen, bringen Medikamente, warnen vor Gefahren oder beruhigen in Stresssituationen – und ermöglichen so ein Leben mit mehr Teilhabe. Seit mehr als einem Jahr können in Deutschland aber keine Prüfungen für neue Assistenzhunde mehr abgelegt werden. Und diese Hängepartie geht nach Angaben der Bundesregierung auf unsere Anfrage hin weiter, weil Innenminister Dobrindt und Wirtschaftsministerin Reiche von der CDU sich als Blockierer hervortun. Es zeigt sich auch an diesem kleinen Beispiel: Die Union hat mit der Lösung sozialer Probleme nichts am Hut. Sie hilft Menschen in ihrem Leben nicht“, erklärte Corinna Rüffer.
Hintergrund:
„Seit Juni 2024 dürfen nur noch zertifizierte Ausbildungsstätten Assistenzhunde ausbilden. Diese Regelung wurde mit dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und der folgenden Assistenzhundeverordnung eingeführt, um die Qualität der Ausbildung zu sichern. Zuvor hatte es eine einjährige Übergangsregelung gegeben, in der auch nicht-zertifizierte Ausbildungsstätten für Prüfungen zugelassen waren. Der Haken an der Sache: Es gibt derzeit keine Fachstelle, die Hundeschulen zertifizieren könnte, weil ein mit dieser Aufgabe beauftragtes Unternehmen im April 2024 unter Kritik an der maßgebenden Verordnung seine Akkreditierung zurückgegeben hat und die Bundesregierung es zwischenzeitlich nicht geschafft hat, eine neue Fachstelle zu beauftragen. Um diesen Zustand für die Schulen und für die Menschen zu beenden, die auf einen Assistenzhund dringend angewiesen sind, will das Sozialministerium nach eigenem Bekunden behelfsmäßig die Übergangsregelung wieder in Kraft setzen, bis Ausbildungsstätten rechtssicher durch eine Fachstelle zertifiziert werden können. Leider hängt die Übergangsregelung an der Reform des BGG, die Schwarz-Rot sich für ihre ersten 100 Tage vorgenommen hatte. Diese Frist ist bereits Mitte August zu Ende gegangen. Trotzdem ist noch nicht einmal ein Entwurf für die BGG-Novelle in die Verbändeanhörung gegeben worden, weil Innen- und Wirtschaftsministerium diesen zurückhalten. Behinderten-Verbände hatten dies zuletzt deutlich kritisiert“, berichtet Corinna Rüffer.

Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Zu einer Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage zur Ausbildung von Assistenzhunden hat sich Corinna Rüffer, die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen, mittels einer Presseinformation zu Wort gemeldet. Sie kritisiert, dass seit mehr als einem Jahr in Deutschland keine Prüfungen für neue Assistenzhunde mehr abgelegt werden können. Diese Hängepartie gehe nach Angaben der Bundesregierung auf die Grünen-Anfrage hin weiter, weil Innenminister Dobrindt und Wirtschaftsministerin Reiche von der CDU sich als Blockierer hervortun.
„Assistenzhunde sind für viele Menschen mit Beeinträchtigungen weit mehr als nur Haustiere – sie sind lebenswichtige Helfer, die Sicherheit, Selbstständigkeit und neue Freiheit schenken. Sie öffnen Türen, bringen Medikamente, warnen vor Gefahren oder beruhigen in Stresssituationen – und ermöglichen so ein Leben mit mehr Teilhabe. Seit mehr als einem Jahr können in Deutschland aber keine Prüfungen für neue Assistenzhunde mehr abgelegt werden. Und diese Hängepartie geht nach Angaben der Bundesregierung auf unsere Anfrage hin weiter, weil Innenminister Dobrindt und Wirtschaftsministerin Reiche von der CDU sich als Blockierer hervortun. Es zeigt sich auch an diesem kleinen Beispiel: Die Union hat mit der Lösung sozialer Probleme nichts am Hut. Sie hilft Menschen in ihrem Leben nicht“, erklärte Corinna Rüffer.
Hintergrund:
„Seit Juni 2024 dürfen nur noch zertifizierte Ausbildungsstätten Assistenzhunde ausbilden. Diese Regelung wurde mit dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und der folgenden Assistenzhundeverordnung eingeführt, um die Qualität der Ausbildung zu sichern. Zuvor hatte es eine einjährige Übergangsregelung gegeben, in der auch nicht-zertifizierte Ausbildungsstätten für Prüfungen zugelassen waren. Der Haken an der Sache: Es gibt derzeit keine Fachstelle, die Hundeschulen zertifizieren könnte, weil ein mit dieser Aufgabe beauftragtes Unternehmen im April 2024 unter Kritik an der maßgebenden Verordnung seine Akkreditierung zurückgegeben hat und die Bundesregierung es zwischenzeitlich nicht geschafft hat, eine neue Fachstelle zu beauftragen. Um diesen Zustand für die Schulen und für die Menschen zu beenden, die auf einen Assistenzhund dringend angewiesen sind, will das Sozialministerium nach eigenem Bekunden behelfsmäßig die Übergangsregelung wieder in Kraft setzen, bis Ausbildungsstätten rechtssicher durch eine Fachstelle zertifiziert werden können. Leider hängt die Übergangsregelung an der Reform des BGG, die Schwarz-Rot sich für ihre ersten 100 Tage vorgenommen hatte. Diese Frist ist bereits Mitte August zu Ende gegangen. Trotzdem ist noch nicht einmal ein Entwurf für die BGG-Novelle in die Verbändeanhörung gegeben worden, weil Innen- und Wirtschaftsministerium diesen zurückhalten. Behinderten-Verbände hatten dies zuletzt deutlich kritisiert“, berichtet Corinna Rüffer.




