HANNOVER (kobinet)
Viele Menschen denken falsch über das Bürger-Geld.
Bürger-Geld ist Geld von der Regierung.
Man bekommt es jeden Monat.
Sie denken: Das Job-Center zahlt die Miete komplett.
Das Job-Center hilft Menschen ohne Arbeit.
Sie bekommen dort Geld zum Leben.
Das stimmt aber nicht immer.
Die Mieten steigen sehr stark.
Deshalb müssen viele Menschen selbst etwas dazu-zahlen.
Die Bundes-Regierung hat das bestätigt.
Die Bundes-Regierung ist die Regierung von Deutschland.
Sie macht Gesetze für ganz Deutschland.
Die Partei Die Linke hatte nachgefragt.
Der Sozial-Verband Deutschland warnt deshalb.
Ein Sozial-Verband hilft armen Menschen.
Er kämpft für ihre Rechte.
Das Land muss etwas ändern.
Die Städte müssen auch etwas ändern.
Über 15 von 100 Menschen haben Probleme.
Sie bekommen Bürger-Geld.
Sie leben in Niedersachsen.
Sie bekommen 563 Euro im Monat.
Davon zahlen sie fast 120 Euro für Miete.
Vor 2 Jahren waren es nur 107 Euro.
Das Problem ist einfach erklärt.
Das Job-Center zahlt nur einen festen Betrag.
Die echte Miete ist oft höher.
Dann müssen die Menschen selbst zahlen.
Das passiert immer öfter.
Dirk Swinke vom Sozial-Verband sagt das auch.
Bisher machen die Städte ihre eigenen Regeln.
Sie bestimmen selbst die Miete.
Es gibt aber keine klaren Regeln.
Niemand sagt: Das ist eine normale Miete.
Dirk Swinke fordert einheitliche Standards.
Einheitliche Standards bedeutet: Alle machen die gleichen Regeln.
Die Menschen haben sehr wenig Geld.
Sie müssen aber viel für die Miete zahlen.
Dann sparen sie beim Essen.
Das ist schlecht für Familien.
Das ist schlecht für Kinder.
Oft sind allein-erziehende Mütter betroffen.
Allein-erziehend bedeutet: Eine Mutter oder ein Vater lebt alleine mit den Kindern.
Der Bundes-Kanzler will die Wohn-Kosten begrenzen.
Der Bundes-Kanzler ist der Chef der Regierung.
Dirk Swinke sagt: Das ist unrealistisch.
Das hilft den Menschen nicht wirklich.

Foto: Gerhard Bartz
HANNOVER (kobinet) Wer Bürgergeld bezieht, bekommt die Miete komplett vom Jobcenter bezahlt? Das stimmt leider nicht immer. Aufgrund der extrem steigenden Mieten müssen immer mehr Betroffene aus ihrem ohnehin niedrigen Regelsatz dazuzahlen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen mahnt deshalb Land und Kommunen an, die Kosten der Unterkunft so zu gestalten, dass sie auch dem tatsächlichen Mietniveau vor Ort entsprechen.
Über 15 Prozent der Bürgergeld-Empfänger in Niedersachsen müssen von ihrem monatlichen Regelsatz von 563 Euro fast 120 Euro für die Miete und die Nebenkosten drauflegen. Vor zwei Jahren lag der Betrag noch bei rund 107 Euro. „Grund dafür ist, dass die Jobcenter nur einen festgelegten Betrag für die Miete erstatten. Liegt die Miete darüber, müssen die Betroffenen zahlen. Das ist aufgrund der steigenden Mieten immer öfter der Fall und zeigt ganz deutlich, dass Land und Kommunen hier dringend eingreifen müssen“, sagt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen.
Bislang sieht das Verfahren vor, dass Kommunen selbst festlegen, welche Miethöhe übernommen wird. „Es gibt allerdings keinerlei Vorgaben, was eine angemessene Miete überhaupt ist. Hier brauchen wir einheitliche Standards seitens der Landesregierung, an denen sich die Kommunen orientieren müssen“, fordert Swinke und ergänzt: „Es kann nicht sein, dass Bürgergeld-Empfänger*innen so viel von ihrem ohnehin knappen Budget draufzahlen müssen. Meistens wird dann an Nahrungsmitteln gespart. Da oft Alleinerziehende und Familien betroffen sind, hat das direkte Auswirkungen auf die Kinder.“
Die Aussage des Kanzlers, die Wohnkosten beim Bürgergeld zu deckeln, sei deshalb besonders realitätsfern und polemisch.

Foto: Gerhard Bartz
HANNOVER (kobinet) Wer Bürgergeld bezieht, bekommt die Miete komplett vom Jobcenter bezahlt? Das stimmt leider nicht immer. Aufgrund der extrem steigenden Mieten müssen immer mehr Betroffene aus ihrem ohnehin niedrigen Regelsatz dazuzahlen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen mahnt deshalb Land und Kommunen an, die Kosten der Unterkunft so zu gestalten, dass sie auch dem tatsächlichen Mietniveau vor Ort entsprechen.
Über 15 Prozent der Bürgergeld-Empfänger in Niedersachsen müssen von ihrem monatlichen Regelsatz von 563 Euro fast 120 Euro für die Miete und die Nebenkosten drauflegen. Vor zwei Jahren lag der Betrag noch bei rund 107 Euro. „Grund dafür ist, dass die Jobcenter nur einen festgelegten Betrag für die Miete erstatten. Liegt die Miete darüber, müssen die Betroffenen zahlen. Das ist aufgrund der steigenden Mieten immer öfter der Fall und zeigt ganz deutlich, dass Land und Kommunen hier dringend eingreifen müssen“, sagt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen.
Bislang sieht das Verfahren vor, dass Kommunen selbst festlegen, welche Miethöhe übernommen wird. „Es gibt allerdings keinerlei Vorgaben, was eine angemessene Miete überhaupt ist. Hier brauchen wir einheitliche Standards seitens der Landesregierung, an denen sich die Kommunen orientieren müssen“, fordert Swinke und ergänzt: „Es kann nicht sein, dass Bürgergeld-Empfänger*innen so viel von ihrem ohnehin knappen Budget draufzahlen müssen. Meistens wird dann an Nahrungsmitteln gespart. Da oft Alleinerziehende und Familien betroffen sind, hat das direkte Auswirkungen auf die Kinder.“
Die Aussage des Kanzlers, die Wohnkosten beim Bürgergeld zu deckeln, sei deshalb besonders realitätsfern und polemisch.




