Menu Close

DJ bringt alle zum Tanzen

Links ein Mann mit Kopfhörern, Blick in den Raum mit tanzendenden Paaren, auch mit Rollstuhl bei Partylicht
Tanzvergnügen genießen alle
Foto: Stiftungen kreuznacher diakonie/Andrea Djifroudi

BAD KREUZNACH (kobinet) Wenn im Luthersaal der Stiftung kreuznacher diakonie die Luft vibriert und der Boden unter den Füßen bebt, sind die DJ Mike und der Michael Stritzke am Mischpult. Auf dem Parkett vor der Bühne ist jede und jeder, der Lust auf wummernde Bässe und Spaß am Tanzen hat. Schon lange vor dem Soundcheck fragten die ersten Bewohnerinnen und Bewohner der Wohneinrichtungen in der Behindertenhilfe, wann es losgeht.

Seit 20 Jahre stehen Mike Bell und sein DJ-Kollege Michael Stritzke am Pult und sind beim inklusiven Tanzvergnügen, das wesentlich durch Spenden möglich wird, mit dabei. „Yes we can dance“ macht lautstark dafür Werbung – einfach mitzutanzen – egal, ob mit oder ohne Beeinträchtigung. Das Angebot wurde augenscheinlich gern angenommen und die Musik rüttelte auch die Bewegungsmuffel durch, die sich bei solchen Veranstaltungen immer am Rand der Tanzfläche zum Zuschauen einfinden.

Tanzen bringt Menschen in Bewegung, fördert das Miteinander sowie die Mobilität, verbessert körperliches und psychisches Wohlbefinden, stärkt das Selbstbewusstsein und macht vor allem Spaß. Genau das war das Ziel der Veranstaltung: Gemeinsam Spaß haben und darin unterscheidet sie sich in nichts von einem Club-Event.

Lesermeinungen

Bitte beachten Sie unsere Regeln in der Netiquette, unsere Nutzungsbestimmungen und unsere Datenschutzhinweise.

Sie müssen angemeldet sein, um eine Lesermeinung verfassen zu können. Sie können sich mit einem bereits existierenden Disqus-, Facebook-, Google-, Twitter-, Microsoft- oder Youtube-Account schnell und einfach anmelden. Oder Sie registrieren sich bei uns, dazu können Sie folgende Anleitung lesen: Link
4 Lesermeinungen
Neueste
Älteste
Inline Feedbacks
Alle Lesermeinungen ansehen
Arnd Hellinger
31.07.2025 17:14

Und was ist daran jetzt für kobinet genau einen Bericht wert? Solcherlei Betriebsfeiern von Einrichtungen hat es doch schon immer gegeben…

M. Guenter
Antwort auf  Arnd Hellinger
31.07.2025 19:27

Hmm,

vielleicht wollte man zum Ausdruck bringen: Da leben die Behindis so isoliert, dass es nicht mal einen Nachtklub gibt…

Ralph Milewski
Antwort auf  M. Guenter
31.07.2025 22:29

Birte Müller – Hirnis, Kloppis und Behindis

„Aber ich möchte betonen, dass solche Begriffe einzig und allein für den persönlichen Bereich und lediglich für die­jenigen reserviert sind, die WIRKLICH behinderten Menschen SEHR nahestehen und nicht für solche, die durch betont lässige Aus­drücke ihre Wunder wie tolle Entspanntheit beim Thema Be­hinderung zur Schau stellen wollen!“

Sehe ich ähnlich.

Ralph Milewski
31.07.2025 12:55

Von Inklusion kann hier keine Rede sein. Inklusion bedeutet nicht, dass für Menschen aus der Behindertenhilfe eigene Tanzveranstaltungen in den Einrichtungen organisiert werden müssen, finanziert durch Spenden und als ‚besonderes Erlebnis‘ präsentiert. Echte Teilhabe hieße, dass Bewohner:innen unangemeldet und selbstverständlich in ganz normale Discos und Clubs gehen können – zu den gleichen Öffnungszeiten wie alle anderen, ohne Sonderstatus, ohne mediale Begleitstory. Solange Gesellschaft und Veranstalter das nicht ermöglichen, sind solche Events nur ein Ersatzangebot in einer Parallelwelt.