DÜSSELDORF (kobinet)
Der Sozial-Verband VdK Nordrhein-Westfalen kritisiert eine neue Idee.
Sozial-Verband bedeutet: Das ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen helfen anderen Menschen.
Sie setzen sich für die Rechte ein.
Das Deutsche Institut für Wirtschafts-Forschung hat eine Idee vorgeschlagen.
Wirtschafts-Forschung bedeutet: Menschen schauen sich Geld und Arbeit an.
Sie wollen verstehen: Wie funktioniert das mit dem Geld?
Die Idee ist: Rentner sollen ein soziales Jahr machen.
Das soll Pflicht werden.
Der Präsident vom Institut heißt Marcel Fratzscher.
Er sagt: Ältere Menschen sollen mehr arbeiten.
Sie sollen für die Gesellschaft arbeiten.
Gesellschaft bedeutet: Eine große Gruppe von Menschen.
Sie leben zusammen.
Das sollen sie nach der Rente machen.
Horst Vöge ist Präsident vom VdK NRW.
Er sagt: Diese Idee ist nicht gut.
Die Idee ist weit weg von dem was wirklich ist.
Die Idee ist nicht respektvoll gegenüber älteren Menschen.
Respektvoll bedeutet: Man ist höflich und freundlich.
Man achtet andere Menschen.
Vöge erklärt: Millionen ältere Menschen in Deutschland arbeiten schon heute.
Sie arbeiten für die Gesellschaft.
Sie pflegen ihre Angehörigen.
Sie arbeiten ehren-amtlich in Vereinen.
Ehren-amtlich bedeutet: Menschen arbeiten ohne Geld zu bekommen.
Sie machen das gerne.
Sie wollen anderen Menschen helfen.
Sie arbeiten ehren-amtlich in Kirchen.
Sie helfen ihren Familien.
Die Politiker verstehen das Leben nicht.
Sie denken: Ältere Menschen helfen nicht genug.
Das ist falsch.
Der VdK NRW sagt: Man soll ältere Menschen nicht belasten.
Man soll ihnen keine neuen Pflichten geben.
Das ist keine gute Lösung.
Die Politik soll bessere Rahmen-Bedingungen schaffen.
Rahmen-Bedingungen bedeutet: Das sind wichtige Regeln.
Diese Regeln sagen: So muss etwas gemacht werden.
Die Politik soll pflegende Angehörige entlasten.
Die Politik soll eine gute Absicherung im Alter schaffen.
Absicherung bedeutet: Du sorgst vor.
Du schützt dich vor Problemen.
Zum Beispiel: Du sparst Geld für schlechte Zeiten.
Die Politik soll Strukturen schaffen.
Diese Strukturen sollen Rentnern helfen.
Dann können Rentner selbst-bestimmt leben.
Selbst-bestimmt bedeutet: Du entscheidest allein.
Niemand sagt dir was du machen sollst.
Dann können Rentner in Würde leben.
Würde bedeutet: Jeder Mensch ist wertvoll.
Jeder Mensch verdient Respekt.

Foto: Kyraxys In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
DÜSSELDORF (kobinet) Mit scharfer Kritik reagiert der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen (VdK NRW) auf den Vorstoß des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), ein verpflichtendes soziales Jahr für Rentnerinnen und Rentner einzuführen. Anlass ist die Forderung von DIW-Präsident Marcel Fratzscher, ältere Menschen nach Ende ihres Erwerbslebens verstärkt zu gesellschaftlichen Diensten heranzuziehen.
„Solche Ideen sind realitätsfern und gegenüber älteren Menschen schlicht respektlos“, erklärt Horst Vöge, Präsident des VdK NRW. „Millionen Seniorinnen und Senioren in Deutschland leisten bereits heute unverzichtbare Beiträge für unsere Gesellschaft – sei es durch die Pflege von Angehörigen, durch ehrenamtliches Engagement in Vereinen, Kirchen oder Sozialverbänden oder durch die Unterstützung ihrer Familien. Wer den Eindruck erweckt, ältere Menschen würden sich nicht solidarisch einbringen, verkennt völlig die Lebensrealität.“
Der VdK NRW betont, dass es keine Lösung sei, ältere Generationen mit neuen Verpflichtungen zu belasten. „Statt immer neue Pflichten für Rentner zu erfinden, sollte die Politik endlich für bessere Rahmenbedingungen sorgen: für Entlastung pflegender Angehöriger, für eine verlässliche Absicherung im Alter und für Strukturen, die es Menschen im Ruhestand ermöglicht, selbstbestimmt und in Würde zu leben“, so Vöge.

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DÜSSELDORF (kobinet) Mit scharfer Kritik reagiert der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen (VdK NRW) auf den Vorstoß des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), ein verpflichtendes soziales Jahr für Rentnerinnen und Rentner einzuführen. Anlass ist die Forderung von DIW-Präsident Marcel Fratzscher, ältere Menschen nach Ende ihres Erwerbslebens verstärkt zu gesellschaftlichen Diensten heranzuziehen.
„Solche Ideen sind realitätsfern und gegenüber älteren Menschen schlicht respektlos“, erklärt Horst Vöge, Präsident des VdK NRW. „Millionen Seniorinnen und Senioren in Deutschland leisten bereits heute unverzichtbare Beiträge für unsere Gesellschaft – sei es durch die Pflege von Angehörigen, durch ehrenamtliches Engagement in Vereinen, Kirchen oder Sozialverbänden oder durch die Unterstützung ihrer Familien. Wer den Eindruck erweckt, ältere Menschen würden sich nicht solidarisch einbringen, verkennt völlig die Lebensrealität.“
Der VdK NRW betont, dass es keine Lösung sei, ältere Generationen mit neuen Verpflichtungen zu belasten. „Statt immer neue Pflichten für Rentner zu erfinden, sollte die Politik endlich für bessere Rahmenbedingungen sorgen: für Entlastung pflegender Angehöriger, für eine verlässliche Absicherung im Alter und für Strukturen, die es Menschen im Ruhestand ermöglicht, selbstbestimmt und in Würde zu leben“, so Vöge.




