BAD KREUZNACH (kobinet)
Im Luther-Saal ist Party.
Der Saal gehört zur Stiftung kreuznacher diakonie.
Eine Stiftung ist eine Organisation.
Sie hilft anderen Menschen.
Das Geld kommt von reichen Personen.
Die Diakonie ist eine christliche Organisation.
Sie hilft Menschen in Not.
Sie kümmert sich um kranke Menschen.
Sie kümmert sich um arme Menschen.
Die Luft vibriert vor lauter Musik.
Der Boden bebt unter den Füßen.
DJ Mike steht am Misch-Pult.
Michael Stritzke steht auch am Misch-Pult.
Ein Misch-Pult ist ein Gerät für Musik.
Man kann damit Töne mischen.
Es hat viele Knöpfe und Regler.
Sie machen die Musik.
Vor der Bühne tanzen viele Menschen.
Alle haben Lust auf laute Bässe.
Alle haben Spaß am Tanzen.
Schon vor dem Sound-Check kommen Bewohner.
Ein Sound-Check ist eine Ton-Prüfung.
Musiker prüfen ihre Geräte vor dem Konzert.
Sie testen, ob alles gut klingt.
Sie fragen: Wann geht es los?
Seit 20 Jahren stehen Mike Bell am Pult.
Seit 20 Jahren steht Michael Stritzke am Pult.
Sie machen bei dem Tanz-Vergnügen mit.
Das Tanz-Vergnügen ist inklusiv.
Inklusiv bedeutet: Alle Menschen gehören dazu.
Niemand wird ausgeschlossen.
Menschen mit und ohne Behinderung machen mit.
Alle können mit-machen.
Das wird durch Spenden möglich gemacht.
Yes we can dance macht Werbung dafür.
Die Botschaft ist: Einfach mit-tanzen.
Das gilt für alle Menschen.
Mit Beeinträchtigung oder ohne Beeinträchtigung.
Beeinträchtigung bedeutet: Etwas fällt schwer.
Zum Beispiel: Sehen oder Hören.
Oder Laufen oder Denken.
Das Angebot nehmen viele Menschen gerne an.
Die Musik bewegt auch andere Menschen.
Diese Menschen tanzen sonst nicht gerne.
Sie stehen am Rand der Tanz-Fläche.
Sie schauen zu.
Tanzen bringt Menschen in Bewegung.
Es fördert das Mit-einander.
Es fördert die Mobilität.
Mobilität bedeutet: Sich bewegen können.
Von einem Ort zum anderen kommen.
Zum Beispiel: Zu Fuß gehen.
Es verbessert das körperliche Wohl-befinden.
Es verbessert das psychische Wohl-befinden.
Psychisch bedeutet: Es geht um die Seele.
Oder um die Gefühle.
Zum Beispiel: Traurig sein oder Angst haben.
Es stärkt das Selbst-bewusstsein.
Vor allem macht es Spaß.
Das war das Ziel der Veranstaltung.
Das Ziel war: Gemeinsam Spaß haben.
Darin unterscheidet sie sich nicht.
Sie unterscheidet sich nicht von einem Club-Event.
Club-Event bedeutet: Eine Veranstaltung in einem Club.
Zum Beispiel: Eine Party oder ein Konzert.

Foto: Stiftungen kreuznacher diakonie/Andrea Djifroudi
BAD KREUZNACH (kobinet) Wenn im Luthersaal der Stiftung kreuznacher diakonie die Luft vibriert und der Boden unter den Füßen bebt, sind die DJ Mike und der Michael Stritzke am Mischpult. Auf dem Parkett vor der Bühne ist jede und jeder, der Lust auf wummernde Bässe und Spaß am Tanzen hat. Schon lange vor dem Soundcheck fragten die ersten Bewohnerinnen und Bewohner der Wohneinrichtungen in der Behindertenhilfe, wann es losgeht.
Seit 20 Jahre stehen Mike Bell und sein DJ-Kollege Michael Stritzke am Pult und sind beim inklusiven Tanzvergnügen, das wesentlich durch Spenden möglich wird, mit dabei. „Yes we can dance“ macht lautstark dafür Werbung – einfach mitzutanzen – egal, ob mit oder ohne Beeinträchtigung. Das Angebot wurde augenscheinlich gern angenommen und die Musik rüttelte auch die Bewegungsmuffel durch, die sich bei solchen Veranstaltungen immer am Rand der Tanzfläche zum Zuschauen einfinden.
Tanzen bringt Menschen in Bewegung, fördert das Miteinander sowie die Mobilität, verbessert körperliches und psychisches Wohlbefinden, stärkt das Selbstbewusstsein und macht vor allem Spaß. Genau das war das Ziel der Veranstaltung: Gemeinsam Spaß haben und darin unterscheidet sie sich in nichts von einem Club-Event.

Foto: Stiftungen kreuznacher diakonie/Andrea Djifroudi
BAD KREUZNACH (kobinet) Wenn im Luthersaal der Stiftung kreuznacher diakonie die Luft vibriert und der Boden unter den Füßen bebt, sind die DJ Mike und der Michael Stritzke am Mischpult. Auf dem Parkett vor der Bühne ist jede und jeder, der Lust auf wummernde Bässe und Spaß am Tanzen hat. Schon lange vor dem Soundcheck fragten die ersten Bewohnerinnen und Bewohner der Wohneinrichtungen in der Behindertenhilfe, wann es losgeht.
Seit 20 Jahre stehen Mike Bell und sein DJ-Kollege Michael Stritzke am Pult und sind beim inklusiven Tanzvergnügen, das wesentlich durch Spenden möglich wird, mit dabei. „Yes we can dance“ macht lautstark dafür Werbung – einfach mitzutanzen – egal, ob mit oder ohne Beeinträchtigung. Das Angebot wurde augenscheinlich gern angenommen und die Musik rüttelte auch die Bewegungsmuffel durch, die sich bei solchen Veranstaltungen immer am Rand der Tanzfläche zum Zuschauen einfinden.
Tanzen bringt Menschen in Bewegung, fördert das Miteinander sowie die Mobilität, verbessert körperliches und psychisches Wohlbefinden, stärkt das Selbstbewusstsein und macht vor allem Spaß. Genau das war das Ziel der Veranstaltung: Gemeinsam Spaß haben und darin unterscheidet sie sich in nichts von einem Club-Event.





Und was ist daran jetzt für kobinet genau einen Bericht wert? Solcherlei Betriebsfeiern von Einrichtungen hat es doch schon immer gegeben…
Hmm,
vielleicht wollte man zum Ausdruck bringen: Da leben die Behindis so isoliert, dass es nicht mal einen Nachtklub gibt…
Birte Müller – Hirnis, Kloppis und Behindis
„Aber ich möchte betonen, dass solche Begriffe einzig und allein für den persönlichen Bereich und lediglich für diejenigen reserviert sind, die WIRKLICH behinderten Menschen SEHR nahestehen und nicht für solche, die durch betont lässige Ausdrücke ihre Wunder wie tolle Entspanntheit beim Thema Behinderung zur Schau stellen wollen!“
Sehe ich ähnlich.
Von Inklusion kann hier keine Rede sein. Inklusion bedeutet nicht, dass für Menschen aus der Behindertenhilfe eigene Tanzveranstaltungen in den Einrichtungen organisiert werden müssen, finanziert durch Spenden und als ‚besonderes Erlebnis‘ präsentiert. Echte Teilhabe hieße, dass Bewohner:innen unangemeldet und selbstverständlich in ganz normale Discos und Clubs gehen können – zu den gleichen Öffnungszeiten wie alle anderen, ohne Sonderstatus, ohne mediale Begleitstory. Solange Gesellschaft und Veranstalter das nicht ermöglichen, sind solche Events nur ein Ersatzangebot in einer Parallelwelt.