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Menschen helfen, die unsere Hilfe dringend brauchen

Boris Mijatović
Boris Mijatović
Foto: Boris Mijatović/Stefan Kaminski

Berlin (kobinet) Zum heutigen Welttag der humanitären Hilfe, der am 19. August 2025 begangen wird, haben sich die Grünen-Politiker Max Lucks, Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen für Menschenrechtspolitik und für humanitäre Hilfe, und Boris Mijatovic, Obmann im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestags für die Grünen zu Wort gemeldet. "Über 300 Millionen Menschen weltweit sind durch Krieg, Gewalt, Hunger oder Klimakatastrophen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Zivilistinnen und Zivilisten leiden unter systematischen Angriffen und humanitäre Helferinnen und Helfer werden dabei selbst Ziel von Angriffen. Humanitäre Hilfe bedeutet, Leben zu retten, Leid zu lindern und Menschen unabhängig von Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung beizustehen. Den Menschen zu helfen, die unsere Hilfe am dringendsten benötigen", betonten die Grünen-Politiker, die die massiven Kürzungen im geplanten Bundeshaushalt in diesem Bereich scharf kritisieren.

„Die angekündigten Kürzungen im Bundeshaushalt um über 50 Prozent in den Jahren 2025 und 2026 sind trotz gegenteiliger Koalitionsvertrags-Zusagen ein fatales Signal. Wir fordern daher eine deutliche Aufstockung des humanitären Etats und die Stärkung vorausschauender humanitärer Hilfe und lokaler Strukturen, um Geld effizient einzusetzen. Gleichzeitig muss die Bundesregierung die Auslandsförderung reformieren, um bürokratische Hürden abzubauen. Die humanitären Prinzipien von Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit müssen Leitlinie allen Handelns bleiben. Eine Koalition, die sich dieser Verantwortung verschrieben hat, muss ihren Worten auch die notwendigen Mittel folgen lassen“, betonten die Grünen-Politiker. 


Die humanitäre Katastrophe in Gaza zeige besonders drastisch, wie kriegerische Gewalt die Versorgung der Zivilbevölkerung zerstört und die humanitären Prinzipien untergräbt. Auch andere Krisen verdeutlichten die Dringlichkeit.

„Im Sudan mussten über zehn Millionen Menschen in der größten Vertreibungskrise der Welt vor Gewalt fliehen, über 750.000 Menschen stehen kurz vor dem Hungertod. Auch der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, die anhaltenden Folgen des IS-Terrors in Irak oder auch Syrien sowie zahlreiche klimabedingte Katastrophen zeigen, wie drängend und notwendig die humanitäre Hilfe für Millionen Menschen in Not ist. Deutschland als ein verlässlicher Partner in der humanitären Hilfe ist umso wichtiger, weil durch das Aus von USAID eine riesige Lücke in die globalen Hilfsstrukturen gerissen wird. Die Trump-Regierung hat ihre Mittel stark reduziert und damit abrupt die Versorgung von Millionen Menschen in Not eingestellt. Laut Prognosen kann diese Entscheidung bis 2030 14 Millionen Menschen das Leben kosten“, teilten Boris Mijatovic und Max Lucks mit.