Berlin (kobinet)
Jürgen Dusel arbeitet für die Bundes-Regierung.
Er ist der Beauftragte für Menschen mit Behinderung.
Ein Beauftragter ist eine Person mit einer wichtigen Aufgabe von der Regierung.
Jürgen Dusel hat ein Interview gegeben.
Das Interview war in der Zeitung taz.
Jürgen Dusel sagt: Die Deutsche Bahn hat Probleme.
Auch große Bahnhöfe sind nicht barriere-frei.
Barriere-frei bedeutet: Alle Menschen können alles benutzen.
Auch Menschen mit Behinderung können überall hin.
Barriere-frei bedeutet mehr als nur keine Treppen.
Es gibt noch andere Hindernisse.
Taube Menschen haben Probleme am Bahnhof.
Taub bedeutet: Diese Menschen können nicht hören.
Manchmal fährt ein Zug auf ein anderes Gleis.
Das wird laut gesagt.
Taube Menschen hören das nicht.
Dann verpassen sie ihren Zug.
Blinde Menschen haben auch Probleme.
Blind bedeutet: Diese Menschen können nicht sehen.
Manchmal fährt gerade ein Zug ein.
Dann ist es sehr laut am Bahnhof.
Die blinden Menschen hören die Durch-Sage nicht.
Eine Durch-Sage ist eine wichtige Nachricht über Laut-Sprecher.
In Bamberg gibt es ein Problem.
Dort ist seit Monaten ein Aufzug kaputt.
Menschen im Roll-Stuhl können nicht zu allen Gleisen.
Das macht das Reisen sehr schwer.
Die taz hat Jürgen Dusel gefragt:
Sind rechts-extreme Parteien wie die AfD gefährlich?
Rechts-extrem bedeutet: Diese Menschen sind gegen andere Menschen.
Sie denken: Manche Menschen sind weniger wert.
Bedrohen sie die Fort-Schritte?
Fort-Schritte bedeutet: Etwas wird besser durch Verbesserungen.
Jürgen Dusel sagt: Inklusion ist ein Streit-Thema geworden.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Viele Menschen streiten über Inklusion.
Menschen mit Behinderung sind Teil der Gesellschaft.
Das ist normal und richtig.
Viele Menschen sagen: Inklusion ist nur Nächsten-Liebe.
Nächsten-Liebe bedeutet: Du hilfst anderen Menschen freundlich.
Das stimmt nicht.
Es gibt politische Gruppen.
Politische Gruppen sind Menschen mit gleichen Ideen zur Politik.
Diese Gruppen wollen Menschen ausschließen.
Jürgen Dusel meint: Inklusion ist für alle Menschen.
Für Menschen mit und ohne Behinderung.
Für alte und junge Menschen.
Für Männer und Frauen.
Für Menschen mit und ohne Migrations-Hintergrund.
Migrations-Hintergrund bedeutet: Eine Person oder ihre Familie ist aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen.
Inklusion ist wichtig für die Demokratie.
Demokratie bedeutet: Das Volk bestimmt mit und alle Menschen haben gleiche Rechte.
Ein Land ohne Inklusion ist nicht demokratisch.
Das komplette Interview können Sie hier lesen: taz-Interview mit Jürgen Dusel vom 18. August 2025

Foto: Henning Schacht
Berlin (kobinet) "Die Deutsche Bahn hat einen massiven Nachholbedarf. Auch bei großen Bahnhöfen gibt es noch Defizite. Barrierefreiheit ist halt mehr als nur die stufenlose Zugänglichkeit zum Gleis oder zum Bahnhofsgebäude. Taube Menschen sind beispielsweise bei einem akustisch verkündeten Gleiswechsel einfach raus. Oder Menschen, die blind sind, und beispielsweise die Situation haben, dass ausgerechnet dann, wenn der Gleiswechsel verkündet wird, der Zug einfährt und sie gar nichts mehr hören." Dies machte der Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, in einem aktuellen Interview der taz zu Inklusion im Alltag deutlich. Was Probleme bei der Bahn konkret bedeuten, erfahren Reisende, die beispielsweise in Bamberg aua- oder umsteigen müssen. Dort ist seit Monaten ein Aufzug kaputt, was für erhebliche Probleme für die Betroffenen sorgt.
Jürgen Dusel äusserte sich auch auf die Frage der taz, ob er die mühsam erkämpfte Fortschritte durch rechtsextreme Kräfte wie die AfD gefährdet sieht, wie folgt: „Inklusion ist mittlerweile zum Zankapfel geworden. Dabei muss klar sein, dass Menschen mit Behinderungen Teil dieser Gesellschaft sind. Ich erlebe, dass viele Leute jetzt anfangen so zu tun, als wäre das die reine Nächstenliebe. Man sieht sehr stark, dass es politische Kräfte gibt, die versuchen, Menschen an den Rand zu drängen. Wenn ich über Inklusion rede, dann meine ich nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern Menschen in ihrer Vielfalt, alt und jung, Mann und Frau, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Da wird klar, dass es dabei um etwas Urdemokratisches geht. Demokratie braucht Inklusion. Ein Land, das nicht inklusiv ist, ist nicht demokratisch.“
Link zum vollständigen taz-Interview mit Jürgen Dusel vom 18. August 2025

Foto: Henning Schacht
Berlin (kobinet) "Die Deutsche Bahn hat einen massiven Nachholbedarf. Auch bei großen Bahnhöfen gibt es noch Defizite. Barrierefreiheit ist halt mehr als nur die stufenlose Zugänglichkeit zum Gleis oder zum Bahnhofsgebäude. Taube Menschen sind beispielsweise bei einem akustisch verkündeten Gleiswechsel einfach raus. Oder Menschen, die blind sind, und beispielsweise die Situation haben, dass ausgerechnet dann, wenn der Gleiswechsel verkündet wird, der Zug einfährt und sie gar nichts mehr hören." Dies machte der Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, in einem aktuellen Interview der taz zu Inklusion im Alltag deutlich. Was Probleme bei der Bahn konkret bedeuten, erfahren Reisende, die beispielsweise in Bamberg aua- oder umsteigen müssen. Dort ist seit Monaten ein Aufzug kaputt, was für erhebliche Probleme für die Betroffenen sorgt.
Jürgen Dusel äusserte sich auch auf die Frage der taz, ob er die mühsam erkämpfte Fortschritte durch rechtsextreme Kräfte wie die AfD gefährdet sieht, wie folgt: „Inklusion ist mittlerweile zum Zankapfel geworden. Dabei muss klar sein, dass Menschen mit Behinderungen Teil dieser Gesellschaft sind. Ich erlebe, dass viele Leute jetzt anfangen so zu tun, als wäre das die reine Nächstenliebe. Man sieht sehr stark, dass es politische Kräfte gibt, die versuchen, Menschen an den Rand zu drängen. Wenn ich über Inklusion rede, dann meine ich nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern Menschen in ihrer Vielfalt, alt und jung, Mann und Frau, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Da wird klar, dass es dabei um etwas Urdemokratisches geht. Demokratie braucht Inklusion. Ein Land, das nicht inklusiv ist, ist nicht demokratisch.“
Link zum vollständigen taz-Interview mit Jürgen Dusel vom 18. August 2025





Menschen mit Behinderung stehen weder gesellschaftlich noch politisch auf der Tagesordnung – sonst wären wir in Sachen Inklusion weiter. ich kann mich mittlerweile nicht des Eindrucks verwehren, dass Inklusion seitens der Politik – entgegen ihrer nichtssagender Inklusionsrhetorik – in Wirklichkeit nicht gewollt ist
Wenn die UN behindertenrechtskonvention ja vorschreibt, Menschen mit Behinderungen und ihre Interessenvertretungen in alle sie betreffenden wesentlichen Belange mit einbezogen werden sollen könnte das ja auch bedeuten dass Herr Dusel oder aber der nationale Behindertenrat ganz aktiv in die Auswahl der neuen Führungsperson mit einbezogen werden….
Aber wahrscheinlich schreibe ich hier im Fieberwahn….. Obwohl ich eigentlich behindert aber ansonsten gerade nicht an einer Grippe leide….
Martin Theben