Erfurt (kobinet)
Die Thüringer Wohnungs-Wirtschaft hat etwas gefordert.
Wohnungs-Wirtschaft bedeutet: Firmen bauen Wohnungen.
Die Firmen vermieten die Wohnungen auch.
Sie kümmern sich um die Wohnungen.
Die LIGA unterstützt diese Forderung.
LIGA ist eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen in Thüringen.
Die LIGA will ein Förder-Programm.
Förder-Programm bedeutet: Der Staat gibt Geld für bestimmte Sachen.
Zum Beispiel für neue Wohnungen.
Oder für Hilfen für Menschen.
Das Programm soll barriere-freie Wohnungen schaffen.
Barriere-freie Wohnungen haben keine Hindernisse.
Menschen mit Behinderung können gut dort leben.
Markus Walloschek spricht für die LIGA.
Er sagt: Barriere-Freiheit ist für alle Menschen wichtig.
Nicht nur für Menschen mit Behinderungen.
Jeder Mensch kann eine Behinderung bekommen.
Das kann durch Krankheit passieren.
Das kann durch einen Unfall passieren.
Das kann durch das Alter passieren.
Dann brauchen Menschen barriere-freie Wohnungen.
Zum Beispiel wenn sie einen Rollator brauchen.
Oder wenn sie einen Roll-Stuhl brauchen.
Viele Menschen verstehen das noch nicht.
Barriere-freie Wohnungen sind sehr wichtig.
Barriere-freie Wohnungen haben viele Vorteile.
Menschen können länger in ihrer Wohnung leben.
Menschen können besser am Leben teil-nehmen.
Das steht auch in der UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
UN-Behinderten-Rechts-Konvention bedeutet: Viele Länder haben Regeln gemacht.
Die Regeln sagen: Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte.
Deutschland hat diese Regeln auch.
Alexander Brick arbeitet für die LIGA.
Er kritisiert das Wort barriere-arm.
Barriere-arm bedeutet: Es gibt wenige Hindernisse.
Menschen können fast überall hin.
Er sagt: Niemand weiß was barriere-arm wirklich bedeutet.
Es gibt keine genaue Erklärung dafür.
Ein Aufzug im Haus reicht nicht.
Wenn dann die Tür-Schwelle zu hoch ist.
Tür-Schwelle bedeutet: Das ist ein kleiner Balken unten an der Tür.
Man muss darüber steigen beim Durch-Gehen.
Roll-Stuhl-Fahrer können nicht gut darüber fahren.
Deshalb soll es richtige Barriere-Freiheit geben.
Es gibt Gesetze und Regeln dafür.
Auch das Umfeld der Wohnung ist wichtig.
Umfeld bedeutet: Alles was um einen herum ist.
Zum Beispiel die Nach-barn und Freunde.
Oder die Straße und die Geschäfte.
Menschen müssen ihre Wohnung erreichen können.
Es soll mehr barriere-freie Wohnungen geben.
Neue Wohnungen sollen gebaut werden.
Alte Wohnungen sollen um-gebaut werden.
Dann können Menschen selbst entscheiden wo sie wohnen.
Sie müssen nicht in ihrer alten Wohnung bleiben.
Die LIGA fordert ein Förder-Programm für barriere-freie Wohnungen.
Alle betroffenen Menschen sollen mit-reden können.
Markus Walloschek sagt: Ein gutes Förder-Programm braucht alle.
Die Wohnungs-Wirtschaft soll mit-machen.
Die Hand-Werker sollen mit-machen.
Die Architekten sollen mit-machen.
Die Menschen die dort wohnen sollen mit-machen.
Das steht auch in der UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Menschen mit Behinderungen sollen überall mit-reden können.
Besonders wenn es um sie geht.

Foto: Roman Urdl
ERFURT (kobinet) Anlässlich der Forderungen der Thüringer Wohnungswirtschaft unterstützt die LIGA der politischen Interessen- und Selbstvertretung von Menschen in Thüringen das Etablieren eines Förderprogramms zur Schaffung von barrierefreiem Wohnraum. LIGA Sprecher Markus Walloschek betont: "Barrierefreiheit ist nicht nur für Menschen mit Behinderungen relevant, sondern für alle. Jeder kann, sei es durch Krankheit, Unfall, Familienplanung, Behinderung oder einfach altersbedingt, in eine Situation geraten, in der barrierefreier Wohnraum notwendig wird, etwa durch die Nutzung eines Rollators oder Rollstuhls". Leider wurde gesellschaftlich noch immer nicht erkannt, wie wichtig und zentral barrierefreier Wohnraum ist. Er ermöglicht es Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben, fördert die gesellschaftliche Teilhabe und setzt damit eine zentrale Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) um.
Geschäftsstellenleiter Alexander Brick kritisiert in diesem Zusammenhang, die Forderung nach „barrierearmen“ Wohnraum. „Es gibt keine Definition, was barrierearm ist. Was nutzt der Aufzug im Gebäude, wenn an der Türschwelle dann Schluss ist. Daher sollte konsequent auf Barrierefreiheit mit den zugehörigen Gesetzen und Normen gesetzt werden.“ Dabei ist unbedingt auch das Wohnumfeld zu betrachten, damit man die eigene Wohnung überhaupt erreichen kann. Weiterhin würde ein flächendeckender Um- und auch Neubau es Betroffenen ermöglichen, sich ihren Wohnort selbst auszusuchen und nicht durch das minimale Angebot in ihrer bisherigen Wohnung auf Dauer bleiben zu müssen.
In dem Zusammenhang fordert die LIGA Selbstvertretung Thüringen nicht nur ein Förderprogramm für barrierefreien Wohnraum, sondern appelliert an die konsequente Einbeziehung aller betroffenen Akteure. „Ein erfolgreiches Förderprogramm kann nur gelingen, wenn neben den Vertretern der Wohnungswirtschaft, auch die Gewerke, Architekten und die Menschen einbezogen werden, die den Wohnraum auch nutzen.“, so nochmals Markus Walloschek. Auch damit würden man die UN-BRK umsetzen, die die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in alle für sie relevanten Bereiche fordert.

Foto: Roman Urdl
ERFURT (kobinet) Anlässlich der Forderungen der Thüringer Wohnungswirtschaft unterstützt die LIGA der politischen Interessen- und Selbstvertretung von Menschen in Thüringen das Etablieren eines Förderprogramms zur Schaffung von barrierefreiem Wohnraum. LIGA Sprecher Markus Walloschek betont: "Barrierefreiheit ist nicht nur für Menschen mit Behinderungen relevant, sondern für alle. Jeder kann, sei es durch Krankheit, Unfall, Familienplanung, Behinderung oder einfach altersbedingt, in eine Situation geraten, in der barrierefreier Wohnraum notwendig wird, etwa durch die Nutzung eines Rollators oder Rollstuhls". Leider wurde gesellschaftlich noch immer nicht erkannt, wie wichtig und zentral barrierefreier Wohnraum ist. Er ermöglicht es Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben, fördert die gesellschaftliche Teilhabe und setzt damit eine zentrale Forderung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) um.
Geschäftsstellenleiter Alexander Brick kritisiert in diesem Zusammenhang, die Forderung nach „barrierearmen“ Wohnraum. „Es gibt keine Definition, was barrierearm ist. Was nutzt der Aufzug im Gebäude, wenn an der Türschwelle dann Schluss ist. Daher sollte konsequent auf Barrierefreiheit mit den zugehörigen Gesetzen und Normen gesetzt werden.“ Dabei ist unbedingt auch das Wohnumfeld zu betrachten, damit man die eigene Wohnung überhaupt erreichen kann. Weiterhin würde ein flächendeckender Um- und auch Neubau es Betroffenen ermöglichen, sich ihren Wohnort selbst auszusuchen und nicht durch das minimale Angebot in ihrer bisherigen Wohnung auf Dauer bleiben zu müssen.
In dem Zusammenhang fordert die LIGA Selbstvertretung Thüringen nicht nur ein Förderprogramm für barrierefreien Wohnraum, sondern appelliert an die konsequente Einbeziehung aller betroffenen Akteure. „Ein erfolgreiches Förderprogramm kann nur gelingen, wenn neben den Vertretern der Wohnungswirtschaft, auch die Gewerke, Architekten und die Menschen einbezogen werden, die den Wohnraum auch nutzen.“, so nochmals Markus Walloschek. Auch damit würden man die UN-BRK umsetzen, die die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in alle für sie relevanten Bereiche fordert.




