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Regierung will Personaluntergrenzen im Krankenhausreformanpassungsgesetz streichen

Simone Fischer mit der Kuppel des Bundestags im Hintergrund
Simone Fischer mit der Kuppel des Bundestags im Hintergrund
Foto: Simone Fischer

Berlin (kobinet) Die Verbände-Anhörung zum Referentenentwurf des Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) findet heute, am 21. August 2025, statt. Simone Fischer, Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat sich daher mit einem Statement an die Presse gewandt und kritisiert, dass die Regierungskoalition die Personaluntergrenzen im Krankenhausreformanpassungsgesetz streichen will. "Die Streichung der Pflegepersonaluntergrenzen als Qualitätskriterium für Leistungsgruppen im Referentenentwurf ist unverantwortlich und inakzeptabel. Die Bundesregierung und insbesondere Gesundheitsministerin Warken spielen mit der Patientensicherheit und verschärfen die Krise in der Pflege. Mit der Streichung der Pflegepersonaluntergrenzen als Qualitätskriterium fällt auch die letzte Bastion der Pflege der Krankenhausreform. Damit ignoriert die Ministerin bewusst die Überlastung der Pflegenden und die damit verbundenen realen Risiken für Patient*innen", erklärte die Grünen-Politikerin.

„Pflegekräfte arbeiten bereits am Limit. Die Pflegepersonaluntergrenzen sind eines der wenigen Instrumente, die bislang Mindeststandards in der Versorgung sichern und Pflegende vor Überlastung schützen. Statt diese Standards zu bewahren und an den tatsächlichen Pflegebedarf anzupassen, schwächt dieses Vorhaben der Bundesregierung die Pflege weiter. Wenn der Personalschlüssel der Pflege keine Rolle mehr spielt für die Entscheidung, ob ein Krankenhaus eine bestimmte Abteilung und Behandlungen anbieten kann, dann ist das ein Schlag ins Gesicht der Pflegenden. Die Bundesregierung und Ministerin Warken müssen ihren Kurs überdenken und die Pflegepersonaluntergrenzen als verbindliches Qualitätskriterium für Leistungsgruppen in Krankenhäuser beibehalten“, erklärte Simone Fischer. 

Lesermeinungen

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Perry Walczok
21.08.2025 12:02

Hier kann man wieder den Einfluss der Arbeitgeber-Lobby erkennen, welche sich einzig und allein an selbst konstruierte Statisken anstatt der handelnden Menschen orientieren. Anstatt die eigentlichen Probleme zu zu bekämpfen, beschäftig man sich mit den Symptomen. Die Pflegerger(innen) sowie Patienten werden dabei alleine gelassen. Anderseits versucht man anderen Ländern diese Pflegefachkräfte zu entreißen. So! Jetzt finde den Fehler in der Logik welche keine ist.