Bonn (kobinet)
KI-Chat-Bots werden heute oft genutzt.
KI bedeutet künstliche Intelligenz.
Das sind sehr schlaue Computer-Programme.
Ein Chat-Bot ist ein Computer-Programm zum Schreiben.
Der Chat-Bot kann Fragen beantworten.
Du schreibst eine Frage.
Das Programm antwortet dir sofort.
Sie helfen in Online-Shops.
Ein Online-Shop ist ein Geschäft im Internet.
Du kannst dort Sachen kaufen.
Du musst nicht ins Geschäft gehen.
Du bestellst am Computer oder Handy.
Sie helfen bei Ämtern.
Sie helfen bei Kunden-Fragen.
Das Ziel: Einfache Fragen schnell beantworten.
Digitale Angebote für alle Menschen zugänglich machen.
Digitale Angebote sind Dienste im Internet.
Du kannst sie am Computer nutzen.
Du kannst sie auch am Handy nutzen.
Zum Beispiel: Videos schauen oder Musik hören.
Aber für Menschen mit Behinderung funktioniert das oft nicht.
Sie verstehen die Chat-Bots oft nicht.
Die Chat-Bots nutzen schwere Sprache.
Manchmal nutzen sie verletzende Sprache.
Das ist ein großes Problem.
Die Aktion Mensch hat eine Lösung entwickelt.
Sie arbeitet mit der Hoch-Schule Bielefeld zusammen.
Eine Hoch-Schule ist eine Schule für Erwachsene.
Dort kann man lernen.
Sie arbeitet mit der Firma wonk.ai zusammen.
Das neue Programm heißt ABLE.
ABLE bedeutet: Prüfung von Sprache auf Vorurteile.
Vorurteile sind falsche Meinungen über Menschen.
Menschen haben diese Meinungen ohne gründliches Nachdenken.
Zum Beispiel: Alle Menschen mit Behinderung sind krank.
Das ist ein Vorurteil.
ABLE kann Chat-Bots automatisch prüfen.
Automatisch bedeutet: Etwas passiert von alleine.
Du musst nichts dafür tun.
Ein Computer macht die Arbeit für dich.
Es führt viele Gespräche mit Chat-Bots.
Es prüft die Antworten.
Es sucht nach verletzender Sprache.
Es sucht nach unverständlicher Sprache.
Es findet Vorurteile und Barrieren.
Barrieren sind Hindernisse.
Sie stehen im Weg.
Sie machen Dinge schwer oder unmöglich.
Das Programm nutzt einen besonderen Frage-Katalog.
Ein Frage-Katalog ist eine Liste mit Fragen.
Die Fragen stehen alle zusammen.
Menschen nutzen die Liste für Tests.
Oder sie nutzen sie für Umfragen.
Dieser findet problematische Antworten.
Die Antworten werden nach festen Regeln bewertet.
Zum Beispiel: Sind sie verständlich?
Sind sie richtig?
Sind sie aktuell?
Christina Marx spricht für die Aktion Mensch.
Sie sagt: Unsere Anwendung zeigt Probleme auf.
Sie zeigt: Wo nutzen Chat-Bots schlechte Sprache?
Das hilft: Digitale Kommunikation wird besser.
80 Menschen mit Behinderung haben mitgemacht.
Sie kommen aus der Teil-Habe-Community.
Teilhabe bedeutet: Bei etwas mit-machen.
Man kann mit-bestimmen.
Community bedeutet: Eine Gruppe von Menschen.
Eine Teil-Habe-Community ist eine Gruppe.
In dieser Gruppe können alle mit-machen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Das ist eine Gruppe der Aktion Mensch.
Sie haben in Work-Shops mitgearbeitet.
Work-Shops sind Lern-Veranstaltungen.
Dort treffen sich Menschen.
Sie lernen zusammen neue Sachen.
Sie arbeiten zusammen an einem Thema.
Sie haben ihre Erfahrungen geteilt.
Sie haben bei der Entwicklung geholfen.
Die Menschen haben viele Probleme gefunden.
Chat-Bots nutzen oft Klischees.
Klischees sind feste Meinungen über Menschen.
Diese Meinungen sind oft falsch.
Zum Beispiel: Alle Frauen können gut kochen.
Das ist ein Klischee.
Zum Beispiel: Menschen mit Behinderung als Super-Helden.
Ein Teil-Nehmer sagt: Sätze wie "Trotz seiner Behinderung hat er studiert" sind falsch.
Besser ist: Eine Person studiert und hat eine Behinderung.
Andere Probleme sind:
Falsche Informationen.
Wenig Wissen über Behinderung.
Respekt-lose Sprache.
Zu schwere Sätze.
Die Work-Shops haben verschiedene Chat-Bots getestet.
Manche Chat-Bots sind besser als andere.
Einige übernehmen schlechte Sprache.
Andere geben nur allgemeine Antworten.
Christina Marx sagt: Inklusive Sprache bei Chat-Bots ist möglich.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Inklusive Sprache schließt alle Menschen ein.
Es ist längst Zeit dafür.
Digitale Teil-Habe ist ein Recht.
Wer das ernst meint: Muss auch die Sprache ändern.
Seit dem 20. August 2025 ist ABLE verfügbar.
Es steht auf der Plattform GitHub.
GitHub ist eine Internet-Seite.
Dort können Computer-Programme gespeichert werden.
Viele Menschen arbeiten dort zusammen.
Sie entwickeln neue Programme.
Unternehmen können es kostenlos nutzen.
Entwickler können es kostenlos nutzen.
Die Aktion Mensch will ABLE weiter entwickeln.
Das Programm hilft Entwicklern.
Es hilft Inklusions-Experten.
Sie können Probleme früh erkennen.
Sie können Chat-Bots besser machen.
Mehr Informationen gibt es hier: www.aktion-mensch.de/kuenstliche-intelligenz-und-inklusion/able

Foto: Aktion Mensch
Bonn (kobinet) KI-Chatbots kommen bereits in vielen Bereichen zum Einsatz – in Online-Shops, bei Behörden oder im Umgang mit Kund*innen. Ihr Ziel: Einfache Anliegen schnell und unkompliziert bearbeiten sowie digitale Angebote für alle Nutzer*innen zugänglicher machen. Doch für viele Menschen mit Behinderung gilt das so noch nicht. Sie stoßen bei der Nutzung von Chatbots häufig auf unverständliche oder sogar diskriminierende Sprache. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, hat die Aktion Mensch gemeinsam mit der Hochschule Bielefeld und dem KI-Spezialisten wonk.ai die KI-Anwendung ABLE (Ableism Bias Language Evaluation, deutsch: Überprüfung von Sprache auf Ableismus* und Vorurteile) entwickelt, wie es in einer Presseinformation der Aktion Mensch heißt.
Mit ihr lässt sich nach Informationen der Aktion Mensch automatisiert analysieren, wie Chatbots mit Menschen mit Behinderung kommunizieren. Denn viele bedienen sich nicht nur schwer verständlicher Sprache, sondern auch stereotyper oder gar verletzender Formulierungen – und schaffen damit neue Barrieren, anstatt digitale Teilhabe zu ermöglichen. Mit der Anwendung wird diese Problematik nun gezielt angegangen: Künftig steht sie interessierten Unternehmen zur Prüfung ihrer Chatbots zur Verfügung.
Von KI zu KI: Automatisierte Analyse von Chatbot-Antworten
ABLE führt eine Vielzahl automatisierter Gespräche mit Chatbots und analysiert deren Antworten auf diskriminierende, nicht-inklusive Inhalte hin. Ausgangspunkt ist ein speziell entwickelter Fragenkatalog, der stereotype, unverständliche oder ausschließende Reaktionen herausfiltert. Die Chatbot-Antworten werden nach einheitlichen Kriterien bewertet – etwa hinsichtlich ihrer Verständlichkeit, faktischen Richtigkeit und Aktualität. Alle Dialoge werden dokumentiert und für Expert*innen über eine Weboberfläche zugänglich gemacht. Ziel ist es, Muster und neue Formen von sprachlicher Diskriminierung frühzeitig zu erkennen und digitale Barrieren so systematisch abzubauen.
„Unsere Anwendung macht sichtbar, wo und auch wie KI-Chatbots diskriminierende Sprache verwenden – und schafft damit eine wichtige Grundlage, um digitale Kommunikation inklusiver zu gestalten“, kommentiert Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch.
Menschen mit Behinderung gestalten ABLE aktiv mit
Rund 80 Menschen mit Behinderung, darunter Mitglieder der Teilhabe-Community der Aktion Mensch**, haben sich im Vorfeld in partizipativen Workshops beteiligt, um die Evaluationsrichtlinien weiterzuentwickeln und Chatbots besser für diskriminierende Fragestellungen zu sensibilisieren. Dabei brachten sie ihre persönlichen Perspektiven auf diskriminierende Sprache ein und wirkten an der Entwicklung von Prompts mit, die später in der KI-Anwendung ABLE umgesetzt wurden, teilte die Aktion Mensch mit.
Besonders häufig sei den Workshop-Teilnehmenden die Reproduktion von Stereotypen aufgefallen – etwa die Darstellung von Menschen mit Behinderung als Superheld*innen mit besonderen Fähigkeiten. Ein*e Teilnehmer*in sagt dazu: „Formulierungen wie ‚Trotz seiner Behinderung hat er studiert‘ stellen normale Lebensentscheidungen als außergewöhnlich dar. Stattdessen sollte einfach beschrieben werden: Eine Person studiert und hat eine Behinderung“. Weitere Kritikpunkte an den Chatbots betrafen sachliche Fehler, fehlendes Hintergrundwissen sowie eine respektlose oder schwer verständliche Sprache, zum Beispiel durch unnötig komplexe Satzstrukturen.
Diskriminierende Muster zeigen akuten Handlungsbedarf auf
In den partizipativen Workshops wurden verschiedene Chatbots untersucht. Diese unterscheiden sich erheblich in ihrer Sensibilität gegenüber diskriminierender Sprache. Einige Chatbots übernehmen problematische Formulierungen teilweise unreflektiert, während andere auf ausweichende, allgemein gehaltene Aussagen zurückgreifen. Christina Marx appelliert: „Unsere diskriminierungssensible KI-Anwendung ABLE zeigt: Inklusive Sprache bei KI-Chatbots ist nicht nur möglich, sondern längst überfällig. Digitale Teilhabe ist kein Privileg, sondern ein Anrecht. Wer sie wirklich umsetzen will, muss sie auch sprachlich ermöglichen – in allen Lebensbereichen.“
Ausblick: Weiterentwicklung und Unterstützung für Entwickler*innen
Seit dem 20. August 2025 ist die KI-Anwendung der Aktion Mensch auf der Plattform GitHub unter einer Open-Source-Lizenz verfügbar und für interessierte Unternehmen sowie Entwickler*innen einfach und kostenlos nutzbar. Die Aktion Mensch möchte ABLE gemeinsam mit Interessierten weiterentwickeln, um die Anwendung an die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen anzupassen. Ab sofort unterstützt die Anwendung Entwickler*innen und Inklusions-Expert*innen dabei, Potenziale für eine inklusivere und diskriminierungssensiblere Sprache frühzeitig zu erkennen.
Weitere Informationen zur KI-Anwendung ABLE und zum Testverfahren gibt’s unter: https://www.aktion-mensch.de/kuenstliche-intelligenz-und-inklusion/able.

Foto: Aktion Mensch
Bonn (kobinet) KI-Chatbots kommen bereits in vielen Bereichen zum Einsatz – in Online-Shops, bei Behörden oder im Umgang mit Kund*innen. Ihr Ziel: Einfache Anliegen schnell und unkompliziert bearbeiten sowie digitale Angebote für alle Nutzer*innen zugänglicher machen. Doch für viele Menschen mit Behinderung gilt das so noch nicht. Sie stoßen bei der Nutzung von Chatbots häufig auf unverständliche oder sogar diskriminierende Sprache. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, hat die Aktion Mensch gemeinsam mit der Hochschule Bielefeld und dem KI-Spezialisten wonk.ai die KI-Anwendung ABLE (Ableism Bias Language Evaluation, deutsch: Überprüfung von Sprache auf Ableismus* und Vorurteile) entwickelt, wie es in einer Presseinformation der Aktion Mensch heißt.
Mit ihr lässt sich nach Informationen der Aktion Mensch automatisiert analysieren, wie Chatbots mit Menschen mit Behinderung kommunizieren. Denn viele bedienen sich nicht nur schwer verständlicher Sprache, sondern auch stereotyper oder gar verletzender Formulierungen – und schaffen damit neue Barrieren, anstatt digitale Teilhabe zu ermöglichen. Mit der Anwendung wird diese Problematik nun gezielt angegangen: Künftig steht sie interessierten Unternehmen zur Prüfung ihrer Chatbots zur Verfügung.
Von KI zu KI: Automatisierte Analyse von Chatbot-Antworten
ABLE führt eine Vielzahl automatisierter Gespräche mit Chatbots und analysiert deren Antworten auf diskriminierende, nicht-inklusive Inhalte hin. Ausgangspunkt ist ein speziell entwickelter Fragenkatalog, der stereotype, unverständliche oder ausschließende Reaktionen herausfiltert. Die Chatbot-Antworten werden nach einheitlichen Kriterien bewertet – etwa hinsichtlich ihrer Verständlichkeit, faktischen Richtigkeit und Aktualität. Alle Dialoge werden dokumentiert und für Expert*innen über eine Weboberfläche zugänglich gemacht. Ziel ist es, Muster und neue Formen von sprachlicher Diskriminierung frühzeitig zu erkennen und digitale Barrieren so systematisch abzubauen.
„Unsere Anwendung macht sichtbar, wo und auch wie KI-Chatbots diskriminierende Sprache verwenden – und schafft damit eine wichtige Grundlage, um digitale Kommunikation inklusiver zu gestalten“, kommentiert Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch.
Menschen mit Behinderung gestalten ABLE aktiv mit
Rund 80 Menschen mit Behinderung, darunter Mitglieder der Teilhabe-Community der Aktion Mensch**, haben sich im Vorfeld in partizipativen Workshops beteiligt, um die Evaluationsrichtlinien weiterzuentwickeln und Chatbots besser für diskriminierende Fragestellungen zu sensibilisieren. Dabei brachten sie ihre persönlichen Perspektiven auf diskriminierende Sprache ein und wirkten an der Entwicklung von Prompts mit, die später in der KI-Anwendung ABLE umgesetzt wurden, teilte die Aktion Mensch mit.
Besonders häufig sei den Workshop-Teilnehmenden die Reproduktion von Stereotypen aufgefallen – etwa die Darstellung von Menschen mit Behinderung als Superheld*innen mit besonderen Fähigkeiten. Ein*e Teilnehmer*in sagt dazu: „Formulierungen wie ‚Trotz seiner Behinderung hat er studiert‘ stellen normale Lebensentscheidungen als außergewöhnlich dar. Stattdessen sollte einfach beschrieben werden: Eine Person studiert und hat eine Behinderung“. Weitere Kritikpunkte an den Chatbots betrafen sachliche Fehler, fehlendes Hintergrundwissen sowie eine respektlose oder schwer verständliche Sprache, zum Beispiel durch unnötig komplexe Satzstrukturen.
Diskriminierende Muster zeigen akuten Handlungsbedarf auf
In den partizipativen Workshops wurden verschiedene Chatbots untersucht. Diese unterscheiden sich erheblich in ihrer Sensibilität gegenüber diskriminierender Sprache. Einige Chatbots übernehmen problematische Formulierungen teilweise unreflektiert, während andere auf ausweichende, allgemein gehaltene Aussagen zurückgreifen. Christina Marx appelliert: „Unsere diskriminierungssensible KI-Anwendung ABLE zeigt: Inklusive Sprache bei KI-Chatbots ist nicht nur möglich, sondern längst überfällig. Digitale Teilhabe ist kein Privileg, sondern ein Anrecht. Wer sie wirklich umsetzen will, muss sie auch sprachlich ermöglichen – in allen Lebensbereichen.“
Ausblick: Weiterentwicklung und Unterstützung für Entwickler*innen
Seit dem 20. August 2025 ist die KI-Anwendung der Aktion Mensch auf der Plattform GitHub unter einer Open-Source-Lizenz verfügbar und für interessierte Unternehmen sowie Entwickler*innen einfach und kostenlos nutzbar. Die Aktion Mensch möchte ABLE gemeinsam mit Interessierten weiterentwickeln, um die Anwendung an die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen anzupassen. Ab sofort unterstützt die Anwendung Entwickler*innen und Inklusions-Expert*innen dabei, Potenziale für eine inklusivere und diskriminierungssensiblere Sprache frühzeitig zu erkennen.
Weitere Informationen zur KI-Anwendung ABLE und zum Testverfahren gibt’s unter: https://www.aktion-mensch.de/kuenstliche-intelligenz-und-inklusion/able.





Der Ableismus ist eine Form der Diskriminierung bestimmter Menschengruppen mit Eigenschaften, welche nicht in das vorgefertigte Weltbild anderer Menschen beziehungsweise Behörden oder gar Regierungen passen. Auch im Elternhaus und dem direkten sozialen Umfeld findet der Ableismus statt. Wohlgleich er dort meistens eher unbewusst oder maximal fahrlässig angewandt wird. Bei der Politik und den ausführenden Behörden, können die Grenzen zwischen Fahrlässigkeit und Vorsatz schon mal verschwimmen. Nur ist es äußerst schwierig letzteres nachweisen zu können.
Verstehe ich nicht, haben sie den KI-Bot für sich selbst entwickelt, weil sie direkt und indirekt zur Diskriminierung beitragen: Durch die Nicht-Einstellung behinderter Mitarbeiter*Innen, durch mangelnde Beteiligung behinderter Menschen an Kampagnen, durch Torpedierung der digitalen Barrierefreiheit durch die Förderung von Overlays?
Nein! Das vorrangige Ziel ist es an Recourcen wie Zeit, Personal und Kosten zu sparen. Man muss natürlich betrachten, dass den Programmierern oft die Sichtweise eines Menschen mit Behinderungen fehlt. Und selbst dort können sich die Sichtweisen erheblich unterscheiden. Die Entwickler müssen dazu ermuntert werden, Menschen mit Behinderungen in die Entwicklung solcher KI-Modelle einzubinden.