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13 Medaillen bei der Para Radsport-WM

Gold- Silber- und Bronzemedaille an blau-rot-weißen Bändern
Medaillen für die Gewinner
Foto: qimono In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

RONSE (kobinet) Die deutsche Mannschaft hat am vierten Tag der Para Radsport-WM in Ronse (Belgien) zwei weitere Medaillen gewonnen. Maike Hausberger und Michael Teuber sicherten sich im Straßenrennen jeweils die Bronzemedaille. Damit hat das Team insgesamt fünf Silber- und acht Bronzemedaillen gewonnen.

Für die zwölfte deutsche Medaille bei der Para Radsport-WM hat Maike Hausberger gesorgt. Nach 61,6 Kilometern im Straßenrennen der Zweiradfahrerinnen kam die 30-Jährige aus Trier in der Startklasse WC2 als Dritte ins Ziel. Es war ihr zweites Edelmetall in Ronse nach Silber im Zeitfahren. Nicht zu bezwingen war erneut die Favoritin aus der Schweiz, Flurina Rigling, die sich recht früh mit der Amerikanerin Clara Brown aus der weniger eingeschränkten WC3-Klasse absetzte, so dass beide mit großem Abstand gemeinsam jubelnd als Weltmeisterinnen über die Ziellinie fuhren. Silber ging an die Kolumbianerin Daniela Munevar Florez.

Großes Pech hatte nach ihrer Silber-Sensation im Zeitfahren Marie Quellhorst. Die 26-jährige WM-Debütantin war in der Klasse WC3 auf Bronzekurs, bis sie am Anstieg von einem technischen Defekt ausgebremst wurde. Der Reifen musste gewechselt werden, Quellhorst verlor wertvolle Minuten und musste ansehen, wie die Australierin Paige Greco an ihr vorbeizog. Im Ziel fehlten ihr 1:09 Minuten auf Bronze, so dass die ehemalige Para Leichtathletin Vierte wurde.

Auch die weiteren deutschen Starterinnen der Vormittags-Session waren nicht vom Glück verfolgt. Das Tandem mit Anja Renner und Pilotin Antonia Milowsky war richtig gut unterwegs, musste allerdings mit technischem Defekt vorzeitig aussteigen. Lara Wolleschensky (WC3), die bei ihrer WM-Premiere im Zeitfahren am Freitag gestürzt war, konnte wegen der Nachwirkungen an Rad und Körper gar nicht starten.

Im Mixed Team Relay landete das deutsche Team um Annika Zeyen-Giles, Johannes Hänle und Johannes Herter auf dem vierten Rang. Souveräner Weltmeister wurde Frankreich, Silber und Bronze gingen an Australien und Italien.

Emotionale Highlights waren die umjubelte Silbermedaille von Debütantin Marie Quellhorst, das erste Edelmetall im Zeitfahren in der langen Karriere von Pierre Senska sowie die furiose Aufholjagd von Handbikerin Annika Zeyen-Giles im Straßenrennen von ganz hinten auf den Bronzerang nach einem schwierigen Jahr.